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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2006, 18 Pages
Author: Florian Huber
Subject: Pedagogy - School System, Educational and School Politics
Details
Institution/College: University of Stuttgart (Institut für Pädagogik und Psychologie)
Tags: Begriff, Allgemeinbildung, Unter, Berücksichtigung, Gymnasiums, Schule, Institution, Berücksichtigung, Gymnasiums
Year: 2006
Pages: 18
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 12 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-60229-7
ISBN (Book): 978-3-640-16024-2
File size: 127 KB
Haupseminararbeit aus dem Bereich des pädagogischen Begleitstudiums für Lehramtsstudenten. Überblick über die Schule als Institution und über den begriff der Allgemeinbildung unter besonder Berücksichtigung des Gymnasiums. Ausblick auf die Rolle der Allgemeinbildung im Unterricht an Gymnasien.
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Abstract
Der Begriff der Allgemeinbildung ist keineswegs neu. Im Gegenteil, fast schon könnte man von einer Art Schlüsselbegriff unserer Kultur sprechen, denn die Allgemeinbildung, bzw. Bildung überhaupt ist deren Grundlage. Sie erst ermöglichte den heutigen Stand an Technik und Wissenschaft zu erreichen Diese Arbeit widmet sich nicht nur dem zentralen Begriff des Titels, sondern auch dessen Bedeutung für das moderne Gymnasium. Galt dieses früher als Schule für die höhere Bildung, so hat sich dies heute stark geändert. Das Gymnasium soll, und hier besteht die Verknüpfung zur vorher eröffnete Thematik, den Schülern eine breite Allgemeinbildung vermitteln und auf die möglicherweise folgende Hochschulbildung vorbereiten. Welche Funktion die Schule aber genau hat, wenn jener Begriff (noch) nicht exakt bestimmt ist, kann erst später dargelegt werden. Auch daher muss geklärt werden, was genau unter „Allgemeinbildung“ zu verstehen ist und wie sich dieser Begriff entwickelt hat. So kann dann erläutert werden, welche Rolle die Schulen dabei spielten bzw. wie sie im Verlauf der Entwicklung tangiert wurden und welche Aufgaben sie heute übernehmen müssen. Daraus sollte dann ableitbar sein, in wie weit Allgemeinbildung heute nötig ist und in wie weit Schulen in der Lage sind, diese geforderten Leistungen zu erfüllen.
Excerpt (computer-generated)
Universität Stuttgart, Abteilung für Pädagogik
Institut für Erziehungswissenschaften und Psychologie, WS 2006/07
Hauptseminar: „Schule als Institution mit besonderer Berücksichtigung des Gymnasiums“
Der Begriff der Allgemeinbildung –
Unter besonderer Berücksichtigung des Gymnasiums
von: Florian Huber
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Der Begriff 5
2.1 Definitionen 5
2.2. Zwischenzusammenfassung 6
3. Geschichtlicher Hintergrund 8
3.1 Entwicklung der Allgemeinbildung 8
3.2 Historische Modelle 10
3.2.1 Enkylische Paideia 10
3.2.2 Instrumentalisierung von Sprachen und Künsten 10
3.2.3 Lernen aus geschichtlicher Erfahrung 11
3.2.4 Das Allgemeine und das Ganze 11
3.2.5 Allgemeine Bildung als Bildung des Menschen in der funktionaldifferenzierten Gesellschaft 11
3.2.6 Allgemeine Bildung als formale Bildung 11
3.2.7 Allg. Bildung als Summe fachlicher Bildungsziele 12
3.3. Zwischenzusammenfassung 12
4. Schule und allgemeine Bildung 12
5. Allgemeinbildung am heutigen Gymnasium 13
6. Fazit 15
Literaturverzeichnis 17
1. Einleitung
„Narrenpossen sind eure allgemeine Bildung und
alle Anstalten dazu. Daß ein Mensch etwas ganz
entschieden verstehe, vorzüglich leiste, wie nicht
leicht ein anderen in der nächsten Umgebung,
darauf kommt es an.“
Johann Wolfgang von Goethe: Wilhelm Meisters Wanderjahre.
