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Determination des Substantivs im Deutschen und Russischen – eine kontrastive Analyse und die Suche nach russischen äquivalenten Ausdrucksmöglichkeiten zum deutschen Artikel

Seminararbeit, 2002, 12 Seiten
Autor: Natalie Schnar
Fach: Russistik / Slavistik

Details

Veranstaltung: Determination des Substantivs im Deutschen und Russischen
Institution/Hochschule: Universität Hamburg (Slawistikinstitut)
Tags: Determination, Substantivs, Deutschen, Russischen, Analyse, Suche, Ausdrucksmöglichkeiten, Artikel, Determination, Substantivs, Deutschen, Russischen
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2002
Seiten: 12
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 7  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V66211
ISBN (E-Book): 978-3-638-58889-8
ISBN (Buch): 978-3-638-84433-8
Dateigröße: 220 KB

Zusammenfassung / Abstract

Gegenstand der vorliegenden Hausarbeit ist die Determination bzw. die Bestimmung des Substantivs im Deutschen und im Russischen. Im Vergleich mit anderen indogermanischen Sprachen wie z.B. dem Deutschen, Englischen oder Französischen wird deutlich, dass das Russische, wie fast alle Slawinen - mit Ausnahme des Bulgarischen - zu den artikellosen Sprachen, zählt. Das heißt, Russisch besitzt kein festes grammatisches Mittel um die Kategorie der Determiniertheit/Indeterminiertheit (D/ID) des Substantivs auszudrücken. Die Kategorie der D/ID bezeichnet den „Grad der Informiertheit des Kommunikationspartners“,1 d.h. die „Informiertheit bzw. Nichtinformiertheit des Adressaten der Äußerung über das Mitzuteilende“.2 In der modernen deutschen Sprache wird die nominale Determination durch bestimmte und unbestimmte Artikel ausgedrückt, und somit eine klare Kategorisierung zwischen dem Leser bekannte und unbekannte Substantive durchgeführt. Nun stellt sich spätestens bei einer Übersetzung aus dem Deutschen ins Russische die Frage, wie man in einer artikellosen Sprache eine Einteilung der Substantive in unbestimmte und bestimmte realisieren kann.


Textauszug (computergeneriert)

Determination des Substantivs im Deutschen und Russischen –
eine kontrastive Analyse und die Suche nach russischen
äquivalenten Ausdrucksmöglichkeiten zum deutschen Artikel

von: Natalie Schnar

 


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung  3

1.1 Zentrale Fragestellung 3

2 Sprachvergleich der D/ID im Deutschen und Russischen  4

2.1 Determiniertheit/Indeterminiertheit im Deutschen  4
2.2 Äquivalente Ausdrucksmöglichkeiten im Russischen  4

3 Syntaktische Ebene  5

3.1 Wortfolge und Satzakzent  5

4 Morphologische Ebene 7

4.1 Kasusopposition Akkusativ-Genitiv  7
4.2 Kasusopposition Nominativ-Genitiv 8
4.3 Numerusopposition  8
4.4 Aspektopposition 8

5 Lexikalische Ebene  9

5.1 Pronomen один  9
5.2 Pronomen какой-то  10
5.3 Pronomen этот 10

6 Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse 10

7 Literaturverzeichnis 12

 


 

1 Einleitung

Gegenstand der vorliegenden Hausarbeit ist die Determination bzw. die Bestimmung des Substantivs im Deutschen und im Russischen. Im Vergleich mit anderen indogermanischen Sprachen wie z.B. dem Deutschen, Englischen oder Französischen wird deutlich, dass das Russische, wie fast alle Slawinen - mit Ausnahme des Bulgarischen - zu den artikellosen Sprachen, zählt. Das heißt, Russisch besitzt kein festes grammatisches Mittel um die Kategorie der Determiniertheit/Indeterminiertheit (D/ID) des Substantivs auszudrücken.

Die Kategorie der D/ID bezeichnet den „Grad der Informiertheit des Kommunikationspartners“,1 d.h. die „Informiertheit bzw. Nichtinformiertheit des Adressaten der Äußerung über das Mitzuteilende“.2 In der modernen deutschen Sprache wird die nominale Determination durch bestimmte und unbestimmte Artikel ausgedrückt, und somit eine klare Kategorisierung zwischen dem Leser bekannte und unbekannte Substantive durchgeführt. Nun stellt sich spätestens bei einer Übersetzung aus dem Deutschen ins Russische die Frage, wie man in einer artikellosen Sprache eine Einteilung der Substantive in unbestimmte und bestimmte realisieren kann.

