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Seminararbeit, 2003, 21 Seiten
Autor: Katja Dirkers
Fach: Pädagogik - Schulpädagogik
Details
Institution/Hochschule: Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Tags: Problematische, Verläufe, Leistungserziehung, Lernschwächen, Grundschule, Ansätze, Leistungserziehung
Jahr: 2003
Seiten: 21
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 10 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-60258-7
Dateigröße: 148 KB
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Textauszug (computergeneriert)
Westfälische-Wilhelms-Universität Münster
Seminar: Ansätze zur Leistungserziehung
Wintersemester 2002/2003
Problematische Verläufe der Leistungserziehung -
Lernschwächen in der Grundschule
von: Katja Dirkers
Inhaltsverzeichnis
I Einleitung: 2
II Hauptteil: 3
1. Welche Bedeutung hat der Eintritt in die Schule? 3
2. VERHALTENSSTÖRUNG: 4
2.1. Wann ist mein Kind „verhaltensgestört“? 4
2.2. Ursachen: Wie kommt es zur Verhaltensstörung? 5
2.2.1.Mögliche Komplexe Ursachen: 5
2.2.2. Mögliche familiäre und soziale Ursachen 6
2.3.Geschlechtsspezifische Untersuchungen/ Beobachtungen: 8
2.4. Aufgaben der Schule 8
3. WAHRNEHMUNGSAUFFÄLLIGKEITEN: 10
3.1. Was bedeutet wahrnehmungsgestört? 10
3.2. Ursachen 11
3.2.1. Mögliche Komplexe Ursachen 11
3.2.2. Mögliche soziale, familiäre und schulische Ursachen: 12
3.3. Förderungsmaßnahmen: 12
3.4. Kontaktadressen: 13
4. Das Problem des Schulsystems 14
5. Aufgaben der Schule und der Wandel der Gesellschaft von früher (1960) und heute 15
III Schluss 18
IV Literaturverzeichnis: 20
Problematische Verläufe der Leistungserziehung
Lernschwäche und schulische Minderleistungen in der Grundschule am Beispiel
Verhaltensstörung und Wahrnehmungsstörung, sowie der Wandel der Gesellschaft
I. Einleitung:
Das Thema Leistung gewinnt in unserer heutigen Gesellschaft mehr und mehr an Bedeutung, man könnte es sogar als das „Trendwort der Nation“ bezeichnen. Nicht ohne Grund charakterisiert man unsere heutige Industriegesellschaft zunehmend als Leistungsgesellschaft. Wer etwas erreichen, erfolgreich und finanziell abgesichert sein will, muss dafür arbeiten und das nicht zu knapp. Die Leistung ist es doch, die heutzutage entscheidet welche soziale Position und welchen Rang einem Menschen innerhalb der Gesellschaft zukommt. Dieser Druck ist schon im Grundschulalter zu spüren, erstreckt sich über die ganze Schulzeit via Ausbildung bis hin zum Beruf. Selbst da ist der Druck noch nicht zu Ende, denn fast jeder Betrieb baut aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage Arbeitsplätze ab und wer möchte da auch schon dabei sein. Das Kind wird also schon recht frühzeitig daran gewöhnt, dass es notwendig ist zu lernen, den Erwartungen der Institution Schule und denen der Eltern zu entsprechen. Schon komisch, dass die Gesellschaft, gerade wo Leistung doch so wichtig geworden ist, zunehmend beklagt , unsere Schüler „...werden immer dümmer...“ (PISA-Studie). „Schon 1988 kam der SPIEGEL zu dem Schluss, dass die Schule ein Tollhaus geworden sei.1995 konstatierte er: „Noch nie ist es so schwer gewesen, aus Kindern Erwachsene zu machen.“ (Keller 2000, S.15) Aber woran liegt das, dass die Schüler zunehmend schlechte Noten mit nach Hause bringen, unkonzentriert, verhaltensauffällig etc. sind? An den Schülern selber? Oder an der Gesellschaft? Um diese und andere Fragen geht es im Folgenden.
