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Termpaper, 2006, 27 Pages
Author: Sebastian Krug
Subject: Nursing / Foster Care Management / Social Services
Details
Institution/College: University of Applied Sciences Mainz (Fachbereich Pflege und Gesundheit)
Tags: Probleme, Pflegedokumentation, Pflegebericht, Seminar, Pflegeprozess
Year: 2006
Pages: 27
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 13 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-59072-3
ISBN (Book): 978-3-638-67145-3
File size: 248 KB
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Abstract
Für die Bewertung und Einschätzung von Pflegeprozessen hat die Pflegedokumentation eine entscheidende Bedeutung. Anhand ihrer lassen sich Qualität und Probleme der konkret vorgenommenen Pflegetätigkeiten am Patienten nachvollziehen und sowohl rückblickend bewerten als auch für die Zukunft verbessern und planen. Die Pflegedokumentation ist als Informationsmedium für alle an der Pflege Beteiligten nicht mehr wegzudenken. Aus juristischer Sicht ist sie erst seit wenigen Jahren verbindlich. Seitdem hat sich eine bedeutende Diskussion um die Dokumentation entwickelt, wobei sich zeigt, dass die theoretische Aufgabe und Bedeutung von Pflegenden meist nicht in der Weise wahrgenommen wird, wie dies eigentlich wünschenswert wäre. Oft kommt es auch zu Formen der Implementierung der Pflegedokumentation, die den Sinn einer solchen nicht mehr erfüllen. Dies stellt ein grundsätzliches Problem im Alltag der Pflege aber auch für die Pflegewissenschaft dar, der es um die Umsetzung ihrer Erkenntnisse geht. Ich möchte daher folgenden Fragen im Zusammenhang der Dokumentation nachgehen: Warum sollte überhaupt dokumentiert werden? Woher stammen die Probleme bei der Umsetzung? Weshalb und in welcher Weise treten diese Probleme auf? Und schließlich: Wie könnten sie zu beheben sein? Dazu werde ich die in der Literatur gegebenen Erklärungen heranziehen und darstellen. Abschließend werde ich einige Vorschläge zur besseren Umsetzung der Pflegedokumentation diskutieren und kritisch dazu Stellung nehmen. Hierbei ist mir das Projekt der Musterdokumentation der AOK aufgefallen, dem ich mich besonders widmen.
Excerpt (computer-generated)
Katholische Fachhochschule Mainz
Fachbereich Pflege und Gesundheit
Seminar „Pflegeprozess“
WS 2005/06
Hausarbeit zum Thema:
Probleme mit der Pflegedokumentation: der Pflegebericht
vorgelegt von:
