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Hauptseminararbeit, 2005, 20 Seiten
Autor: Jan Griesbach
Fach: Gemeinschaftskunde / Sozialkunde
Details
Institution/Hochschule: Universität Leipzig (Politikwissenschaften)
Tags: Genese, Lehrerberufs, Gegenwart, Hauptseminar
Jahr: 2005
Seiten: 20
Note: 2,5
Literaturverzeichnis: ~ 9 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-58195-0
Dateigröße: 212 KB
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Universität Leipzig Jan Griesbach
Institut für Politikwissenschaft
Hauptseminar: Schule, Universität, Staat
Sommersemester 2005
Hausarbeit
HS: Schule, Universität, Staat
Mit dem Teilgebiet:
Die Genese des Lehrerberufs vom
18. Jhd. bis in die Gegenwart
eingereicht von:
Jan Griesbach
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis 3
1. Einleitung 4
2. Der Lehrerberuf im 18. und 19. Jahrhundert 5
2.1 Die Anfänge des gebildeten Lehrers 5
2.2 Rechtliche Normierungsvorschläge für die Lehrer und deren Berufslaufbahn im 19. Jhd 5
2.3 Die Staatsprüfung als Bestimmungszahl für die Berufslaufbahn des Lehrers (1810- 1917) 6
3. Wissenschaftliche Prüfungen der Lehrämter 7
3.1 Ausgangslage der 1920er Jahre 7
3.2 Wissenschaftliche Prüfungen der Lehrämter 8
3.3 Entwicklung des Schuldienstes 8
3.4 Die Entwicklung der Besoldung der Lehrer und Direktoren 9
3.5 Verdrängung und Integration 9
4. Frauen im Lehrerberuf 9
4.1 Berufswahl Lehrerin 9
4.2 Freude am Beruf 10
4.3 Bevorzugte Schulstufe/ Fächerkombinationen 10
4.4 Stellung der Lehrerin in Beruf und Gesellschaft 11
5. Der Lehrer in der heutigen Zeit 12
5.1 Funktionen und Leistungen des Lehrerberufs 12
5.2 Die Lernarbeit und die Lehrer im 21. Jahrhundert 13
5.3 Erwartungen an die Schüler und Veränderungen im Schulleben 14
5.4 Erwartungen an den heutigen Lehrer und eines guten Unterrichts 14
6. Die Schule in der heutigen Wissensgesellschaft 15
6.1 Der Bürokratismus der Schule 15
6.2 Gegenwärtige Reformbewegungen im Spiegel von PISA 16
7. Abschließende Betrachtung 18
Literaturverzeichnis 19
Anlagen 20
1. Einleitung
"Pädagogisch professionell handelt eine Person, die gezielt ein berufliches Selbst aufbaut, das sich an berufstypischen Werten orientiert, sich eines umfassenden pädagogischen Handlungsrepertoires zur Bewältigung von Arbeitsaufgaben sicher ist, sich mit sich und anderen Angehörigen der Berufsgruppe Pädagogen in einer nichtalltäglichen Berufssprache verständigt, ihre Handlungen unter Bezug auf eine Berufswissenschaft begründen kann und persönlich die Verantwortung für Handlungsfolgen in ihrem Einflussbereich übernimmt." 1
Die vorliegende Arbeit stellt den Werdegang des Lehrers bzw. Lehrerin vom 18. Jahrhundert bis in die heutige Gegenwart dar. Dabei spielen einmal historische Begebenheiten eine Rolle, wie auch die Emanzipation der Frau mit dem Augenmerk auf den Beruf Lehrerin. Aber auch die Studienratskarriere im 3. Reich soll etwas untersucht werden und die schon zu dieser Zeit vorherrschende "Überproduktion" an Lehrpersonal aufzeigen. In den beiden letzten Punkten wird der Lehrer im heutigen Berufsalltag analysiert und unter Punkt 6. der Lehrerberuf im Kontext zur Wissensgesellschaft behandelt.
In der abschließenden Betrachtung soll als Ergebnis stehen, wie sich der Lehrerberuf gewandelt hat und wie es zu jeder Zeit Probleme gab und gibt, wie der Lehrerberuf von den Lehrern selbst gesehen wird, wie dieser Berufstand in der Bevölkerung sich widerspiegelt und wie zu jeder Zeit versucht wurde, den Lehrer zu "ändern" und zu verstehen.
2 Der Lehrerberuf im 18. und 19. Jahrhundert
2.1. Die Anfänge des gebildeten Lehrers
Ab den 70er Jahren des 18. Jhd. wurde das gelehrte Schulwesen vereinheitlicht und der Staat stellt nun vorrangige Kompetenzansprüche. Unter der Führung des Justizministers Carl Abraham Freiherr von Zedlitz (1731- 1793) begann die Vereinheitlichung des Schulwesens und ihren Abschluss fand sie unter Errichtung eines eigenen Kulturministeriums, dem Ministerium für Geistliche und Unterrichts- und Medizinangelegenheiten im Jahre 1817. Am bedeutendsten stellte hierbei die Konstitution des höheren Lehrerstandes und die Erstellung des Oberschulkollegiums dar.
Die maßgeblichen Schulträger blieben die Kommunen in dieser Zeit. So gab es 1899 noch 312 nicht-staatliche gegenüber 209 staatlichen Schulen, wobei von den nicht- staatlichen Schulen 180 vom Staat unterstützt wurden. Die Lehrer genossen schon zu dieser Zeit größere Privilegien, so mussten die Söhne der Lehrer der 3 obersten Klassen nicht zum Militärdienst und die Söhne von Lehrern der höheren Schulen. Dieses wurde im Jahre 1792 mit dem Kantonierungsreglement festgelegt. Weiterhin wurden die Oberlehrer von der Steuerpflicht befreit und freie Berufswahl der Oberschicht, dadurch boten sich den Söhnen der Oberlehrer neue soziale Aufstiegschancen. Aber auch die eigene Berufsrekrutierung wurde nun sehr lukrativ.
(vgl. Müller - Rolli, Sebastian: Der höhere Lehrerstand im 19. Jahrhundert S.33ff)
2.2 Rechtliche Normierungsvorschläge für die Lehrer und deren Berufslaufbahn im 19. Jhd.
Im 19. Jahrhundert war das allgemeine Landrecht für die Preußischen Staaten die verfassungsrechtliche Grundlage für die Entwicklung des Lehrerstandes. Somit kam es zu keiner Gesetzlichen Regelung des Schulwesens und des Lehrertandes. So gab es keine normierten Regelungen für die Schulen dieser Zeit. Allerdings kam es immer mehr zu Auseinandersetzungen zwischen dem Staat und der Gesellschaft. Es ging darum, dass der Lehrestand eigenständig fungieren sollte, unabhängig vom Staat. Doch es kam eher zu noch größeren Verzahnungen von Staat und Schulwesen.
[....]
1 Bauer, K.-O.: Pädagogische Professionalität und Lehrerarbeit. In: Pädagogik 49, 1997, 4, S.22
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