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Analyse und Prävention von Kommunikationsstörungen: Das Kommunikationsmodell von Friedemann Schulz von Thun

Seminararbeit, 2006, 26 Seiten
Autor: Matthias Schrameier
Fach: Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation und Wirtschaft

Details

Veranstaltung: Universitärer Master in Arbeits- und Organisationspsychologie
Institution/Hochschule: FernUniversität Hagen (Kurt Lewin Institut)
Tags: Analyse, Prävention, Kommunikationsstörungen, Kommunikationsmodell, Friedemann, Schulz, Thun, Universitärer, Master, Arbeits-, Organisationspsychologie
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2006
Seiten: 26
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 21  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V66327
ISBN (E-Book): 978-3-638-58968-0
ISBN (Buch): 978-3-640-20405-2
Dateigröße: 169 KB
Anmerkungen :
Die Arbeit setzt sich mit dem Phänomen der menschlichen Kommunikation aus einander. In der Einleitung der Arbeit werden die Grundlagen der Arbeit von Schulz von Thun, die Ausgangsmodelle und Begriffsbestimmungen vorgestellt. Im Haupteil werden die vier Seiten einer Nachricht an sich, typische Probleme und Lösungsansätze dazu beschrieben.


Zusammenfassung / Abstract

In der heutigen Zeit hoher Dynamik, Komplexität und Flexibilität werden immer wieder neue Anforderungen an den Menschen und an seine Fähigkeit, sich schnell an veränderte Rahmenbedingungen anzupassen, gestellt, welches durch ständig steigenden Koordinationsaufwand noch verstärkt wird. Die Tatsache, dass im Laufe eines Arbeitslebens der Arbeitgeber häufiger, sei es gewollt oder ungewollt, gewechselt wird, ist ebenso selbstverständlich, wie die Forderung nach Mehrsprachigkeit durch Annäherung der verschiedensten Kulturen und nach lebenslangem Lernen in Folge von Fusionen oder Organisationsveränderungen in Unternehmen. Hinzukommend verlagert sich der Wirtschaftsschwerpunkt unserer Gesellschaft in Richtung Dienstleistungssektor, dessen wesentliches Produkt letztendlich Wissen und Kommunikation ist. Diese immer mehr an Bedeutung gewinnende Kommunikation kann dabei in verbaler, nonverbaler Form oder auch in Schrift- oder Präsentationsform auftreten. Der Druck auf den Menschen durch heutige Prozesse wie Change Management, Reorganisation oder Organisationsentwicklung verstärkt sich noch durch die daraus folgende erhöhte Belastung im privaten Bereich und führt auch hier zu häufigen Schwierigkeiten im Umgang mit seinen Mitmenschen und der Familie. Es fühlt sich der eine vom anderen unverstanden oder nicht respektiert und die Verteilung der häuslichen Belastung wird auch nicht selten als überaus einseitig empfunden. Damit ist das Thema der zwischenmenschlichen Kommunikation so aktuell wie nie zuvor, was sich nicht zuletzt an dem großen Angebot an entsprechender Beratung und Dienstleistung ablesen lässt. Der wesentliche Faktor dieser Kommunikation ist der Mensch, mit der Konsequenz, dass die Kommunikation an sich so vielseitig ist wie der Mensch selbst. Hierin ist auch das riesige Konfliktpotential der Kommunikation begründet. Jeder Mensch kommuniziert anders und fasst eine vermeintlich objektiv identische Kommunikation subjektiv anders auf. Im Rahmen dieser Arbeit soll einer der bedeutendsten Ansätze zur Beschreibung der Kommunikation und Empfehlungen zu deren Verbesserung von Friedemann von Schulz von Thun vorgestellt werden, welches von ihm als „Die vier Seiten einer Nachricht“ oder auch als „Das Kommunikationsquadrat“ bezeichnet und 1977 das erste mal vorgestellt wurde.


Textauszug (computergeneriert)

FernUniversität Hagen
Kurt Lewin Institut
Masterstudiengang Arbeits- und Organisationspsychologie

Analyse und Prävention von Kommunikationsstörungen: Das Kommunikationsmodell von Friedemann Schulz von Thun

Matthias Schrameier

 

Inhaltsverzeichnis


1 Einleitung ... 4

2 Grundlagen ... 5

2.1 Die Wurzeln der Arbeit von F. Schulz von Thun ... 5
2.1.1 Die Individualpsychologie nach Alfred Adler ... 5
2.1.2 Die Themenzentrierte Interaktion nach Ruth Cohn ... 6
2.2 Zum Begriff Kommunikation und Nachricht ... 6
2.3 Ausgangsmodelle ... 7
2.3.1 Das Modell von Bühler ... 8
2.3.2 Das Sender-Empfänger-Modell ... 8
2.3.3 Das Modell von Watzlawick ... 10

