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Hauptseminararbeit, 2005, 20 Seiten
Autor: Gregor Schmorl
Fach: Politik - Int. Politik - Thema: Globalisierung, pol. Ökonomie
Details
Institution/Hochschule: Universität des Saarlandes (Politikwissenschaft)
Tags: Energie, Schmierstoff, Weltpolitik, Neue, Globale, Herausforderungen
Jahr: 2005
Seiten: 20
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 20 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-58862-1
Dateigröße: 248 KB
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Textauszug (computergeneriert)
Energie: Schmierstoff der Weltpolitik
von: Gregor Schmorl
Wintersemester 2005-2006
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
1.1. Problemstellung und Zielsetzung 1
1.2. Aufbau der Arbeit 1
2. Entwicklung und aktuelle Situation 1
2.1. Entwicklungstendenzen im Energiesektor 1
2.2. Verbrauch und Reserven - Regionale und strukturelle Ungleichgewichte 2
2.3. Die Ölpreiskrisen und das Nord-Süd Gefälle 4
3. Versorgungssicherheit 5
3.1. Regionale Schwerpunkte und politische Instabilität 6
3.1.1. Naher und Mittlerer Osten 7
3.1.2. Kaspischer Raum 8
3.1.3. Russland 9
3.2. Begrenzte Kapazitäten und Investitionsbedarf 10
4. Sonderrolle Kernenergie 11
5. Hauptproblem Klimawandel 11
5.1. Energieszenarien für die Zukunft 12
5.2. Lösungsansätze: Ziel nachhaltige Energie- und Klimapolitik 13
6. Fazit 15
Literaturverzeichnis 15
Abkürzungsverzeichnis
EIA = Energy Information Administration des US-Department of Energy
IEA = International Energy Agency
IIAS = Internationales Institut für angewandte Systemanalyse
IPCC = Intergovernmental Panel on Climate Change
OECD = Organisation for Economic Co-operation and Development
OPEC = Organization of the Petroleum Exporting Countries
WEC = World Energy Council (deutsch: Weltenergierat)
[...]
1. Einleitung
1.1. Problemstellung und Zielsetzung
„Die technische Zivilisation beruht auf dem kontinuierlichen Umsatz großer Energiemengen“1. Alle Energiesysteme der Gegenwart haben eine enorme volkswirtschaftliche und gesamtgesellschaftliche Bedeutung und unterliegen deshalb einer intensiven politischen Einflussnahme und staatlichen Regulierung.2 Nationale Energiepolitik ist allerdings schon lange nicht mehr auf dieses Parkett beschränkt, sondern durch die Verknüpfung der verschiedenen Energiesysteme ist Energiepolitik längst international.
Die folgende Arbeit versucht einige der internationalen Verknüpfungen darzustellen und die Herausforderungen aufzuzeigen, die sich aus diesen Konstellationen ergeben. Den einen oder anderen mag es wundern, dass am Ende einer Arbeit über Energiepolitik ein umfangreicher Teil über den Klimawandel steht. Das hat einen einfachen Grund: Klimakatastrophe, Waldsterben, übersäuerte Gewässer, Wasserverschmutzung, Ozonloch, Bodenerosion, Wüstenausbreitung und Versteppung riesiger Landflächen, das Abholzen tropischer Regenwälder, wuchernde Städte, dramatische Landflucht, atomare Unfälle – all diese Gefahren –dabei besonders der Klimawandel- haben direkt oder indirekt eine Hauptursache: die Gewinnung und den Einsatz von Energie und deren Emissionen.3
1.2. Aufbau der Arbeit
Die Arbeit ist in fünf Teile gegliedert. Der erste Teil ist die Einleitung. Im zweiten Teil werden globale Entwicklungstendenzen sowie die aktuelle Situation geschildert. Der dritte und der fünfte Teil widmen sich den wesentlichen Herausforderungen der weltweiten Energie- und Klimapolitik, diese sind zum einen die Versorgungssicherheit der Länder mit Energie, sowie zum anderen der globale Klimawandel. Dazwischen wird im vierten Teil knapp die Sonderrolle der Kernenergie geschildert.
