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Gründungen und Gründungsförderung als Motoren der Regionalentwicklung

Autor: Bastian Naumann
Fach: Geowiss. / Geographie - Wirtschaftsgeographie

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Details

Kategorie: Referat (Ausarbeitung)
Jahr: 2004
Seiten: 9
Note: 2,3
Literaturverzeichnis: ~ 5  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 79 KB
Archivnummer: V67746
ISBN (E-Book): 978-3-638-60495-6
Anmerkungen :
Eine hohe Gründungsrate an Unternehmen aller Art pro 1000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte gilt allgemein als Indikator für eine gesunde Wirtschaft, regional wie auch national betrachtet. Durch neue Unternehmensgründungen entstehen immer Arbeitsplätze, darüber hinaus sind diese neu gegründeten Betriebe oft sehr innovativ was ihre Fertigungsweise, ihre Firmenstruktur oder ihr Produkt betrifft. Diese Innovationen geben nicht selten positive Impulse auf die Gesamtwirtschaft. Doch stimmt das?..

Zusammenfassung / Abstract

Eine hohe Gründungsrate an Unternehmen aller Art pro 1000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte gilt allgemein als Indikator für eine gesunde Wirtschaft, regional wie auch national betrachtet. Durch neue Unternehmensgründungen entstehen immer Arbeitsplätze, darüber hinaus sind diese neu gegründeten Betriebe oft sehr innovativ was ihre Fertigungsweise, ihre Firmenstruktur oder ihr Produkt betrifft. Diese Innovationen geben nicht selten positive Impulse auf die Gesamtwirtschaft. Um neue Gründungen zu fördern gibt es Gründungsförderungsprogramme, die allesamt von der DtA (Deutsche Ausgleichsbank) getragen werden. Die bereits bestehende Wirtschaft wird heute in breitem Maße durch die öffentliche Hand unterstützt (Subventionen als auch infrastrukturelle Maßnahmen und Vorbildung der Arbeitnehmer durch das öffentliche Schulwesen). Wenn dies bereits der Fall ist, liegt es nahe, diese Wirtschaft durch Förderung von Unternehmensneugründungen weiter zu stärken. Direkte finanzielle Förderungen wie Subventionen kommen aber nicht jedem Zugute, da man sie (im günstigsten Fall) nur bekommt, wenn man sie auch benötigt und es den Betrieb schon gibt. Um jedoch einen Betrieb neu zu gründen braucht man erst Kapital. Welche Möglichkeiten es gibt, selbiges zu bekommen und welche Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft eine solche „Gründungsförderung“ hat, wird im Folgenden behandelt werden. Im Übrigen soll betrachtet werden, inwiefern eine solche Förderung Sinn ergibt und welche Auswirkungen Unternehmensneugründungen generell für die Regionalentwicklung haben.

Textauszug (computergeneriert)

Geographisches Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Unterseminar Wirtschaftsgeographie

Gründungen und Gründungsförderung als Motoren der
Regionalentwicklung

Referent: 

Bastian Naumann

 

 

 

Gliederung: 

1. Einleitung

2. Definition Gründung und Gründungsförderung

3. Auswirkungen der Gründungen und der Gründungsförderung der DtA
3.1. Auswirkungen in Westdeutschland
3.2. Auswirkungen in Ostdeutschland
3.3. Auswirkungen in Gesamtdeutschland

4. Vorstellung des „EXIST“ Programms

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

 

 

1. Einleitung:

Eine hohe Gründungsrate an Unternehmen aller Art pro 1000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte gilt allgemein als Indikator für eine gesunde Wirtschaft, regional wie auch national betrachtet. Durch neue Unternehmensgründungen entstehen immer Arbeitsplätze, darüber hinaus sind diese neu gegründeten Betriebe oft sehr innovativ was ihre Fertigungsweise, ihre Firmenstruktur oder ihr Produkt betrifft. Diese Innovationen geben nicht selten positive Impulse auf die Gesamtwirtschaft. Um neue Gründungen zu fördern gibt es Gründungsförderungsprogramme, die allesamt von der DtA (Deutsche Ausgleichsbank) getragen werden. Die bereits bestehende Wirtschaft wird heute in breitem Maße durch die öffentliche Hand unterstützt (Subventionen als auch infrastrukturelle Maßnahmen und Vorbildung der Arbeitnehmer durch das öffentliche Schulwesen). Wenn dies bereits der Fall ist, liegt es nahe, diese Wirtschaft durch Förderung von Unternehmensneugründungen weiter zu stärken.

