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Didaktik des Grammatikunterrichts - Werbesprache: Ein Beispiel für den Grammatikunterricht im Berufsfeld des Mediengestalters

Scholary Paper (Seminar), 2003, 25 Pages
Author: Tina Schröder
Subject: German - Pedagogy, Didactics, Literature Studies

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2003
Pages: 25
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 20  Entries
Language: German
Archive No.: V66014
ISBN (E-book): 978-3-638-58802-7

File size: 121 KB


Excerpt (computer-generated)

Bergische Universität Wuppertal
Proseminar: Grammatik und Grammatikunterricht
WS 2002/2003

Didaktik des Grammatikunterrichts – Werbesprache:
Ein Beispiel für den Grammatikunterricht im
Berufsfeld des Mediengestalters

von: Tina Schröder

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 1

1.1 Begriffsklärung "Grammatik" 2
1.2 Beispiele verschiedener Grammatiken 3

2. Didaktische Konzepte für Grammatikunterricht - verschiedene didaktische Methoden - 4

3. Grammatikunterricht beim Mediengestalter 7

3.1 Der Ausbildungsrahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf des Mediengestalters 8
3.2 Begründung der Themenwahl - Einführung in die Werbesprache - 10
3.3 Ein Unterrichtsentwurf zum Thema: Einf¸hrung in die Werbesprache 12

3.3.1 Unterrichtsvoraussetzungen 12
3.3.2 Unterrichtsziele 14
3.3.3 Methodisch-praktische Realisierung 15

4. Schluss 20

Literaturverzeichnis
 


 

1 Einleitung

Diese Ausarbeitung beschäftigt sich mit dem Thema Grammatikunterricht. Insbesondere soll auf den Grammatikunterricht an Berufsbildenden Schulen im Bereich der Mediengestaltung eingegangen werden. Als Themenschwerpunkt für einen exemplarischen Grammatikunterricht in diesem Ausbildungszweig wurde die Werbesprache ausgewühlt. Im folgenden Abschnitt wird einführend eine Definition des Begriffes Grammatik ausgearbeitet. Verschiedene Grammatiken - wie zum Beispiel die funktionale und die rezeptive Grammatik - sollen erklärt werden.

Im zweiten Kapitel werden didaktische Konzepte bezüglich Grammatikunterricht erklärt. Der Begriff Grammatikunterricht soll zunächst unter Berücksichtigung von Vorstellungen verschiedener Didaktiker erörtert werden. Didaktische Methoden zur praktischen Umsetzung von Grammatikunterricht werden anschließend dargestellt. Aufbauend auf dieser Grundlage soll am Beispiel des Themenkomplexes Werbesprache ein Unterrichtsentwurf im 3. Kapitel ausgearbeitet werden. Da ich diese Unterrichtssequenz speziell für den Ausbildungsberuf des Mediengestalters1 vorbereite, soll der Rahmenlehrplan untersucht werden. Anhand dieses Lehrplans soll erarbeitet werden, wo das Unterrichtsthema Werbesprache in die Ausbildung eingebettet werden kann.

Anschließend möchte ich eigene Gründe nennen, die die Notwendigkeit des Grammatikunterrichts bzw. die Behandlung des oben genannten Unterrichtsstoffes für diese Berufsgruppe begründet. Es soll deutlich werden, dass Grammatikunterricht beim Mediengestalter u.a. als Einführung in das Thema Werbesprache stattfindet. Um einen Unterrichtsentwurf zu diesem Lernfeld zu erarbeiten, müssen zunächst die Unterrichtsvoraussetzungen beschrieben werden. Diese beziehen sich auf die inhaltlichen Vorkenntnisse der Schüler bezüglich Werbung sowie auf räumliche Gegebenheiten. Zur Umsetzung der Unterrichtsstunde sind außerdem gewisse Medien erforderlich. Die Unterrichtsziele werden detailliert für diesen Unterrichtsentwurf erläutert. Der Entwurf für die Unterrichtssequenz Einführung in die Werbesprache (Kapitel 3.3.3) ist tabellarisch dargestellt. Der Tabelle kann man die einzelnen Unterrichtsschritte und -ziele entnehmen; das erforderliche Unterrichtsmaterial und die geplante Zeit für einzelne Unterrichtsschritte sind dort angegeben. In diesem Abschnitt werden ebenfalls didaktische ‹berlegungen zum Unterrichtsentwurf diskutiert.

