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Alternative Risk Transfer: Überblick über die Produkte – Möglichkeiten des Einsatzes – ein Substitut zur klassischen Versicherung?

Studienarbeit, 2006, 35 Seiten
Autor: Cornelius Kiermasch
Fach: Wirtschaft - Bank, Börse, Versicherung

Details

Kategorie: Studienarbeit
Jahr: 2006
Seiten: 35
Note: 1,9
Literaturverzeichnis: ~ 30  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V67554
ISBN (E-Book): 978-3-638-58641-2
ISBN (Buch): 978-3-638-67213-9
Dateigröße: 428 KB

Zusammenfassung / Abstract

"Alternative Risk Transfer: Überblick über die Produkte – Möglichkeiten des Einsatzes – ein Substitut zur klassischen Versicherung?" Diese vorliegende Arbeit soll einleitend die Notwendigkeit nach Alternativen zur klassischen Versicherung aufzeigen, um anknüpfend einen Überblick über auserwählte ART-Produkte zu geben. Darauf folgend werden deren Einsatzmöglichkeiten für Unternehmen analysiert, um abschließend die Frage zu klären, ob ART ein Substitut zur klassischen Versicherung ist. Die steuerrechtlichen Aspekte von ART würden über den Umfang dieser Studienarbeit hinausgehen und werden daher vernachlässigt. Außerdem setzt der Verfasser Grundkenntnisse über Rückversicherung voraus.


Textauszug (computergeneriert)

Alternative Risk Transfer: Überblick über die Produkte
– Möglichkeiten des Einsatzes –
ein Substitut zur klassischen Versicherung?

Studienarbeit

vorgelegt am 12.12.2006

Studienbereich: Wirtschaft

Studiengang: Versicherung

von Cornelius Kiermasch

 

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis III
Abkürzungsverzeichnis III
Anlagenverzeichnis IV

1 Einleitung 1

2 Traditioneller Risikotransfer 2
2.1 Traditionelle Risikopolitik im Unternehmen 2
2.2 Voraussetzungen der Versicherbarkeit 3
2.3 Notwendigkeit für neue Lösungsansätze 4

3 Alternative Risk Transfer (ART) 5
3.1 Definition des Begriffes 5
3.2 Kernmerkmale des Alternative Risk Transfers 6
3.3 Ziele des Alternative Risk Transfers 7

4 Produkte des Alternative Risk Transfer 7
4.1 Überblick 7
4.2 Captives 8
4.2.1 Definition 8
4.2.2 Geschichtlicher Hintergrund 9
4.2.3 Arten und Formen 9
4.2.4 Motive einer Captivegründung 11
4.2.5 Voraussetzungen für die Gründung von Captives 12
4.3 Finite Risk-Lösungen 14
4.3.1 Hinführung 14
4.3.2 Merkmale von Finite Risk-Produkte 14
4.3.2 Finite Risk-Vertragsformen 15
4.3.3 Einsatzmöglichkeit von Finite Risk 16
4.4 Multi-line/Multi-year Produkte (MMP) 17
4.4.1 Überblick 17
4.4.2 Innovative Anwendung von MMP 18
4.5 Multi-Trigger-Programm (MTP) 19
4.6 Contingent Capital 20
4.7 Insurance-Linked Securities (ILS) 21
4.8 Versicherungsderivate (Insurance-Linked Derivatives) 23

5 Schlussbetrachtung 25

Anlage 1 27
Anlage 2 28

Literaturverzeichnis VII

 

