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Praktikumsbericht / -arbeit, 2004, 22 Seiten
Autor: Henning Remisch
Fach: Ethik
Details
Institution/Hochschule: Technische Universität Dresden
Tags: Bericht, Blockpraktikum, Fach, Ethik, Bearbeitung, Planung, Durchführung, UR-Stunde, Thema, Mythos, Logos, Blockpraktikum
Jahr: 2004
Seiten: 22
Literaturverzeichnis: ~ 5 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-59364-9
Dateigröße: 160 KB
Der Praktikumsbericht beinhaltet Schulbeschreibung, den ausführlichen Entwurf einer UR-Stunde und deren kontextuelle Einordung in die ebenfalls skizzierte Planung einer UR-einheit, sowie Durchführung und Auswertung der geplanten Stunde. Darüber hinaus ist eine selbstreflexive kritische Gesamteinschätzung des Praktikums enthalten. Im Text geschilderte Orts- und Personennamen sind anonymisiert.
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Textauszug (computergeneriert)
Technische Universität Dresden, Institut für Philosophie
Blockpraktikum B - Bericht, Fach : Ethik
Sommersemester 2004, 9. Fachsemester
Bericht über das Blockpraktikum B im Fach Ethik -
Bearbeitung, Planung und Durchführung einer
UR-Stunde, Thema: "Vom Mythos zum Logos"
von: Henning Remisch
Inhaltsverzeichnis
1. Kurzinformationen über die Praktikumsschule 3
2. Analyse der Fachklasse 5
3. Planungsentwurf einer Unterrichtseinheit 6
4. Stundenentwurf 9
4.1. Didaktische Vorüberlegungen 9
4.2. Plan der Durchführung 10
4.3. Realer Stundenablauf 12
4.4. Nachbereitung der Stunde 12
5. Besondere Aktivitäten 14
6. Gesamteinschätzung der im Praktikum geleisteten Arbeit und gewonnenen Erfahrungen 15
6.1. Positive Kritik 15
6.2. Negative Kritik 16
7. Literaturverzeichnis 18
8. Anlagen 19
8.1. Entwurf der ausführlich darzulegenden Unterrichtsstunde 19
1. Kurzinformationen über die Praktikumsschule
Im Zeitraum vom 19. April bis zum 18. Juni 2004 absolvierte ich das Blockpraktikum B an einem Gymnasium. Das altehrwürdige Gebäude dient seit über 100 Jahren als Lehreinrichtung, dessen Geschichte daher hier knapp wiedergegeben werden soll.
Als sich im Zuge eines wirtschaftlichen Aufschwungs Mitte des 19. Jahrhunderts bei einer Siedlung in der Nähe Dresdens mehrere Industrieunternehmen (u.a. zwei Brauereien und eine Blechfabrik) ansiedelten, wuchs das bis dato kleine Dorf mit 1200 Einwohnern bis 1899 auf 12 000 Einwohner an. Auf Grund des gesteigerten Lehrbedarfs entstand somit 1896 nach zweijähriger Bauzeit ein königliches Lehrseminar, eine Tochteranstalt. Somit war es die erste sächsische Dorfgemeinde mit einer Lehrbildungsanstalt, deren Unterricht mit 16 Lehrern und 178 Schülerinnen eröffnet wurde. Zum Seminar gehörte eine Übungsschule mit zunächst vier und später sechs Klassen mit zuletzt 135 Schülerinnen. 1922 erfolgte die Umwandlung in eine deutsche Oberschule für Knaben und Mädchen. Die letzten Seminaristen wurden Ostern 1928 entlassen, Ostern 1937 wurde das Internat aufgelöst. Im Jahr 1940 lehrten an der Schule 53 Lehrer. Die Schüleranzahl betrug damals 858 Schüler. Nach 1945 wurde die Deutsche Oberschule in eine Erweiterte Oberschule umgewandelt.
