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Examination Thesis, 2006, 68 Pages
Author: Ann-Kathrin Christiansen
Subject: Regional History and Geography (Basic Primary School Pedagogy)
Details
Tags: Physikalische, Themen, Schulbüchern, Sachunterrichts
Year: 2006
Pages: 68
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 69 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-58569-9
ISBN (Book): 978-3-638-71151-7
File size: 405 KB
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Abstract
Der Sachunterricht umfasst eine Fülle von Inhalten, deren Anteil am Unterricht jedoch sehr unterschiedlich ist und sich im Laufe der Zeit auch ändern kann. Im Jahre 2004 veröffentlichte Blaseio eine Untersuchung zu den ‚Entwicklungstendenzen von Inhalten im Sachunterricht’. Sie ergab, dass die physikalischen und chemischen Inhalte in Schulbüchern seit den 70er Jahren rapide abgenommen haben. Weil der Untersuchungszeitraum im Jahr 2000 endete, stellte sich für mich die Frage, wie sich der Anteil der physikalischen und chemischen Inhalte in den Schulbüchern der nächsten Jahre (bis 2005) seitdem weiterentwickelt hat. Um dieser Frage nachzugehen, habe ich vier Lehrwerkreihen, die zwischen 2003 und 2005 erschienen sind, nach den prozentualen Anteilen der physikalisch-chemischen Inhalte analysiert. Außerdem habe ich die Schulbücher danach untersucht, welche genauen Themen (Teilbereiche) sie aus dem physikalisch-chemischen Bereich behandeln. Meine Untersuchung ist dabei so aufgebaut, dass sie eine Weiterführung von Blaseios (vgl. 2004) Untersuchung darstellt. Die Arbeit werde ich damit beginnen, dass ich darstelle, wie sich der Sachunterricht und so auch die Inhalte des Sachunterrichts seit dem Jahre 1970 entwickelt haben. Diese Entwicklung werde ich bis zur heutigen Zeit verfolgen und schwerpunktmäßig die neuesten Tendenzen in Augenschein nehmen. Im Weiteren stehen Forschungsergebnisse zu den Inhalten des Sachunterrichts im Mittelpunkt, wobei ich, im Hinblick auf meine eigene Untersuchung, vor allem den Entwicklungstendenzen der physikalischen und chemischen Inhalte Beachtung schenke. Im Weiteren stellt sich noch die Frage, warum die physikalischen und chemischen Themen besonders in den 80er und 90er Jahren immer weiter abgenommen haben. Welche Gründe gibt es dafür, sind sie auch heute noch aktuell und kann man sie beheben? Das sind Fragen, die beantwortet werden müssen, damit die Gründe für die geringe Beachtung der physikalisch-chemischen Inhalte deutlich werden. Nachdem ich den Forschungsstand und die Problemstellung der physikalischen und chemischen Inhalte dargestellt habe, komme ich zu meiner eigenen Untersuchung, die diese Inhalte in den Schulbüchern des Sachunterrichts analysiert. Im letzten Abschnitt folgt die Darstellung der Ergebnisse meiner Untersuchung.
