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Seminararbeit, 2006, 19 Seiten
Autor: Sandra Bründl
Fach: Wirtschaft - Unternehmensführung, Management, Organisation
Details
Institution/Hochschule: Universität Hohenheim
Tags: Just-in-Time, Stellenwert, Materialwirtschaftliche, Problemstellungen, Industriebetriebslehre
Jahr: 2006
Seiten: 19
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 20 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-58883-6
Dateigröße: 161 KB
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Hohenheim, 01.06.2006
Just-in-Time und sein Stellenwert
von: Sandra Bründl
Inhaltsverzeichnis
1. Motivation 3
2. Das Wesen von Just-in-Time 4
2.1. Der Kanban-Ansatz als Vorgänger des JIT-Konzeptes 4
2.2. Definition und Zielsetzungen 5
2.3. Bausteine des Konzepts 6
3. Funktionsweise der Just-in-Time-Beschaffung 7
3.1. Hersteller-Zulieferer Beziehung 7
3.2. Produktionssynchrone Beschaffung 8
3.3. Just-in-Time-Beschaffung nach Abruf- und Anlieferungsrhythmus 9
3.4. Grundkonzepte der Lieferantenanbindung und Integration von Logistikdienstleistern 11
4. Voraussetzungen und Wirtschaftlichkeitsüberlegungen der Just-in-Time- Beschaffung 14
4.1. Voraussetzungen für die Anwendung der Just-in-Time-Beschaffung 14
4.2. Vorteile, Problematik und Grenzen der Just-in-Time-Beschaffung 16
5. Fazit 17
Literaturverzeichnis 18
1. Motivation
Im industriellen Fertigungsbereich wurde lange Zeit das Ziel der Kostendegression durch hohe Auslastung der Kapazitäten verfolgt. Der Effekt war die Realisierung großer Stückzahlen von relativ wenigen Produktvarianten. Als jedoch individuelle Kundenwünsche immer mehr in den Mittelpunkt des Erhalts der Wettbewerbsfähigkeit rückten, vollzog sich ein Wandel vom Verkäufer- zum Käufermarkt. Folge hiervon waren veränderte Anforderungen an den Fertigungsbereich der Unternehmen. Die Hersteller wurden gezwungen ihr Angebot zu differenzieren und eine größere Variantenvielfalt bei gleichzeitig verringerten Stückzahlen anzubieten. Aufgrund der verschärften Wettbewerbssituation musste der Leistungsprozess grundlegend überdacht werden. Ein Lösungsansatz ist die möglichst nachfragegenaue, also Just-in-Time- (JIT) Fertigung. Ziel dieser Arbeit ist die Darstellung des JIT-Konzepts als Produktions- und Logistikstrategie, wobei insbesondere auf die Lieferanten-Abnehmer-Beziehung und die JIT-Beschaffung eingegangen wird. Als Anwendungsdomäne wurde die Automobilbranche gewählt, da hier ein intensiver Verdrängungswettbewerb, hohe Produktionsstückzahlen, Qualitätsansprüche und Variantenvielfalt vorherrschen. 1 In Kapital 2 werden die Grundlagen des JIT-Konzeptes dargestellt. Neben der Frage nach dem Ursprung von JIT, werden Definition und Zielsetzungen erläutert und schließlich die Bausteine des Konzeptes vorgestellt. In Kapitel 3 wird anschließend die Beziehung zwischen Lieferanten und Abnehmer thematisiert. Zudem werden unterschiedliche Varianten bezüglich Abruf- und Anlieferungsrhythmus unterschieden und Konzepte der Lieferantenansiedlung charakterisiert. Kapitel 4 beschreibt sowohl die Voraussetzungen für die Anwendung der JIT-Beschaffung als auch deren Vorteile und Probleme. Eine zusammenfassende Betrachtung der JIT- Beschaffung findet sich in Kapitel 5.
2. Das Wesen von Just-in-Time
2.1. Der Kanban-Ansatz als Vorgänger des JIT-Konzeptes
Als Ursprung des heutigen JIT-Verständnisses gilt das japanische Kanban- System. Dieses wurde erstmals im Produktionssystem des japanischen Automobilherstellers Toyota entwickelt und eingeführt mit dem Ziel, den Materialfluss inner- und zwischenbetrieblich zu rationalisieren.2 Dabei sollten insbesondere aufgrund von Kapitalmangel und Raumknappheit die Materialbestände reduziert werden. Im Kern der Überlegungen stand die Adaption des Supermarktprinzips für die Materialbereitstellung. Dabei entnimmt der Verbraucher bzw. die verbrauchende Stelle aus dem Regal eine Ware bestimmter Spezifikation und Menge. Das Regal wird wiederbefüllt, sobald die Lücke erkannt oder ein Mindestbestand unterschritten wird.3
Neben seiner Vorgängerfunktion für das JIT-Konzept, stellt das Kanban-System gleichzeitig sein wichtigstes Steuerungsinstrument dar.4 Die Steuerung erfolgt durch Kanbans (Karten), welche zwischen der materialverbrauchenden und - produzierenden Stelle eingesetzt werden. Nach dem Verbrauch von Vorleistungen werden die leeren Materialbehälter mit den entsprechenden Kanbans zur produzierenden Stelle zurücktransportiert und dort gegen volle Behälter eingetauscht. Die Kanbans an den leeren Behälter dienen als neuer Fertigungsauftrag für die produzierende Stelle.5 Durch das Kanban-System werden die inner- bzw. zwischenbetrieblichen Stellen durch einen vorwärtsgerichteten Material- und rückwärtsgerichteten Informationsfluss miteinander verbunden, wodurch vermaschte und selbststeuernde Regelkreise zwischen den erzeugenden und verbrauchenden Stellen entstehen.6 Die Kanban-Steuerung zwischen Zulieferer und Abnehmer erfolgt nach dem Push-Prinzip, d.h. die benötigten Teile werden zu fest vorgegebenen Zeitpunkten angeliefert. Innerhalb des Betriebs gilt das Pull-Prinzip, welches die verbrauchende Stelle dazu verpflichtet, die benötigten Materialien bei der produzierenden Stelle entweder selbst abzuholen oder über ein Transportsystem abholen zu lassen.7
2.2. Definition und Zielsetzungen
[...]
1 Vgl. Ruppert, M. (1997), S.15.
2 Vgl. Fandel, G., François, P. (1989), S. 531 zit. nach Ashburn (1986).
3 Vgl. Fandel, G., François, P. (1989), S. 531.
4 Vgl. Hansmann, K.-W. (1999), S. 368.
5 Vgl. Graumann, M. (1993), S. 451.
6 Vgl. Ruppert, M. (1997), S. 7.
7 Vgl. Fandel, G., François, P. (1989), S. 534 zit. nach Sugimori(1986).
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