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Seminararbeit, 2006, 17 Seiten
Autor: Christina Frank
Fach: Wirtschaft - Investition und Finanzierung
Details
Institution/Hochschule: Hochschule Pforzheim
Tags: Einsatz, Mezzanine-Instrumente, Unternehmensfinanzierung, Kapitalmarktfinanzierung
Jahr: 2006
Seiten: 17
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 16 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-59953-5
ISBN (Buch): 978-3-638-76808-5
Dateigröße: 142 KB
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Zusammenfassung / Abstract
In Zeiten von zunehmender Globalisierung und Liberalisierung sowie verstärktem Konkurrenzdenken ist es für heutige Unternehmen unerlässlich geworden sich eine stabile Position im Markt zu sichern, um dem Wettbewerb standhalten zu können. Dabei nimmt vor allem die Wachstumsfähigkeit eine zentrale Rolle ein. Die Kapital- und Finanzmärkte sollen die Unternehmen mit Mitteln versorgen, um die Wachstumsinitiativen zu unterstützen. Die Reduzierung der Kreditengagements durch die Banken in Verbindung mit Basel II erschwert jedoch den Zugang zum traditionellen Fremdkapital. Insbesondere kleine und mittelständische deutsche Unternehmen (KMU), die im internationalen Vergleich sehr geringe Eigenkapitalquoten aufweisen, beklagen die restriktive Kreditvergabepolitik. Durch eine geschwächte Bonität und dem damit zusammenhängenden schlechteren Rating, wird für diese Unternehmen die Fremdkapitalbeschaffung immer kostspieliger. Schon im Jahr 2003 hat die „Creditreform“ die Unternehmensfinanzierung durch Fremdkapital als Kernproblem erkannt, als sie die Insolvenzzahlen jenes Jahres veröffentlichte. Doch auch die Beschaffung von Eigenkapital, z. B. durch den Gang an die Börse, stellt vor allem im Hinblick auf KMUs nicht immer eine Alternative dar. Ein Ausweg aus diesem Dilemma bietet Mezzanine-Kapital, das eine Zwitterform zwischen Fremd- und Eigenkapital einnimmt. Ziel dieser Arbeit ist es einen kompakten Überblick über Mezzanine-Finanzierungen zu geben. In Kapitel 2 wird zunächst der Begriff des Mezzanine-Kapitals definiert und es werden wesentliche Charakteristika beschrieben. Kapitel 3 stellt die klassischen Mezzanine-Instrumente vor. Im darauf folgenden Kapitel 4 werden typische Anwendungsgebiete aufgezeigt. Abschließend wird im Kapitel 5 auf wichtige Vor- und Nachteile der Mezzanine-Finanzierung eingegangen sowie ein Resümee gezogen.
Textauszug (computergeneriert)
Hochschule Pforzheim, Master of Arts in International Finance and Accounting
Vorlesung: Kapitalmarktfinanzierung, SS 2006, Abgabedatum: 12. April 2006
Einsatz klassischer Mezzanine-Instrumente
bei der Unternehmensfinanzierung
von: Christina Frank
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 1
2 Konzeptionelle Grundlagen des Mezzanine-Kapital 2
2.1 Begriff des Mezzanine-Kapital 2
2.2 Equity und Debt Mezzanine 2
2.3 Private und Public Mezzanine 3
2.4 Charakteristika 3
3 Mezzanine-Finanzierungsinstrumente 5
3.1 Darlehen 5
3.1.1 Nachrangdarlehen 5
3.1.2 Partiarisches Darlehen 5
3.1.3 Verkäuferdarlehen 6
3.2 Stille Beteiligung 6
3.3 Wandel- und Optionsanleihe 8
3.4 Genussschein 8
4 Anwendungsfelder 10
5 Ergebnisse und Fazit 11
5.1 Vor- und Nachteile der Mezzanine-Finanzierung aus Sicht des Kapitalnehmers 11
5.2 Zusammenfassung und Ausblick 12
Literaturverzeichnis 13
Abkürzungsverzeichnis
KfW = Kreditanstalt für Wiederaufbau
EURIBOR = European Interbank Offered Rate
MBO = Management-Buy-Out
IPO = Initial Public Offering
KMU = Kleine und mittelständische Unternehmen
1 Einleitung
In Zeiten von zunehmender Globalisierung und Liberalisierung sowie verstärktem Konkurrenzdenken ist es für heutige Unternehmen unerlässlich geworden sich eine stabile Position im Markt zu sichern, um dem Wettbewerb standhalten zu können. Dabei nimmt vor allem die Wachstumsfähigkeit eine zentrale Rolle ein. Die Kapital- und Finanzmärkte sollen die Unternehmen mit Mitteln versorgen, um die Wachstumsinitiativen zu unterstützen.
