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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2006, 26 Pages
Author: Dipl.-Geogr. Elena Haupt
Subject: Regional History and Geography (Basic Primary School Pedagogy)
Details
Institution/College: University of Bremen
Tags: Boden, Methodische, Gestaltung, Sachunterricht, Rahmen, Bildung, Nachhaltige, Entwicklung, Bildung, Nachhaltige, Entwicklung
Year: 2006
Pages: 26
Bibliography: ~ 34 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-59919-1
File size: 710 KB
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Abstract
Obwohl Boden allgegenwärtig und für menschliches Leben unverzichtbar ist, wird dieses Thema nur selten im schulischen Unterricht, insbesondere nicht im Unterricht der Primarstufe behandelt. Dort finden eher Themengebiete wie Wasser oder auch Magnetismus ihre Aufmerksamkeit. Dabei wird der Bedeutung des Bodens für den Menschen sicher nicht Rechnung getragen. Ein Grund, warum Boden im Unterricht selten behandelt wird, ist sicherlich, dass Boden oft gar nicht beachtet und im Alltag nicht wahrgenommen wird. Dies liegt nicht zuletzt an der in Städten häufig zu findenden Versiegelung großer Flächen, so dass der eigentliche Boden oft unsichtbar ist. Ein weiterer Nachteil des Bodens ist, dass er größtenteils als Schmutz, Dreck oder allenfalls als die Erde im Garten, zu der man sicher keine spannenden Themen finden und somit dafür niemanden begeistern kann, gesehen wird. Meist fehlen positive Erlebnisse mit Boden, wie sie zum Beispiel mit Wasser durch Schwimmen, Meer oder auch Regen gemacht werden. Diese Arbeit soll aufzeigen, dass Boden spannend sein kann und viele Möglichkeiten für die Behandlung bereits im Sachunterricht in der Grundschule bietet. Dass sich auch beim Boden Handlungsperspektiven im Rahmen Nachhaltiger Entwicklung ergeben, soll ebenfalls hier dargestellt werden. Die Verknüpfung von Bildung für Nachhaltige Entwicklung und dem Thema Boden für den Sachunterricht ist das Hauptanliegen dieser Arbeit.
Excerpt (computer-generated)
Universität Bremen, Sommersemester 2006
Seminar: Bildung für Nachhaltige Entwicklung
Boden Methodische Gestaltung für den Sachunterricht
im Rahmen der Bildung für Nachhaltige Entwicklung
von: Elena Haupt
Inhalt
1 Einleitung 1
2 Sachanalyse 2
2.1 Nachhaltige Entwicklung 2
2.2 Bildung für Nachhaltige Entwicklung 3
2.3 Boden 4
2.4 Boden und Bildung für Nachhaltige Entwicklung 8
3 Auswahlfaktoren des Inhaltes 9
3.1 Bedeutung für die Kinder 9
3.2 Bezug zum Rahmenplan und Perspektivrahmen 9
3.3 Lernstandsvoraussetzungen 10
4 Methodische Gestaltung 11
4.1 Übersicht über die Planung der Unterrichtseinheit 11
4.2 Darstellung der gewählten Methoden 12
4.3 Details der Unterrichtseinheit 14
5 Abschlussbetrachtung und Ausblick 20
6 Literatur 21
6.1 Weiterführende Internetquellen (mit Material für die Schule) 23
1 Einleitung
Diese Hausarbeit wurde im Rahmen des Seminars „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ (Dr. M. Wulfmeyer, Universität Bremen, Sommersemester 2006) verfasst. Obwohl Boden allgegenwärtig und für menschliches Leben unverzichtbar ist, wird dieses Thema nur selten im schulischen Unterricht, insbesondere nicht im Unterricht der Primarstufe behandelt. Dort finden eher Themengebiete wie Wasser oder auch Magnetismus ihre Aufmerksamkeit. Dabei wird der Bedeutung des Bodens für den Menschen sicher nicht Rechnung getragen.
Ein Grund, warum Boden im Unterricht selten behandelt wird, ist sicherlich, dass Boden oft gar nicht beachtet und im Alltag nicht wahrgenommen wird. Dies liegt nicht zuletzt an der in Städten häufig zu findenden Versiegelung großer Flächen, so dass der eigentliche Boden oft unsichtbar ist. Ein weiterer Nachteil des Bodens ist, dass er größtenteils als Schmutz, Dreck oder allenfalls als die Erde im Garten, zu der man sicher keine spannenden Themen finden und somit dafür niemanden begeistern kann, gesehen wird. Meist fehlen positive Erlebnisse mit Boden, wie sie zum Beispiel mit Wasser durch Schwimmen, Meer oder auch Regen gemacht werden.
