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Die Bedeutung des Spiels im Fremdsprachenunterricht Englisch der Grundschule close

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Die Bedeutung des Spiels im Fremdsprachenunterricht Englisch der Grundschule

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2003, 24 Pages
Author: Jennifer Reuter
Subject: Pedagogy - School Pedagogics

Details

Event: „Englischunterricht in heterogenen Lerngruppen“
Institution/College: University of Hamburg (Grundschulpädagogik)
Tags: Bedeutung, Spiels, Fremdsprachenunterricht, Englisch, Grundschule, Lerngruppen“
Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2003
Pages: 24
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 12  Entries
Language: German
Archive No.: V67743
ISBN (E-book): 978-3-638-60492-5
ISBN (Book): 978-3-638-67788-2
File size: 275 KB

Abstract

Das Spiel wird in der Fachliteratur immer wieder als Unterrichtsform im Fremdsprachenunterricht der Grundschule gefordert und hat sich mittlerweile als anerkannte Methode durchgesetzt. Da das Spielen eine natürliche Form des Lernens darstellt, sollte es auch im Unterricht der Grundschule berücksichtigt werden. Die große Bedeutung des Spiels für die Menschen zeigt sich u.a. an der langen Geschichte des Spiels, welche in dieser Arbeit behandelt wird. Unzählige Menschen haben versucht herauszufinden, warum die Menschen so gerne spielen und was die Anziehungskraft des Spiels ausmacht. Es werden beispielhaft einige Erklärungsversuche herausgegriffen. Auch Definitionsversuche des Begriffes "Spiel" haben eine lange Geschichte. Aufgrund der Schwierigkeit einer umfassenden Definition, nenne ich die Wesensmerkmale des Spiels nach Heckhausen (1963) und beschreibe diese im Anschluss in Beziehung zu Zielen und Möglichkeiten des Fremdsprachenunterrichtes. Es stellt sich die Frage, warum das Spiel als Unterrichtsmethode bei der Vermittlung einer Fremdsprache genutzt werden sollte. Spielen wird oft im Gegensatz zum Begriff Lernen gesehen oder von Lehrern als Möglichkeit der Belohnung nach einer anstrengenden Phase des Lernens und Arbeitens betrachtet. Das Spiel hat jedoch eine Berechtigung als eigenständige Unterrichtsmethode der Fremdsprachenvermittlung. Es lassen sich zahlreiche Gründe für den Einsatz von Spielen im Fremdsprachenunterricht der Grundschule finden, von denen ich einige aufgreife. Die Einteilung von Spielen in bestimmte Kategorien ist recht problematisch, da sich zunächst einmal die Frage stellt, welche Kategorien ausgewählt werden sollten und weil die Spiele meist mehreren Kategorien zugeordnet werden können. In Anlehnung an Löffler und Kuntze (1980) stelle ich die Möglichkeit einer Einteilung unter dem Gesichtspunkt der Funktionsbereiche Lernen, Darstellen und Interagieren vor. Im Anschluss gehe ich auf die verschiedenen Spielphasen Vorbereitung, Einführung, Durchführung, Feedback und Verarbeitung ein, welche Löffler und Kuntze (1980) anführen. Abschließend beschreibe ich beispielhaft zwei beliebte Spiel des Fremdsprachenunterrichts im Fach Englisch an der Grundschule: Fruit Salad und Who am I , welche ich auch selbst im Unterricht eingesetzt habe, sowie ihre Vor- und Nachteile.


Excerpt (computer-generated)

Die Bedeutung des Spiels im
Fremdsprachenunterricht Englisch der Grundschule

im Rahmen des Seminars 

„Englischunterricht in heterogenen Lerngruppen“,
Sommersemester 2003

von

Jennifer Reuter

 

 

Gliederung

1. Einleitung 3

2. Hauptteil 4

2.1 Geschichte des Spiels 4

2.2 Definition von "Spiel" 5
2.2.1 Bestimmungsstücke des Spiels nach Heckhausen 6

2.3 Begründung für den Einsatz von Spielen im Fremdsprachenunterricht der Grundschule 8

2.4 Klassifikation von Spielen anhand von Funktionsbereichen 12
2.4.1 Lernspiele 13
2.4.2 Darstellende Spiele 14
2.4.3 Interaktionsspiele 15

2.5 Kriterien für die Spielauswahl im Fremdsprachenunterricht 16

2.6 Spielphasen 17
2.6.1 Vorbereitung 17
2.6.2 Einführung 17
2.6.3 Durchführung 18
2.6.4 Feedback 18
2.6.5 Verarbeitung 18

2.7 Beispiele für Spiele im Englischunterricht der Grundschule 19
2.7.1 Fruit Salad 19
2.7.2 Who am I ? 20

3. Schluss 22

4. Literaturangaben 24

 

 

 

1. Einleitung

Spiel wird in der Fachliteratur immer wieder als Unterrichtsform im Fremdsprachenunterricht der Grundschule gefordert und hat sich mittlerweile als anerkannte Methode durchgesetzt.


