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Die Engel und die Menschen: Zustände der Spaltung und Teilung in „Der Himmel über Berlin“ von Wim Wenders (1986/ 87)

Termpaper, 2005, 22 Pages
Author: Anonym
Subject: Communications: Intercultural Communication

Details

Event: Filmproduktionen als Kulturarbeit
Institution/College: Saarland University
Tags: Engel, Menschen, Zustände, Spaltung, Teilung, Himmel, Berlin“, Wenders, Filmproduktionen, Kulturarbeit
Category: Termpaper
Year: 2005
Pages: 22
Grade: gut
Bibliography: ~ 16  Entries
Language: German
Archive No.: V66818
ISBN (E-book): 978-3-638-58494-4

File size: 98 KB


Excerpt (computer-generated)

Universität des Saarlandes
Germanistik - Aufbaustudium: Deutsch als Fremdsprache
Proseminar: Filmproduktionen als Teil der auswärtigen Kultur- und Programmarbeit
WS 2004/2005
Saarbrücken, Juni 2005

Die Engel und die Menschen:
Zustände der Spaltung und Teilung in
„Der Himmel über Berlin“ von Wim Wenders (1986/ 87)

Fachsemester: 3. Semester / 4. Semester

 

 

Inhaltverzeichnis

1. Einleitung 2

2. Grundsätzliches zur Dualität zwischen Engel und Mensch 3

3. Die Engel und die Menschen 3
3.1 Das Menschenbild 3
3.1.1 Die Berliner als die „normalen Menschen“ 3
... im Film 3
... aus der Darstellungsperspektive 4
... Charakteristika 4
... in ihren Genderrollen 5
3.1.2 Die Kinder 6
... im Film 6
... aus der Darstellungsperspektive 6
... Charakteristika 7
3.1.3 Der Greis 7
... im Film 7
... aus der Darstellungsperspektive 7
... Charakteristika 8
3.1.4 Marion 8
... im Film 8
... aus der Darstellungsperspektive 9
... Charakteristika 9
3.2 Das Engelbild 9
3.2.1 Die Engel 10
… vor ihrem Entstehungshintergrund 10
…aus der Darstellungsperspektive 11
... im Film 11
…Charakteristika 12
Die Engel und ihre Existenz 12
Die Engel und ihre poetische Sprache 13
Die Engel und die Zeit/ die Geschichte 13
Die Engel und der Raum/ die Stadt Berlin 14
Die Engel und die Menschen 15

4. Die Vereinigung 17
4.1 Der Engel Damiel wird Mensch 17
4.2 Die Aufhebung der Spaltung und Teilung 18

5. Schluss 19

Literaturverzeichnis 20

 

 

1. Einleitung

Schon im Wintersemester 2004/2005 im Rahmen eines Filmseminars von Herrn Stein: „Filmproduktionen als Teil der auswärtigen Kultur- und Programmarbeit“ setzten wir uns innerhalb einer Gruppe eingehend mit zwei Filmen von Wim Wenders auseinander: „Der Himmel über Berlin“ (1986/ 87) und „In weiter Ferne so Nah!“ (1993). Damals bereiteten wir uns auf eine Präsentation vor, unter dem Thema „Wiedervereinigung und Kulturelle Identität“. Wir kristallisierten zwei Hauptthemen heraus, um welche beide Filme kreisen: das Thema der Stadt Berlin (Gegenwart und Historie) und das Thema der Dualität zwischen Engel und Mensch. 

In dieser Arbeit beschränken wir uns nun auf den ersten und erfolgreichsten Film der beiden: „Der Himmel über Berlin“. Wir konzentrieren uns auf die Engel- und Menschenthematik und nähern uns darüber den Zuständen der Spaltung und Teilung im Film.

Ausgehend von der Dualität Engel - Mensch tauchen verschiedene andere Gegenpole auf; sie durchziehen den gesamten Film, begegnen dem Zuschauer in verschiedenen Konstellationen und wandeln das augenscheinliche Thema des Films - in Filmrezessionen wird von einer Liebesgeschichte gesprochen (vgl. z.B. Müller 1987, 230) - zu einem Film, der sich eben mit diesem, mit dem Thema der Gespaltenheit und Einheit auseinandersetzt.

