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Der Klientenzentrierte Ansatz in der psychosozialen Arbeit

Termpaper, 2006, 19 Pages
Author: Marcus Thomsen
Subject: Social Pedagogy / Social Work

Details

Event: Konzeptentwicklung und Arbeitsformen
Institution/College: Hamburg University of Applied Sciences
Tags: Klientenzentrierte, Ansatz, Arbeit, Konzeptentwicklung, Arbeitsformen
Category: Termpaper
Year: 2006
Pages: 19
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 11  Entries
Language: German
Archive No.: V66263
ISBN (E-book): 978-3-638-58932-1
ISBN (Book): 978-3-638-77385-0
File size: 176 KB

Abstract

Im folgenden Text wird der Klientenzentrierte Ansatz von Carl Rogers dargestellt und auf die Arbeit im psychosozialen Bereich übertragen. Die psychosoziale Beratung ist ein wichtiger Bereich in der sozialen Arbeit und bedarf deshalb einer wissenschaftlich fundierten Herangehensweise. Der Klientenzentrierte Ansatz Rogers, der von einem humanistischen Menschenbild geprägt ist findet in der heutigen Beratung immer mehr Verwendung und ist darüber hinaus einer der am meisten empirisch erforschten Therapieansätze und wurde auch von Rogers selbst über Jahrzehnte angewandt und verbessert. Durch diese Arbeit ist er zu Erkenntnissen gekommen, welche Gesprächshaltung und welche Kommunikationsformen einen Prozess fördern, der die Klienten am stärksten in der Aktivierung persönlicher Ressourcen unterstützt, Raum für eigenverantwortliche Lösungen lässt und wie Konflikte und Spannungen in Gruppen und Teams konstruktiv bearbeitet werden können. Die Philosophie Rogers kann noch in viele weitere Bereiche übertragen werden, wie zum Beispiel im Schulwesen, aber auch im Personalwesen in der Wirtschaft.


Excerpt (computer-generated)

Hochschule für angewandte Wissenschaften
Fachbereich Sozialpädagogik

Hausarbeit für

Konzeptentwicklung und Arbeitsformen
(H 1.3.1.)

Der Klientenzentrierte Ansatz in der psychosozialen Arbeit

von

Marcus Thomsen

Hamburg, den 2.8.2006

 

 

Inhaltsverzeichnis

Der Klientenzentrierte Ansatz in der psychosozialen Arbeit

1. Einleitung

2. Der Klientenzentrierte Ansatz von Carl Rogers
2.1 Eine kurze Biographie von Carl Rogers
2.2 Die Philosophie Carl Rogers
2.2.1 Die Persönlichkeitstheorie
2.2.2 Realselbst und Idealselbst in der individuellen Realität
2.2.3 Inkongruenz
2.3 Die Grundhaltung des Beraters
2.3.1 Kongruenz
2.3.2 Empathie
2.3.3 unbedingte Akzeptanz
2.4 Das Klientenzentrierte Gespräch
2.4.1 Grundeigenschaften des Gesprächs
2.4.1.1 Das richtige Zuhören
2.4.1.2 Gesprächsinhalte
2.4.1 Prozesse im Gespräch

3. Der Ansatz in der psychosozialen Praxis
3.1 Das Beispiel des IBRP
3.2 Der Empowermentansatz

4. Kritik am Klientenzentrierten Ansatz

5. Schluss

6. Literaturverzeichnis

 

 

Der Klientenzentrierte Ansatz in der psychosozialen Arbeit


"Er zielt direkt auf die größere Unabhängigkeit und Integration des Individuums ab, statt zu hoffen, dass sich diese Resultate ergeben, wenn der Berater bei der Lösung des Problems hilft. Das Individuum steht im Mittelpunkt der Betrachtung und nicht das Problem. Das Ziel ist es nicht, ein bestimmtes Problem zu lösen, sondern dem Individuum zu helfen, sich zu entwickeln, so dass es mit dem gegenwärtigen Problem und mit späteren Problemen auf besser integrierte Weise fertig wird. Wenn es genügend Integration gewinnt, um ein Problem unabhängiger, verantwortlicher, weniger gestört und besser organisiert zu bewältigen, dann wird es auch neue Probleme auf diese Weise bewältigen"1

1. Einleitung

Im folgenden Text wird der Klientenzentrierte Ansatz von Carl Rogers dargestellt und auf die Arbeit im psychosozialen Bereich übertragen. Die psychosoziale Beratung ist ein wichtiger Bereich in der sozialen Arbeit und bedarf deshalb einer wissenschaftlich fundierten Herangehensweise. Der Klientenzentrierte Ansatz Rogers, der von einem humanistischen Menschenbild geprägt ist findet in der heutigen Beratung immer mehr Verwendung und ist darüber hinaus einer der am meisten empirisch erforschten Therapieansätze und wurde auch von Rogers selbst über Jahrzehnte angewandt und verbessert. Durch diese Arbeit ist er zu Erkenntnissen gekommen, welche Gesprächshaltung und welche Kommunikationsformen einen Prozess fördern, der die Klienten am stärksten in der Aktivierung persönlicher Ressourcen unterstützt, Raum für eigenverantwortliche Lösungen lässt und wie Konflikte und Spannungen in Gruppen und Teams konstruktiv bearbeitet werden können. Die Philosophie Rogers kann noch in viele weitere Bereiche übertragen werden, wie zum Beispiel im Schulwesen, aber auch im Personalwesen in der Wirtschaft.

Ich werde nach einigen biographischen Daten die Grundbegriffe und die Grundhaltung, die für eine Beratung selbstverständlich sind näher erläutern und diese speziell auf die psychosoziale Beratung anwenden.

Der Einfachheit halber sollen die Begriffe Therapeut/Berater/Klient als geschlechts-neutral angesehen werden.

2. Der Klientenzentrierte Ansatz von Carl Rogers

2.1 Eine kurze Biographie Carl Rogers

Rogers wurde am 08. Januar 1902 in Oak Parks als viertes von sechs Kindern in eine autoritäre, protestantische Familie geboren. Mit 12 Jahren zog er mit seiner Familie auf eine Farm. Wegen der strengen Erziehung, sowie zahlreicher Pflichten entwickelte er sich zu einem isolierten, unabhängigen und sehr disziplinierten jungen Mann. Er begann ein Studium der Agrarwissenschaften an der Universität von Wisconsin, entschloss sich aber zum Fachwechsel und studierte Theologie.

Seine Asienreise im Jahr 1922 hat ihn sehr beeindruckt, seine dadurch gewonnenen Erfahrungen erweiterten sein Denken und stellten und stellten sein theologisches Weltbild in Frage. Daraufhin begann er an einigen seiner anerzogenen grund-legenden religiösen Ansichten zu zweifeln. Er heiratete gegen den Willen seiner Eltern Helen Elliot, mit der er viele Jahre verbunden blieb und zwei Kinder hatte. Sie zogen nach New York und er besuchte dort das Union Theological Seminary. Die Zweifel an den religiösen Zwängen wurden stärker, besonders ausschlaggebend für sein Abwenden vom protestantisch christlichen Glauben war dessen Grundansicht, dass der Mensch von Grund auf sündhaft sei. Er selbst ging aber von einem positiven Menschenbild aus. Diese Annahme war für die spätere Entwicklung seiner Theorie von immenser Bedeutung.

[....]


1 Rogers, 1985 S. 36


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