"Fremdsprachenaneignung bei Kindern im Primarstufenalter geschieht nicht kognitiv über systematische Einsichten in die Grammatik, sondern vielmehr im praktischen, situativen und zugleich spielerischen Vollzug. Diese Tatsache muss jeder Fremdsprachenunterricht für diese Altersgruppe in seiner Methodik und Didaktik berücksichtigen" 

( Brusch, Wilfried, Früh beginnender Fremdsprachenunterricht, S.23 ).

Da das Spielen eine natürliche Form des Lernens darstellt, sollte es auch im Unterricht der Grundschule berücksichtigt werden.


"Das Spiel ist - wie nicht näher begründet werden braucht - die vom Kind selbst gewählte und selbst gesteuerte Aktionsform, durch die es seine Kräfte und Fähigkeiten erprobt und entfaltet, (...) Das Spiel ist mithin die "natürlichste" Form kindlichen Lernens, auf deren Berücksichtigung der Unterricht, vor allem der Anfangsunterricht nicht verzichten kann, wenn er Prozesse grundlegender Bildung auf ebenso kind- wie sachgerechte Weise in Gang bringen will" 

( Naegele, Ingrid M. und Haarmann, Dieter (Hrsg.), "Darf ich mitspielen ?" : Kinder verständigen sich in vielen Sprachen, S.1 ).

Das Spiel hat schon immer eine ungeheure Anziehungskraft für den Menschen gehabt.


"Das Spiel bindet und löst. Es fesselt. Es bannt, das heißt : es bezaubert" 

( Huizinga, Johan, Homo Ludens. Vom Ursprung der Kultur im Spiel, S.1).

Die große Bedeutung des Spiels für die Menschen zeigt sich u.a. an der langen Geschichte des Spiels, mit deren Behandlung ich beginnen möchte. Unzählige Menschen haben versucht herauszufinden, warum die Menschen so gerne spielen und was die Anziehungskraft des Spiels ausmacht. Ich werde beispielhaft einige Erklärungsversuche herausgreifen.

Auch Definitionsversuche des Begriffes "Spiel" haben eine lange Geschichte. Aufgrund der Schwierigkeit einer umfassenden Definition, werde ich die Wesensmerkmale des Spiels nach Heckhausen (1963) nennen und beschreiben und diese im Anschluss in Beziehung zu Zielen und Möglichkeiten des Fremdsprachenunterrichtes setzen.

Es stellt sich die Frage, warum das Spiel als Unterrichtsmethode bei der Vermittlung einer Fremdsprache genutzt werden sollte. Spielen wird oft im Gegensatz zum Begriff Lernen gesehen oder von Lehrern als Möglichkeit der Belohnung nach einer anstrengenden Phase des Lernens und Arbeitens betrachtet. Das Spiel hat jedoch eine Berechtigung als eigenständige Unterrichtsmethode der Fremdsprachenvermittlung. Es lassen sich zahlreiche Gründe für den Einsatz von Spielen im Fremdsprachenunterricht der Grundschule finden, von denen ich einige aufgreifen werde.

Die Einteilung von Spielen in bestimmte Kategorien ist recht problematisch, da sich zunächst einmal die Frage stellt, welche Kategorien ausgewählt werden sollten und weil die Spiele meist mehreren Kategorien zugeordnet werden können. In Anlehnung an Löffler und Kuntze (1980) stelle ich die Möglichkeit einer Einteilung unter dem Gesichtspunkt der Funktionsbereiche Lernen, Darstellen und Interagieren vor. Diese Funktionsbereiche sind zwar in fast allen Spielen enthalten, haben aber bei jedem Spiel eine unterschiedlich große Bedeutung. Bei der Auswahl der Spiele, die im Unterricht zum Einsatz kommen sollen, gilt es einige Kriterien zu berücksichtigen, von denen ich einige in 2.5 beschreiben werde.

Im Anschluss werde ich auf die verschiedenen Spielphasen Vorbereitung, Einführung, Durchführung, Feedback und Verarbeitung eingehen, welche Löffler und Kuntze (1980) anführen. Abschließend werde ich beispielhaft zwei beliebte Spiel des Fremdsprachenunterrichts im Fach Englisch an der Grundschule beschreiben: Fruit Salad und Who am I , welche ich auch selbst im Unterricht eingesetzt habe, sowie ihre Vor- und Nachteile berücksichtigen.

2. Hauptteil

2.1 Geschichte des Spiels

Das Spiel hat im Leben von Menschen schon immer eine große Rolle gespielt. Kinder und Erwachsene haben zu allen Zeiten und in allen Kulturkreisen gespielt.

Welche Bedeutung dem Spiel zukommt, aber auch, wie schwierig es ist, eine Bestimmung seiner Voraussetzungen und Ziele vorzunehmen, kann man an der langen Geschichte der Erklärungsversuche ablesen, von denen ich hier nur einige anführe.

Aristoteles (384 - 322 v. Chr.) sah den Erholungs- und Heilseffekt des Spiels und stellte es in einen Gegensatz zur Arbeit. Das Spiel diente, nach Aristoteles, der Bewegungs- und Erholungsförderung sowie der sittlichen Erziehung.

[....]


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