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Diploma Thesis, 2002, 125 Pages
Author: Rene Guenther
Subject: Economics / Business: Economic Policy
Details
Tags: Kommunale Wirtschaftsförderung, Standortfaktoren, Bestandsentwicklung, Bestandspflege, Aktivierung des endogenen Potentials, Existenzgründer, Brandenburg, TGZ
Year: 2002
Pages: 125
Grade: 2,0
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-14215-1
File size: 622 KB
Kommunale Wirtschaftsförderung in der Theorie wird mit der Praxis in der Stadt Brandenburg an der Havel ausführlich verglichen. Neben den Standortfaktoren und der Neuansiedlung von mobilen Betrieben wird die Entwicklung des endogenen Potentials incl. der Förderung von Existenzgründungen behandelt. Aus den Ergebnissen wird eine optimalere Wirtschaftsförderstruktur für die Stadt entwickelt.
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Excerpt (computer-generated)
„Kommunale Wirtschaftsförderung am Beispiel
der Stadt Brandenburg an der Havel“
DIPLOMARBEIT
zur Erlangung des Grades eines Diplom-Betriebswirtes (FH)
des Fachbereiches Wirtschaft der Fachhochschule Brandenburg
vorgelegt von
René Günther
Brandenburg an der Havel, 22.04.2002
„Mit jeder Sprosse, die man erklimmt, schwankt die Leiter mehr.“
Hellmut Walters
Inhaltsverzeichnis
Danksagung ... II
Inhaltsverzeichnis ... III
Abkürzungsverzeichnis ... VII
Abbildungs- / Tabellenverzeichnis ... VIII
1. Einleitung ... 9
2. Grundlagen ... 11
2.1 Definition der kommunalen Wirtschaftsförderung ... 11
2.2 Ziele der kommunalen Wirtschaftsförderung ... 11
2.3 Standortfaktoren ... 12
2.3.1 Harte Standortfaktoren ... 12
2.3.2 Weiche Standortfaktoren ... 13
3. Aufgabenfelder ... 16
3.1 Traditionelle Aufgabenfelder ... 16
3.1.1 Akquisition mobiler Betriebe ... 16
3.1.2 Aktivierung des endogenen Potentials ... 18
3.2 Neue Anforderungen ... 20
4. Instrumente kommunaler Wirtschaftsförderung ... 22
4.1 Gewerbeflächenpolitik ... 22
4.2 Infrastrukturpolitik ... 23
4.3 Initiierung und Förderung von Standortgemeinschaften ... 25
4.4 Finanzhilfen und Tarifpolitik ... 28
4.5 Werbung und Standortmarketing ... 29
4.6 Beratung und Dienstleistungen ... 30
5. Regionalisierte Wirtschaftsförderung ... 31
5.1 Intrakommunale Zusammenarbeit ... 31
5.2 Interkommunale Zusammenarbeit ... 32
5.3 Public-Private-Partnership ... 34
6. Bestandsanalyse der Unternehmen in Brandenburg/Havel ... 37
6.1 Betriebsstättenstruktur ... 37
6.2 Entwicklung der Gewerbean- und -abmeldungen ... 38
6.3 Entwicklung des Verarbeitenden Gewerbes ... 39
6.4 Entwicklung des Baugewerbes ... 39
6.5 Entwicklung des Handels ... 40
6.6 Entwicklung des Tourismus ... 40
7. Analyse der Standortfaktoren in Brandenburg/Havel ... 42
7.1 Harte Standortfaktoren ... 42
7.1.1 Verkehrsanbindung ... 42