2 Buch, 11. Kapitel.1
Dieses Zitat aus einem bekannten Werk von J. W. v. Goethe lässt erahnen, dass der Begriff der Allgemeinbildung und die Auseinandersetzung mit demselben auf eine lange Entwicklung zurückblicken kann. Fast schon könnte man von einer Art Schlüsselbegriff unserer Kultur sprechen, denn die Allgemeinbildung, bzw. Bildung überhaupt ist deren Grundlage. Sie erst ermöglichte den heutigen Stand an Technik und Wissenschaft zu erreichen.2
Daher ist es kein Wunder, dass auch heute die Thematik dieses Begriffs und die dazugehörige Debatte allgegenwärtig ist. Einer der Hauptpunkte dieser Argumentation, – man muss schon fast von einem Hauptstreitpunkt sprechen – ist die Überzeugung vieler, dass es vor allem der Jugend an Allgemeinbildung fehle. Und in Anbetracht der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Situation, in welcher Bildung als der Schlüssel zum erfolgreichen Leben gehandelt wird, scheint dies mehr als überzeugend. Doch was genau ist Allgemeinbildung? Und woher kommt sie? Wie schon das einleitende Zitat klar zu erkennen gibt, ist die Thematik keineswegs neu. Warum sollte man dann aber eine neue Debatte darüber erzeugen? Diese Sachlage erkannte schon der Pädagoge Johann Friedrich Herbart, als er zur, in seiner Zeit aufgekommenen Debatte über Bildung, im Jahre 1806 folgendes verlauten ließ:
„Bekanntlich gibt es in den meisten
Wissenschaften solche Fragen, die schon
jedes Zeitalter sich von neuem Vorlegen muß,
wäre es auch nur, um die gegebenen Antwort
mit eigener Einsicht zu füllen.“ 3
Auch der Streit über die Allgemeinbildung ist, ebenfalls wie der Begriff, keineswegs neu. Und doch greift man nicht (nur) auf bereits bestehende Erkenntnisse zurück, sondern eröffnet den Diskurs innerhalb von Politik, Wissenschaft und Gesellschaft ein jedes Mal aufs Neue.4 Warum aber geschieht dies auf diese Weise? Und warum werden immer wieder die bereits bestehenden Erkenntnisse zwar berücksichtigt, jedoch nicht komplett als Vorlage genommen? Eine mögliche Antwort scheint sich in der Sache selbst zu finden, denn: Was genau meint Allgemeinbildung und vor allem, wofür steht der Part des „allgemeinen“?
Eben dieser Teil des Begriffes scheint unbestimmt, eindeutige Erläuterungen fehlen. Schon aus diesem Grund scheint es den Experten, die wieder und wieder aufs Neue darüber diskutieren, unmöglich zu sein, den Begriff eindeutig fest zulegen. Davon ausgehend ist es dann auch kein Wunder, dass es den Schulen und vor allen den Gymnasien enorme Schwierigkeiten bereitet, die Forderungen nach einer Mehrung der Allgemeinbildung der Jugend zu erfüllen.
Diese Arbeit soll sich jedoch nicht nur dem zentralen Begriff widmen, sondern auch dessen Bedeutung für das moderne Gymnasium. Galt es früher als Schule für die höhere Bildung5, so hat sich dies heute stark geändert. Das Gymnasium soll, und hier besteht die Verknüpfung zum vorher eröffneten Problem, den Schülern eine breite Allgemeinbildung vermitteln und auf die möglicherweise folgende Hochschulbildung vorbereiten. Welche Funktion die Schule aber genau hat, wenn jener Begriff (noch) nicht exakt bestimmt ist, kann erst später dargelegt werden.6 Auch daher muss geklärt werden, was genau unter „Allgemeinbildung“ zu verstehen ist und wie sich dieser Begriff entwickelt hat. So kann dann erläutert werden, welche Rolle die Schulen dabei spielten bzw. wie sie im Verlauf der Entwicklung tangiert wurden und welche Aufgaben sie heute übernehmen müssen. Daraus sollte dann ableitbar sein, in wie weit Allgemeinbildung heute nötig ist und in wie weit Schulen in der Lage sind, diese geforderten Leistungen zu erfüllen.
2. Der Begriff
[...]
1 Vgl.: Tenorth, Heinz-Elmar (Hrsg.): Allgemeine Bildung. Analysen zu ihrer Wirklichkeit, Versuche über ihre Zukunft. Weinheim und München: Juventa, 1986.
2 Ebd. S. 7f.
3 Vgl.: Herbart 1806, S. 89 in: Neuner, Gerhart: Ressource Allgemeinbildung? Neue Aktualität eines alten Themas. Weinheim: Deutscher Studien Verlag, 1999.
4 Vgl.: Ebd. S. 7f.
5 Vgl.: Klafki, Wolfgang: Neue Studien zur Bildungstheorie und Didaktik: Zeitgemäße Allgemeinbildung und kritisch-konstruktive Didaktik. Weinheim und Basel: Beltz, 1991. S. 49ff.
6 Vgl.: Punkt 5. Allgemeinbildung am heutigen Gymnasium.
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