1 Einleitung

Unternehmen sind mit einer steigenden Zahl von Risiken konfrontiert – Erdbeben, Hurrikans, Vogelgrippe, Feuer, Betriebsunterbrechung, Produktrückruf, Investitionsrisikio, Terrorismus, Kreditrisiko, Währungsrisiko, Volatilität der Finanzmärkte, Marktrisiko, politisches Risiko, Wetterschwankungen und viele andere mehr. Dies erfordert ein ganzheitliches Risiko Management im Unternehmen, um im Falle einer Risikoverwirklichung die finanziellen Auswirkungen für das Unternehmen und auch seinem Umfeld so gering wie möglich zu halten. Angesichts der Vielfalt der Risiken, mit denen ein Unternehmen konfrontiert ist, steht dem Management ständig die Frage im Raum, ob sie transferiert oder selbst getragen werden sollen. Manche Risiken gehören zum Kerngeschäft des Unternehmens und werden selbst getragen, während andere z.B. dem äußeren Umfeld entstammen und an eine Versicherung transferiert werden. Dazu muss ein Risiko aber auch traditionell kalkulierbar sein. In der Praxis bedeutet das, dass man für ein Risiko einen Versicherer finden muss, der ausreichend Erfahrungswerte und Zeichnungskapazitäten hat, um das Risiko zu versichern. Bei neuen Risiken, die durch den technischen Fortschritt entstehen, oder Naturkatastrophenrisiken stößt die traditionelle Versicherung immer wieder an ihre Grenzen. Folglich sind Unternehmen gezwungen nach Alternativen zu suchen, um ihr Unternehmen vor negativen Auswirkungen nachhaltig abzusichern. Aus dieser Notwendigkeit heraus haben sich viele innovative Produkte bzw. Instrumente entwickelt. Als Oberbegriff dieser Alternativen zur traditionellen Versicherung hat sich der englische Begriff „Alternative Risk Transfer“ (ART)1 entwickelt. ART eröffnet Unternehmen Möglichkeiten das Spektrum der transferierbaren Risiken zu erweitern und so verstärkt außerbilanzielle Vorsorge für unerwartete Ereignisse treffen zu können, um so die Risikokosten zu verringern. Des Weiteren ermöglicht ART große Risiken am Kapitalmarkt zu transferieren und somit unabhängiger vom schwankenden Versicherungsmarkt zu sein.

Diese vorliegende Arbeit soll einleitend die Notwendigkeit nach Alternativen zur klassischen Versicherung aufzeigen, um anknüpfend einen Überblick über auserwählte ART-Produkte zu geben. Darauf folgend werden deren Einsatzmöglichkeiten für Unternehmen analysiert, um abschließend die Frage zu klären, ob ART ein Substitut zur klassischen Versicherung ist.

Die steuerrechtlichen Aspekte von ART würden über den Umfang dieser Studienarbeit hinausgehen und werden daher vernachlässigt. Außerdem setzt der Verfasser Grundkenntnisse über Rückversicherung voraus.

2 Traditioneller Risikotransfer

2.1 Traditionelle Risikopolitik im Unternehmen

„Der Vorstand hat geeignete Maßnahmen zu treffen, insbesondere ein Überwachungssystem einzurichten, damit den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen früh erkannt werden.“2 Dieser Paragraph 91 II im Aktiengesetzbuch verpflichtet das Management von Aktiengesellschaften sich mit Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, auseinander zu setzten. Verschärft wird diese Pflicht durch den Paragraphen 93 II AktG, wonach das Management persönlich gesamtschuldnerisch bei Pflichtverletzung haftet.3 Neben den genannten Aktiengesellschaften sind Unternehmen generell bestrebt die Erfolgsrechnung und die Bilanz und somit den Unternehmenswert vor negativen Risikoauswirkungen zu schützen.4 Danach analysiert ein Unternehmen seine Risiken, um zu bewerten, ob man sie vermeidet, vermindert, begrenzt, selbst trägt oder versichert. Ob ein Unternehmen ein Risiko selbst trägt oder über eine Versicherung abwälzt, hängt neben der eigenen Risikopolitik noch von der Frequenz bzw. Eintrittswahrscheinlichkeit und dem Schadenpotenzial ab.

[...]


1 vgl. Strube, M., 2001, S. 1

2 § 91 (2) AktG

3 vgl. §91 (2) AktG

4 vgl. Brühwiler, B.; Stahlmann, B., 1999, S. 27


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