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Seminararbeit, 2003, 16 Seiten
Autor: Jens Wutzke
Fach: Politik - Pol. Systeme - Historisches
Details
Institution/Hochschule: Freie Universität Berlin (Otto-Suhr-Insitut für Politikwissenschaft)
Tags: Adolf, Hitlers, Politisierung, Prägende, Faktoren, Wiener, Zeit, Führerglauben, Völkisches, Denken, Rechte, Weimarer, Republik
Jahr: 2003
Seiten: 16
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 3 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-60247-1
Dateigröße: 120 KB
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Freie Universität Berlin, Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft
Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften, SS 2003
PS15043: Führerglauben und Völkisches Denken: Die politische Rechte in der Weimarer Republik
Adolf Hitlers Politisierung:
Prägende Faktoren während seiner Wiener Zeit
von: Jens Wutzke
Inhalt
1. Einleitung 2
1.1. Der Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit 2
1.2. Beschreibung der Vorgehensweise 3
1.3. Erläuterung zur problematischen Quellenlage 4
2. Hitlers Zeit in Wien – die gesellschaftliche Lage und Hitlers persönliche Erfahrungen 6
2.1. Wien zu Beginn des 20. Jahrhunderts – eine pulsierende Metropole im Wandel 6
2.2. Hitlers Anfänge in Wien – enttäuschte Erwartungen 7
2.3. Die Situation der parlamentarischen Demokratie in Wien – Probleme eines Vielvölkerstaats 9
2.4. Die Köpfe der deutschnationalen – antisemitischen Bewegung 10
2.4.1. Georg Schönerer 10
2.4.2. Jörg Lanz v. Liebenfels 11
2.4.3. Karl Lueger 11
2.5. Adolf Hitlers Politisierung 12
3. Zusammenfassung und Ausblick 14
4. Literaturverzeichnis 15
1. Einleitung
1.1. Der Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit
Diese Arbeit soll einen Einblick geben in die allgemeine politische und gesellschaftliche Lage in Wien zwischen 1907 und 1910 sowie deren Einfluss auf die Politisierung Adolf Hitlers.
Der Begriff der Politisierung bezeichnet in dieser Arbeit die auf der Basis moralischer Vorstellungen, gesellschaftlicher Vorgänge und Umstände sowie individueller Erlebnisse begründete Herausbildung eines politischen Wertesystems, das im weiteren Verlauf seines Lebens Hitlers politisches Handeln lenkte und zur Rechtfertigung dessen diente. Es kann zwar davon ausgegangen werden, dass Hitler im Untersuchungszeitraum durchaus diverse Einflüsse erfahren und Erfahrungen gemacht hat, die seine Politisierung beeinflussten, nicht jedoch davon, dass dieses Wertesystem bereits um 1910 voll entwickelt und unabänderlich gewesen wäre.
Daher soll in dieser Arbeit keine individualpsychologische Deutung der Ausprägungen von Hitlers politischem Wertesystem stattfinden. Vielmehr sollen Hitlers individuelle persönliche Erfahrungen im Kontext der allgemeinen politischen Entwicklung, der Rolle derer Protagonisten im deutschnationalen Spektrum und der öffentlichen Stimmung faktenorientiert und nicht interpretativ untersucht werden, um mehr über die grundlegenden Einflüsse zu erfahren, die später Hitlers Politik prägten. Der hier gewählte Untersuchungszeitraum ergibt sich daher sowohl aus der Bedeutung von Hitlers Aufenthalt in Wien für sein weiteres Leben sowie seine politische Prägung – dies erklärt er selbst in „Mein Kampf“, als er beschreibt, dass seine Zeit in Wien für ihn die Bildung eines „granitenen Fundaments“1 seines politischen Lebens gewesen sei, als auch aus Qualität und Quantität der zugänglichen und zuverlässigen Quellen.
1.2. Beschreibung der Vorgehensweise
Als Quellen dieser Arbeit dienen die Biografien „Hitlers Wien“ von Brigitte Hamann, „Hitler – Der Aufstieg“ von Joachim C. Fest sowie „Hitler 1889 – 1936“ von Ian Kershaw; weitere Literatur soll nicht zur Verwendung kommen. Im Verlauf der Arbeit sollen die verschiedenen Einflüsse dargestellt werden, die diese drei Autoren als maßgeblich für das Entstehen von Hitlers politischem Wertesystem erachten.
Diese Darstellung soll dergestalt geschehen, dass die jeweiligen gesamtgesellschaftlichen Umstände beschrieben sowie die nach Ansicht der Autoren2 drei maßgeblichen Köpfe der deutschnationalen-antisemitischen Bewegung vorgestellt werden und darauf eingegangen wird, in welcher Situation sich das Individuum Adolf Hitler zu jener Zeit befand und welche Erfahrungen es machte.
Da die Entstehung einer bestimmten Politikvorstellung jedoch nicht stringent und zwingend logisch durch bewusste Verarbeitung von Erlebtem erfolgt und somit auch ein vorhandener politischer Grundsatz nicht schlüssig als Resultat eines bestimmten Ereignisses gesehen werden kann, sollen im Folgenden die gesamtgesellschaftliche Entwicklung und die allgemeine politische Stimmung ebenso wie die Situation Hitlers strukturell unabhängig voneinander betrachtet werden, sofern dies möglich ist. Ferner verfolgt diese Arbeit ausdrücklich nicht das Ziel, Parallelen zwischen den politischen Einflüssen auf Adolf Hitler zu jener Zeit und der inhaltlichen Konstruktion des später von ihm praktizierten Nationalsozialismus darzustellen oder zu konstruieren, es soll lediglich skizziert werden, wie die Autoren den Einfluss dieser drei genannten Köpfe der Bewegung sowie der Bewegung insgesamt auf Hitler einschätzen.
1.3. Erläuterung zur problematischen Quellenlage
[...]
1 Adolf Hitler: “Mein Kampf“; München; 681. – 685. Auflage; S. 20 - 21 nach Ian Kershaw: „Hitler 1889 – 1936“; Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG; München; 1998; ohne Auflage; S. 61.
2 Kershaw führt Schönerer und Lueger als Hitlers „Helden“ (S.67) an, Fest bezeichnet Schönerer, Lueger und Liebenfels als die hauptsächlichen Protagonisten für Hitlers Politisierung an (S. 59). Beide gehen jedoch kaum auf deren Programme ein; hier erweist sich Hamann als hervorragende Quelle.
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