Sebastian Krug
1. Fachsemester
02/2006
Inhalt 1
1. Einleitung 2
2. Rechtliche Grundlagen 3
2.1 Krankenpflegegesetz 3
2.2 Regelungen für den stationären und ambulanten Bereich gemäß Sozialgesetzbuch XI 3
2.2.1 Rahmenvereinbarungen gemäß § 75 SGB XI 4
2.3 Zusammenfassung 5
3. Dokumentationssysteme 6
3.1 Handschriftliche 6
3.2 Software 6
4. Wieso Dokumentation? 7
5. Welche Probleme finden sich in der Praxis? 9
5.1 Externer Druck 9
5.2 Berufsspezifische Gründe 10
5.3 Sprachliche Gründe 10
5.4 Von Pflegenden benannte Ursachen für unzureichend geführte Dokumentationen 11
5.4.1 Der Zeitfaktor 12
5.4.2 Bürokratie 13
5.5 Praxisprojekt „Optimierung der Pflegedokumentation“ 13
5.6 Weitere in der Literatur beschriebene Probleme 14
5.7 Was steht tatsächlich im Pflegebericht?
6. Mögliche Verbesserungen 17
6.1 Dokumentationssysteme 17
6.2 Rückbesinnung auf eigentliche Aufgaben der Dokumentation / Entbürokratisierung 18
6.3 Versprachlichung 19
6.4 Motivation durch Vorgesetzte / Rolle der Vorgesetzten 20
6.5 Multiplikatorenschulungen 21
6.6 Räumliche und zeitliche Bedingungen zur Dokumentation 21
6.7 Musterdokumentation AOK 22
7. Fazit 24
Literaturverzeichnis 26
1. Einleitung
Für die Bewertung und Einschätzung von Pflegeprozessen hat die Pflegedokumentation eine entscheidende Bedeutung. Anhand ihrer lassen sich Qualität und Probleme der konkret vorgenommenen Pflegetätigkeiten am Patienten nachvollziehen und sowohl rückblickend bewerten als auch für die Zukunft verbessern und planen. Die Pflegedokumentation ist als Informationsmedium für alle an der Pflege Beteiligten nicht mehr wegzudenken. Aus juristischer Sicht ist sie erst seit wenigen Jahren verbindlich. Seitdem hat sich eine bedeutende Diskussion um die Dokumentation entwickelt, wobei sich zeigt, dass die theoretische Aufgabe und Bedeutung von Pflegenden1 meist nicht in der Weise wahrgenommen wird, wie dies eigentlich wünschenswert wäre. Oft kommt es auch zu Formen der Implementierung der Pflegedokumentation, die den Sinn einer solchen nicht mehr erfüllen. Dies stellt ein grundsätzliches Problem im Alltag der Pflege aber auch für die Pflegewissenschaft dar, der es um die Umsetzung ihrer Erkenntnisse geht. Ich möchte daher folgenden Fragen im Zusammenhang der Dokumentation nachgehen: Warum sollte überhaupt dokumentiert werden? Woher stammen die Probleme bei der Umsetzung? Weshalb und in welcher Weise treten diese Probleme auf? Und schließlich: Wie könnten sie zu beheben sein? Dazu werde ich die in der Literatur gegebenen Erklärungen heranziehen und darstellen. Abschließend werde ich einige Vorschläge zur besseren Umsetzung der Pflegedokumentation diskutieren und kritisch dazu Stellung nehmen. Hierbei ist mir das Projekt der Musterdokumentation der AOK aufgefallen, dem ich mich besonders widme.
2. Rechtliche Grundlagen
Während die pflegerische Dokumentation schon eine lange Tradition hat, wurde mit ihrer Systematisierung in den Krankenhäusern schließlich erst mit Inkrafttreten des Krankenpflegegesetzes 1985 begonnen. In der stationären Altenpflege begann dieser Prozess erst gute zehn Jahre später der mit Einführung der Pflegeversicherung.2 Es finden sich eine Reihe von Gesetzen und Regelungen, die über die Verpflichtung zur Dokumentation Aufschluss geben. Auf einige werde ich hier kurz eingehen.
2.1 Krankenpflegegesetz
Das Krankenpflegegesetz, hier stellvertretend für den ‚Geltungsbereich Krankenhaus’ aufgeführt, besagt in § 3, dass „die Ausbildung für die Pflege (...) insbesondere dazu befähigen (soll), die folgenden Aufgaben eigenständig auszuführen: a) Erhebung und Feststellung des Pflegebedarfs, Planung, Organisation, Durchführung und Dokumentation der Pflege (...)“.3 Der Pflegeprozess mit der (Teil-)Aufgabe der Dokumentation ist also bereits in der Ausbildung zur/zum Krankenschwester/-pfleger als ein Ziel für den späteren Beruf festgelegt worden.
2.2 Regelungen für den stationären und ambulanten Bereich gemäß Sozialgesetzbuch XI
Für die Einrichtungen der stationären und ambulanten Pflege, die unter die Regelungen nach SGB XI fallen, finden sich in folgenden Abschnitten Hinweise und Anweisungen auf die Verpflichtung zur und der Art der Dokumentation.
[....]
1 Mir ist sehr bewusst, dass gerade in der Pflege überwiegend Frauen arbeiten, die von üblichen Umschreibungen wie „man“ und „er“ nicht ausdrücklich genannt werden, obwohl sie grammatikalisch selbstverständlich mitgemeint sind. Daher verwende ich soweit möglich die neutrale Formulierung „Pflegende“, wo dies jedoch die Lesbarkeit beeinträchtigt, weiche ich auf die maskuline Form aus.
2 Vgl. Sabine Bartholomeyczik: Unterstützung statt Ersatz der Praxis, Pflegezeitschrift, 3/2005, S. 143-146, S. 143.
3 http://www.pflege.de/html/krankenpflegegesetz.html, 12.12.2005.
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