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Scholary Paper (Seminar), 2001, 18 Pages
Author: Andre Wiedenhofer
Subject: Sociology - Children and Youth
Details
Institution/College: University of the Federal Armed Forces München (EGA)
Tags: Jugendliche, Kinder, Freizeit-, Spaßgesellschaft, Seminar, Jugend, Politik
Year: 2001
Pages: 18
Grade: 2.0
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-14131-4
ISBN (Book): 978-3-640-11753-6
File size: 74 KB
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Abstract
In der öffentlichen Debatte wird die Frage gestellt, inwieweit sich Jugendliche noch politisch engagieren oder sich von der Politik abwenden. Für viele Jugendliche ist das Leben eine lange Party, auf der man sich selbst und sein eigenes Leben gestalten kann. Aktuelle Studien belegen, dass Jugendliche immer weniger Lust haben, sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen. Zwar interessiert sich die Mehrheit der Jugendlichen für politische und soziale Fragen, jedoch wird soziales Engagement in Parteien, Vereinen und in der Kirche von den Jugendlichen abgelehnt. Werte, wie Fleiß, Leistung und Strebsamkeit weichen in den Hintergrund. Die Jugendlichen verfolgen die inneren Werte der Selbstverwirklichung wie etwa Glück, Freundschaft oder Lebensqualität. 1974 empfanden 49% aller befragten Jugendlichen den Lebenssinn als eine ständige Suche nach Freude und Glück. 27 Jahre später stieg die Anzahl der Jugendlichen, die den Sinn ihres Lebens in Freude und Glück sahen, auf 65%. Bisher wurde der starke Wunsch nach Lebensgenuss von den Menschen nie explizit geäußert. Der Weg zu einem glücklichen Leben wurde in der Vergangenheit immer umständlicher beschrieben. Die Menschen vollbrachten eine Gradwanderung zwischen Pflichterfüllung und eigenen Wunschvorstellungen. Hinsichtlich dieser Wandlung, dass Sich-Amüsieren immer wichtiger und das Kümmern um andere Menschen in den Hintergrund gedrängt wird, entfernt sich die moderne Gesellschaft von der Politik und der Selbstbestimmung. In der folgenden Seminararbeit steht vor allem der jugendliche Wunsch nach politischer Partizipation während der Freizeit im Mittelpunkt. Es wird die Fragestellung geklärt, inwieweit die politikferne Spaß- und Freizeitgesellschaft politische Bildung der Jugendlichen verdrängt. In einem ersten Schritt wird der Begriff der Jugend gegenüber den Erwachsenen abgegrenzt. Ein nächster Schritt erläutert die Spaß- und Freizeitgesellschaft im Wandel der klassischen Problemperspektive des Lebens.
Excerpt (computer-generated)
Seminararbeit
EGA - Jugend und Politik
6. Trimester
Jugendliche Kinder einer
politikfernen Freizeit- und Spaßgesellschaft
Abgabetermin: 20. Dezember 2001
Andre Wiedenhofer
Gliederung
1 Abbildungsverzeichnis 3
2 Einleitung 4
2.1 Abgrenzung des Jugendbegriffs 5
3 Die politikferne Spaß- und Freizeitgesellschaft 6
3.1 Wandel der klassischen Problemperspektive des Lebens 6
3.2 Wandel der Lebensgestaltung der Jugendlichen 7
4 Der erlebnisorientierte Alltag 8
5 Freizeitgestaltung der Jugendlichen 9
5.1 Konsum 10
5.2 Medien 12
5.3 Extremsport 13
6 Die wachsende Unlust der Jugendlichen 14
7 Wertewandel in der jungen Generation 15
8 Zusammenfassung 15
9 Literaturverzeichnis 17
10 Webseitenverzeichnis 18
1 Abbildungsverzeichnis
Abb.1: Lebenssinn Jugendlicher
Abb.2: Kaufverhalten Jugendlicher
Abb.3: Fernsehverhalten Jugendlicher
2 Einleitung
In der öffentlichen Debatte wird die Frage gestellt, inwieweit sich Jugendliche noch politisch engagieren oder sich von der Politik abwenden. Für viele Jugendliche ist das Leben eine lange Party, auf der man sich selbst und sein eigenes Leben gestalten kann. Aktuelle Studien belegen, dass Jugendliche immer weniger Lust haben, sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen. Zwar interessiert sich die Mehrheit der Jugendlichen für politische und soziale Fragen, jedoch wird soziales Engagement in Parteien, Vereinen und in der Kirche von den Jugendlichen abgelehnt (vgl. o.V, 1996, S.26). Werte, wie Fleiß, Leistung und Strebsamkeit weichen in den Hintergrund. Die Jugendlichen verfolgen die inneren Werte der Selbstverwirklichung wie etwa Glück, Freundschaft oder Lebensqualität. 1974 empfanden 49% aller befragten Jugendlichen den Lebenssinn als eine ständige Suche nach Freude und Glück. 27 Jahre später stieg die Anzahl der Jugendlichen, die den Sinn ihres Lebens in Freude und Glück sahen ,auf 65% (vgl. Allensbacher, 2001, S.3). Bisher wurde der starke Wunsch nach Lebensgenuss von den Menschen nie explizit geäußert. Der Weg zu einem glücklichen Leben wurde in der Vergangenheit immer umständlicher beschrieben. Die Menschen vollbrachten eine Gradwanderung zwischen Pflichterfüllung und eigenen Wunschvorstellungen (vgl. Allensbacher, 2001, S.2). Hinsichtlich dieser Wandlung, dass Sich -Amüsieren immer wichtiger und das Kümmern um andere Menschen in den Hintergrund gedrängt wird, entfernt sich die moderne Gesellschaft von der Politik und der Selbstbestimmung.
In der folgenden Seminararbeit steht vor allem der jugendliche Wunsch nach politischer Partizipation während der Freizeit im Mittelpunkt. Es soll die Fragestellung geklärt werden, inwieweit die politikferne Spaß- und Freizeitgesellschaft politische Bildung der Jugendlichen verdrängt. In einem ersten Schritt muss der Begriff der Jugend gegenüber den Erwachsenen abgegrenzt werden. Ein nächster Schritt wird die Spaß- und Freizeitgesellschaft erläutern. Die folgende Untersuchung bezieht sich ausschließlich auf deutsche Jugendliche in der Bundesrepublik Deutschland.
2.1 Abgrenzung des Jugendbegriffs
Bevor nun eine Untersuchung des Freizeitverhaltens der Jugendlichen innerhalb der Gesellschaft vorgenommen werden kann, muss eine Einheitlichkeit der Begriffsdefinition formuliert werden. Dieses ist vor allem wichtig, weil diese Begriffe nur unscharf formuliert werden können.
[...]
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