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Details

Veranstaltung: Mediennutzung im internationalen Vergleich
Institution/Hochschule: Universität Erfurt
Tags: Mediennutzung, Russland, Weißrussland, Ukraine, Mediennutzung, Vergleich
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2006
Seiten: 23
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 19  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 178 KB
Archivnummer: V67691
ISBN (E-Book): 978-3-638-60458-1
ISBN (Buch): 978-3-638-71158-6
Anmerkungen :
Die vorliegende Hausarbeit soll einen Versuch darstellen, die Mediennutzung (TV, Radio, Presse, Internet) in den drei ehemaligen Sowjetrepubliken Russische Föderation, Präsidialrepublik Weißrussland und der Republik Ukraine zu untersuchen und auch zu diskutieren.

Zusammenfassung / Abstract

In der vorliegenden Hausarbeit wird die Mediennutzung in den drei ehemaligen Sowjetrepubliken Russische Föderation, Präsidialrepublik Weißrussland und der Republik Ukraine untersuch und diskutiert. Es wird hypothetisch davon ausgegangen, in Russland – dem ehemals größten Land der Sowjetunion - eine digitale Kluft zu eruieren. Problematisch ist vor allem, dass in der Russischen Föderation heute materielle und geografische Faktoren über den Zugang zu neuerer Technik bestimmen. Die Kontraste zwischen Stadt und Land sind zusätzliche, primäre Gründe für den „digital divide“. Außerdem gibt es große Unterschiede zwischen der schmalen Ober- , bzw. Mittelschicht und der breiten Unterschicht Russlands. Interessant ist es auch, weiter zu schauen, inwieweit sich die Lage in anderen ehemaligen Sowjetstaaten entwickelt hat. Da es von ihnen natürlich zu viele für eine Untersuchung im Rahmen dieser Arbeit gibt, werden in der vorliegenden Arbeit die zwei in ihren Anschauungen weit auseinander gehenden und medial viel diskutierten Staaten Weißrussland und die Ukraine untersucht werden - das pro-russische und autoritär regierte Weißrussland als drastischer Gegensatz zur pro-westlichen Ukraine, der im Herbst 2004 die spektakuläre „Orangene Revolution glückte. Die Ausarbeitung soll schildern, dass die Situation in allen drei Staaten sehr heikel und darum aber auch sehr interessant und forschungsbedürftig ist.

Textauszug (computergeneriert)

Universität Erfurt, MA-Kommunikationswissenschaft / Medienwandel
Seminar: Mediennutzung im internationalen Vergleich
Sommersemester 2006, Semester: 2.
12. September 2006

Die Mediennutzung in Russland,
Weißrussland und der Ukraine

von: Katrin Saalbach

 


Einleitung 3

1. Russland 4

1.1 Allgemeines zum Staat 4
1.2 Mediennutzung allgemein 4

1.2.1 Die Medienlandschaft im Wandel 5

1.3 Mediennutzung konkret  6

1.3.1 Fernsehen  6
1.3.2 Radio  8
1.3.3 Pressewesen  9
1.3.4 Internet  11

1.4 Zwischenfazit  13

2. Weißrussland 14

2.1 Allgemeines zum Staat und zur Medienlandschaft 14
2.2 Fernsehen  15
2.3 Radio  15
2.4 Zeitungen  15
2.5 Internet 16

3. Ukraine 16

3.1 Allgemeines zum Staat und zu den Medien 16
3.2 Fernsehen  18
3.3 Internet 18

4. Vergleichende Zusammenfassung  19

Literaturverzeichnis


 

 

Einleitung

Die vorliegende Hausarbeit soll einen Versuch darstellen, die Mediennutzung in den drei ehemaligen Sowjetrepubliken Russische Föderation, Präsidialrepublik Weißrussland und der Republik Ukraine zu untersuchen und auch zu diskutieren. Zunächst muss dazu erwähnt werden, dass die Datenlage bezüglich der drei Staaten sehr dünn ist. Die „International Key Facts“ liefern für alle drei Länder, was die Fernsehnutzung betrifft, aussagekräftiges Material. Doch die Aktualität der Daten lässt zu wünschen übrig. So konnte man ihnen bspw. nicht entnehmen, inwieweit die Digital-Fernseh-Nutzung in Russland vorangeschritten ist, was jedoch an dem Forschungsinstitut liegt. Der Versuch, die Zahlen zur Fernsehnutzung mit Material aus dem Internet zu vervollständigen. gestaltete sich eher widersprüchlich. So wurden im „Spiegel Online Jahrbuch und dem Spiegel Digital Länderlexikon“ abweichende Zahlen gefunden.