Diese Arbeit soll aufzeigen, dass Boden spannend sein kann und viele Möglichkeiten für die Behandlung bereits im Sachunterricht in der Grundschule bietet. Dass sich auch beim Boden Handlungsperspektiven im Rahmen Nachhaltiger Entwicklung ergeben, soll ebenfalls hier dargestellt werden. Die Verknüpfung von Bildung für Nachhaltige Entwicklung und dem Thema Boden für den Sachunterricht ist das Hauptanliegen dieser Arbeit. Zunächst wird dazu ein allgemeiner Überblick über das Themengebiet der Nachhaltigen Entwicklung und der Bildung für Nachhaltige Entwicklung gegeben (s. Abschnitt 2.1). Anschließend werden das Thema Boden und die Eigenschaften des Bodens (s. Abschnitt 2.3) sowie Schnittstellen des Themas mit der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (s. Abschnitt 2.4) näher betrachtet. In Kapitel 3 wird Bezug genommen auf die Verankerung des Themas im Bremer Lehrplan für Sachunterricht und im Perspektivrahmen Sachunterricht, aber auch auf die Lernstandsvoraussetzungen der Schüler, die dieses Thema mit sich bringt. Die methodische Gestaltung im Unterricht nimmt mit Kapitel 4 einen bedeutenden Teil dieser Arbeit ein. In Kapitel 5 werden die hier angestellten Überlegungen zusammengefasst und Ausblicke auf weitere Umsetzungsmöglichkeiten gegeben.
2 Sachanalyse
2.1 Nachhaltige Entwicklung
Die Weltkommission für Umwelt und Entwicklung (Brundtland-Kommission) lieferte in ihrem Abschlussbericht zur Tagung 1987 in Nairobi die folgende Definition von Nachhaltiger Entwicklung (sustainable development): „Humanity has the ability to make development sustainable to ensure that it meets the needs of the present without compromising the ability of future generations to meet their own needs.” (WORLD COMMISSION ON ENVIRONMENT AND DEVELOPMENT, 1987: 24)
Im Rahmen des Erdgipfels (UNCED: Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen) 1992 in Rio de Janeiro wurde das Prinzip der Nachhaltigkeit in der Rio Deklaration und der Agenda 21 festgeschrieben. Die Agenda 21 ist ein „Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert“ (vgl. BMU, o.J.: 1) und liefert Handlungsanweisungen für alle Bereiche der Politik eines Staates, um „einer weiteren Verschlechterung der Situation entgegenzuwirken, eine schrittweise Verbesserung zu erreichen und eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen sicherzustellen“ (ebd.).
Der Nachhaltigkeit werden drei Dimensionen zugeschrieben: die ökonomische, die ökologische und die soziokulturelle Dimension. Diese Dimensionen betonen die Bedeutung der Nachhaltigen Entwicklung im Bereich gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und ökologischer Prozesse. Getragen werden diese Dimensionen von den drei Säulen Globalität, Gerechtigkeit und Retinität (vgl. DE HAAN und HARENBERG, 1999). Abb. 1 zeigt die Verknüpfung der drei Dimensionen mit den drei Säulen der Nachhaltigen Entwicklung.
Abb. 1: Die drei Dimensionen der Nachhaltigen Entwicklung [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]
Die Retinität besagt, dass alle Prozesse miteinander vernetzt sind, und somit kein Handeln isoliert betrachtet werden kann. Jeder Prozess hat Auswirkungen auf die anderen Prozesse. Die Globalität steht für die erdumspannenden Vernetzungen und alle damit verbundenen Austauschprozesse. Bei der Gerechtigkeit geht es „sowohl um die Lebenschancen und -qualitäten aller derzeit auf der Erde lebenden Menschen (globale gegenwärtige Dimension, intragenerationelle Gerechtigkeit) als auch um die künftiger Generationen (Zukunftsdimension, intergenerationelle Gerechtigkeit)“ (DE HAAN und HARENBERG, 1999: 15).
Für die Verwendung von Ressourcen, ökonomisches und ökologisches Handeln und viele weitere Handlungsfelder werden vier Strategien genannt. Diese sind die Effizienz-, Konsistenz-, Permanenz- und Suffizienzstrategie. „Effizienz heißt im Wesentlichen eine Steigerung des Input-Output-Verhältnisses beim Ressourceneinsatz, erzielt durch technische und logistische Innovationen. Konsistenz zielt auf die Verbesserung der Umweltverträglichkeit von Stoff- und Energieströmen, z. B. durch Stoff-Substitution oder Nutzung nachwachsender Rohstoffe ab. Permanenz meint eine Erhöhung der Dauerhaftigkeit von Produkten und Materialien […]. Suffizienz setzt auf einen Wandel der Einstellungen, der Konsum- und Verhaltensmuster, auf die Herausbildung und Verbreitung von ressourcensparenden und umweltschonenden Konsum- und Verhaltensmustern.“ (DE HAAN und HARENBERG, 1999: 20).
2.2 Bildung für Nachhaltige Entwicklung
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