Indirekte Sprechakte

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Details

Titel: Indirekte Sprechakte
Autor: Nadia Hamdan
Fach: Germanistik - Semiotik, Pragmatik, Semantik
Veranstaltung: Proseminar Gesprächsanalyse
Institution/Hochschule: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (Philosophische Fakultät)
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2000
Seiten: 21
Note: 1,3
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 191 KB
Archivnummer: V6681
ISBN (E-Book): 978-3-638-14200-7
Anmerkungen :
Thema: Indirekte Sprechakte, Theorie nach Grice und Searle. Schwerpunkt auf die Theorie der Implikaturen nach Grice. 196 KB

Textauszug (computergeneriert)

 

Thema der Arbeit:
"INDIREKTE SPRECHAKTE"

Inhalt

1. Vorwort

2. Die Sprechakttheorie

3. Indirekte Sprechakte
   
3.1. Direktive

4. Grices Theorie der Implikaturen
   
4.2. Implikaturen
        4.2.1. konventionelle Implikaturen
        4.2.2. Konversationelle Implikaturen

5. Zusammenfassung

6. Schlusswort

1. Vorwort:

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema "Indirekte Sprechakte".
Im Bereich der Pragmatik stellen Sprechakte einen wichtigen Teilbereich dar, da sie, " zur Entwicklung der Pragmatik den entscheidenden Anstoß gaben"
Um den Begriff "Indirekte Sprechakte" näher definieren zu können, wird zunächst geklärt, was ein "Sprechakt" überhaupt ist.
Die von John L. Austin 1955 (veröffentlicht postum 1962) vorgestellte Theorie der Sprechakte wird kurz angerissen, um John Searles Weiterentwicklung ( aus dem Jahre 1965) daran anzuschließen.
Im Jahre 1975 stellte Searle zunächst in "Syntax and Semantics, Vol.3" einen Aufsatz über indirekte Sprechakte vor. Dieser erschien 1982. in Searles "Ausdruck und Bedeutung".
Ausgehend von diesem Aufsatz beschäftigt sich diese Arbeit mit Searles Theorien.
Neben Searles Ausführungen werden vor allem auf die von Grice 1967 ausgearbeiteten Theorie der Implikaturen eingegangen.
Grice führte Searles Theorien weiter, indem er sie um einige wichtige Punkte ergänzte:
Während Searle die indirekten Sprechakte mit Sprechakttheoretischen Prinzipien, sowie Gesprächsrekonstruktionen zu erklären versucht, befaßt sich Grice mit den allgemeinen Konversationsprinzipien, auf deren Grundlage Kommunikation überhaupt erst möglich ist.
Eine abschließende Zusammenfassung beider Theorien hat schließlich das Ziel ihr Zusammenwirken zu erläutern.

2. Die Sprechakttheorie


"Wie hat dir der Film gestern gefallen?" - "Regisseur X hat schon immer schlechte Filme gedreht."

"Gehst du morgen in die Ausstellung?" - "Das Auto muss in die Werkstatt."

Beispiele wie diese findet man im täglichen Leben häufig. In den allermeisten Fällen werden diese indirekten Äusserungen so verstanden, wie sie gemeint sind. Aussage 1 impliziert, dass B. der Film nicht gefallen hat, in Aussage 2 wird Person B nicht in die Ausstellung gehen, da er durch die Reparatur seines Autos keine Zeit dafür hat.Wie kommt es nun zustande, dass die Aussage über ihre phonetische Bedeutung hinaus verstanden wird und was ist überhaupt ein "Indirekter Sprechakt"? Zur Verdeutlichung beschäftige ich mich zunächst mit dem Sprechakt an sich...

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