3 Die vier Seiten einer Nachricht ... 11

3.1 Die Anatomie einer Nachricht ... 11
3.2 Die Sachseite einer Nachricht ... 12
3.2.1 Die Bedeutung der Sachseite ... 12
3.2.2 Typische Probleme auf der Sachseite ... 12
3.2.3 Ansätze zur Lösung ... 13
3.3 Die Selbstoffenbarungsseite einer Nachricht ... 15
3.3.1 Die Bedeutung der Selbstoffenbarungsseite ... 15
3.3.2 Typische Probleme auf der Selbstoffenbarungsseite ... 15
3.3.3 Ansätze zur Lösung ... 16
3.4 Die Appellseite einer Nachricht ... 17
3.4.1 Die Bedeutung der Appellseite ... 17
3.4.2 Typische Probleme auf der Appellseite ... 17
3.4.3 Ansätze zur Lösung ... 19
3.5 Die Beziehungsseite einer Nachricht ... 19
3.5.1 Die Bedeutung der Beziehungsseite ... 20
3.5.2 Typische Probleme auf der Beziehungsseite ... 21
3.5.3 Ansätze zur Lösung ... 22

4 Zusammenfassung und Schlussbemerkung ... 23

Literaturverzeichnis ... 24

 

 

1 Einleitung

In der heutigen Zeit hoher Dynamik, Komplexität und Flexibilität werden immer wieder neue Anforderungen an den Menschen und an seine Fähigkeit, sich schnell an veränderte Rahmenbedingungen anzupassen, gestellt, welches durch ständig steigenden Koordinationsaufwand noch verstärkt wird. Die Tatsache, dass im Laufe eines Arbeitslebens der Arbeitgeber häufiger, sei es gewollt oder ungewollt, gewechselt wird, ist ebenso selbstverständlich, wie die Forderung nach Mehrsprachigkeit durch Annäherung der verschiedensten Kulturen und nach lebenslangem Lernen in Folge von Fusionen oder Organisationsveränderungen in Unternehmen. Hinzukommend verlagert sich der Wirtschaftsschwerpunkt unserer Gesellschaft in Richtung Dienstleistungssektor, dessen wesentliches Produkt letztendlich Wissen und Kommunikation ist. Diese immer mehr an Bedeutung gewinnende Kommunikation kann dabei in verbaler, nonverbaler Form oder auch in Schrift- oder Präsentationsform auftreten. Der Druck auf den Menschen durch heutige Prozesse wie Change Management, Reorganisation oder Organisationsentwicklung verstärkt sich noch durch die daraus folgende erhöhte Belastung im privaten Bereich und führt auch hier zu häufigen Schwierigkeiten im Umgang mit seinen Mitmenschen und der Familie. Es fühlt sich der eine vom anderen unverstanden oder nicht respektiert und die Verteilung der häuslichen Belastung wird auch nicht selten als überaus einseitig empfunden. Damit ist das Thema der zwischenmenschlichen Kommunikation so aktuell wie nie zuvor, was sich nicht zuletzt an dem großen Angebot an entsprechender Beratung und Dienstleistung ablesen lässt. Der wesentliche Faktor dieser Kommunikation ist der Mensch, mit der Konsequenz, dass die Kommunikation an sich so vielseitig ist wie der Mensch selbst. Hierin ist auch das riesige Konfliktpotential der Kommunikation begründet. Jeder Mensch kommuniziert anders und fasst eine vermeintlich objektiv identische Kommunikation subjektiv anders auf. Was für den einen klar verständlich gesagt und gemeint wurde, ist für den anderen völlig vernachlässigt und überhaupt nicht transportiert worden. Mit dieser Thematik befassen sich viele Psychologen und Kommunikationswissenschaftler bereits seit dem frühen letzten Jahrhundert und ein Ende der Forschung scheint mehr denn je unerreichbar zu sein. Im Rahmen dieser Arbeit soll einer der bedeutendsten Ansätze zur Beschreibung der Kommunikation und Empfehlungen zu deren Verbesserung von Friedemann von Schulz von Thun vorgestellt werden, welches von ihm als „Die vier Seiten einer Nachricht“ oder auch als „Das Kommunikationsquadrat“ bezeichnet und 1977 das erste mal vorgestellt wurde.


2 Grundlagen


2.1 Die Wurzeln der Arbeit von F. Schulz von Thun

Friedemann Schulz von Thun wurde am 6. August 1944 in Soltau geboren und studierte in den Jahren von 1967 bis 1971 Psychologie, Philosophie und Pädagogik in Hamburg. 1973 promovierte er über „Verständlichkeit der Wissens- und Informationsvermittlung“ bei Reinhard Tausch und wurde mit Abschluss seiner Habilitation 1977 in Hamburg zum Univ. Professor berufen, wo er noch heute als Psychologie-Professor mit dem Studienschwerpunkt „Beratung und Training“ lehrt und die zwischenmenschliche Kommunikation erforscht. Zudem führt er die Forschung und Praxis verbindende Arbeitskreise durch und ist hoch aktiv in Beratung und Training im privaten und unternehmerischen Bereich. Mit dem erneuten Studium der Ansätze Alfred Adlers zu dessen Individualpsychologie und einer persönlichen Lehrzeit bei Ruth Cohn in den Jahren 1977 bis 1984 vertiefte Schulz von Thun nach eigenen Angaben sein Verständnis für zwischenmenschliche Vorgänge und legte damit die Grundlagen für die Erarbeitung seines Modells (Quelle: www.schulz-von-thun.de/vita.html, Stand 26.09.2006). Diese Grundlagen werden im weiteren Verlauf zunächst kurz vorgestellt.

 

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