2. Entwicklung und aktuelle Situation
2.1. Entwicklungstendenzen im Energiesektor
Die Geschichte der Energieversorgung ist eng verknüpft mit dem Industrialisierungsprozess in den Ländern der nördlichen Hemisphäre.4 Und inzwischen dominieren die zusammen etwa 25% der Weltbevölkerung, die in den OECD-Ländern leben das weltweite energiewirtschaftliche Geschehen.5
Kennzeichnend für die Entwicklung der weltweiten Energiemärkte sind zwei Entwicklungen. Zum einen gibt es einen nahezu ungebrochenen globalen Zuwachs des Energieverbrauchs, zum anderen geht dieser steigende Energieverbrauch einher mit einem andauernden Substitutionsprozess der Energieträger untereinander.6 Ende des 19.Jh. beruhte die weltweite Energieversorgung zu 90% auf Kohlen, heutzutage stellt Mineralöl den entscheidenden Anteil. Ein weiteres wesentliches Merkmal sind gravierende regionale und strukturelle Ungleichgewichte, die im Folgenden besprochen werden.
2.1. Verbrauch und Reserven - Regionale und strukturelle Ungleichgewichte
Ziesing (2001, S. 114) stellt fest, dass Niveau und Struktur der weltweiten Energieversorgung am Ende des 20. Jahrhunderts durch eine Reihe von Ungleichgewichten gekennzeichnet sind. Die regionale Verteilung des Verbrauchs von Energie ist der Verteilung der Bevölkerung entgegengesetzt. Die Menschen in den OECD-Ländern verbrauchen 53,8% der weltweiten Primärenergie7, stellen aber nur rund ein Fünftel der Weltbevölkerung. Dieses Fünftel der Menschheit produziert dabei allerdings 60 bzw. 80% des gesamten BIP aller Länder (je nach Bewertung entweder mit Kaufkraftparitäten oder Wechselkursen).
Abb. 1: Die weltweit 20 größten Energieverbraucherländer 2005 [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]
Weiterhin auffallend ist die starke Konzentration des Primärenergieverbrauchs auf einzelne Länder (Abb. 1). Die 5 Länder an der Spitze verbrauchen zusammen mehr als 50% der Gesamtenergie. Allerdings ist ein wichtiger Trend zu beobachten. Während der Anteil der OECD-Länder am Weltenergieverbrauch zurückgeht, laut IEA auf 47% bis 2030, dürfte derjenige der Entwicklungsländer von 30% auf 47% steigen im selben Zeitraum.8 Die weltweite Energieversorgung hängt zu 90% von der Nutzung fossiler Brennstoffe ab. Alternative Energiequellen spielen bisher keine wesentliche Rolle.9 Nach Einschätzung der IEA wird dies bis zum Jahr 2030 auch noch so bleiben.10
Bei den fossilen Energieträgern gibt es weiterhin eine Diskrepanz zwischen der Struktur ihres Verbrauchs und ihrer Reserven. 1998 war Erdöl mit 45% an der Gesamtförderung beteiligt, sein Anteil an den Reserven dagegen betrug nur 19%. Ein ähnlich ungünstiges Verhältnis ergibt sich für Erdgas. Hier betrug 1998 der Förderanteil 26%, der Reserveanteil nur 15%. Bei Kohle ist das Verhältnis entgegengesetzt. Hier ist der Förderanteil mit 29% erheblich niedriger als der Reserveanteil mit 54%.11
[...]
1 (Woyke 2002, S. 177)
2 (Woyke 2002, S. 177)
3 (Scheer 2004, S. 5)
4 (Ziesing 2001, S. 103)
5 (Ziesing 2001, S. 103)
6 (Ziesing 2001, S. 106)
7 (BP 2005, S.37)
8 (Umbach 2004)
9 (Ziesing 2001, S.115)
10 (Umbach 2004)
11 (Ziesing 2001, S. 115)
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