Die Dualitäten lassen sich nicht klar voneinander trennen, es gibt kaum eindeutige Grenzen - unter bestimmten Parametern stehen sie sich gegenüber, unter anderen verschmelzen sie wieder und stehen einem anderen Parameter gegenüber. Es ist eine diskursive Gespaltenheit, für welche Wenders am Ende auch einen Ausblick gibt: nämlich die Vereinigung zwischen Mann und Frau.

2. Grundsätzliches zur Dualität zwischen Engel und Mensch

Um Wenders Engel- bzw. Menschenbild zu beschreiben, ist es unmöglich, dass jeweilig andere nicht zu berücksichtigen. Paradoxerweise lässt sich der Mensch in Himmel über Berlin nur über den Engel definieren und andersrum ist es derselbe Fall.

Trotzdem möchten wir uns zuerst schwerpunktmäßig den Menschen in Himmel über Berlin widmen und darauf den Engeln und weisen schon jetzt auf eine unabdingbare Verbindung zwischen beiden hin - Bromley spricht, wie wir finden sehr passend, von „borderline identities“, zwischen Nähe und Distanz (vgl. Bromley 2001).

3. Die Engel und die Menschen

3.1 Das Menschenbild

Die Menschen, die in Wenders Film auftauchen, sind: Berliner, in ihrem Alltag, Kinder, der alte Homer, Marion (Solveig Dommartin), die Trapezkünstlerin und auch Peter Falk gehört dazu. Was Mensch-Sein bedeutet, beschreibt Wenders anhand von drei Gruppen: es gibt die Berliner, als „die normalen Menschen“ (wozu auch Marion anfänglich gehört), es gibt Kinder und den Greis Homer. Peter Falk spielt noch einmal eine gesonderte Rolle, da er ein ehemaliger Engel ist. Wir möchten die verschiedenen „Menschen-Gruppen“ im Folgenden näher betrachten. Um ein klareres Bild zu bekommen, gehen wir von drei Blickwinkeln aus: Wir betrachten, wie die Menschen im Film auftauchen, wir betrachten, wie die Darstellung umgesetzt wurde (Darstellungs- bzw. Erzählperspektive) und schließlich versuchen wir, das Menschenbild zu erfassen, indem wir die Menschen analysieren (Charakteristika)

3.1.1 Die Berliner als die „normalen Menschen“

... im Film

Die ersten Szenen des Films werden mit einem Kameraschwenk eingefangen: helle Wolken, dann ein leinwandfüllendes Auge, schließlich Häuser und Strassen, vom Himmel aus gesehen. Plötzlich ein Mann (Damiel) mit Flügeln und Haarzopf hoch oben auf der alten Gedächtniskirche (vgl. Grob 1991, 258); die Kamera gleitet hinunter zur Strasse; aus der Vogelperspektive sieht man fahrende Busse, Passanten, die alleine durch die Strassen eilen, sie wirken gestresst oder traurig; der Blick fliegt über die Häuser und Strassen Berlins; die Kamera steht nicht still, sie schwenkt weiter, nähert sich einem Wohnhaus, ohne Halt geht der Blick durch die Mauer und wandert von Wohnung zu Wohnung. Der Zuschauer erhält Einblick in die momentane Lage der Bewohner der Wohnungen; er nimmt Wortfetzen von inneren Monologen wahr; die sich dann wieder zu einem fast ununterscheidbaren Hintergrundsgemurmel verdichten. (vgl.a. Neumann 1988, 2) Es begegnen dem Zuschauer Szenen wie diese:

[....]


Comments

Hempel
24.09.2007 22:20:55
Des Menschen Engel ist die Zeit
Dies muß ein Schiller-Wort sein; er wird aber nicht zitiert. Können Sie meine Behauptung bestätigen, und wo hat er es niedergechrieben (Quelle)?
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