Direkte finanzielle Förderungen wie Subventionen kommen aber nicht jedem Zugute, da man sie (im günstigsten Fall) nur bekommt, wenn man sie auch benötigt und es den Betrieb schon gibt. Um jedoch einen Betrieb neu zu gründen braucht man erst Kapital. Welche Möglichkeiten es gibt, selbiges zu bekommen und welche Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft eine solche "Gründungsförderung" hat, wird im Folgenden behandelt werden.

Im Übrigen soll betrachtet werden, inwiefern eine solche Förderung Sinn ergibt und welche Auswirkungen Unternehmensneugründungen generell für die Regionalentwicklung haben.

2. Definition Gründung und Gründungsförderung:

Als Gründung werden im Folgenden Neugründungen von Unternehmen gemeint. Diese entstehen entweder völlig neu oder sind wie z.B. im Fall von Ostdeutschland ehemalige Staatsbetriebe, die einer besonderen Förderung bedürfen. Neu gegründete Unternehmensteile wie Filialen, externe Produktionsstandorte etc fallen nicht unter diesen Begriff.

Gründungsförderung ist nicht mit Subventionen gleich zu setzen ist. Subventionen sind natürlich auch eine Art Wirtschaftsförderung, gelten auch als eine Art Gründungsförderung, wenn neu gegründete Unternehmen in subventionierten Wirtschaftsbereichen agieren. Im Gegenteil zu der hier vorzustellenden Förderung muss man diese aber als Betrieb nicht zurückzahlen, sie sind quasi geschenkt. Im Folgenden wird also nur auf die "nicht geschenkte" Form der Gründungsförderung eingegangen. Sie besteht aus Krediten zu besonders günstigen Konditionen, d.h. niedrige laufende Zinssätze, lange Laufzeiten und der Verzicht auf die sonst im privaten Banksektor üblichen hohen Sicherheiten wie Eigenkapital, Besitz (Immobilien, Produktionsmittel etc) und Bürgschaften seitens des Kreditgebers.

Vergeben werden diese Kredite, die zum Aufbau eines Gewerbes gegeben werden, nicht direkt vom Staat sondern von einer Institution des öffentlichen Rechts, der Deutschen Ausgleichsbank (DtA). Bei dieser hat man sich für den Erhalt einer solchen Förderung zu bewerben, wobei nur aussichtsreiche Projekte schließlich in den Genuss einer solchen Förderung gelangen. Die Förderdauer beträgt in der Regel 2 Jahre bzw. die Förderung muss binnen der ersten zwei Geschäftsjahre beantragt werden.

Über die finanziellen Gründungsförderungen hinaus gibt es auch noch ideelle. So gibt es Beratungsstellen für Existenzgründer bei Arbeitsämtern oder Rathäusern etc.

3. Auswirkungen der Gründungen und der Gründungsförderung der DtA :

3.1. Auswirkungen in Westdeutschland :

In Westdeutschland stieg die Zahl der Betriebsgründungen seit 1983, dem Beginn der vorliegenden Untersuchung, nur langsam an, erst mit dem Jahr 1989 kam ein erheblicher Sprung nach oben. Dies ist im Wesentlichen auf 3 Ursachen zurückzuführen. Es bestand zunehmend die Möglichkeit, sich flexibel auf den Markt einzurichten, da die Produktionsprozesse billiger und flexibler einsetzbar wurden. Somit lohnte es sich auch, kleinere Mengen zu produzieren. Des Weiteren bahnte sich eine zunehmende Differenzierung der Nachfrage an, was mehr Nischen entstehen ließ. Der wichtigste Grund dieses rasanten Anstiegs von ca. 124.000 Gründungen im Jahr 1988 auf ca. 143.000 im Jahr 1989 ist das Aufkommen der Förderprogramme der DtA, die Betriebsgründungen lukrativer werden ließen. Ab 1989 blieb dieses hohe Niveau bis 1997 trotz zeitweiliger Reduzierung oder gar Einstellung der Förderkredite weiter bestehen.

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