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Hausarbeit, 2006, 37 Seiten
Autor: Charlotte Beyer
Fach: Geowiss. / Geographie - Meteorologie, Klimatologie
Details
Institution/Hochschule: Universität zu Köln (Geographisches Institut)
Tags: Auswirkungen, Klimawandels, Produktion, Europa, Oberseminar
Jahr: 2006
Seiten: 37
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 41 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-58965-9
Dateigröße: 1225 KB
Diese Oberseminararbeit befasst sich mit Auswirkungen von möglichen Klimaänderungen auf landwirtschaftliche Produktion mit dem Schwerpunkt auf biologischen Auswirkungen.
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Textauszug (computergeneriert)
Universität zu Köln
Geographisches Institut
OS: Extreme Klimaereignisse
Auswirkungen des Klimawandels auf die landwirtschaftliche Produktion in Europa
Charlotte Beyer
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung ... 3
2. Landwirtschaft in Europa: Klimatische Bedingungen und agrarische Situation ... 4
3. Prognosen zum Klimawandel ... 8
3.1. Methoden der Prognose von Klimawandel ... 8
3.2. Allgemeine Veränderungen der einzelnen Klimafaktoren ... 10
3.3. Klimaänderungen im europäischen Raum ... 12
4. Landwirtschaft unter verändertem Klima ... 14
4.1. Biologisch-physiologische Auswirkungen ... 15
4.1.1. Auswirkungen auf individuelle Kulturpflanzen ... 22
4.1.2. Auswirkungen in ihrer regionalen Verteilung ... 22
4.2. Fallbeispiel: Auswirkungen des Klimawandels auf den Weizenanbau in Spanien ... 26
5. Möglichkeiten zur Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel ... 28
6. Fazit und Ausblick ... 32
7. Literaturverzeichnis ... 35
8. Verzeichnis der Abbildungen und Tabellen ... 37
1. Einleitung
Seit etlichen Jahrzehnten wird sowohl von der Öffentlichkeit als auch der Wissenschaft die Problematik des Klimawandels heftig diskutiert. Dass unser Klima sich verändert, steht außer Frage: Temperatur, Niederschlag, Strahlung, Wasserhaushalt, Zusammensetzung der Atmosphäre und andere Klimafaktoren unterliegen regionalen und saisonalen Schwankungen. Heiße Sommer, Dürren und Winter ohne Schnee scheinen in den letzten Jahrzehnten zugenommen zu haben (Adger et al. 1997: 1). Die Frage des Klimawandels ist global, langfristig, und besteht aus einem Zusammenspiel zwischen klimatischen, sozialen, die Umwelt betreffenden, wirtschaftlichen, technologischen, institutionellen und politischen Prozessen (Fischer et al. 2002: 116). Doch weder die genauen Ursachen dieses Wandels noch dessen Ausmaß sind bis heute völlig geklärt. Eine Veränderung des Klimas hat weitreichende Folgen für fast alle Bereiche der belebten und unbelebten Natur. Für David King, einen Berater der Britischen Regierung, ist der Klimawandel eines der größten Probleme unserer Zeit: „Ich bin der Ansicht, dass der Klimawandel das schwerwiegendste Problem ist, das sich uns heute stellt, ernster als die Bedrohung durch den Terrorismus“ (Kromp-Kolb & Formayer 2005: Buchrücken). Wenn der Einfluss und die Gefahr des Klimawandels so bedeutend sind, müsste die Landwirtschaft, die in direkter Folge von Klimaänderungen betroffen ist, besonders stark unter Klimawandel zu leiden haben: Sowohl Pflanzen als auch Tiere reagieren sehr sensibel auf Änderungen des Klimas, denen sie direkt ausgeliefert sind (Olesen & Bindi 2002: 240; Clark 1992: 28).
Im Kontext der stetig wachsenden Bevölkerung besonders in Entwicklungsländern hat eine Änderung des Klimas Auswirkungen auf die Nahrungsmittelversorgung der Weltbevölkerung. Europäische Landwirtschaft ist geprägt durch Überproduktion und spielt so eine wichtige Rolle bei der Versorgung der Weltbevölkerung mit Nahrungsmitteln. Fraglich ist jedoch, ob auch unter verändertem Klima die Weltbevölkerung ernährt werden kann (Fischer 1996: 199). Obwohl die Bedeutung des Primärsektors in Europa mit zunehmender Industrialisierung und technischen Fortschritten im Laufe der letzten Jahrhunderte immer weiter abgenommen hat, ist auch heute noch ein großer Teil der europäischen Festlandsflächen landwirtschaftlich genutzt. Die europäische Landwirtschaft ist geprägt von einem hohen Grad an Intensivierung, sehr hohen Erträgen und vielfältigen Formen der Landnutzung, die an die regionalen Bedingungen des jeweiligen Standorts angepasst sind. Doch auch in Europa gibt es Grenzen für Landwirtschaft, wie etwa in der trockenen Mittelmeerregion, oder in den Tundren und Taigen Nord- und Nordosteuropas. In fast allen Staaten Europas kann aber trotzdem mehr produziert werden, als von der Bevölkerung verbraucht werden kann.
Doch welche Auswirkungen des Klimawandels betreffen die Landwirtschaft in Europa, und wie groß ist der Einfluss dieser Veränderungen auf europäische Agrarsysteme, sowohl in der Gegenwart als auch zukünftig? Und sind diese Auswirkungen so verheerend wie in den Medien dargestellt? Wird der Klimawandel zu einer neuen landwirtschaftlichen Struktur in Europa führen? Diesen Fragen soll in der vorliegenden Hausarbeit nachgegangen werden. Dabei werden zunächst die klimatischen Bedingungen der Landwirtschaft in Europa sowie agrarische Charakteristika skizziert. Anschließend werden Methoden und Ergebnisse der Analyse der zukünftigen Klimaänderung dargestellt. Sowohl die Veränderungen der unterschiedlichen klimatischen Parameter als auch regionale Veränderungen finden besondere Beachtung. Daran anschließend werden die Auswirkungen dieser klimatischen Veränderungen auf die Landwirtschaft untersucht. Ein besonderer Schwerpunkt dieser Arbeit liegt dabei auf den biologisch- physiologischen Auswirkungen, die durch Getreide- und Ertragsmodelle kalkuliert werden können. Bevor in einem letzten Teil Anpassungsstrategien und Optionen der Landwirtschaft an den Klimawandel vorgestellt werden, veranschaulicht das Fallbeispiel der spanischen Weizenproduktion das Ausmaß des Klimawandels für die spanische Landwirtschaft. Im Fazit werden die Auswirkungen klimatischer Änderung auf die Landwirtschaft zusammengefasst. Die Arbeit schließt mit einem kritischen Ausblick.
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