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'Basic Skills' in Trier - Eine Untersuchung zu den Fähigkeiten und Fertigkeiten der Trierer Kunstgeschichtestudenten

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2006, 43 Pages
Author: Franziska Irsigler
Subject: Art - Miscellaneous

Details

Event: Basic Skills: Beschreiben, Bestimmen, Interpretieren, usw.
Institution/College: University of Trier
Tags: Basic, Skills, Trier, Eine, Untersuchung, Fähigkeiten, Fertigkeiten, Trierer, Kunstgeschichtestudenten, Basic, Skills, Beschreiben, Bestimmen, Interpretieren
Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2006
Pages: 43
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 3  Entries
Language: German
Archive No.: V66724
ISBN (E-book): 978-3-638-59944-3
ISBN (Book): 978-3-638-71123-4
File size: 497 KB
Notes :
Für diese Hausarbeit habe ich einen Fragebogen erstellt, der dann von Kunstgeschichtestudenten ausgefüllt und von mir ausgewertet und interpretiert wurde. Dabei ging es um die Fähigkeiten und Fertigkeiten der Studenten, bzw. ihre Einschätzung des individuellen Lehrgewinns für ihre Fertigkeiten in verschiedenen Veranstaltungsarten, Themengebieten und bei verschiedenen Dozenten.


Abstract

Gerade durch die Umstellung von Magister- auf Bachelor- und Masterstudiengängen musste das Lehrangebot von Studienfächern neu geordnet werden. Doch neben den Anforderungen der Lehrenden an die Studierenden sollten auch die Wünsche der Studierenden an das Studienangebot beachtet werden. Für den Magisterstudiengang Kunstgeschichte wurde eine Untersuchung angestellt, welche mittels Befragung und Auswertung herausfand, welche 'basic skills', also welche Fähigkeiten und Fertigkeiten, sich die Studenten der Universität Trier durch das bestehende Lehrangebot aneignen konnten und welche sie vermissen. 'Basic Skills' - das sind elementare Grundlagen des kunstgeschichtlichen Studiums wie Interpretieren, Datieren, Bewerten. Obgleich eigentlich 'nur nebenbei', also mit und durch fachliches Wissen der Veranstaltungen vermittelt, stellen diese Fertigkeiten doch die Grundlage, die Basis dar, mit welcher sich, wenn beherrscht, Studierende thematisch neue, unbekannte Gebiete leicht erschließen können. Daher muss die Vermittlung dieser Fähigkeiten einen gesonderten Stellenwert erhalten und sollte auch bei der Veranstaltungsplanung, gerade für das Grund-, bzw. Bachelorstudium, beachtet werden. Die verschiedenen 'Skills', welche im Laufe eines Kunstgeschichtestudiums erreicht werden können, sind in dieser Untersuchung einmal in ihrer Gesamtheit aufgelistet - allein schon deren Fülle sollte Dozenten dazu bewegen, ihre Seminare didaktisch zu konzipieren. Die Lektüre dieser Untersuchung bietet einen guten Überblick über Desiderate und Erreichtes, welcher nicht nur für die Kunstgeschichte der Universität Trier, sondern sicherlich auch repräsentativ für die studentische Rezeption des Faches im Allgemeinen gelten kann. Obwohl von einer Studentin verfasst, wurde versucht, beide Sichtweisen, die des Lehrenden wie die des Lernenden, zu beachten und vorurteilsfrei miteinander zu vereinen. Die Arbeit präsentiert daher die Ansprüche, Wünsche und Vorschläge der Studierenden an ihr Fach in komprimierter, ausgewerteter und durch die Anzahl der Fragebögen aussagekräftiger Form.


