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Wettbewerb und Regulierung im deutschen Festnetz-Telekommunikationsmarkt - Sondergutachten der Monopolkommission

Seminararbeit, 2000, 52 Seiten
Autoren: Dr. Jochen Haller, Marcel Normann
Fach: Wirtschaft - Volkswirtschaftslehre

Details

Veranstaltung: Seminar Angewandte Mikroökonomik bei Prof. Ph.D. Konrad Stahl
Institution/Hochschule: Universität Mannheim (Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre)
Tags: Wettbewerb, Regulierung, Festnetz-Telekommunikationsmarkt, Sondergutachten, Monopolkommission, Seminar, Angewandte, Mikroökonomik, Prof, Konrad, Stahl
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2000
Seiten: 52
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 81  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V666
ISBN (E-Book): 978-3-638-10439-5
ISBN (Buch): 978-3-640-25598-6
Dateigröße: 187 KB
Anmerkungen :
Gibt einen Überblick über die theoretischen und rechtlichen Grundlagen der Telekommunikation in der BRD sowie den theoretischen Grundladen der Regulationsökonomik. Außerdem werden die Ergebnisse des Sondergutachtens der Monopolkommission erörtert. Anhand der theoretischen Erkenntnisse werden die Ergebnisse des Sondergutachtens einer kritischen Prüfung unterzogen.188 KB


Zusammenfassung / Abstract

Ausgehend vom Sondergutachten der Monopolkommission zum deutschen Festnetz-Telekommunikationsmarkt wird erörtert, inwieweit dieser Markt der Regulierung bedarf. Hierzu wird sowohl auf die rechtlichen als auch auf die ökonomischen Aspekte der Regulierung in Deutschland eingegangen. Im rechtlichen Teil werden die wichtigsten Regelungen des Telekommunikationsgesetzes (TKG) dargestellt. Im ökonomischen Teil werden die verschiedenen Konzepte zur Regulierung von natürlichen Monopolen vorgestellt. Vor dem Hintergrund dieser theoretischen Überlegungen werden die Ergebnisse des Sondergutachtens anschließend kritisch diskutiert.


Textauszug (computergeneriert)

Seminararbeit

Wettbewerb und Regulierung im deutschen Festnetz-Telekommunikationsmarkt -
Sondergutachten der Monopolkommission vom 12. November 1999

Lehrstuhl für VWL und angewandte Mikroökonomik
Universität Mannheim
SS 2000
 

von:
Jochen Haller / Marcel Normann


 

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung 
1.1 Problemstellung 
1.2 Aufbau der Arbeit 

2. Theoretische und rechtliche Ausgangssituation
2.1. Theoretische Grundlagen
2.1.1. Die Notwendigkeit der Deregulierung im Telekommunikationsbereich
2.1.2. Die Theorie der bestreitbaren Märkte
2.1.3. Regulierungskonzepte im Telekommunikationsbereich
2.1.3.1. Rentabilitäts- und Preisregulierung
2.1.3.2. Zusammenschaltung und offener Netzzugang
2.2. Rechtliche Grundlagen 
2.2.1. Wesentliche Grundaussagen des Telekommunikationsgesetzes 
2.2.2. Rolle und Aufgabe der Monopolkommission

3. Ergebnisse des Sondergutachtens der Monopolkommission
3.1. Festnetz
3.1.1.Teilnehmeranschluß und Ortsgespräch 
3.1.2.Fern- und Auslandsgespräche 
3.2. Vorleistungen 
3.2.1. Zusammenschaltungsleistungen und Offener Netzzugang 
3.2.2. Inkasso und Mietleitungen 

4. Bewertung der Ergebnisse 
4.1. Festnetz 
4.2. Vorleistungen 

5. Zusammenfassung und Resümee 
5.1. Zusammenfassung 
5.2. Resümee 

Literaturverzeichnis 
Quellenverzeichnis 
 

Problemstellung der Arbeit

Der Telekommunikationsmarkt ist einer der dynamischsten und wachstumsstärksten Märkte in Deutschland. Im Jahr 1999 betrug nach Angaben der Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation (RegTP) der Umsatz auf diesem Markt 90 Milliarden DM. Dies entspricht einer Wachstumsrate im Vergleich zum Vorjahr von 9 Prozent. Damit ist der Telekommunikationsmarkt der Wachstumsfaktor Nummer eins in Deutschland. Mit einer baldigen Trendumkehr des starken Wachstums ist nicht zu rechnen. Im Gegenteil - der Bedarf an Telekommunikationsdienstleistungen wird in Zukunft durch neue Standards wie z.B. dem UMTS-Standart, neue Übertragungstechniken wie z.B. dem Richtfunk und neue Anwendungsgebiete wie z.B. den WAP-Seiten für Mobiltelefone sogar noch steigen. Wie der Chef der RegTP Klaus-Dieter Scheuerle unterstrich, hat dies insbesondere positive Effekte auf den Arbeitsmarkt.1

Entscheidenden Anteil an dem starken Wachstum hat die im Jahre 1998 begonnene Marktliberalisierung des Telekommunikationssektors. Diese schuf Preisstabilität auf niedrigem Niveau, garantiert verläßliche Wettbewerbsbedingungen, sichert die technischen Standards und läßt dem Verbraucher die Möglichkeit zwischen verschiedenen Anbietern auszuwählen. Die Art und der Umfang der Regulierung stellt einen entscheidenden Faktor für dieses positive Marktergebnis dar. Der Telekommunikationsmarkt kann mit seinen Besonderheiten wie dem Auftreten von Netzexternalitäten2, dem hohem Fixkostenanteil, dem früheren staatlichen Monopol der Deutschen Telekom AG (DTAG) sowie den Teilnehmerendanschlüssen im Ortsbereich nicht von vorneherein den allgemeinen Regelungen des Gesetztes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) unterworfen werden. Um diesen spezifischen Marktgegebenheiten gerecht zu werden kommt z.Z. nur eine sektorspezifische Regulierung in Betracht. Da diese sektorspezifische Regulierung wegen des im Vergleich zur Überwachung der allgemeinen Regelungen des GWB höheren Regulierungsaufwands nur eine Übergangsregelung zu einem funktionierenden Markt darstellen kann, ist die Frage, ob und inwieweit auf dem Telekommunikationsmarkt schon Wettbewerb herrscht, regelmäßig zu überprüfen. Mit diesem Themenkomplex befaßt sich das Sondergutachten der Monopolkommission, dessen wichtigste Ergebnisse in dieser Arbeit dargestellt und einer kritischen Würdigung unterzogen werden.
(...)
 

1 So wurden im Jahr 1999 auf dem Telekommunikationssektor 233 000 Mitarbeiter beschäftigt. Dies entspricht einem Zuwachs von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

2 Damit sind ´economies of scale´ auf der Nachfrageseite gemeint. Diese führen dazu, daß die Nachfrage nach dem Überschreiten der sog. kritischen Masse, sich durch einen positiven Feedback-Loop selbstverstärkt. Nähere Ausführungen hierzu vgl. Varian/Shapiro (1999).


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