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Unterrichtseinheit: Gewaltfreie Lösung von Konflikten in Jugendgruppen (7. Klasse)

Lesson Plan, 2006, 17 Pages
Author: Tanja Geminn
Subject: Social Studies/ Civics

Details

Category: Lesson Plan
Year: 2006
Pages: 17
Grade: 12
Bibliography: ~ 12  Entries
Language: German
Archive No.: V65829
ISBN (E-book): 978-3-638-58307-7

File size: 175 KB
Notes :
Der vorliegende Unterrichtsentwurf wurde für die Examenslehrprobe im Fach Sozialkunde erstellt. Der Entwurf wurde mit 12 Punkten bewertet.



Excerpt (computer-generated)

Staatliches Studienseminar für das Lehramt
 an Grund- und Hauptschulen

UNTERRICHTSENTWURF

Im Fach Sozialkunde

Thema:

Gewaltfreie Lösung von Konflikten in Jugendgruppen

für die Examenslehrprobe in der Klasse 7
Grund- und Regionale Schule

 

 

INHALTSVERZEICHNIS

1. SACHANALYSE  3
1.1. Konfliktlösung  3
1.1.1. Konfliktarten  3
1.1.2. Konfliktentwicklung  3
1.1.3. Gewaltfreie Konfliktlösung  4
1.2. Jugendgruppe  5

2. DIDAKTISCHE ANALYSE  5
2.1. Lehrplanbezug  5
2.2. Einbettung in die Unterrichtseinheit  6
2.3. Inhaltliche Auswahl und fächerübergreifende Aspekte  6
2.3.1. Inhaltliche Auswahl  6
2.3.2. Fächerübergreifende Aspekte  7
2.4. Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung  7
2.5. Exemplarität  7
2.6. Didaktische Reduktion  7
2.7. Didaktische Prinzipien  8
2.8. Verknüpfung der Phasen mit Inhalten  9
2.8.1. Einstieg  9
2.8.2. Erarbeitung I  9
2.8.3. Sicherung/Präsentation  9
2.8.4. Schluss  

3. BEDINGUNGSANALYSE  9
3.1. Die Klasse  9
3.2. Lernvoraussetzungen  10

4. ZIELE  10
4.1. Gesamtziel der Stunde  10
4.2. Teilziele  11

5. METHODISCHE ANALYSE  11
5.1. Einstieg  11
5.2. Erarbeitung I  12
5.3. Sicherung/Präsentation  12
5.4. Schluss  12
5.5. Medien  12

6. Ablaufplan  13

7. Literatur  15

Anhang: Arbeitsblatt, Textblatt Konflikte, Hörtext „Ausgangskonflikt“

 

 

1. SACHANALYSE

1.1. Konfliktlösung

Das Wort Konfliktlösung besteht aus zwei Nomina: Konflikt und Lösung. Das erste Nomen Konflikt stammt aus dem Lateinischen (confligere) und bedeutet: zusammenschlagen, zusammenprallen. Problematisch ist allerdings die Definition, denn in der Wissenschaft, wird die Auffassung vertreten, dass es sich bei einem Konflikt um ein Phänomen handelt, das sich unter verschiedenen Perspektiven immer wieder anders zeigt. Daher existieren zahlreiche Definitionen, aus denen nur eine exemplarisch dargestellt werden soll: Konflikt ist eine Interaktion zwischen mindestens zwei Parteien (Individuen, Gruppen, Organisationen, etc.),

- wobei wenigstens ein Akteur
- Unvereinbarkeiten im Denken, Vorstellen/Wahrnehmen
- und/oder Fühlen
- und/oder Wollen
- mit einem anderen Akteur (oder anderen Akteuren) in der Art erlebt,
- dass im Realisieren eine Beeinträchtigung,
- durch einen anderen Akteur (die anderen Akteuren) erfolge.1

1.1.1. Konfliktarten

Da Konflikte in den unterschiedlichsten Lebensbereichen und aus den verschiedensten Anlässen stattfinden, gibt es eine Vielzahl von Konfliktarten, die grob in intrapersonelle, interpersonelle und äußere Konflikte eingeteilt werden können. Dazu gehören u. a. Konfliktarten wie z. B. Paarkonflikte (Distanzkonflikt, Rollenkonflikt, Konkurrenzkonflikt etc.), Dreieckskonflikte (Eifersuchtskonflikt, Rivalitätskonflikt etc.), Gruppenkonflikte (Rangkonflikte, Reifungs- und Ablösungskonflikte, Territorialkonflikte etc.), Organisationskonflikte (Herrschaftskonflikte, Strukturkonflikte etc.), Systemkonflikte (z.B. Religionskonflikte, Nationenkonflikte etc.) und auch Institutionskonflikte.2

Trotz ihrer Verschiedenheit ist allen Konflikten aber etwas gemeinsam, denn es geht bei einem Konflikt nicht nur um die reine Auseinandersetzung auf der Sachebene, sondern er hat immer auch eine psychologische oder soziale Komponente. Zudem ist ein Konflikt ein dynamischer Prozess, der sich auf mehreren Ebenen abspielt.

1.1.2. Konfliktentwicklung

Konflikte sind dynamische Prozesse, die sich sehr unterschiedlich entwickeln können, so können sie sich zum einen verschärfen, sie können sich aber auch durch gegenseitige Bemühungen auflösen.3 Umso erstaunlicher ist es daher, dass Menschen in Konfliktsituationen immer wiederkehrende, typische Reaktionen zeigen. Diese werden in der so genannten Eskalationsdynamik zusammengefasst, die aus neun Stufen besteht. Diese neun Stufen folgen aufeinander, wobei jede Stufe eigene Merkmale hat. Besteht ein Konflikt z. B. anfänglich nur aus gegenseitigen verbalen Angriffen, können sich die Provokationen und Reaktionen im weiteren Konfliktverlauf verschärfen und mit der Zeit die Beziehungen der Streitenden somit immer weiter verschlechtern. Es folgt dann die nächste Stufe der Eskalation.4 Die folgende Abbildung verdeutlicht die neun Stufen der Eskalationsdynamik.

[....]


1 Vgl. Glasl, Friedrich: Konfliktmanagement, Ein Handbuch für Führungskräfte, Beraterinnen und Berater Berlin. 1997. S. 14f.

2 Schwarz, Gerhard: Konfliktmanagement: Sechs Grundmodelle der Konfliktlösung. Wiesbaden 1997. S. 157 ff.

3 Rüttinger/Sauer: Konflikt und Konfliktlösungen. Kritische Situationen erkennen und bewältigen. 3. überarbeitete und ergänzte Auflage. Leonberg 2000.S 10.


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