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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2007, 35 Pages
Author: Ines Weihing
Subject: Psychology - Consulting, Therapy
Details
Institution/College: University of Augsburg
Tags: Mediation, Familienmediation, Partner, Gegner, Lösen, Konflikten, Konfliktmanagement, Mediation
Year: 2007
Pages: 35
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 21 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-58605-4
ISBN (Book): 978-3-638-83933-4
File size: 315 KB
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Abstract
Gegenstand dieser Arbeit ist die konstruktive Konfliktbearbeitung durch Mediation. Eine offizielle Definition von Mediation lautet: „Mediation ist ein außergerichtliches interdisziplinäres Verfahren der Konfliktbearbeitung, in dem neutrale Dritte die Konfliktbeteiligten darin unterstützen, ihren Streit einvernehmlich zu lösen“ (www.infomediation.ch - Schweizer Dachverband Mediation). Zu Beginn wird demgemäß das Thema Konflikte behandelt. Es werden die Ebenen eines Konflikts dargestellt und geschildert, wie diese den Konflikt und die Konfliktbearbeitung beeinflussen. Anschließend wird aufgezeigt, welche Konfliktformen es gibt und wodurch Konflikte ausgelöst werden können. In einem weiteren Schritt wird das Konflikteskalationsmodell von Friedrich Glasl vorgestellt. Zum Abschluss des Kapitels wird beschrieben, wie Konflikte in der Mediation gesehen werden und wie diese Sichtweise zur konstruktiven Lösung von Konflikten beitragen kann. Das folgende Kapitel widmet sich der Mediation. Es wird das Konzept der Mediation erläutert und die einzelnen Phasen behandelt. Außerdem werden die Techniken der mediativen Gesprächsführung exemplarisch erläutert und die möglichen Ergebnisse einer Mediation vorgestellt. Im Weiteren wird Mediation als ein Prozess des Lernens und der Weiterentwicklung konzipiert und auf die nachhaltige Wirkung von Mediation hingewiesen. Der dritte Teil der Arbeit befasst sich mit einem speziellen Anwendungsbereich der Mediation - der Familienmediation. Nachdem beschrieben wurde wo und wie Familienmediation angewendet werden kann, wird besonders auf die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen eingegangen. Hierbei wird die Beteiligung nach den Phasen des Verhandlungsprozesses unterschieden und im Anschluss werden kurz die Mediationstechniken im Umgang mit Kindern und Jugendlichen angesprochen. Daraufhin wird der mögliche Ablauf einer Familienmediation an einem selbst ausgedachten Fallbeispiel demonstriert. Hierbei handelt es sich um einen frei erfundenen Konfliktfall der so genannten „Familie Knatsch“. Anhand des Beispiels werden die Phasen der Mediation durchlaufen und erarbeitet, wie eine Lösung für „Familie Knatsch“ aussehen könnte. Im Anschluss wird erörtert inwieweit Familienmediation eine sinnvolle Alternative zum Gerichtsverfahren darstellt. Zum Abschluss der Arbeit werden die Grenzen der Familienmediation aufgezeigt und Ausschlusskriterien für ihren Einsatz formuliert.