Die Länder- bzw. Reiseinformationen auf den Websites des Auswärtigen Amtes lieferten meiner Meinung verlässliche Hintergrundinformationen, die ich aufgrund der brisanten Situation in Weißrussland, Russland und auch der Ukraine als fundamental für die Beschreibung der Mediennutzung betrachte. Zu Weißrussland und seinen Medien und zum ukrainischen Pressewesen gab es hier jedoch keine Angaben.

Das „Internationale Medien-Handbuch“ des Bredow-Institutes beschreibt auf mehreren Seiten ausführlich zu jedem Land die Mediensituation. Von mir wurde die Ausgabe der Jahre 2002/2003 genutzt. Der Band der darauf folgenden Jahre lieferte keine neuen Einblicke. Somit sind diese Aussagen auch nicht die Aktuellsten. Zu Weißrussland wurden keine konkreten Zahlen zur Radionutzung geliefert, ebenso bei der Zeitungsnutzung in der Ukraine. Viktoria Brunmeiers Untersuchung und deren Ergebnisse zur Internetnutzung und –verbreitung ist in meinen Augen aktuell, hilfreich, zuverlässig und interessant. Dies trifft ebenfalls auf die Informationen zu Russland der Bundeszentrale für politische Bildung und das „Jahrbuch 2004 für das Ausland“ des Statistischen Bundesamtes zu. Auch die „Russland Analysen“ wurden von mir schon öfter genutzt und ich betrachte sie als verlässlich, da die „Forschungsstelle Osteuropa“ der Universität Bremen und die „Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde“ sehr eng mit Russischen Meinungsforschungsinstituten kooperieren. Anfragen meinerseits (in russischer und englischer Sprache) an die Moskauer Humanistische („RGGU“) und die Lomonossow-Universität zwecks Hilfestellungen und Hinweisen auf Online- Material blieben unbeantwortet. Die genauen Quellenangaben zu den oben genannten Materialien sind im Literaturverzeichnis zu finden. Dort habe ich auch Angaben zu weiterführender Literatur (Mediennutzungsforschung allgemein und in anderen osteuropäische Staaten wie z. B. die Tschechische Republik) zusammengetragen.

1. Russland

1.1 Allgemeines zum Staat

Die Russische Föderation ist mit einer Gesamtfläche von ca. 17 Millionen Quadratkilometern1 das größte Land der Erde. In Relation dazu betrachtet, ist die Gesamteinwohnerzahl von 145.167.0002 für die große Fläche des Landes äußerst gering. Die Zahl impliziert eine Bevölkerungsdichte von durchschnittlich 8,4 Einwohnern pro Quadratkilometer3. 75 %4 der Einwohner leben auf dem europäischen Teil des Landes, das sich auf den zwei Kontinenten Europa und Asien erstreckt. Die Föderation weist eine geringe Analphabetenrate auf (Männer null und Frauen ein %)5.

1.2 Mediennutzung allgemein

Laut den „International Key Facts“6 gibt es in Russland über 52 Millionen Haushalte mit durchschnittlich 2,8 Personen. Davon seien nahezu alle7 mit einem Fernsehgerät ausgestattet8. Einbezogen in diese Wertung wurden jedoch nur Haushalte in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern. Aufgrund der großen Zahl von Großstädten in Russland kommt man so auf 50 Millionen Haushalte. Das sind die meisten Fernsehhaushalte in Europa. Mit einem sog. Multiset, also mit mehreren Geräten, sind weniger als die Hälfte9 der Haushalte ausgestattet. Einen Videorecorder besitzen nur 28,9 % und DVD-Player sogar nur 10,2 %. 70 % der städtischen Haushalte sind in der Lage, neun TV-Kanäle zu empfangen. Jedoch weniger als ein Drittel10 besitzen am TV-Gerät den Teletext.

9.600.000 TV-Haushalte11 empfangen das Fernsehprogramm über Kabel, 3.300.000 über privaten oder kollektiven Satellit – das sind nur 6,6 %12. Größtenteils13 erfolgt die Fernsehübertragung in Russland terrestrisch. Leider konnte den „Key Facts“ nicht entnommen werden, inwieweit die Digital-Fernseh-Nutzung vorangeschritten ist in Russland, denn darüber liegen keine Zahlen vor.