Die Reduzierung der Kreditengagements durch die Banken in Verbindung mit Basel II erschwert jedoch den Zugang zum traditionellen Fremdkapital. Insbesondere kleine und mittelständische deutsche Unternehmen (KMU), die im internationalen Vergleich sehr geringe Eigenkapitalquoten1 aufweisen, beklagen die restriktive Kreditvergabepolitik. Durch eine geschwächte Bonität und dem damit zusammenhängenden schlechteren Rating, wird für diese Unternehmen die Fremdkapitalbeschaffung immer kostspieliger. Schon im Jahr 2003 hat die „Creditreform“ die Unternehmensfinanzierung durch Fremdkapital als Kernproblem erkannt, als sie die Insolvenzzahlen jenes Jahres veröffentlichte. Doch auch die Beschaffung von Eigenkapital, z. B. durch den Gang an die Börse, stellt vor allem im Hinblick auf KMUs nicht immer eine Alternative dar. Ein Ausweg aus diesem Dilemma bietet Mezzanine-Kapital, das eine Zwitterform zwischen Fremd- und Eigenkapital einnimmt.2
Ziel dieser Arbeit ist es einen kompakten Überblick über Mezzanine- Finanzierungen zu geben. In Kapitel 2 wird zunächst der Begriff des Mezzanine- Kapitals definiert und es werden wesentliche Charakteristika beschrieben. Kapitel 3 stellt die klassischen Mezzanine-Instrumente vor. Im darauf folgenden Kapitel 4 werden typische Anwendungsgebiete aufgezeigt. Abschließend wird im Kapitel 5 auf wichtige Vor- und Nachteile der Mezzanine-Finanzierung eingegangen sowie ein Resümee gezogen.
2 Konzeptionelle Grundlagen des Mezzanine-Kapital
2.1 Begriff des Mezzanine-Kapital
Der Begriff „Mezzanine“ leitet sich aus dem italienischen Wort „mezzano“ ab, welches ein Zwischen- oder Halbgeschoss eines Gebäudes bezeichnet.3 Zumeist befindet sich ein solches Zwischengeschoss zwischen dem Erdgeschoss und dem ersten Obergeschoss, gelegentlich auch direkt unterhalb des Daches. Im Hinblick auf die Finanzierungsmittel kann Mezzanine-Kapital in ähnlicher Weise eingeordnet werden. Betrachtet man das Erdgeschoss als Fundament und somit als Eigenkapital eines Unternehmens und ein darüber liegendes Geschoss als Fremdkapital, so wird deutlich, dass Mezzanine-Kapital einen Zwischenform von Eigen- und Fremdkapital darstellt.4
Abb. 2.1: Einordnung von Mezzanine-Kapital5 [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]
2.2 Equity und Debt Mezzanine
Mezzanine-Kapital kann in unterschiedlichen Ausgestaltungsformen auftreten. Man unterscheidet zwischen Equity Mezzanine (Quasi-Eigenkapital) und Debt Mezzanine (Quasi-Fremdkapital). Beide Formen werden zum wirtschaftlichen Eigenkapital zugeordnet. Im Hinblick auf die bilanzielle Bewertung unterscheiden sich die beiden Arten. Im Gegensatz zum Equity Mezzanine, wird Debt Mezzanine bilanziell als Fremdkapital bewertet. Vereinfachend lässt sich sagen, dass die Kosten einer Mezzanine-Finanzierung umso höher sind, je mehr sich diese Finanzierung als Equity Mezzanine auszeichnet. Aufgrund dessen ist Equity Mezzanine hauptsächlich bei niedriger Eigenkapitalquote zu empfehlen, wohingegen Debt Mezzanine bei geringem Verschuldungsgrad anzuraten ist.6
Unter Equity Mezzanine sind beispielsweise atypisch stille Beteiligungen, Wandel- und Optionsanleihen oder Genussscheine zu verzeichnen. Debt Mezzanine zeigt sich zum Beispiel in Form von Nachrangdarlehen, Verkäuferdarlehen und partiarischen Darlehen sowie in Form von typisch stillen Beteiligungen.7 Auf die genannten Mezzanine-Formen wird im Kapitel 3 näher eingegangen.
2.3 Private und Public Mezzanine
[...]
1 Die geringen Eigenkapitalquoten haben vor allem damit zu tun, dass in der Vergangenheit der Zugang zu Fremdkapital wesentlich einfacher und vergleichsweise günstig war.
2 vgl. Brokamp, Jürgen et al. (2004), S. 9, 10.
3 vgl. Schäfer, Henry (2002), S 220.
4 vgl. Müller, Oliver (2003a), S. 13.
5 in Anlehnung an Börner, Anton F. (2005), S. 1.
6 vgl. Börner, Anton F. (2005), S. 2.
7 vgl. Brokamp, Jürgen et al. (2004), S. 12.
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