Excerpt (computer-generated)
Universität Augsburg
Phil.- Soz. Fak.: Psychologie
Hauptseminar: Konfliktmanagement und Mediation
Abgabetermin: 08.01.07
Mediation und Familienmediation
– Partner statt Gegner beim Lösen von (familiären) Konflikten
Ines Weihing
Inhalt
1 Einleitung 3
2 Konflikte 5
2.1 Die Ebenen eines Konflikts 5
2.2 Konfliktformen und -ursachen 6
2.3 Das Konflikteskalationsmodell nach Friedrich Glasl 8
2.4 Konflikte aus Sicht der Mediation 10
3 Mediation 11
3.1 Die Grundprinzipien der Mediation 12
3.2 Die Mediationsphasen 13
3.3 Techniken der Gesprächsführung in der Mediation 14
3.4 Mögliche Ergebnisse einer Mediation 17
3.5 Mediation als Lernprozess 18
4 Familienmediation 18
4.1 Anwendungsbereiche der Familienmediation 19
4.2 Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an der Familienmediation 20
4.2.1 Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in den verschiedenen Mediationsphasen 21
4.2.2 Mediationstechniken mit Kindern und Jugendlichen in der Familienmediation 22
4.3 Ein Fallbeispiel – „Familie Knatsch“ 23
4.3.1 Die Ausgangssituation von Familie Knatsch 24
4.3.2 Der Mediationsprozess 24
4.3.3 Die Lösungsoptionen 29
4.4 Familienmediation anstatt Gerichtsverfahren? 30
4.5 Grenzen der Familienmediation 31
5 Fazit 32
6 Quellenverzeichnis 34
1 Einleitung
„Wer sofort urteilt, wird nie verstehen.“ (Verfasser unbekannt)
Wie oft sind wir als Menschen in einen Konflikt verwickelt und wie oft meinen wir genau zu wissen was Ursache und Grund für den Konflikt sind und wer der Schuldige ist? Unserem Gegenüber geht es dabei komischerweise meist genauso und so gestaltet sich so mancher Konflikt äußerst schwierig und endet häufig unbefriedigend. Neben den unzähligen Auseinandersetzungen, die wir selbst erfolgreich lösen können, gibt es auch solche die ungelöst bleiben oder sich immer weiter verschlimmern. Dies resultiert meist daraus, dass die Beteiligten nicht wissen, wie sie den Konflikt lösen sollen oder keine akzeptable Lösung finden. Reichen die eigenen Möglichkeiten objektiv oder subjektiv nicht mehr aus um einen Streit beizulegen, so wird die Hilfe Dritter benötigt. Um ein altes Sprichwort etwas abzuändern: Wenn zwei sich streiten, hilft der Dritte. Das ist eine sehr vereinfachte Weise um auszudrücken worum es bei Mediation geht. Eine offizielle Definition von Mediation kann dies genauer verdeutlichen: „Mediation ist ein außergerichtliches interdisziplinäres Verfahren der Konfliktbearbeitung, in dem neutrale Dritte die Konfliktbeteiligten darin unterstützen, ihren Streit einvernehmlich zu lösen“ (www.infomediation.ch > Schweizer Dachverband Mediation).
Gegenstand dieser Arbeit ist die konstruktive Konfliktbearbeitung durch Mediation. Zu Beginn wird demgemäß das Thema Konflikte behandelt. Es werden die Ebenen eines Konflikts dargestellt und geschildert, wie diese den Konflikt und die Konfliktbearbeitung beeinflussen. Anschließend wird aufgezeigt, welche Konfliktformen es gibt und wodurch Konflikte ausgelöst werden können. In einem weiteren Schritt wird das Konflikteskalationsmodell von Friedrich Glasl vorgestellt. Zum Abschluss des Kapitels wird beschrieben, wie Konflikte in der Mediation gesehen werden und wie diese Sichtweise zur konstruktiven Lösung von Konflikten beitragen kann.
Das folgende Kapitel widmet sich der Mediation. Es wird das Konzept der Mediation erläutert und die einzelnen Phasen behandelt. Außerdem werden die Techniken der mediativen Gesprächsführung exemplarisch erläutert und die möglichen Ergebnisse einer Mediation vorgestellt. Im Weiteren wird Mediation als ein Prozess des Lernens und der Weiterentwicklung konzipiert und auf die nachhaltige Wirkung von Mediation hingewiesen.
Der dritte Teil der Arbeit befasst sich mit einem speziellen Anwendungsbereich der Mediation - der Familienmediation. Nachdem beschrieben wurde wo und wie Familienmediation angewendet werden kann, wird besonders auf die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen eingegangen. Hierbei wird die Beteiligung nach den Phasen des Verhandlungsprozesses unterschieden und im Anschluss werden kurz die Mediationstechniken im Umgang mit Kindern und Jugendlichen angesprochen.
Darauf wird der mögliche Ablauf einer Familienmediation an einem selbst ausgedachten Fallbeispiel demonstriert. Hierbei handelt es sich um einen frei erfundenen Konfliktfall der so genannten „Familie Knatsch“. Anhand des Beispiels werden die Phasen der Mediation durchlaufen und erarbeitet, wie eine Lösung für „Familie Knatsch“ aussehen könnte.
Im Anschluss wird erörtert inwieweit Familienmediation eine sinnvolle Alternative zum Gerichtsverfahren darstellt. Zum Abschluss werden die Grenzen der Familienmediation aufgezeigt und Ausschlusskriterien für ihren Einsatz formuliert.
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