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Sozialpädagogische Filmkritik: Jim Carroll

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2006, 17 Pages
Author: Sven Köhler
Subject: Social Pedagogy / Social Work

Details

Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2006
Pages: 17
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 10  Entries
Language: German
Archive No.: V65892
ISBN (E-book): 978-3-638-58688-7
ISBN (Book): 978-3-638-76783-5
File size: 262 KB

Abstract

Die vorliegende Arbeit soll den Film Jim Carroll – In den Straßen von New York unter sozialpädagogischen Gesichtspunkten untersuchen. Dabei wird zunächst ein Abriss der inhaltlichen Aspekte dargeboten, ehe im Anschluss eine weitergehende Analyse eines im Film behandelten sozialpädagogischen Arbeitsfeldes und dessen theoretischen Hintergründen durchgeführt werden soll. Abschließend soll eine sozialpädagogische Beurteilung des Films die Qualität der filmischen Aufbereitung und Bearbeitung des in Frage kommenden sozialpädagogischen Arbeitsfeldes beleuchten.


Excerpt (computer-generated)

Sozialpädagogische Filmkritik: Jim Carroll

von: Sven Köhler

 


INHALT

1. VORBEMERKUNG  3

2. SOZIALPÄDAGOGISCHE FILMKRITIK: JIM CARROLL – IN DEN STRAßEN VON NEW YORK 4

2.1. KURZÜBERSICHT  4
2.2. SOZIALPÄDAGOGISCHE INHALTSANALYSE  5
2.3. SOZIALPÄDAGOGISCHE ARBEITSFELDER  7

2.3.1. WAS IST ABHÄNGIGKEIT? 7
2.3.2. HEROIN – EIN ABRISS  7
2.3.3. DER WEG IN DIE SUCHT  9
2.3.4. REHABILITATION  12

2.4. SOZIALPÄDAGOGISCHE BEURTEILUNG  13

3. LITERATUR- UND QUELLENVERZEICHNIS 16


 

 

1. VORBEMERKUNG

Die vorliegende Arbeit soll den Film Jim Carroll – In den Straßen von New York unter sozialpädagogischen Gesichtspunkten untersuchen. Dabei wird zunächst ein Abriss der inhaltlichen Aspekte dargeboten, ehe im Anschluss eine weitergehende Analyse eines im Film behandelten sozialpädagogischen Arbeitsfeldes und dessen theoretischen Hintergründen durchgeführt werden soll. Abschließend soll eine sozialpädagogische Beurteilung des Films die Qualität der filmischen Aufbereitung und Bearbeitung des in Frage kommenden sozialpädagogischen Arbeitsfeldes beleuchten.

2. SOZIALPÄDAGOGISCHE FILMKRITIK: JIM CARROLL – IN DEN STRAßEN VON NEW YORK

2.1. KURZÜBERSICHT

Deutscher Titel Jim Carroll – In den Straßen von New York
Originaltitel The Basketball Diaries
Genre, Produktionsland und -jahr Drama, USA 1995
Regie Scott Kalvert
Drehbuch Bryan Goluboff
Wichtigste Darsteller und Rollen
Leonardo Di Caprio (JIM CARROLL),
James Madio (PEDRO),
Patrick McGaw (NEUTRON),
Mark Wahlberg (MICKEY),
Lorraine Bracco (MRS. CARROLL),
Ernie Hudson (REGGIE PORTER),
Michael Imperioli (BOBBY),
Juliette Lewis (DIANE MOODY),
Jim Carroll (FRANKIE PINEWATER),
Roy Cooper (FATHER MCNULTY)
Sozialpädagogisches Arbeitsfeld Sucht- und Drogenhilfe

Inhaltsangabe

„JIM CARROLL [...] wächst mit seinen Freunden im schmutzigsten Viertel New Yorks auf. Sein unglaubliches Basketballtalent beschert dem 13jährigen ein Stipendium an einer renommierten katholischen High School. Außerhalb des Spielfeldes entdeckt der lebenshungrige Junge eine wilde, verlockende Welt aus Drogen, Verbrechen, Sex und Gewalt, der er schon schnell verfällt. Von seiner verzweifelten Mutter [...] aus der Wohnung geworfen, beginnt JIM seinen Abstieg in die finstersten Ecken und tiefsten Abgründe von New York. Jedes seiner Erlebnisse hält JIM CARROLL in jenen Tagebüchern fest, die Jahre später Tausende von faszinierten Lesern unter dem Titel THE BASKETBALL DIARIES verschlingen werden. [...]“1

2.2. SOZIALPÄDAGOGISCHE INHALTSANALYSE

Jim Carroll – In den Straßen von New York zeichnet die auf Tatsachen basierende Drogenlaufbahn des gleichnamigen Schriftstellers und Musikers nach, der während der sechziger Jahre im Alter zwischen dreizehn und sechzehn Jahren in die Abwärtsspirale aus Drogen, Sucht und Abhängigkeit geriet. Die ursprüngliche Handlung wird allerdings in die neunziger Jahre verlegt.2

Das sozialpädagogische Arbeitsfeld, in dem der Film spielt, ist die Sucht- und Drogenhilfe. Im Speziellen geht es hier um die Heroinsucht des Protagonisten. Ausdrücklich als Sozialarbeiter oder Sozialpädagogen benannte Personen treten nicht auf. Allein REGGIE PORTER, der Basketballpartner aus früheren Tagen und selbst ehemals drogenabhängig, zeichnet sich durch Tatkraft und entschlossene Hilfe aus. Es ist allerdings davon auszugehen, dass der endgültige Entzug im Gefängnis von Fachleuten angeleitet und begleitet wird, wobei diese Helfer gänzlich ungezeigt und unerwähnt bleiben.

Der Aufbau des Films stellt hinsichtlich der Inszenierung eines Drogenschicksals einen typischen Verlauf einer Drogenkarriere dar: Ausgehend vom sozialen Milieu und der gewohnten Welt JIMS, werden die Motive und Auslöser des exzessiven Drogenkonsum inszeniert, ehe die Zuschauer im weiteren Fortgang den Beginn des Teufelskreises, den Abstieg in die Niederungen von Beschaffungskriminalität und Elend, einen gescheiterten Entzugsversuch und sogar erste Schritte in die Prostitution vor Augen geführt bekommen. Den Abschluss bildet die von außen angestoßene Rettung und Läuterung des Protagonisten.3

Das soziale Milieu, in dem JIM lebt, lässt sich als einfach, aber einigermaßen gefestigt beschreiben. Seine Mutter geht einer regelmäßigen Arbeit als Reinigungskraft in einem Hotel nach und zeichnet sich vor allem durch ihre starke Gläubigkeit aus, die sich in JIMS katholischer Schule widerspiegelt, an der er allerdings körperliche Gewalt und einen aufdringlichen Basketballtrainer erdulden muss.

[...]


1 Inhaltsbeschreibung auf dem Klappentext der VHS.

2 GOETTE, SABINE und RENATE RÖLLECKE: Illegale Drogen in populären Spielfilmen. Eine kommentierte Übersicht zum Thema illegale Drogen ab 1995 mit ergänzenden Handlungsempfehlungen für den Einsatz von Spielfilmen im Rahmen der Suchtprävention, Köln: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung 2004, S. 28.

3 GOETTE, SABINE und RENATE RÖLLECKE: Illegale Drogen in populären Spielfilmen, a. a. O., S. 28.


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