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Autor: Iris Kuckelberg
Fach: Psychologie - Sozialpsychologie
Details
Institution/Hochschule: Universität zu Köln
Tags: Wurzeln, Bösen, Psychologie, Böse
Jahr: 2006
Seiten: 19
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 27 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 189 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-58639-9
Textauszug (computergeneriert)
UNIVERSITÄT ZU KÖLN, Wintersemester 06/07
INSTITUT FÜR WIRTSCHAFTS- UND SOZIALPSYCHOLOGIE
Hauptseminar: „Dr. Jeckyll und Mr. Hyde“ Zur Psychologie von Gut und Böse
Die Wurzeln des Bösen
von: Iris Kuckelberg
INHALTSVERZEICHNIS
1. EINLEITUNG 1
1.1. Die Faszination des Bösen 1-2
2. AGGRESSION ALS AUSDRUCK DES BÖSEN 2
2.1. Aggression und Ihre Ausdrucksformen 2-3
2.2. Aggressionstheorien nach Freud und Konrad Lorenz 3-4
2.3. Das Frustrations-Aggressionsmodell 4
3. EINFLUSSFAKTOREN DES AGGRESSIONSVERHALTEN 4-5
3.1. Genetische Prädisposition 5
3.2. Drogen und Alkohol 5-6
3.3. Soziale Faktoren und der Einfluss der Lebensumstände 6-8
3.4. Pornographie und sexuelle Gewalt 8-9
4. DIE WURZELN DES BÖSEN 9-10
4.1. Instrumentalität- Mittel zum Zweck 10
4.2. Idealismus- "Doing good by doing bad" 10-11
4.3. Sadismus- Die Freude am Schmerz 11-12
4.4. Bedrohtes Selbst 12
4.5. Hohes Selbstkonzept und Aggression 12-13
5. ZUSAMMENFASSENDE ERKENNTNISSE 14-15
1. EINLEITUNG
Aussagen des Täters Winston Mosely zu den Morden an der 15- jährigen Barbara Kralik am 20. Juli 1963 und Anne Mae Johnson am 29. Februar 1964. „Ich versuchte sie umzubringen. Ich dachte sie wäre nicht tot deswegen schoss ich noch mal. Als ich sie dann umdrehte erkannte ich, dass sie tot war. Ich beschloss sie zu vergewaltigen. Ich zog ihren toten Körper in das Wohnzimmer und machte Feuer im Kamin neben ihrem nackten Körper. Dann vergewaltigte ich ihren leblosen Körper und nahm beim gehen ein paar Dollar aus ihrer Geldbörse...“. „...Sex mit lebenden Frauen gibt mir keinen Nervenkitzel....“ „Ich wollte sie vergewaltigen, aber hatte ein bißchen Angst ob Hausbewohner es bemerken würden. Ich schaute sie ein paar Sekunden an und dann stach ich zu. Sie krümmte sich zusammen vor Schmerzen. Ich presste meine Hand über Ihren Mund und stach noch mehrere Male zu.“
Mosley war verheiratet und hatte zwei Kinder. In den Akten hatte er keine straffällige Vergangenheit. Er ermordete drei junge Frauen auf brutalste Weise und gab die Vergewaltigung und Beraubung weiterer Frauen zu. Es stellt sich bei seiner Schilderung des Tathergangs die Frage wie und warum Menschen dazu in der Lage sind solche böswilligen und grausamen Taten zu vollbringen und diese Arbeit versucht somit einige Einflüsse und Faktoren näher zu erläutern die solches Verhalten beeinflussen oder auslösen.
1.1 Die Faszination des Bösen
Gewaltsame und grausame Geschehnisse können beim Beobachter/ Leser/ Zuschauer eine gewisse Faszination auslösen. Im Bösen und Dunklen liegt auch Schönheit und etwas Geheimnisvolles. Das was eigentlich erschrecken sollte kann faszinierend wirken. Aber was versteht man genau unter „dem Bösen“ und woher kommt es? Die Antwort auf die Frage was das Böse ist gestaltet sich als schwierig, da das Böse nach Scherer (1979) nicht qualifizierbar ist. Nach Freud und Jung verstehen wir das Böse als eine schmerzliche Erfahrung dessen, was Leben stört und zerstört und demgegenüber Menschen sich machtlos und ausgeliefert fühlen. In aktuellen Forschungen wird das Böse von Perck (2005) definiert als der Gegenpol zum Leben „Evil is an opposition to life. It is that which opposes the life force“. Es ist ausreichend, die Zeitung oder die Nachrichten des Tages zu lesen um über die unterschiedlichsten Formen der Gewalt und des Bösen die in allen Teilen der Welt geschehen sich zu informieren: Folterungen, Kriege, Kindesmisshandlungen, Terrorismus, Überfälle, Morde usw. sind alltäglich und rufen beim Zuschauer aufgrund der Menge und der Kontinuität kaum noch Aufmerksamkeit hervor.
Das Problem der Gewalt und des Bösen betrifft jeden Menschen, denn jeder hat in seinem Leben schon Erfahrungen mit mehr oder weniger starken Formen und Ausprägungen des Bösen gemacht. Neben den persönlichen Erfahrungen, gibt es auch den gesellschaftlichen Umgang mit dem Bösen durch Wertvorstellungen in den Kulturen und Religionen, durch Gesetze und Normen und selbstverständliche Umgangsregeln in der Interaktion mit unseren Mitmenschen. Umso mehr man sich mit dem Thema des Bösen beschäftigt umso mehr entdeckt man an Ursachen und Ausprägungen und als umso komplexer gestaltet sich die Problematik. Das Böse in sicht- und spürbarer Form der Aggression und Gewalt wird beeinflusst durch eine Vielzahl von sozialen und psychischen Faktoren die einzeln betrachtet nie als alleinige Erklärungsursache ausreichen.
2. AGGRESSION ALS AUSDRUCK DES BÖSEN
Die Ursachen der Aggression wurden von vielen unterschiedlichen Perspektiven in den letzten Jahren untersucht. Der Psychoanalytiker Freud versuchte Aggression zu erklären als durch dem Menschen angeborene Triebe und Instinkte. Auch Konrad Lorenz Theorie basierte auf angeborenen Mechanismen als Auslöser von Aggressionen. Durch das Aufstellen der Frustrations- Aggressions- Theorie wurde die Problematik der experimentellen Forschung zugänglich gemacht und durch lernpsychologische Ansätze sowie soziale und kulturelle Einflüsse wurden die Triebtheorien weitestgehend abgelöst. Insbesondere Baumeister et al. (1997) stellten in naher Vergangenheit zahlreiche Forschungen, mit dem Schwerpunkt auf der Bedeutung der Selbstwahrnehmung, als Ursache der Aggression auf.
2.1 Ausdrucksformen der Aggression
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