Der Klassische Konzertsatz

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Details

Titel: Der Klassische Konzertsatz
Autor: Kristin Peukert
Fach: Musikwissenschaft
Veranstaltung: Die Geschichte des Instrumentalkonzerts
Institution/Hochschule: Technische Universität Berlin
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2000
Seiten: 13
Note: Gut - Bestanden
Literaturverzeichnis: ~ 8  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 137 KB
Archivnummer: V66834
ISBN (E-Book): 978-3-638-59223-9
ISBN (Buch): 978-3-638-76812-2
Anmerkungen :
Theorie und eine Analyse des 1. Satzes des A-Dur-Klavierkonzerts von Wolfgang Amadeus Mozart.

Zusammenfassung / Abstract

Theorie und eine Analyse des 1. Satzes des A-Dur-Klavierkonzerts von Wolfgang Amadeus Mozart. Das A-Dur Klavierkonzert von Wolfgang Amadeus Mozart aus dem Jahre 1786 gilt als eine mustergültige Komposition hinsichtlich der theoretischen Form und Struktur eines Klassischen Konzertsatzes. Dieses schriftliche Referat widmet sich dem Zeitalter der Klassik, insbesondere dem Solokonzert und dessen formaler, kompositorischer Aufbau am Ende des achtzehnten Jahrhunderts. Anfänglich sollen die theoretischen Aspekte in bezug auf die Gestaltung des ersten Satzes dieser musikalischen Gattung erläutert und schließlich an einem Exempel belegt werden. Gegenstand dazu ist der 1. Satz des A-Dur-Klavierkonzerts von W. A. Mozart, Köchelverzeichnis 488... Analyse Das A-Dur-Klavierkonzert weist im ersten Satz drei thematische Komplexe auf, die mit a, b und c bezeichnet werden sollen. Die Einführung eines dritten Themas ist eine Besonderheit, denn oft wurden nur zwei kontrastierende Themen aufgestellt. Im Orchester sind folgende Instrumente vertreten: eine Flöte, Klarinette, Fagott und Horn in jeweils doppelter Ausführung, sowie der Streicherapparat mit zwei Violinen, Viola, Violoncello und Bass...

Textauszug (computergeneriert)

Hausarbeit

Thema:

Der Klassische Konzertsatz

Name: Kristin Peukert

Technische Universität Berlin
Fachgebiet Historische Musikwissenschaft
Seminar: Die Geschichte des Instrumentalkonzerts

 

 

0. Inhaltsverzeichnis  2

1. Einleitung  3

2. Das Klassische Konzert  3

3. Die Klassische Konzertsatzform  4

4. Vergleich zur Sonatenhauptsatzform  6

5. Der Klassische Konzertsatz am Beispiel des 1. Satzes des A-Dur Klavierkonzerts von Wolfgang Amadeus Mozart  6
5.1. Die Analyse  7
5.2. Schlußbetrachtung  12

6. Literaturverzeichnis  13

 

 

1. Einleitung

Das A-Dur Klavierkonzert von Wolfgang Amadeus Mozart aus dem Jahre 1786 gilt als eine mustergültige Komposition hinsichtlich der theoretischen Form und Struktur eines Klassischen Konzertsatzes.

Dieses schriftliche Referat widmet sich dem Zeitalter der Klassik, insbesondere dem Solokonzert und dessen formaler, kompositorischer Aufbau am Ende des achtzehnten Jahrhunderts. Anfänglich sollen die theoretischen Aspekte in bezug auf die Gestaltung des ersten Satzes dieser musikalischen Gattung erläutert und schließlich an einem Exempel belegt werden. Gegenstand dazu ist der 1. Satz des A-Dur-Klavierkonzerts von W. A. Mozart, Köchelverzeichnis 488.

2. Das Klassische Konzert

Das klassische Konzert ist ein mehrsätziges Werk für Solo und Orchester, wobei der einzelne Musiker stellenweise herausragt, seine Empfindungen ausdrückt und durch Können am Instrument das Publikum begeistert. Es trat aus seinen barocken Vorreitern hervor, nämlich dem Concerto und Concerto grosso. Das Merkmal der „Dreisätzigkeit“ wurde übernommen, wobei erstmals auch vier Sätze erschienen sind, wie zum Beispiel in Johannes Brahms’ zweitem Klavierkonzert, B-Dur, op.83 aus dem Jahre 1881. Als ein wichtiger Unterschied gilt zum einen der Fortfall der Generalbaßbegleitung im Solopart und zum zweiten, die Aufhebung von starrem Gegenüberstellen des einzelnen Instruments zum gesamten Orchester. Bevorzugte Soloinstrumente sind dabei die Violine und vor allem das Klavier, was sich anhand der überwiegenden Besetzungen bemerkbar macht. Mozart schrieb beispielsweise insgesamt 23 Konzerte für das Pianoforte, Carl Philipp Emanuel Bach sogar fast 50 dieser Werke für Cembalo. Ein weiterer Punkt ist die Suche nach neuen Möglichkeiten hinsichtlich des virtuosen Spiels, wobei das Pianoforte durch großzügigen Tonumfang, geeignetem Tonvolumen und seiner Klangfarbe dominierte. Durch die Entwicklung der Hammermechanik seit ca. 1709 bot es dem Solisten neuartige Ausdrucksformen. Diese äußerten sich zu damaliger Zeit in Nuancen der Anschlagsart und Artikulationsweise. Der Instrumentalvirtuose entwickelte sich auf diese Art zum attraktivem Mittelpunkt des Konzertwesens in der zweiten Jahrhunderthälfte. Er reiste durch ganz Europa und bewies sein Talent vor adligem, wie auch bürgerlichem Publikum. Die Schlußsätze dieser Solokonzerte stehen meist in der Rondoform und greifen die Haupttonart auf. Die langsamen Mittelsätze hingegen stehen in einer verwandten Tonart, wie der Dominante oder Tonikaparallele. In den Kopfsätzen dieser Solokonzerte werden typische Strukturmerkmale sichtbar, die dem Kompositionsprinzip der Klassischen Konzertsatzform und auch der Sonatenhauptsatzform entsprechen. Gegen 1760 drang die Sonatensatzform als kompositorisches Mittel vor. Sie löste nach einem langen, vielschichtigen Entwicklungsprozeß die frühere Ritornellform Vivaldischer Konzerte ab, welche zum Beispiel am Potsdamer Hof noch bis in die achtziger Jahre gepflegt wurde.

3. Die Klassische Konzertsatzform

Die Klassische Konzertsatzform bildet sich gleichzeitig als eine modifizierte Sonatensatzform heraus, die die gegensätzlichen Klanggruppen des Barockzeitalters, Tutti und Solo, wie auch den „sonatenhaften“ Themendualismus in sich vereinbart. Die Termini Exposition, Durchführung, Reprise und Coda aus der Sonatentheorie sind auch hier vorherrschend. Diese Satzteile sind durch solistische Eingänge, Spielepisoden und teilweise durch ein drittes Thema erweitert. Die Episode gilt als ein in die Komposition eingeschobener virtuoser Formteil, wobei Improvisation, Begabung und Spielfertigkeit des Solisten deutlich werden. Sie steht eher außerhalb der eigentlichen thematischen Arbeit.

Im allgemeinen sind die Soloparts des Instrumentalkonzerts der Klassik breiter angelegt als zur Barockzeit. Eine weitere Besonderheit besteht in der „doppelten Exposition“, bei der eine Wiederholung des Anfangstutti durch den Solisten erfolgt. Daraus resultiert eine Aufspaltung in Orchester- und Soloexposition. Die beiden kontrastierenden Themen, Hauptsatz und Seitensatz, werden durch eine Überleitung miteinander verbunden, wonach die Schlußgruppe einsetzt. Bei dieser ersten Exposition verbleibt das Orchester durchgängig in der Tonika. Danach schließt sich die Repetition dieses Teils durch das Soloinstrument unter Mitwirkung des Orchesters an. Oft erscheint als Einleitung vor dem ersten Thema, eine präludierende Eingangskadenz im Solopart, was in den fünf Klavierkonzerten von Ludwig van Beethoven stets der Fall ist. In der Überleitung findet dann die Modulation zur Dominante bzw. Tonikaparallele bei entsprechender Molltonart statt, wie es in der Sonatenhauptsatzform üblich ist.

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