Excerpt (computer-generated)

Hausarbeit

‚Basic Skills’ in Trier
Eine Untersuchung zu den Fähigkeiten und Fertigkeiten der Trierer
Kunstgeschichtestudenten

Universität Trier 

Kunstgeschichte
Seminar: Basic Skills. Beschreiben, Bestimmen, Interpretieren usw.
Abgabedatum: 21.04. 2006 Germanistik, Geschichte, Kunstgeschichte

von

Franziska Irsigler

WS 2005/2006

 

 

Inhaltsverzeichnis 02

1. Einleitung 03

2. Zum Forschungsstand 04

3. Der Fragebogen – Aufbau und Intension 04

4. Die Ergebnisse 06
a. Allgemeines 06
b. Zur Definition von ‚Basic Skills’ 07
c. Die einzelnen Fähigkeiten 09
d. Eigene Vorschläge 24
e. Die Berufswünsche 25
f. Das Vorbereitungsgefühl hinsichtlich der betreffenden Berufswahl 26
g. Positive und negative didaktische Methoden der Kunstgeschichte 26
h. Die Eigeneinschätzung der bereits erlernten Fähigkeiten und Fertigkeiten 27
i. Die Fähigkeiten vermittelnden Unterrichtsformen 28
j. Anmerkungen, Kritik und Ergänzungen 28

5. Die andere Seite – einige Einschätzungen seitens der Lehrenden 29

6. Ausblick: Der Bachelorstudiengang in Dresden 34

7. Schlussbetrachtung 37

8. Literaturverzeichnis 39

9. Anhang 40
a. Der Blanko-Fragebogen 40

 

 

1. Einleitung

Im Wintersemester 2005/2006 bot Frau Prof. Dr. S.-L. das Seminar ‚Basic Skills′ an, welches sich mit den grundlegenden Fähigkeiten und Fertigkeiten des Kunstgeschichtestudiums beschäftigt. Die Studentinnen und Studenten wurden explizit und mehrmals aufgefordert, sich zum einen mit ihren eigenen Fähigkeiten zu beschäftigen, also ihre Lücken zu schließen, zum anderen wurde in diesem Kreis von vielleicht 25 Studenten versucht festzustellen, welche Fertigkeiten sie bereits erlernen konnten und welche sie im Rahmen der angebotenen Lehrveranstaltungen vermissen. Die daraufhin genannten, nicht erlernten ‚Skills′ wurden dann in einzelnen Sitzungen von verschiedenen Seiten beleuchtet, erklärt und geübt. Das sprichwörtliche Fragezeichen, das ganz gewollt über diesem Seminar schwebte, veranlasste mich zu der Überlegung, wie wohl die KunstgeschichtestudentInnen in Trier allgemein über ihre Fähigkeiten dachten. Ist die Unsicherheit, die ein jeder sicherlich während der ersten zwei Semester verspürte, ein temporäres Phänomen oder durchzieht es auch die nächsten Semester? Besitzt das Kunstgeschichtestudium für den angestrebten Berufswunsch genügend praktische Bezüge oder wird man mit einer Menge theoretischen Wissens in das nächste unbekannte Feld entlassen?

Und schließlich ist gerade die zum Wintersemester 2007/2008 geplante Umstellung der Magister- und Promotionsstudiengänge zum Bachelor- und Masterstudiengang und damit einhergehende Verkürzung und Umstrukturierung des Studiums eine Tatsache, die Fragen nach den ‚Basics′, den elementaren benötigten Fähigkeiten, aufwirft.

Deswegen habe ich einen Fragebogen entwickelt, welcher unter meinen Kommilitonen verteilt wurde. Die Ergebnisse dieser kleinen Befragung werden in dieser Hausarbeit vorgestellt und vermitteln somit ein Bild von der momentanen selbst eingeschätzten Situation der KunstgeschichtestudentInnen. Es muss wohl kaum erwähnt werden, dass hier nur die Wünsche und Einschätzungen der Studenten, nicht die realen Bedingungen und Anforderungen des Lehrkörpers besprochen werden; auch entsprechen die individuellen Einschätzungen der Studierenden - im Positiven wie im Negativen - nicht immer der Realität. Außerdem möchte ich noch betonen, dass mit dieser Arbeit keine Kritik an be- oder entstehenden Strukturen geübt, sondern ‚nur′ eine unabhängige Bestandsaufnahme geliefert werden soll, welche vielleicht zu weiteren Denkanstößen anregen kann.

