Termpaper, 2005, 41 Pages
Author: Bettina Gasser
Subject: Economics / Business: Marketing, Corporate Communication, CRM, Market Research
Details
Institution/College: University of Lüneburg
Tags: Konsum, Langeweile, Marketing
Year: 2005
Pages: 41
Grade: 1,8
Bibliography: ~ 31 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-59389-2
ISBN (Book): 978-3-638-67202-3
File size: 358 KB
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Abstract
„Langeweile – kenn' ich nicht. Wenn ich mal nichts zu tun habe, dann seh' ich fern oder verbringe Zeit mit meinem Computer." So die widersprüchlich Aussage eines Jungen unter 15 in der von mir durchgeführten Studie zum Thema ‚Konsum aus Langeweile’. Diese Aussage spiegelt die Problematik des Themas genau wider, denn sie ist stellvertretend für die Meinung der meisten Befragten zu sehen. Fast alle der 62 Befragten gaben an, sehr selten Langeweile zu verspüren. Aber allein 79 % berichteten, zum Zeitvertreib regelmäßig fern zusehen – 59 % gehen aus Langeweile ins Internet. Wie passen die Begriffe Konsum und Langeweile zusammen und warum denken so viele, dass ihnen niemals langweilig ist, konsumieren aber stärker denn je Güter und Dienstleistungen aus eben jenem Grunde? Diesen Fragen gehe ich hier auf den Grund und zeige auf, welche Probleme die neue Spaß- und Erlebnisgesellschaft für den Einzelnen mit sich bringt. Diese stetig wachsende Form des Konsumentenverhaltens beinhaltet jedoch nicht nur Nachteile. Für die Unternehmen und Werber entsteht dadurch eine große Chance, Güter und Dienstleistungen zu vermarkten. Dieses große Potenzial sollte unbedingt genutzt werden. Zu Beginn erläutere ich die Grundlagen des Konsums und die der Konsumgesellschaft. Das Thema Langeweile schließt daran an, mit dem Hintergrund die oben genannten Fragen zu klären. Im folgenden Kapitel wird der Konsum nun mit der Langeweile in Verbindung gebracht. Zusammenhänge werden anhand einer von mir durchgeführten Studie aufgezeigt und erklärt. In der Studie wurden 62 Konsumenten, davon 38 Frauen und 24 Männer, zu ihrem Konsumverhalten befragt. Im Einzelnen umfasst diese Befragung die Themen: Fernsehen, Internetnutzung, Shopping, Alkoholgenuss, Telefonkonsum und das Essen von Süßigkeiten. Ein von mir gestarteter Selbstversuch, mit dem ich aufgezeigte Zusammenhänge und Definitionen überprüfe, runden dieses Werk zum Thema ‚Konsum aus Langeweile’ ab. Am Ende folgt meine persönliche Schlussbetrachtung, in der auch zusammengefasst die Chancen und Risiken dargelegt werden, die sich durch den wachsenden Erlebniskonsum ergeben.
Excerpt (computer-generated)
Universität Lüneburg
Fachbereich Wirtschaft
Sommersemester 2005
KONSUM AUS LANGEWEILE
Hausarbeit „Konsumentenverhalten“
Autorin: Bettina Gasser
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitende Worte 1
2 Grundlagen Konsum 2
2.1 Definition Konsum 2
2.2 Konsumgesellschaft 3
2.2.1 Definition Konsumgesellschaft 4
2.2.2 Entstehung der modernen Konsumgesellschaft 4
2.3 Konsumtrends 5
2.4 Gründe für Konsum 7
3 Grundlagen Langeweile 8
3.1 Definition Langeweile 9
3.2 Gründe für Langeweile 10
3.3 Studienergebnisse: Langeweile 11
4 Konsum aus Langeweile 14
4.1 Konsumarten 15
4.1.1 Fernsehkonsum 15
4.1.2 Shopping 18
4.1.3 Internetkonsum 20
4.1.4 Essen aus Langeweile 22
4.1.5 Alkohol- & Drogenkonsum 23
4.2 Vom Konsum zur Sucht 25
4.3 Konsum & Langeweile: Studienergebnisse 26
5 Selbstversuch: Konsum-Verzicht 31
6 Schlussfolgerung 32
Literaturverzeichnis 34
Abbildungsverzeichnis 38
1 Einleitende Worte
„Langeweile – kenn ich nicht. Wenn ich mal nichts zu tun hab, dann seh ich fern oder verbringe Zeit mit meinem Computer."