Excerpt (computer-generated)
Universität Flensburg
Schriftliche Hausarbeit zur Ersten Staatsprüfung für die Laufbahn der Grund- und Hauptschullehrerin in Schleswig- Holstein
Physikalische und chemische Themen in aktuellen Schulbüchern des Sachunterrichts
Ann-Kathrin Christiansen
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung ... 7
2. Die Tendenzen der Inhaltsentwicklung im Sachunterricht ab dem Jahre 1970 mit einer besonderen Berücksichtigung der physikalischen und chemischen Inhalte ... 9
2.1 Der wissenschaftsorientierte Sachunterricht löste die Heimatkunde ab
2.2 Hinwendung des Sachunterrichts zur Grundschulpädagogik
2.3 Die Phase der kritischen Betrachtung der Sachunterrichtsinhalte
2.3.1 Perspektivrahmen Sachunterricht
2.3.2 Entwicklungsforschung
2.3.3 Schulstudien
3. Forschungsergebnisse zu den Inhalten im Sachunterricht mit einem Schwerpunkt auf physikalische und chemische Inhalte ... 22
3.1 Entwicklungstendenzen der Inhalte des Sachunterrichts
3.2 Analyse der Inhalte von neuen Lehrplänen (2002-2006)
4. Gründe für den Rückgang der physikalischen und chemischen Inhalte ... 34
4.1 Distanzen von Grundschullehrkräften zu physikalischen und chemischen Inhalten des Sachunterrichts
5. Methodik der Schulbuchuntersuchung ... 38
5.1 Untersuchungsobjekt
5.1.1 Das Schulbuch als Unterrichtmedium
5.2 Untersuchungsmethode
5.2.1 Vorgehensweise der Untersuchung
6. Untersuchungsergebnisse ... 45
6.1 Untersuchungsergebnisse der Teilbereiche
7. Schlussteil ... 56
8. Literaturverzeichnis ... 60
9. Anlage ... 68
1. Einleitung
Der Sachunterricht umfasst eine Fülle von Inhalten, deren Anteil am Unterricht jedoch sehr unterschiedlich ist und sich im Laufe der Zeit auch ändern kann. Im Jahre 2004 veröffentlichte Blaseio eine Untersuchung zu den ‚Entwicklungstendenzen von Inhalten im Sachunterricht’. Sie ergab, dass die physikalischen und chemischen Inhalte in Schulbüchern seit den 70er Jahren rapide abgenommen haben. Da ich das Fach Sachunterricht mit dem Schwerpunkt Physik studiere, fiel mir dieses Ergebnis besonders ins Auge. Weil der Untersuchungszeitraum im Jahr 2000 endete, stellte sich für mich die Frage, wie sich der Anteil der physikalischen und chemischen Inhalte in den Schulbüchern der nächsten Jahre (bis 2005) seitdem weiterentwickelt hat. Um dieser Frage nachzugehen, habe ich vier Lehrwerkreihen, die zwischen 2003 und 2005 erschienen sind, nach den prozentualen Anteilen der physikalisch-chemischen Inhalte analysiert. Außerdem habe ich die Schulbücher danach untersucht, welche genauen Themen (Teilbereiche) sie aus dem physikalisch-chemischen Bereich behandeln. Meine Untersuchung ist dabei so aufgebaut, dass sie eine Weiterführung von Blaseios (vgl. 2004) Untersuchung darstellt. Ich habe also ihre Untersuchungsmethode benutzt und darauf geachtet, dass ich nur die Themen zum physikalisch-chemischen Inhaltsbereich zähle, die auch sie gewählt hat. Dies ist notwendig, weil ich meine Ergebnisse mit ihren vergleichen möchte, um die weitere Entwicklung in diesem Inhaltsbereich festzustellen. Die Ergebnisse meiner Untersuchung würden sonst nur den Ist-Zustand erfassen jedoch keine Entwicklungstendenzen für die physikalischen und chemischen Inhalte aufzeigen.
Die Arbeit werde ich damit beginnen, dass ich darstelle, wie sich der Sachunterricht und so auch die Inhalte des Sachunterrichts seit dem Jahre 1970 entwickelt haben. Diese Entwicklung werde ich bis zur heutigen Zeit verfolgen und schwerpunktmäßig die neuesten Tendenzen in Augenschein nehmen. Dabei ist der Perspektivrahmen Sachunterricht, der von der ‚Gesellschaft der Didaktik des Sachunterrichts’ entworfen wurde, genauso von Bedeutung, wie die Erkenntnisse der Entwicklungsforschung über Kinder und die Schulstudien, die großes Gehör in der Öffentlichkeit gefunden haben. Im Weiteren stehen Forschungsergebnisse zu den Inhalten des Sachunterrichts im Mittelpunkt, wobei ich, im Hinblick auf meine eigene Untersuchung, vor allem den Entwicklungstendenzen der physikalischen und chemischen Inhalte Beachtung schenke. Zu diesem Abschnitt zählt auch die Untersuchung zu den ‚Entwicklungstendenzen von Inhalten im Sachunterricht’ von Blaseio (vgl. 2004). Da meine Untersuchung eine Weiterführung ihrer Arbeit ist, stelle ich ihre Ergebnisse umfassend dar. Die von mir ermittelten Ergebnisse erhalten ja nur dadurch ihren Wert, dass ich sie mit denen von Blaseio (vgl. 2004) vergleichen kann und so in der Lage bin, Schlüsse aus meinen Ergebnissen zu ziehen.