II Hauptteil:
1. Welche Bedeutung hat der Eintritt in die Schule?
Das unbeschwerte Leben ist bald vorbei, der „Ernst des Lebens“ beginnt etc., mit diesen oder ähnlichen Worten bereiten die Eltern ihre Kinder schon während der Kindergartenzeit auf den 1.Schultag vor und sprechen ihr in diesem Moment eine ungeheure Wichtigkeit zu. Das Kind merkt schnell, dass es sich nun auf einer entscheidenden Entwicklungsstufe befindet. Verstehen kann es den Zusammenhang und den Grund, warum alle plötzlich von der Schule reden, jedoch noch nicht so ganz. Es ist irritiert und geht mit einem mehr oder weniger klarem Bild am 1.Schultag zur Schule.
Auch wenn es in den ersten Schultagen noch verhältnismäßig ruhig und spielerisch abläuft, treten doch einige grundsätzliche Veränderungen in das Leben des Kindes ein: Das Kind muss über einen längeren Zeitraum stillsitzen, zuhören, mitdenken können. Es kommt langsam aber sicher in Prüfungssituationen und lernt Leistungsdruck kennen etc. In konkreter Gegenüberstellung mit Gleichaltrigen lassen sich nun zum ersten Mal Unterschiede in körperlicher, geistiger und seelischer Entwicklung erkennen und spätestens jetzt „fallen einige aus dem Rahmen“. Sei es durch schulische Minderleistungen und/oder durch Verhaltensauffälligkeiten, wie Stören des Unterrichts, Aggressivität zu Mitschülern oder extrem schüchternes Verhalten. Kinder mit ernsthaften Lernschwierigkeiten am Schulanfang sind nicht selten. Immerhin 15% können sie nicht ohne professionelle pädagogische Hilfe überwinden (vgl. Breuer/ Weuffen 1999, S.21). Schulprobleme gehören zum Alltag. Für Eltern und Lehrer ist es leicht das Kind als dumm, desinteressiert, unmotiviert, faul, frech und vorlaut abzutun, doch damit ist es nicht getan. Wichtig ist es hierbei, nicht das Kind als den Schuldigen abzustempeln, der trotz tausendfacher Ermahnung keine Lust hat, etwas gegen seine Verhaltensfehler zu unternehmen, sondern es als Opfer körperlicher, sozialer oder familiärer Defizite anzusehen. Erst das Verständnis für die komplexen Zusammenhänge macht es möglich, gezielt nach Lösungswegen zu suchen und dem Kind mit seinen individuellen Schwächen zu helfen.
Problematisch, nicht nur für den Betroffenen selbst, für dessen Eltern und Lehrer, sondern für die Leistungsentwicklung einer ganzen Schulklasse, ist eine solche Lernschwäche. Diese Kinder brauchen mehr Aufmerksamkeit und fordern sie auch ein, bewusst oder unbewusst.
Ein Ungerechtigkeitsgefühl seitens der anderen Kinder kommt auf. Hyperaktive Kinder stören zudem noch erheblich den Unterricht Sie rennen ungehemmt in der Klasse herum, rufen laut in die Klasse und regen nicht selten ihre Mitschüler noch zusätzlich zum Mitmachen an. Ein solches Verhalten raubt Lehrern den letzten Nerv und ist keine gute Voraussetzung für ein angenehmes Klassenklima, welches gerade am Schulanfang so bedeutend ist.
Deswegen ist es wichtig, dass bestimmte Ursachen der Lernschwäche geklärt werden und Behandlungsmethoden bekannt sind, um falsche Diagnosen und Verfahren, oder eine völlige Nichtbeachtung dieser Störung in Zukunft möglichst ausschließen zu können. Im Folgenden werden zwei häufige Störungen beschrieben, welche das Kind erheblich in seiner Lernentwicklung beeinträchtigen. Es werden Verhaltensmuster aufgezeigt, Ursachen geklärt, Ratschläge für Kinder/ Eltern und Lehrer gegeben und mögliche Kontaktstellen genannt. Denn nur wenn man die Ursache erkennt, kann man dem Leiden Abhilfe verschaffen.
2. VERHALTENSSTÖRUNG:
2.1. Wann ist mein Kind „verhaltensgestört“?
[...]
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