Auch die Mobiltelefonie ist noch nicht sehr stark verbreitet. Mit 38,8 %14 besitzen weniger als die Hälfte der Haushalte ein Mobiltelefon. Die Zahl der Mobilfunkanschlüsse (insgesamt 17 Millionen) impliziert, dass auf 1000 Einwohner 122 Anschlüsse kommen15. Etwa doppelt soviel Fernsprechhauptanschlüsse gibt es in Russland - 246 pro 1000 Einwohner, das waren 35 Millionen Anschlüsse im Jahr 200316. Personal Computer besitzen 34,2 Prozent, dass sind 13 Millionen Geräte – 90 pro 1000 Einwohner17. Über das Internet verfügten laut den „Key Facts“ in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern 2005 nur 16,2 Prozent.18

Die Zahlen des Auswärtigen Amtes19 bestätigen, dass in Russland jeder Haushalt in Besitz eines Fernsehgerätes ist. Sie liefern auch konkrete Zahlen zur Radionutzung, im Gegensatz zu den „Key Facts“. Demnach gibt es in Russland nicht einmal zwei Drittel Radiohörer. Die gebührenfreien elektronischen Medien seien die Hauptinformationsquelle20. Weiterhin spricht das Auswärtige Amt einen weiteren wichtigen Punkt an, der zum Verständnis und für die Diskussion der Mediennutzung in der Russischen Föderation von immensem Belang ist: Die heutige Lage der Medien reflektiert die allgemeine Tendenz zur Stärkung staatlicher Autorität21. Am Drastischsten könne man das an der Beeinflussung der elektronischen Medien erkennen. Doch die landesweiten elektronischen Medien können die Verarmung der Informationslandschaft noch nicht substituieren. Die politische Macht sieht in der Medienmacht eine missliebige Konkurrenz. Deswegen werden die Medien mit verschiedenen Mitteln unter Kontrolle gehalten, was besonders in Wahlkampfzeiten an Schärfe gewinnt, denn dieser wird als Medienspektakel ausgetragen. Laut Auswärtigem Amt sollte man sich unbedingt die Frage stellen, ob die russische Medienlandschaft dem demokratischen Wettbewerb eine Chance verschafft oder ob die einengende Medienpolitik der Ära Putin nicht häufig die Meinungen prädestiniert22. Denn die Medien kämpfen mit den Zwängen der noch nicht vollends transformierten Ökonomie und dem Zerfall des einheitlichen Informationsraums, der sich seit Mitte der 90er Jahre auflöst, um Sponsoren und gegen den Paragraphendschungel, der gerade in Wahlkampfzeiten für Verstrickungen sorgt.

1.2.1 Die Medienlandschaft im Wandel

[...]


1 Vgl.: IP Deutschland GmbH: International Key Facts. Television/IP. IP International Marketing Committee (CMI). Köln, 2005. S. 314

2 Vgl.: ebd.

3 S. http://www.russland-aktuell.ru/russland/lexikon/geographie/

4 Vgl.: ebd.

5 S.: http://service.spiegel.de/digas/servlet/jahrbuch

6 IP Deutschland GmbH: International Key Facts. Television/IP. IP International Marketing Committee (CMI). Köln, 2005. S. 314

7 99,5 %

8 im Durchschnitt 2,8 Geräte pro Haushalt

9 41,7 %

10 27,3 %

11 19,2 % - s.: IP Deutschland GmbH: International Key Facts. Television/IP. IP International Marketing Committee (CMI). Köln, 2005. S. 16

12 ebd.

13 77,6 %

14 IP Deutschland GmbH: International Key Facts. Television/IP. IP International Marketing Committee (CMI). Köln, 2005. S. 13

15 Statistisches Bundesamt Deutschland: Statistisches Jahrbuch 2004 für das Ausland. Stuttgart, 2004. S. 309

16 ebd.

17 ebd.

18 IP Deutschland GmbH: International Key Facts. Television/IP. IP International Marketing Committee (CMI). Köln, 2005. S. 13 mehr zum Internet S. 7 dieser Arbeit

19 http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/LaenderReiseinformationen.jsp

20 http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/LaenderReiseinformationen.jsp

21 ebd.

22 ebd.

Kommentare

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http://www.grin.com/e-book/67691/