Ein Fragebogen bzw. eine Befragung der DozentInnen, wäre der nächste logische Schritt - die dann entstehende Diskrepanz zwischen den Wünschen der einen und Möglichkeiten der anderen eine sicherlich interessante Studie.

2. Zum Forschungsstand

Bei der Recherche zu dieser Hausarbeit wurden - wie im Literaturverzeichnis zu ersehen - nur wenige Aufsätze gefunden, die sich explizit mit den geforderten und gewünschten Fähigkeiten der KunstgeschichtestudentInnen beschäftigen. Dies liegt zum einen natürlich daran, dass Begriff und Thematik neu in der Kunstgeschichte sind, zum anderen scheint das gesamte Themenfeld nur größer zu werden, je mehr man sich damit beschäftigt: Diese Hausarbeit untersucht nur die Universität Trier - doch was ist mit der Kunstgeschichte allgemein? Sollen die besprochenen ‚Skills′ nur die Kunstgeschichte an sich betreffen oder sollen auch allgemeine, durch ein Studium erworbene, Fähigkeiten aufgenommen werden? Und betreffen diese Fähigkeiten nur das Studium an sich oder sollen sie eher auf die spätere Berufswahl und damit ihren Praxisbezug hin orientiert werden?

Es soll jedoch nicht abgestritten werden, dass es mehr als die in diesem recht übersichtlichen Literaturverzeichnis aufgeführte Literatur zu dieser Thematik gibt – doch waren mir diese nicht zugänglich und um den Gesamtumfang dieser Arbeit auf einem halbwegs akzeptablen Maß zu halten, konnten manche Aspekte dieses interessanten Themenfeldes unbeachtet bleiben.1

Diese Arbeit besitzt somit einen zweigeteilten Charakter: Im ersten Teil wird der Fragebogen und seine Ergebnisse vorgestellt und besprochen. Im zweiten Teil werden Kunsthistoriker durch ihre Einschätzung das Gesamtbild komplettieren und gleichzeitig aufzeigen, in welche Richtung sich die kunstgeschichtlichen Fragestellungen bewegen. Der Ausblick auf ein Modell eines Bachelor-Studienganges zeigt dann, wohin die Überlegungen der Lehrenden geführt haben und somit vielleicht auch in Trier führen werden.

3. Der Fragebogen – Aufbau und Intension

Der Fragebogen wurde in 400facher Ausführung und anonym in den einzelnen Seminaren verteilt und in der Diathek ausgelegt und die Beantwortung war natürlich freiwillig2

Die erste der zehn Fragen verlangte eine individuelle Definition der ‚Basic Skills’; damit sollte untersucht werden, wie geläufig der Begriff den Studenten ist und ob sie vielleicht schon in der Definition andere Maßstäbe als die von mir vorgegebenen setzten. Die zweite Frage bzw. der zweite Fragenblock, bot nun mehrere, nach übergeordneten Kriterien strukturierte Fähigkeiten an, welche die Studierenden

a) hinsichtlich ihrer Wichtigkeit für sie selbst nach dem Schulnotensystem,

b) ihrer Bekanntheit bzw. bereits erfolgten Aneignung, oder

c) ihrer Unbekanntheit, also ihrem Wunsch nach Lernmöglichkeiten oder – durch eine angegebene Unwichtigkeit unter a) – als nicht relevant

[....]


1 So hätte ich mich gerne noch genauer mit den einzelnen Fähigkeiten beschäftigt und auch eine Befragung der Dozenten durchgeführt. Außerdem hätte eine Untersuchung des momentan noch gängigen Magisterstudienganges die Unterschiede zu dem Bachelor-Modell noch deutlicher aufzeigen können.

2 Vgl. zu den folgenden Angaben ANLAGE a).


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