Die nächste Untersuchung von Blaseio (vgl. 2005), welche neue Lehrpläne nach dem prozentualen Anteil der physikalischen, chemischen und technischen Inhalte untersucht, habe ich deshalb aufgenommen, weil sie ein Indiz dafür ist, dass sich in den letzten Jahren eine Trendwende bei den Inhalten des Sachunterrichts abgezeichnet hat. Es sieht so aus, als ob wieder mehr physikalisch-chemische Inhalte den Weg in den Sachunterricht finden. Die Lehrpläne fordern zumindest einen höheren Anteil dieser Inhalte. Ob diese Forderung auch durch die Schulbücher in den Unterricht gebracht wird, ist eine Frage, die ich durch meine Untersuchung beantworten werde.
Im Weiteren stellt sich noch die Frage, warum die physikalischen und chemischen Themen besonders in den 80er und 90er Jahren immer weiter abgenommen haben. Welche Gründe gibt es dafür, sind sie auch heute noch aktuell und kann man sie beheben? Das sind Fragen, die beantwortet werden müssen, damit die Gründe für die geringe Beachtung der physikalisch-chemischen Inhalte deutlich werden.
Nachdem ich den Forschungsstand und die Problemstellung der physikalischen und chemischen Inhalte dargestellt habe, komme ich zu meiner eigenen Untersuchung, die diese Inhalte in den Schulbüchern des Sachunterrichts analysiert. Zunächst werde ich das Untersuchungsobjekt, das Schulbuch, vorstellen. Dabei erläutere ich, welche Schulbücher ich gewählt habe und wie ich zu dieser Auswahl gekommen bin. Außerdem gehe ich auf das Schulbuch als Unterrichtsmedium ein. Darunter fällt z.B., welche Vorgaben Schulbücher erfüllen müssen, um in den Bundesländern zugelassen zu werden. Im weiteren Verlauf erkläre ich die Untersuchungsmethode ‚die Raumanalyse’ und beschreibe, wie ich bei der Untersuchung vorgegangen bin.
Im letzten Abschnitt folgt die Darstellung der Ergebnisse meiner Untersuchung. Ich gehe hier so vor, dass ich erst den Anteil der physikalischen und chemischen Themen in allen von mir untersuchten Schulbüchern vorstelle und anschließend die Details anspreche, z.B. den prozentualen Anteil der unbelebten Natur in den einzelnen Schulbüchern oder in den einzelnen Jahrgängen. Zum Schluss gehe ich auf die Ergebnisse aller Teilbereiche (Inhalte, wie z.B. Magnetismus) ein. Die Auswertungen erfolgen immer in Verbindung mit Blaseios (vgl. 2004) Ergebnissen. Diese Teilbereiche sind auch schon von Blaseio (vgl. 2004, S. 150-161) festgesetzt und untersucht worden, somit habe ich die Möglichkeit, den prozentualen Anteil jedes Teilbereiches vom Jahre 1970 bis 2005 zu verfolgen. Außerdem ist feststellbar, welche Teilbereiche in den letzten Jahren eine Favoritenrolle eingenommen haben und welche Bereiche nicht mehr so oft in den Schulbüchern aufgenommen werden und denen somit der Weg in den Unterricht weitestgehend versperrt bleibt. Im Schlussteil fasse ich dann meine Ergebnisse noch einmal zusammen und ziehe ein Resümee.
[...]
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