7.1.2 Arbeitsmarkt ... 44
7.1.3 Kommunales Flächenangebot ... 45
7.1.4 Förderangebote ... 47
7.1.5. Ansässige Hochschulen ... 48
7.1.6 Lokale Abgaben ... 49
7.1.7 Mietkosten ... 50
7.1.8 Energiekosten ... 50
7.1.9 Kommunikations- und Kooperationsmöglichkeiten ... 51
7.1.10 Umweltschutzauflagen ... 51
7.2 Weiche Standortfaktoren ... 52
7.2.1 Lokales und regionales Wirtschaftsklima, Image der Region,
der Stadt und des Betriebsstandortes ... 53
7.2.2 Karrieremöglichkeiten für Arbeitnehmer ... 54
7.2.3 Innovatives Milieu der Region ... 54
7.2.4 Wohnqualität und Wohnumfeld, Umweltqualität ... 55
7.2.5 Angebot an Schulen und Ausbildungsstätten ... 56
7.2.6 Freizeitwert, Angebot an Hoch- und Kleinkultur ... 57
8. Analyse der Qualität der Wirtschaftsförderung in der Stadt
Brandenburg an der Havel ... 60
8.1 Entwicklung des endogenen Potentials ... 61
8.2 Akquisition mobiler Betriebe ... 62
9. Entwurf einer optimalen Wirtschaftsförderungs-Struktur ... 64
10. Fazit und Ausblick ... 68
Anhang ... 70
1. Expertengespräche ... 71
1.1 Expertengespräch mit Wilfried Meier ... 71
1.2 Expertengespräch mit Heinz Morio ... 82
1.3 Expertengespräch mit Mathias Mischker ... 87
1.4 Expertengespräch mit Barbara Mangelsdorf ... 91
2. Leitbild Wirtschaft ... 95
3. Umfrage der Wirtschaftsjunioren ... 110
4. Literaturverzeichnis ... 123
Abkürzungsverzeichnis
[...]
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
Abbildung 1 Kontinuum der harten u. weichen Standortfaktoren ... 14
Abbildung 2 Geographische Verteilung der TGZ in Deutschland ...27
Abbildung 3 Spektrum möglicher Public-Private-PartnershipModelle ... 35
Abbildung 4 Anzahl der Betriebsstätten ... 38
Abbildung 5 Entwicklung der Gewerbean- und –abmeldungen ... 38
Abbildung 6 Entwicklung im Beherbergungswesen ... 40
Abbildung 7 Entwicklung der Arbeitslosenquote ... 44
Tabelle 1 Übersicht über die Industrie- und Gewerbegebiete der Stadt ... 46
1. Einleitung
In der vorliegenden Arbeit soll untersucht werden, aus welchen Elementen kommunale Wirtschaftsförderung besteht, welche Aufgaben Wirtschaftsförderer haben und welche Instrumente ihnen zur Lösung dieser Aufgaben zur Verfügung stehen. Im zweiten Teil wird die Qualität der Wirtschaftsförderung in der Stadt Brandenburg an der Havel untersucht. Wie ist die kommunale Wirtschaft strukturiert? Wie sind die Standortfaktoren ausgeprägt? Wie effektiv ist die Arbeit des städtischen Amtes für Wirtschaftsförderung? Daran schließt sich der Entwurf einer optimalen Struktur der Wirtschaftsförderung an.
Diese Arbeit könnte daher für Lokalpolitiker und Verwaltungsangestellte nützlich sein, die neue Anregungen suchen oder ihr Wirken auf eine wissenschaftlich fundierte Grundlage stellen wollen, ohne selbst die umfangreiche Fachliteratur zu lesen.
