Bitte warten
Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.
Autor: Friederike Wolter
Fach: Medien / Kommunikation - Sonstiges
Details
Tags: Forschung, Alter, Technik, Deutschland, Vergleich
Jahr: 2006
Seiten: 118
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 214 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 579 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-59195-9
Die Arbeit gibt einen Überblick über den Forschungsstand zum Thema "Alter und Technik". Da dieses Thema in verschiedensten Disziplinen behandelt wird, existiert kaum fachübergreifende Literatur. Es werden daher verschiedene Perspektiven auf die Thematik aufgezeigt sowie Forschungsprojekte und Ergebnisse in den USA und Deutschland vorgestellt.
Textauszug (computergeneriert)
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Institut für Sprach- und Kommunikationswissenschaft
Forschung zu Alter und Technik - Deutschland und die USA im Vergleich
Friederike Wolter
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung ... 1
2 Gegenstand, Fragestellung, Vorgehen ... 3
2.1 Gegenstand ... 3
2.2 Fragestellung ... 8
2.3 Vorgehen ... 9
3 Analyse ... 11
3.1 Rahmenbedingungen der Forschung zu Alter und Technik ... 13
3.2 Entwicklungen vor 1990 ... 15
3.3 Phase I: Die Herausbildung eines neuen Forschungsgebiets ... 17
3.3.1 Gerontechnology ... 17
3.3.2 USA ... 19
3.3.2.1 Wohnen und Haushalt ... 19
3.3.2.2 Kommunikation und Information ... 20
3.3.2.3 Mobilität und Verkehr ... 20
3.3.2.4 Gesundheit ... 21
3.3.2.5 Studie: A Human Factors Analysis of ADL Activities ... 22
3.3.3 Deutschland ... 23
3.3.3.1 Wohnen und Haushalt ... 26
3.3.3.2 Information und Kommunikation ... 26
3.3.3.3 Mobilität und Verkehr ... 28
3.3.3.4 Gesundheit ... 29
3.3.3.5 Projekt: Alter und Technik (ALTEC) ... 29
3.4 Phase II: Thematische Ausweitung ... 31
3.4.1 Gerontechnology ... 32
3.4.2 USA ... 33
3.4.2.1 Wohnen und Haushalt ... 33
3.4.2.2 Kommunikation und Information ... 34
3.4.2.3 Mobilität und Verkehr ... 35
3.4.2.4 Gesundheit ... 37
3.4.2.5 Studie: Consumer Assessment Study ... 38
3.4.3 Deutschland ... 39
3.4.3.1 Wohnen und Haushalt ... 40
3.4.3.2 Kommunikation und Information ... 44
3.4.3.3 Mobilität und Verkehr ... 45
3.4.3.4 Gesundheit ... 47
3.4.3.5 Projekt: sentha – Seniorengerechte Technik im häuslichen Alltag ... 47
3.5 Phase III: Differenzierung, Spezialisierung und Internationalisierung ... 52
3.5.1 Gerontechnology ... 52
3.5.2 USA ... 55
3.5.2.1 Wohnen und Haushalt ... 56
3.5.2.2 Information und Kommunikation ... 58
3.5.2.3 Mobilität und Verkehr ... 62
3.5.2.4 Gesundheit ... 63
3.5.2.5 Forschungszentrum: CREATE – Center for Research and Education on Aging and Technology Enhancement ... 65
3.5.3 Deutschland ... 67
3.5.3.1 Wohnen und Haushalt ... 70
3.5.3.2 Information und Kommunikation ... 72
3.5.3.3 Mobilität und Verkehr ... 73
3.5.3.4 Gesundheit ... 76
3.5.3.5 Studie: Technikaufgeschlossenheit und Nachfrageverhalten ... 77
3.6 Ausblick ... 79
3.7 Vergleich und Bewertung ... 80
4 Ergebnisse ... 87
5 Schlussbemerkung ... 91
1 Einleitung
Zum Thema Alter und Technik kommt vielen Menschen zuerst der mühsame Kampf von Senioren mit ihrem Handy oder dem Bankautomaten in den Sinn. Eine immer größere Aufmerksamkeit richtet sich auf derartige Probleme, die Technik vielen Senioren bereitet. Immer stärker werden aber auch Chancen betrachtet, die technische Entwicklungen für das Alter bieten. Die Zunahme der Aufmerksamkeit hängt zum einen mit der Veränderung der Altersstruktur zusammen, die auch als Dreifaches Altern (Tews 1993) bezeichnet wird: Durch eine steigende Lebenserwartung und eine geringe Geburtenquote steigt die absolute Zahl älterer Menschen, der relative Anteil im Verhältnis zu jüngeren sowie der Anteil Hochaltriger an der Gesellschaft. Dieser demographische Wandel spielt sich vor dem Hintergrund einschneidender ökonomischer, technologischer und kultureller Veränderungen ab. Gesellschaftliche Entwicklungen wie die Veränderung der Ausbildungsdauer, eine Anhebung des Ausbildungsniveaus, Arbeitslosigkeit sowie die Teilhabe von Frauen auf dem Arbeitsmarkt beeinflussen außerdem die qualitative Zusammensetzung der Altersgruppe (BMFSFJ 2001, 15f). Ein weiteres Kennzeichen der Neuen Alten sind mehr behinderungsfreie Lebensjahre, verbesserte materielle Ressourcen sowie eine zeitliche Ausdehnung eigenständiger Lebensformen (Backes et al. 2004, 8). Diese Veränderungen sind verbunden mit der Hoffnung, das eigene Alter gesund erleben und selbständig gestalten zu können. Begleitet und verstärkt werden diese gesellschaftlichen Entwicklungen durch rasante technische Fortschritte – besonders eindrücklich auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnik.
