Aufmerksamkeitsstörungen ohne Hyperaktivität

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Details

Titel: Aufmerksamkeitsstörungen ohne Hyperaktivität
Autor: Susann Sulzbach
Fach: Pädagogik - Heil- und Sonderpädagogik
Veranstaltung: Entwicklungsauffällige Kinder als Aufgabe des Grundschullehrers
Institution/Hochschule: Universität Leipzig (Institut für Förderpädagogik)
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2005
Seiten: 23
Note: keine
Literaturverzeichnis: ~ 5  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 239 KB
Archivnummer: V66146
ISBN (E-Book): 978-3-638-58853-9
ISBN (Buch): 978-3-638-67120-0
Anmerkungen :
In der Arbeit wird sich dem Phänomen der Aufmerksamkeit und deren Störungen im Grundschulalter genähert. Nach Betrachtung der Ursachenhypothesen folgt ein kurzer Abriss zu Therapiemöglichkeiten. Ein Fallbeispiel verdeutlicht die Problematik. (Keine Benotung, da Teilnahmescheinerwerb)

Zusammenfassung / Abstract

Nachdem eine Auseinandersetzung mit dem Begriff „Aufmerksamkeit“ erfolgt, werden Diagnosekriterien für ADS ohne Hyperaktivität nach DSM-III und DSM-IV vorgestellt. Außerdem werden Erklärungsansätze zur Entstehung der Störung geliefert. Hierbei werden biologisch-somatische Faktoren und psychosoziale Faktoren aufgegriffen, die Aufmerksamkeitsstörung aber auch als Handlungsbeeinträchtigung beleuchtet. Es folgen Ausführungen zur Therapie und die Präsentation eines Fallbeispiels.

Textauszug (computergeneriert)

Universität Leipzig, Institut für Förderpädagogik
Seminar: Entwicklungsauffällige Kinder als Aufgabe des Grundschullehrers
5. Fachsemester, Sommersemester 2003

Aufmerksamkeitsstörungen ohne Hyperaktivität

von: Susann Sulzbach

 


Inhaltsverzeichnis

1. Was versteht man unter „Aufmerksamkeit“?  3

2. Wie äußern sich Aufmerksamkeitsstörungen?  5

3. Wie entstehen Aufmerksamkeitsstörungen? - Erklärungsansätze  7

3.1. Aufmerksamkeitsstörung als Handlungsbeeinträchtigung 7
3.2. Aufmerksamkeitsstörung aufgrund biologisch-somatischer Faktoren 8

3.2.1. Hirnschädigung 8
3.2.2. Reizüberflutung und Übererregung 8
3.2.3. Aktivierungsmangel 9
3.2.4. Gestörte Immunregulation 10

3.3. Aufmerksamkeitsstörung aufgrund psychosozialer Faktoren 10

4. Wie können Aufmerksamkeitsstörungen therapiert werden?  12

5. Fallbeispiel  14

6. Literaturverzeichnis 16

7. Überarbeitung und Vertiefung des Fallbeispiels 17

 


 

1. Was versteht man unter „Aufmerksamkeit“?

„Aufmerksam sein“, „aufpassen“, „bei der Sache sein“: Solche Wendungen sind im täglichen Gebrauch. Doch was ist mit diesen Ausdrücken, mit „Aufmerksamkeit“ gemeint? Im Pädagogischen Wörterbuch „[…] kommt Aufmerksamkeit die Aufgabe zu, unter den auf das Individuum einwirkenden Reizen die attraktivsten auszuwählen und sie […] zu filtern. Die Aufmerksamkeit übt also zunächst einmal schützende Funktion für das Individuum aus, indem sie eine Reizüberflutung verhindert. Darüber hinaus sorgt sie aber auch für eine entsprechend intensive Bearbeitung der ausgewählten Informationen.“

KÖCK/ OTT unterscheiden „zwischen willkürlicher und unwillkürlicher Aufmerksamkeit“, wobei versucht werden sollte, „einen Lerngegenstand so attraktiv anzubieten, dass der Lernende […] seine unwillkürliche Aufmerksamkeit auf ihn richtet.“ (KÖCK/ OTT 2002, S. 54f) Unter wissenschaftlichen Aspekten werden fünf unterschiedliche Aufmerksamkeitsarten unterschieden:

1. Gerichtete Aufmerksamkeit
Bei dieser „Basisform“ der Aufmerksamkeit reagiert das Kind auf einen Reiz, ohne die Aufmerksamkeit von ebendiesem Reiz abzuwenden, z.B. ein Kleinkind, das die Bewegung eines rollenden Balles verfolgt.

2. Dauerhafte Aufmerksamkeit
Kann sich ein Kind von Anfang bis Ende mit einer Tätigkeit oder einer Aufgabe beschäftigen, spricht man von dauerhafter Aufmerksamkeit. Je nach Alter des Kindes wird eine unterschiedliche Aufmerksamkeitspanne angesetzt, in der es möglichen Ablenkungen nicht nachgibt. Spiele für jüngere Kinder sind vom Hersteller deshalb zumeist kurzweiliger angesetzt, als die für z.B. Zwölfjährige.

3. Selektive Aufmerksamkeit
Die Aufmerksamkeit bleibt auf eine bestimmte Sache – eine Tätigkeit, ein Person etc. – gerichtet, obgleich parallel eine Ablenkung besteht. Diese wäre beispielsweise der Fall, wenn ein Schüler – trotz hohem Geräuschpegel in der Klasse – dem Lehrer aufmerksam zuhört.

4. Veränderbare Aufmerksamkeit
Für diese Art der Aufmerksamkeit sind differenzierte Formen der Informationsverarbeitung und unterschiedliche Reaktionsmuster notwendig. Durch „geistige Flexibilität“ (FLICK 1998, S. 40) kann zwischen verschiedenen Aufgaben gewechselt werden. So ist dies der Fall, wenn ein Schüler sich Notizen zu machen versucht, während der Lehrer erklärt. Das eben Gesagte muss gespeichert und in verkürzter, zügiger Form zu Papier gebracht werden. Gleichzeitig muss aber dem Redefluss des Lehrers beigewohnt werden, um nicht den Anschluss zu verpassen. Es erfolgt ein ineinander übergehender Wechsel zwischen zuhören, verarbeiten und schreiben.

5. Geteilte Aufmerksamkeit
Auf zwei oder mehr Anforderungen muss parallel reagiert werden. Dies erfolgt entweder durch einen rapiden Wechsel der Aufmerksamkeit bzw. durch eine Art Automatismus, der eher unbewusst abläuft. Eine Mutter die gleichzeitig das Essen kocht, ihrem Kind beim Erzählen zuhört und zwischendurch die an der Küchentapete kratzende Katze verscheucht, vollbringt eine solche „Multi-Tasking-Leistung“. (vgl. FLICK 1998, S. 39ff)

2. Wie äußern sich Aufmerksamkeitsstörungen?

[...]

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