1.1 Zentrale Fragestellung

Die zentrale Fragestellung, die es in der Hausarbeit zu beantworten gilt, lautet somit: Welche Ausdruckmöglichkeiten der Determiniertheit/Indeterminiertheit im Russischen sind dem Artikel im Deutschen äquivalent? Die Ermittlung der Äquivalenzen zwischen grammatischen Erscheinungen zweier oder mehrerer Sprachen stellt den Gegenstand der kontrastiven Linguistik dar. Dabei handelt es sich um eine „ Ausrichtung der Vergleichenden Sprachwissenschaft, bei der ein Sprachvergleich nicht im Hinblick auf generische Fragestellungen, sondern zum Zwecke der Aufdeckung von strukturellen Übereinstimmungen und Divergenzen zwischen zwei [...] gegebenen Einzelsprachen durchgeführt wird“.3 So soll in der Hausarbeit ein Überblick über die bereits gewonnenen Ergebnisse der kontrastiven Linguistik auf dem Gebiet der Determination des Substantivs im Russischen geboten werden.

2 Sprachvergleich der D/ID im Deutschen und Russischen

2.1 Determiniertheit/Indeterminiertheit im Deutschen

Wie bereits erwähnt, hat im Deutschen der Artikel die Funktion des Ausdrucks der Kategorie D/ID. Im Fall der Neuerwähnung im Text wird ein Substantivs durch einen unbestimmten Artikel „ein/eine“ gekennzeichnet und signalisiert damit die ID, d.h. die Unbestimmtheit des Substantivs für den Adressaten. Bei einem wiederholten Auftreten des selben Substantivs im Text wird ein bestimmter Artikel „der/die/das“ zur Kennzeichnung der Determiniertheit verwendet. Der bestimmte Artikel lässt das Merkmal der Neuerwähnung eines Substantivs weg. Die D/ID, so Gladrow, „ist im Deutschen also genau wie Genus, Kasus und Numerus eine morphologische Kategorie des Substantivs, sie gehört zu seinem Paradigma“.4 Dadurch zieht der Artikel eine klare Grenze zwischen den neuerwähnten und den bereits bekannten und somit zwischen inderterminierten und determinierten Substantiven.

2.2 Äquivalente Ausdrucksmöglichkeiten im Russischen

Die Kategorisierung der Substantive findet auch in der modernen russischen Sprache statt, so dass der Leser auch in einem russischen Text zwischen inderterminierten und determinierten Substantiven unterscheiden kann.

Da es im Russischen auf der morphologischen Ebene keine Äquivalente zum Artikel gibt, muss die Untersuchung auch auf die Sprachebenen der Syntax und der Lexik ausgeweitet werden. Die äquivalenten Ausdrucksmöglichkeiten des deutschen Artikels setzen sich in der modernen russischen Sprache aus verschiedenen Ebenen der Sprache zusammen. So heißt es bei Bondarko: „Поле О/НО в русском языке основывается на некоторой совокупности разнородных языковых средств (типологических, просодических, морфосинтаксических, лексических)“ .5 Auf der syntaktischen Ebene weist das Russische die primären Entsprechungsmöglichkeiten zum deutschen Artikel auf, welche in der Wortfolge und der Satzintonation liegen. Primär sind diese deshalb äquivalent, weil die nominale Determination kontextuell bedingt ist und es „aus dem Kontext gewöhnlich ersichtlich ist, ob von Gegenständen die Rede ist, die dem Hörer bekannt sind oder nicht“.6

[...]


1 Gladrow, W.: Russisch im Spiegel des Deutschen: eine Einführung in den russisch-deutschen und deutschrussischen Sprachvergleich. Frankfurt am Main 1998, S. 48.

2 Gladrow, W.: Russisch im Spiegel des Deutschen. S. 49.

3 Metzler Lexikon Sprache. hrsg. von Helmut Glück. – Stuttgart; Weimar 2000. S.334.

4 Gladrow, W.: Der Ausdruck der Determiniertheit/Indeterminiertheit des Substantivs im Deutschen und Russischen. Ein Beitrag zur Äquivalenzproblematik in der konfrontativen Linguistik .- In: Wissenschaftliche Zeitschrift der Humboldt-Universität zu Berlin 22 (1973). S. 181.

5 Bondarko, A.V.: Teorija funktionalnoj grammatici. Sankt-Peterburg 1992. S.242.

6 Dončeva-Mareva, L.: Der Artikel, ein Ausdruck der Opposition “Determiniertheit/Indeterminiertheit”, und seine möglichen Äquivalente im Russischen (auf der Grundlage des Bulgarischen, Französischen, Deutschen und Englischen) In: ZfSl 9 (1966). S. 38.


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