Vielfach wird ein negatives Bild vom Alter gezeichnet. Untersuchungen zeigen jedoch, dass die wenigsten Senioren hilfs- oder pflegebedürftig sind. Obwohl altersbedingt die körperlichen und geistigen Kräfte nachlassen, führen die meisten Senioren ein selbständiges Leben, das sie mit hoher Zufriedenheit erfüllt. Die Aufrechterhaltung des gewohnten Lebensstils ist oft aber mit einem großen Aufwand verbunden, da für alltägliche Aufgaben nun mehr Zeit, Kraft und Aufmerksamkeit aufgewendet werden muss. Technische Errungenschaften können dabei eine große Hilfe sein. So erhofft man sich von einem Einsatz technischer Lösungen, Selbständigkeit und Selbstbestimmtheit sowie gesellschaftliche Partizipation und Integration auch und gerade im Alter zu erhalten. Neben dem individuellen Wunsch, auch im Alter selbständig in den eigenen vier Wänden zu leben, stehen volkswirtschaftliche Gründe, die für eine Förderung der Technik für das Alter sprechen, da immensen Investitions- und Betriebskosten für einen Pflegeplatz vergleichsweise geringe Kosten für den Umbau der eigenen Wohnung und die Nutzung technischer Unterstützung gegenüber stehen. Gleichzeitig gilt es die Hindernisse, die für Senioren aus neuen Technologien oft entstehen, auszuräumen.
Diese Erwägungen haben dazu geführt, dass sich inzwischen ganz unterschiedliche wissenschaftliche Disziplinen damit beschäftigen, wie aktuelle technische Möglichkeiten zum Vorteil älterer Menschen genutzt werden können. Psychologische, ergonomische und arbeitswissenschaftliche Untersuchungen erforschen die Interaktion des Nutzers mit dem technischen Gerät. Die einfache Bedienbarkeit durch nutzerfreundliche Gestaltung steht hier im Mittelpunkt. Direkte Anknüpfungspunkte finden dort die Konstruktionslehre und Designwissenschaft. Sozialwissenschaftliche Untersuchungen haben die Auswirkungen der Technik auf den Lebensalltag älterer Menschen, den konkreten Nutzen aber auch die Herausforderungen technischer Entwicklungen im Blick. Ebenso werden Themen wie Technikakzeptanz und Technikerfahrung untersucht. Zunehmend betrachten auch Ökonomen und Marketingfachleute Technik für das Alter, da im sogenannten Silbermarkt große Absatzpotenziale für neue Produkte gesehen werden.
Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Alter und Technik ist gerade in Deutschland noch relativ jung. Im interdisziplinären Projekt TEKLA – Technik, Kultur, Alter, das an der RWTH Aachen vom Lehr- und Forschungsgebiet Textlinguistik koordiniert wird, soll daher ein interdisziplinärer Ansatz zur altersgerechten Gestaltung von Technologien entwickelt werden. Im Mittelpunkt steht zunächst die Entwicklung von Methoden, um Erkenntnisse zu Technikeinstellungen und Techniknutzung älterer Menschen sowie zu ihren Wünschen und Bedürfnissen in Bezug auf Technik zu gewinnen. Darauf aufbauend soll eine Testumgebung entwickelt werden, in der Entwicklungen für das Alter an und von der Zielgruppe erprobt werden können. Diese Magisterarbeit ist innerhalb dieses Projekts entstanden.
Überblicksartige Darstellungen über den Forschungsstand gibt es bisher kaum. Diese Arbeit zeichnet daher solche Forschungsbemühungen, die sich mit der Techniknutzung im Alter und den daraus entstehenden Potenzialen, Problemen und Risiken der Technik beschäftigen, nach. Exemplarisch werden die Forschungsbemühungen der USA und Deutschlands gegenübergestellt. Durch den Vergleich dieser sehr unterschiedlichen Länder soll ein möglichst breiter Blick auf die Forschung ermöglicht werden. Das zentrale Augenmerk liegt auf der Entwicklung von Forschungsschwerpunkten. Wo haben sich Schwerpunkte herausgebildet und wie unterscheiden sich die Herangehensweisen und Blickwinkel der beiden Länder? Im Mittelpunkt stehen normal alternde Menschen, die selbständig ihr Leben führen. Dabei soll nicht vernachlässigt werden, dass Altern ein äußerst heterogener Prozess ist und es das Altern an sich nicht gibt. Betrachtet werden die Bereiche, in denen Technik einen wesentlichen Beitrag zur Erleichterung von Alltagsaufgaben spielen kann bzw. weitreichende Auswirkungen auf den Alltag hat: Wohnen und Haushalt, Information und Kommunikation, Mobilität und Verkehr, Gesundheit sowie Forschung, die übergreifend zu diesen Bereichen zu sehen ist.
Im folgenden einführenden Kapitel wird zunächst der Gegenstand dieser Arbeit beschrieben. Da Alter(n) in der Öffentlichkeit häufig sehr einseitig gesehen wird, werden zunächst kurz Ergebnisse der gerontologischen Forschung vorgestellt. Daran anschließend werden die Fragestellung und das Vorgehen der Arbeit näher erläutert. In der darauf folgenden Analyse werden die Entwicklung der amerikanischen und deutschen Forschung zum Thema Alter und Technik gegenübergestellt.
2 Gegenstand, Fragestellung, Vorgehen
An dieser Stelle soll zunächst ein Überblick über einige gerontologische Ergebnisse zu Alter und Alternsprozessen erfolgen, da sich vor diesem Hintergrund die Forschung zu Alter und Technik entwickelt. Daraufhin werden Fragestellungen entwickelt, die innerhalb dieser Arbeit betrachtet werden und das Vorgehen dieser Arbeit erläutert.
[...]
Kommentare
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden: