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Autor: Katrin Saalbach
Fach: Medien / Kommunikation - Interpersonale Kommunikation
Details
Institution/Hochschule: Universität Erfurt
Tags: Kommunikation, Osteuropa, Handykulturen, Bulgarien, Estland, Rumänien, Studien, Mobile, Kommunikation, Vergleich
Jahr: 2006
Seiten: 22
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 14 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 353 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-60457-4
ISBN (Buch): 978-3-638-80272-7
Die Arbeit soll eine Untersuchung einzelner Bereiche der mobilen Telekommunikation in Osteuropa darstellen. Selbstverständlich kann in diesem Rahmen nicht jeder Markt der einzelnen Staaten Osteuropas bedacht werden. In dieser Arbeit werden daher, nach einer kurzen Definition des geografischen Raumes Osteuropa, die Handykulturen in Bulgarien, Rumänien und Estland bedacht.
Zusammenfassung / Abstract
Die vorliegende Arbeit soll eine Untersuchung einzelner Bereiche der mobilen Telekommunikation in Osteuropa darstellen. Selbstverständlich kann in diesem Rahmen nicht jeder Markt der einzelnen Staaten Osteuropas bedacht werden. In dieser Arbeit werden, nach einer kurzen Definition des geografischen Raumes „Osteuropa“, die Handykulturen in Bulgarien, Rumänien und Estland im zweiten bis fünften Teil bedacht. Dabei sieht nicht jede Analyse gleich aus. Zu Bulgarien bspw. erfährt man hier mehr über historische Bedingungen in der Politik und Kultur des Landes. Dies ist notwendig zu schildern, da so besser nachvollzogen werden kann, inwieweit sich das Handy in Bulgarien zu einem nationalen Symbol entwickeln konnte. Nicht immer war es dort ein beliebtes Kommunikationsmedium, da bestimmte Stereotypen ein negatives Bild verbreiteten. Dass es sich dennoch zu einem beliebten Kommunikationsmittel gewandelt hat, kann im zweiten Punkt der Arbeit „Handykultur in Bulgarien“ nachgelesen werden. Im dritten Teil, zur Handykultur in Estland, soll gezeigt werden, dass sich Estland zu einem Mobilfunkland entwickelt hat und zwar in wenigen Jahren. Dabei sollen in diesem Teil einige Ursachen dafür genannt werden und auch ein Blick auf aktuelle Trends geworfen werden. Ebenso soll der vierte Teil zu Rumänien funktionieren. Auch hier kann eine dynamische Entwicklung des Telekommunikationssektors festgestellt werden. Der fünfte Teil dieser Arbeit schließlich soll der näheren Darstellung einiger relevanter Studien zum Thema „Mobilkommunikation in Osteuropa“ dienen. Insgesamt werden vier Studien aus den letzten fünf Jahren vorgestellt.
Textauszug (computergeneriert)
Universität Erfurt, Datum: 19. März 2006
Seminar: Perspektiven des Medienwandels:
Mobile Kommunikation im internationalen Vergleich
Wintersemester 2005 / 2006, Semester: 1. Semester
Die mobile Kommunikation in Osteuropa -
Handykulturen in Bulgarien, Estland und Rumänien und ausgewählte Studien
von: Katrin Saalbach
Inhaltsverzeichnis
Einleitung 3
1. Allgemeines zu Osteuropa 4
2. Handykultur in Bulgarien 4
Aktuelle Lage 10
3. Estland 11
4. Rumänien 12
5. Studien zu allgemeinen Trends im Mobilfunksektor Osteuropa 13
5. 1 Sükösd, Miklós/László, János L.: „Die Pionierzeit der M-Regierung. Wie das Mobiltelefon in ungarischen Selbstverwaltungen genutzt wird und wer die Rechnung bezahlt“. 2001 13
5. 2 Studie der Marktforscher „Forrester Research“: „Central and Eastern Europe Mobile Forecast 2005 – 2010“ (Michelle de Lussanet): 14
5. 3 Analyse Frost & Sullivan 2005 15
5. 4 Studie: „Monitoring Informationswirtschaft“, 7. Faktenbericht 2004 und 8. Faktenbericht 2005 15
Fazit 18
Literaturverzeichnis
Einleitung
Die vorliegende Arbeit soll eine Untersuchung einzelner Bereiche der mobilen Telekommunikation in Osteuropa darstellen. Selbstverständlich kann in diesem Rahmen nicht jeder Markt der einzelnen Staaten Osteuropas bedacht werden.
In dieser Arbeit werden, nach einer kurzen Definition des geografischen Raumes „Osteuropa“ die Handykulturen in Bulgarien, Rumänien und Estland im zweiten bis fünften Teil bedacht. Dabei sieht nicht jede Analyse gleich aus. Zu Bulgarien bspw. erfährt man hier mehr über historische Bedingungen in der Politik und Kultur des Landes. Dies ist notwendig zu schildern, da so besser nachvollzogen werden kann, inwieweit sich das Handy in Bulgarien zu einem nationalen Symbol entwickeln konnte. Nicht immer war es dort ein beliebtes Kommunikationsmedium, da bestimmte Stereotypen ein negatives Bild verbreiteten. Dass es sich dennoch zu einem beliebten Kommunikationsmittel gewandelt hat, kann im zweiten Punkt der Arbeit „Handykultur in Bulgarien“ nachgelesen werden. Im dritten Teil, zur Handykultur in Estland, soll gezeigt werden, dass sich Estland zu einem Mobilfunkland entwickelt hat und zwar in wenigen Jahren. Dabei sollen in diesem Teil einige Ursachen dafür genannt werden und auch ein Blick auf aktuelle Trends geworfen werden. Ebenso soll der vierte Teil zu Rumänien funktionieren. Auch hier kann eine dynamische Entwicklung des Telekommunikationssektors festgestellt werden.
Der fünfte Teil dieser Arbeit schließlich soll der näheren Darstellung einiger relevanter Studien zum Thema „Mobilkommunikation in Osteuropa“ dienen. Insgesamt werden vier Studien aus den letzten fünf Jahren vorgestellt.
1. Allgemeines zu Osteuropa
Da es keine einheitlichen Definitionen gibt, welche Staaten genau Osteuropa angehören sollen, ist es nötig, eine Eingrenzung vorzunehmen. Darum wird im Folgenden eine Definition für das Osteuropa geliefert, das in dieser Hausarbeit thematisiert werden soll. Zu Osteuropa zählen, grob gefasst,:
- das Baltikum mit Estland, Lettland, Litauen,
- Ostmitteleuropa mit Polen, der Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn
- Südosteuropa mit Albanien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Mazedonien, Rumänien, Serbien & Montenegro und
- die europäischen Länder der GUS, also Teile Russlands, Moldawien, Ukraine, Weißrussland.
Einige Länder dieser Regionen sind bereits Mitglieder der Europäischen Union, diese nennt man auch die “Neuen EU-Länder“. Dazu gehören Litauen, Lettland, Estland, die Slowakei, Polen, die Tschechische Republik, Ungarn und Slowenien1. Eine Mitgliedschaft für 2007 streben Rumänien und Bulgarien an.
2. Handykultur in Bulgarien
Zu Bulgariens Geschichte ist zunächst einmal erwähnenswert, dass dieses Land 45 Jahre lang ein loyaler, kommunistischer Satellit Russlands war. Das Modell des Leninismus, die erzwungene Kollektivierung, politische Gefangene, interne Spionage fand man auch hier. Im Jahr 1989 resignierte der damalige Präsident Todor Zhivkov, womit die kommunistische Diktatur zunächst beendet war. Seitdem haben einige Regierungen immer wieder versucht, in allen Bereichen des sozialen, ökonomischen und wirtschaftlichen Lebens Reformen durchzusetzen. Doch ein Wandel kam nur langsam und erfolgreiche Reformen noch langsamer. Varbanov spricht in seinem Aufsatz über Mobiltelefone in Bulgarien von Handys als kulturelle Symbole. Sein Anspruch ist eine Studie „of technology and culture in a poor and, until recently, oppressed nation“2. Er durchsuchte Zeitungs-Archive, sprach mit Nutzern, beobachtete Nachbarn und hörte die Meinung von Kindern, jungen Erwachsenen und Senioren.
Die Kultur und Technologie Bulgariens war jahrzehntelang dirigiert worden von einer korrupten, zentralisierten Autorität. Heute erproben junge und ehrgeizige Menschen endlich auch fremde Wege im sonst so traditionsverbundenen Land. Die bulgarische Kultur wird heutzutage auch verändert durch die mobile Telekommunikations-Nutzung dieser Menschen. Telekommunikation ist der scheinbare Inbegriff der westlichen Zivilisation, die Verkörperung der amerikanischen Gesellschaft, die viele Bulgaren bewundern und anstreben, obwohl sie diese vor allem nur aus westlichen Filmen (glauben zu) kennen. Nach der politischen Wende erfuhren die Bürger eine neue, persönliche Freiheit. Einige Faktoren waren besonders wichtig für Varbanovs Analyse der Symbolik der Handynutzung. Um diese berücksichtigen zu können, müssen Ausländer eines zunächst besser verstehen: Unter der sowjetischen Herrschaft gab es eine große, kommunistische Elite, die sog. „Nomenklatura“. Sie ist als hierarchische, politische Infrastruktur, welche die Gesellschaft überlagerte, zu beschreiben. Das postkommunistische Bulgarien erbte zunächst Anfang der neunziger Jahre das sozialistisches Wirtschaftssystem und die elitäre Nomenklatura hielt somit die Schlüsselpositionen in der Regierung und in den kulturellen Institutionen. Laut Varbanov besteht jedoch kaum einen Unterscheid zwischen Kriminellen und der Regierung, da sich hier undemokratische Strukturen finden lassen. Es trat zwar bald ein technologischer Wandel ein, aber dieser wurde von der Elite ausgenutzt für die eigenen Zwecke.
[...]
1 Auch MOEL (= Mittel- und Osteuropäische Länder) genannt
2 Varbanov, Valentin: Mobile phones as post-communist cultural icons. S. 126
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