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Zwischenprüfungsarbeit, 2003, 21 Seiten
Autor: Angela Nelles
Fach: Sachunterricht, Heimatkunde (Grundschulpädagogik)
Details
Tags: AIDS, Grundschule
Jahr: 2003
Seiten: 21
Note: 2,7
Literaturverzeichnis: ~ 4 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-59280-2
Dateigröße: 139 KB
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Zwischenprüfungsarbeit
HIV / AIDS in der Grundschule
von: Angela Nelles
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. HIV und AIDS 4 -10
2.1. HIV-Definition 4
2.2. Übertragung von HIV 4 - 5
2.3. Ablauf einer HIV-Infektion 5 - 6
2.4. AIDS 6 - 7
2.5. HIV-Test 7
2.6. Medizinische Behandlungsmöglichkeiten 7 - 8
2.7. HIV bei Kindern 8 - 9
2.8. Die Situation HIV-infizierter Menschen in der Gesellschaft 10 -11
3. Lernen an Stationen 12-18
3.1. Geschichte des Stationenlernens 12
3.2. Lernen an Stationen- Was ist das? 12
3.3. Die Varietät von Schülereigenschaften 13
3.4. Lerntypen 13-14
3.5. Rolle des Lehrenden 14-15
3.6. Vier Arten von Stationenarbeit 15-16
3.7. Vorteile dieser Unterrichtsform 16-17
3.8. Unterrichtsziele 17-18
3.9. Mögliche Probleme 18-19
4. HIV/AIDS in der Schule 19-20
4.1. HIV/AIDS als Unterrichtsthema 19
4.2. HIV in der Grundschule – Resümee 20
5. Literaturverzeichnis 21
1. Einleitung
Nach einem hohen Aufkommen in den deutschen Medien ist die Zahl der Veröffentlichungen über AIDS und HIV in Europa stark gesunken. Mir ist aufgefallen, dass wir viel über die Zahlen der AIDS-Toten in Afrika erfahren und dazu neigen, AIDS als eine Krankheit einzuordnen, die in Industrieländern wenn überhaupt nur Randgruppen betrifft. Da dies aber nicht der Fall sein darf, muss sich die Gesellschaft und genauso auch die Schule intensiv mit dem Thema auseinandersetzen. Ich bin der Meinung, dass heutzutage dringend Informationen über das Virus vermittelt werden müssen.
Meine Hauptaufgabe in dieser Arbeit besteht darin, die Möglichkeiten und Probleme der Unterrichtsform ‚Lernen an Stationen’ in der Grundschule am Thema AIDS zu erläutern. Ich werde mich also fragen, ob dieses Thema in der Grundschule grundsätzlich behandelt werden soll und wenn ja, in welcher Form. Im ersten Teil meiner Arbeit werde ich mich zum einen mit dem HI-Virus und seinen medizinischen Zusammenhängen beschäftigen und gleichzeitig die Bedeutsamkeit von Präventionsmaßnahmen herausarbeiten. Im zweiten Teil werde ich mich mit Stationenarbeit im allgemeinen auseinandersetzen und die Vor- und Nachteile dieser Unterrichtsform erläutern.
2. HIV und AIDS
2.1 HIV-Definition
HIV ist die Abkürzung für „Human Immunode Ficiency Virus“, was zu deutsch „menschlicher Immundefekt-Virus“ heißt. Man unterscheidet zwischen HIV1, welcher 1983/84 entdeckt wurde und dem wenig später entdeckten HIV2, der überwiegend in Asien und Afrika auftritt. Das Virus befällt Nervenzellen und eine bestimmte Untergruppe der T-Lymphozyten, der Helferzellen, die für den Kontakt mit den anderen Abwehrzellen zuständig sind. Diese beiden Zellarten besitzen einen bestimmten Rezeptor auf der Zellmembran, CD4 genannt, den das Virus als Schloss benutzt. Er passt als Schlüssel in dieses Schloss und gelangt so durch die Zellmembran.
Nachdem das HIV in die Zelle eingedrungen ist, vermehrt es sich in ihr und befällt weitere Zellen. Das Immunsystem der infizierten Person wird schwächer und die Anzahl der CD4-Zellen nimmt ab. Je schwächer das Immunsystem wird, desto eher kann es zu Allergien, zum Wachstum verschiedener Krebsarten und zum sogenannten opportunistischen Infektionen kommen. Diese werden von Erregern verursacht, welche die Schwäche des Immunsystems ausnutzen, um sich ungehindert zu vermehren. Bei einem intakten Immunsystem hingegen können sie keinen Schaden anrichten. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation waren Ende des Jahres 2000 weltweit 36,1 Mio. Menschen HIV positiv. 1
2.2 Übertragung von HIV
HIV wird über erregerhaltige Flüssigkeiten, die durch kleinste Haut- und Schleimhautverletzungen in den Körper gelangen, übertragen. Zu den erregerhaltigen Flüssigkeiten gehören Blut, Muttermilch, Samenflüssigkeiten und Scheidensekret. In Speichel, Urin, Kot, Schweiß, sowie Tränenflüssigkeit wurde zwar ebenfalls das Virus gefunden, jedoch ist eine Übertragung über diese Flüssigkeiten bisher nicht nachweisbar gewesen. Bisher ist nur die sexuelle Infizierung und die Übertragung über Injektionen oder Transfusionen von erregerhaltigen Flüssigkeiten gesichert. In den meisten Fällen wird das Virus beim ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einer infizierten Person übertragen. Während des Vaginalverkehrs kann infektiöses Sperma über kleine, nicht spürbare Verletzungen der Scheide in die Blutbahn der Frau gelangen. Genauso können Scheidenflüssigkeit und Menstruationsblut den Mann über kleinste Hautrisse am Penis infizieren. Die Infektion einer Frau durch einen Mann ist allerdings höher als die eines Mannes durch eine Frau. Ebenso kann eine Infektion während des Anal- sowie während des Oralverkehrs vorkommen. Die einzige Möglichkeit, sich zu schützen, ist die Verwendung eines Kondoms.
Außerdem haben Menschen, die Drogen konsumieren, welche gespritzt werden ein hohes Infektionsrisiko, wenn sie bereits von anderen Personen verwendetes Spritzbesteck benutzen. Es können kleine Reste infizierten Blutes in der Spritze sein, welche von dort direkt in die Blutbahn geraten können. In solchen Blutresten kann sich HIV mehrere Tage halten, während es ansonsten außerhalb des Körpers und unter den üblichen Hygienemaßnahmen nicht ansteckend sein kann. Seit Einführung des HIV-AK-Tests von Blut und Blutprodukten 1985, ist die Infizierung von Hämophilen oder Menschen, die eine Bluttransfusion erhalten, sehr selten.
Es besteht ein sehr hohes Risiko, dass HIV-infizierte schwangere Frauen ihre Säuglinge mit dem Virus infizieren. Das passiert entweder beim Stillen über infizierte Muttermilch oder bereits während der Schwangerschaft oder der Geburt.2
2.3 Ablauf einer HIV-Infektion
[...]
1 Deutsche AIDS-Hilfe e.V.: „HIV und AIDS - Heutiger Wissensstand“; 2002, Seite 3 bis 5
2 Deutsche AIDS-Hilfe e.V.: „HIV und AIDS - Heutiger Wissensstand“; 2002, Seite 11 bis 13
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