Jede Stadt oder Gemeinde braucht vor Ort ansässige Unternehmen. Sie zahlen Steuern, schaffen Arbeitsplätze und sichern so das örtliche Wohlstandsniveau. Die Zahl der Betriebe, die einen Standort suchen, ist deutlich geringer als die Zahl der Kommunen, die sich um Neuansiedlungen bemühen. Die einzelnen Städte und Gemeinden stehen also im Wettbewerb um diese Betriebe. Die sogenannten mobilen Betriebe sind in der komfortablen Lage, Bedingungen stellen und sich den für sie besten Standort aussuchen zu können. Die kommunale Wirtschaftsförderung versucht, bestehenden, entstehenden und ansiedlungsinteressierten Unternehmen zu einer erfolgreichen Entwicklung zu verhelfen. So können ausreichend Arbeitsplätze geschaffen und das regionale Wohlstandsniveau gehalten bzw. verbessert werden (siehe Kapitel 1). Die wichtigste Größe in diesem Zusammenhang sind die Standortfaktoren. Unter ihnen versteht man die Summe der an einem Ort anzutreffenden Gegebenheiten und Gestaltungskräfte mit positiver bzw. negativer Wirkung auf die unternehmerische Tätigkeit (siehe Kapitel 2). Da Unternehmen sich im allgemeinen für den Standort entscheiden, an dem ihre Anforderungen am besten erfüllt werden, sollten die Standortfaktoren soweit wie möglich optimiert werden. Für die kommunalen Wirtschaftsförderer bestehen traditionell zwei zentrale Aufgaben (siehe Kapitel 3). Dies ist zum einen die Akquisition mobiler Betriebe und zum anderen die Aktivierung des endogenen Potentials. Aufgrund der zunehmenden Globalisierung und europäischen Integration gewinnen Kooperationen zunehmend an Bedeutung. Die beteiligten Kommunen wollen auf diesem Wege ihre Kompetenzen bündeln und ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern.
Die Instrumente, die den kommunalen Wirtschaftsförderern zur Verfügung stehen, werden im Kapitel 4 aufgeführt. Dies sind im einzelnen die Gewerbeflächen- und Infrastrukturpolitik, die Initiierung von Standortgemeinschaften sowie Finanzhilfen und Tarifpolitik, Werbung und Standortmarketing sowie Beratungs- und Dienstleistungen. Im Kapitel 5 werden drei mögliche Formen der Kooperation beschrieben. Dies sind die intrakommunale und die interkommunale Zusammenarbeit sowie das Public-Private-Partnership.
Der zweite Teil der Arbeit, ab Kapitel 6, widmet sich der wirtschaftlichen Situation der Stadt Brandenburg an der Havel. Zunächst wird eine Bestandsanalyse der örtlichen Wirtschaft (Kapitel 6) durchgeführt. Daran schließt sich die Untersuchung der zuvor theoretisch behandelten Standortfaktoren in ihrer praktischen Ausprägung an (Kapitel 7). Der folgende Abschnitt untersucht die Qualität der kommunalen Wirtschaftsförderung. Im Kapitel 9 werden Vorschläge unterbreitet, wie die Arbeit des kommunalen Amtes für Wirtschaftsförderung optimiert werden könnte.
2. Grundlagen
Bevor die Aufgaben und Instrumente der kommunalen Wirtschaftsförderung diskutiert werden können, sollten zunächst die Grundbegriffe erläutert werden. Zu den Grundlagen gehören die Definition des Begriffes kommunale Wirtschaftsförderung, die Ziele desselben und die Standortfaktoren.
2.1 Definition der kommunalen Wirtschaftsförderung
Wirtschaftsförderung zielt laut Definition darauf ab, vorhandenen, entstehenden und an einer Ansiedlung interessierten Unternehmen zu einer erfolgreichen Entwicklung zu verhelfen, damit Arbeitsplätze in genügender Zahl und Qualität geschaffen werden und das regionale Wohlstandsniveau gehalten bzw. verbessert werden kann“ (Hahne 1995, S.14).
2.2 Ziele der kommunalen Wirtschaftsförderung
Das Primärziel kommunaler Wirtschaftsförderung ist „die Sicherung und Verbesserung des Lebensstandards der Bevölkerung“ (Icks/Richter 1999, S.3) in der betreffenden Stadt bzw. Gemeinde. Da sich dieses Oberziel in der praktischen Anwendung aber als zu komplex erweist, wird es in folgende drei Unterziele zerlegt (vgl. Icks/Richter 1999, S.3):
[...]
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