Während andere Schulen erheblich unter einer schlechten baulichen Situation sowie Lehrmittelausstattung leiden aufgrund mangelnder Finanzierung, wurden in dieses Gymnasium mittlerweile insgesamt ca. 1.607.810 Euro1 investiert. So wurde der Sportplatz erneuert, es entstand ein öffentlicher Bolzplatz. Schulhaus und Turnhalle (beheizter Sportboden, leuchtende Schallschutzdecke, ein neuer Sanitär- und Umkleidetrakt mit begehbarem Gründach) werden grundlegend saniert. Die Schule erhielt bereits neue Sanitärräume, ein Behinderten-WC, eine neue Treppenhausbeleuchtung und Elektroinstallationen. Die Freitreppenanlage des Haupteinganges wurde während meiner Zeit als Praktikant saniert und müsste mittlerweile fertig sein. Weiterhin erhält die Schule neue Brandschutztüren, an der Umzäunung des Schulgeländes wird bereits ebenfalls gearbeitet. Darüber hinaus läuft seit einiger Zeit ein Schulhofprojekt in Kooperation mit SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen, welches mit bisher insgesamt 46.000 Euro gefördert worden ist. Momentan bietet das Gebäude ca. 1000 SchülerInnen und ca. 80 LehrerInnen Platz. Es verfügt über zwei Ausbildungsprofile; naturwissenschaftlich und sprachlich (1.Fremdsprache: Englisch, weitere Sprachen: Russisch und Französisch), ein musischer Zweig ist beantragt. Das Angebot außerschulischer Aktivitäten gestaltet sich sehr umfangreich; neben künstlerischen (darstellendes Spiel, Chor, Musical, Kunst), naturwissenschaftlichen (Bio/Chemie, Astronomie) und sportlichen Arbeitsgemeinschaften (Golf, Triathlon, Volleyball, Orientierungslauf) existiert eine Schülerzeitung, eine Schülerfirma und eine AG Internet.
Darüber hinaus existieren ein Schulclub (erst kürzlich neu eingeweiht) sowie ein Lesecafe mit einem Bestand von ca. 1000 Büchern. Die mediale Ausstattung ist ausreichend und modern, Schulbücher in Klassensätzen vorhanden. Erfreulich ist die Tatsache, dass für den Ethik- Unterricht bereits Klassensätze vorhanden sind, die dem ab Herbst 2004 rechtsgültigen Lehrplan gerecht werden.
2. Analyse der Fachklasse
Die weiter unten beschriebene Unterrichtsstunde wurde von mir vor SchülerInnen der Klasse 10/3 gehalten. Die Zahl der SchülerInnen, die sich für den Ethik- Unterricht entschieden haben, beläuft sich auf 20. Das Geschlechterverhältnis teilt sich auf in zwölf Jungen und acht Mädchen. Die Klasse hinterließ bei mir den Eindruck einer im sozialen Kontext recht homogenen Gruppe sowohl bei Hospitationen als auch bei von mir gehaltenen Unterrichtsstunden. Das Interesse am Fach hingegen gestaltete sich differenzierter. Es gab zwei bis drei SchülerInnen, die mit relativ kontinuierlicher Aufmerksamkeit den Unterricht verfolgten und sinnvolle verbale Beiträge leisteten. Der Großteil der Klasse zeigte mal mehr und mal weniger Interesse am Unterrichtsgeschehen, laut der Aussage meiner Mentorin seien Schwankungen der Aufmerksamkeit besonders in dieser Klasse abhängig vom behandelten Thema. Ein grundsätzliches Desinteresse war jedoch nicht zu verzeichnen. Das Leistungsniveau korrelierte entsprechend des Interesses der SchülerInnen am jeweiligen Thema, unterlag also gewissen Schwankungen.
3. Planungsentwurf einer Unterrichtseinheit
[...]
1 Es handelt sich hierbei um Fördermittel im Rahmen eines Stadtteilentwicklungskonzeptes (ca.1.463.000 €) und anderen Institutionen
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