Der Schlussteil fasst meine ‹berlegungen zu dieser Ausarbeitung zusammen. Anregungen, welche Themen in weiteren Unterrichtsstunden bearbeitet werden können, werden in diesem Kapitel gegeben. Ein übergeordnetes Lernziel, welches in einem Projekt rund um die Werbesprache erreicht werden kann, wird hier genannt. Abschließend möchte ich mein persönliches Fazit formulieren. Da ich selbst eine Ausbildung in diesem Berufsfeld abgeschlossen habe, möchte ich von eigenen Erfahrungen bezüglich Deutschunterrichts an Berufsbildenden Schulen berichten. Diese Erfahrungen sollen die Notwendigkeit von Grammatikunterricht und vom Unterrichtsthema Werbesprache beim Mediengestalter begründen.

1.1 Begriffsklärung "Grammatik"

Der Begriff Grammatik stammt aus dem Griechischen und bedeutet wörtlich übersetzt Buchstaben. In der griechischen Antike stellte die Grammatik vor allem eine Stilistik des guten Schreibens und Sprechens dar, und nicht, wie wir sie heute oft verstehen, ein systematisches und formales Regelwerk. Im Mittelalter wurde die Grammatik in das trivium der "septem artes liberales" eingeordnet - vermittelt wurden allerdings vor allem Lateinkenntnisse bzw. lateinische Grammatik; erst in der frühen Neuzeit wurde deutsche Grammatik als Unterrichtsfach an "Lateinschulen", später auch an den Hochschulen, aufgenommen.

Die deutsche Grammatik ist bis heute strukturell der lateinischen angelehnt. Bis in die 50er Jahre hinein war diese eine Mischung aus der lateinischen Grammatik und deutschen Termini (z.B. Wortkategorien und Satzfunktionen). Viele Begrifflichkeiten sind noch heute aktuell2. Es finden sich viele Definitionen zum Begriff Grammatik; zwei von diesen sollen kurz vorgestellt werden: Auf der einen Seite kann unter Grammatik ein Werk, in dem Sprachregeln aufgezeichnet sind, also ein Buch zur Sprachlehre, verstanden werden, auf der anderen Seite geht man allgemein von einem der Sprache zugrunde liegenden Regelsystem aus. Die letztgenannte Definition soll n‰her erklärt werden. Die Grammatik stellt also ein Regelsystem dar, welche die folgenden Gegenstandsbereiche umfasst:

"1.Wortlehre, Formenlehre, Satzlehre (begrenzt auch noch: Wortbildungslehre) - Syntax
2. Das unter 1. genannte Gebiet zuzüglich Lautlehre (Phonetik/ Phonologie)
3. Das unter 1./2. genannte Gebiet zuzüglich Bedeutungslehre (Semantik)"3

Zusätzlich muss man die Morphologie als Bestandteil der Grammatik einbeziehen. Die Morphologie befasst im sich mit den kleinsten bedeutungstragenden Einheiten der Sprache. Verglichen mit der Phonologie, die im Zitat als Lautlehre umschrieben wird, beschäftigt man sich dort mit den kleinsten bedeutungsdifferenzierenden Einheiten der Sprache. Wenn von Schulgrammatik gesprochen wird, meint man im Regelfall die Darbietung von Erkenntnissen, Verfahrensweisen und Ergebnissen der Sprachforschung. Was in der Schulgrammatik vernachlässigt wird, ist die Tatsache, dass Menschen die Grammatik geschaffen haben. Die Grammatik ist ein Teil der Sprachforschung, der durch Prozesse entstand.4

1.2 Beispiele verschiedener Grammatiken

[...]


1 Im Folgenden werden Mediengestalter und Mediengestalterinnen zusammengefasst, ebenso Sch¸ler und Sch¸lerinnen, Lehrer und Lehrerinnen etc. Des weiteren wird die Bezeichnung ÑMediengestalterì synonym zum Begriff des Sch¸lers bzw. des Auszubildenden verwendet.

2 nach: Eichler, Wolfgang: Grammatikunterricht. S. 227f.

3 aus: Boettcher, Wolfgang/Sitta, Horst: Grammatik in Situationen. S. 203

4 nach: Menzel, Wolfgang: Grammatikwerkstatt. S. 8


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