So die widersprüchlich Aussage eines Jungen unter 15 in der von mir durchgeführten Studie zum Thema ‚Konsum aus Langeweile’. Diese Aussage spiegelt die Problematik des Themas genau wider, denn sie ist stellvertretend für die Meinung der meisten Befragten zu sehen. Fast alle der 62 Befragten gaben an sehr selten Langeweile zu verspüren. Aber allein 79 % gaben an zum Zeitvertreib regelmäßig fernzusehen, 59 % gehen aus Langeweile ins Internet.
Wie passen die Begriffe Konsum und Langeweile zusammen und warum denken so viele, dass ihnen niemals langweilig ist, konsumieren aber stärker denn je Güter und Dienstleistungen aus eben jenem Grunde? Diesen Fragen gehe ich in meiner Arbeit auf den Grund und zeige auf, welche Probleme die neue Spaß- und Erlebnisgesellschaft für den einzelnen mit sich bringt. Diese stetig wachsende Form des Konsumentenverhaltens beinhaltet jedoch nicht nur Nachteile. Für die Unternehmen und Werber entsteht dadurch eine große Chance, Güter und Dienstleistungen zu vermarkten. Dieses große Potenzial sollte unbedingt genutzt werden.
Zu Beginn der Arbeit erläutere ich die Grundlagen des Konsums und die der Konsumgesellschaft. Das Thema Langeweile schließt daran an, mit dem Hintergrund die oben genannten Fragen zu klären. Im folgenden Kapitel wird der Konsum nun mit der Langeweile in Verbindung gebracht. Zusammenhänge werden anhand einer von mir durchgeführten Studie aufgezeigt und erklärt. In der Studie wurden 62 Konsumenten, davon 38 Frauen und 24 Männer, zu ihrem Konsumverhalten befragt. Im Einzelnen umfasst diese Befragung die Themen: Fernsehen, Internetnutzung, Shopping, Alkoholgenuss, Telefonkonsum und das Essen von Süßigkeiten.
Ein von mir gestarteter Selbstversuch, mit dem ich aufgezeigte Zusammenhänge und Definitionen überprüfe, runden diese Arbeit zum Thema ‚Konsum aus Langeweile’ ab. Am Ende gebe ich in der Schlussbetrachtung meine persönliche Meinung wieder und zeige Chancen und Risiken auf, die sich durch den wachsenden Erlebniskonsum ergeben.
2 Grundlagen Konsum
2.1 Definition Konsum
Konsum ist die „Teilmenge der Nachfrage vor allem privater Haushalte nach Waren (Produkten) und Dienstleistungen“.1 Soziologisch umfasst der Begriff nach Poth und Poth Verhaltensweisen, die unmittelbar der Bedürfnisbefriedigung dienen, beispielsweise die Nahrungsaufnahme. Makroökonomisch wird der Konsum in einer Konsumfunktion abgebildet, mikroökonomisch erfasst ihn eine Analyse des Konsumentenverhaltens.
Das Engadiner Kollegium sieht im Konsumieren einen Verbrauch von Gütern zum eigenen Zweck. Es umfasst also nicht allein den Besitz von Dingen, sondern vor allem auch deren Gebrauch und Verbrauch.2
[...]
1 Poht, L., G./ Poth, G., S., Gabler Kompakt-Lexikon Marketing, 2003, S.236.
2 Vgl. Poht, L., G./ Poth, G., S., Gabler Kompakt-Lexikon Marketing, 2003, S.236.
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