Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Sozialpädagogische Unterstützung bei depressiver Verstimmung und Depression: Bes... close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Sozialpädagogische Unterstützung bei depressiver Verstimmung und Depression: Bestandsaufnahme und Entwicklung

Diploma Thesis, 2006, 133 Pages
Author: Iris Gorke
Subject: Social Pedagogy / Social Work

Details

Category: Diploma Thesis
Year: 2006
Pages: 133
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 80  Entries
Language: German
Archive No.: V67751
ISBN (E-book): 978-3-638-58746-4

File size: 791 KB


Excerpt (computer-generated)

Fachhochschule München
Fachbereich 11 Sozialwesen

Sozialpädagogische Unterstützung bei depressiver Verstimmung und Depression: Bestandsaufnahme und Entwicklung

Iris Gorke

 

Inhaltsverzeichnis


Einleitung ... 3

I. Depressive Verstimmung und Depression

1. Melancholie- ein gesellschaftshistorischer Begriff ... 7
2. Abgrenzung der Depression zu Stimmungstiefs und Trauer ... 10
3. Definition der Depression ... 13
4. Phänomenologie ... 15
    4.1 Symptomatik ... 15
    4.2 Depressionsformen und ihre Klassifikation ... 17
5. Komorbidität ... 24
6. Epidemiologie ... 26
7. Ätiologie ... 29
    7.1 Risikofaktoren ... 30
    7.2 Genetik ... 32
    7.3 Biochemische Theorien ... 33
    7.4 Endokrine Theorien ... 35
    7.5 Psychoanalytische Theorie ... 38
    7.6 Kognitive Theorie ... 39
    7.7 Das Modell der erlernten Hilflosigkeit ... 40
    7.8 Das verstärkungstheoretische Erklärungsmodell ... 43

II. Hilfsangebote für Depressive

8. Aktuell angewandte Therapieformen ... 47
    8.1 Somatische Therapien ... 49
        8.1.1 Medikamentöse Behandlung ... 49
        8.1.2 Schlafentzug- Wachtherapie ... 53
        8.1.3 Weitere Behandlungsmöglichkeiten ... 55
    8.2 Psychotherapien ... 57
        8.2.1 Tiefenpsychologische Verfahren ... 58
        8.2.2 Interpersonale Therapie (IPT) ... 61
        8.2.3 Verhaltenstherapie und kognitive Verhaltenstherapie ... 62
9. Sozialpädagogische Hilfen und Methoden bei depressiven Störungen ... 69
    9.1 Beratung ... 72
    9.2 Krisenintervention ... 78
    9.3 Begleitung ... 81
    9.4 Angehörigenarbeit ... 83
        9.4.1 Angehörigengruppen ... 84
        9.4.2 Hilfs- und Unterstützungsangebote für die Kinder von Menschen mit einer depressiven Störung ... 88
    9.5 Soziotherapie ... 90
10. Das Versorgungssystem ... 95
    10.1 Gemeinde-integrierte und stationäre Angebote des Versorgungssystems ... 96
    10.2 Defizite bei der Prävention und der Vernetzung der Hilfsangebote ... 105
    10.3 Exkurs: Die gesundheitsökonomische Relevanz von Depressionen ... 108
11. Entwicklungsprozess und Perspektiven ... 110
    11.1 Das Kompetenznetz „Depression, Suizidalität“ ... 112
    11.2 Der salutogenetische Ansatz ... 117
12. Zusammenfassung ... 123

Literaturverzeichnis ... 126

Abbildungsverzeichnis ... 132

 

 

Einleitung

Auf einer internationalen Tagung bezeichnet die WHO Depressionen als eine gesellschaftliche und wirtschaftliche Zeitbombe. Es wird davon ausgegangen, dass Depressionen im Jahr 2020 nach Herz- Kreislauferkrankungen die zweithäufigste Erkrankung weltweit sein werden. Besonders in den Industriestaaten werden depressive Störungen aufgrund ihrer Auswirkungen auf die individuelle, familiäre, soziale und berufliche Funktion des Betroffenen eines der gravierendsten Probleme darstellen.1
Das heutige Wissen über eine erfolgreiche Versorgung auf psychischer, sozialer und medizinischer Ebene, aber auch Prävention und Förderung seelischer Gesundheit, ist sehr umfangreich. In der praktischen Umsetzung zeigen sich jedoch Mängel, die dazu führen, dass vorhandene Kompetenzen und Ressourcen nicht genutzt werden. Ziel dieser Arbeit ist es, die Bedeutung sozialpädagogischer Unterstützung in einem krankheitsorientierten, kurativ agierenden Gesundheitssystem stärker in den Blickpunkt zu stellen. Die Behandlung einer „Volkskrankheit“ erfordert Interventionen auf allen Ebenen, auf denen sie entsteht und auf die sie sich auswirkt. Vor allem aber darf darüber der Einzelne mit seinen persönlichen Bedürfnissen nicht vergessen werden. Vor diesem Hintergrund soll in dieser Arbeit eine Bestandsaufnahme sozialpädagogischer Unterstützung bei depressiven Störungen durchgeführt und die Entwicklung der Versorgungssituation diskutiert werden.

Die Arbeit setzt sich aus einem ersten und einem zweiten Teil zusammen.
Depressive Störungen stellen ein komplexes Krankheitsbild dar. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, diese im ersten Teil der Arbeit zunächst umfassend darzustellen. Der erste Teil bildet somit die Grundlage für ein Verständnis der Hintergründe der unterschiedlichen Interventionsmöglichkeiten und der gesellschaftlichen Relevanz der Erkrankung.
Depressive Erkrankungen besitzen immer auch eine interaktionelle Dimension und der Helfer findet den depressiven Menschen in seinem jeweiligen gesellschaftlichen Kontext vor. Daher sollen zu Anfang aus psychohistorischer Perspektive charakteristische Tendenzen des gesellschaftlichen Verständnisses von Melancholie betrachtet werden. Darauffolgend werden alltägliche Befindlichkeitsstörungen und Zustände von Trauer von der Depression als Erkrankung abgegrenzt, da sich die Begrifflichkeiten im alltäglichen Sprachgebrauch oftmals überschneiden. Aufgrund der unterschiedlichen Ausprägungen depressiver Störungen ist eine allgemeingültige Definition dieser kaum möglich. Daher werden weiter unterschiedliche Definitionen der Depression gegenübergestellt. Häufig wird auch von den „vielen Gesichtern einer Depression“ gesprochen, was auf die individuelle Symptomatik zurückzuführen ist. Die verschiedenen Symptome, die Erscheinungsformen und die veränderte Klassifikation werden im darauffolgenden Kapitel erörtert.
Daraufhin wird auf das Problem der Komorbidität eingegangen. Depressionen treten häufig im Zusammenhang mit Angststörungen auf, als Begleiterscheinung somatischer Erkrankungen und stellen per se ein Risiko für Folgeerkrankungen dar.
Im nächsten Kapitel über die Epidemiologie soll die Verbreitung der „neuen Volkskrankheit“ behandelt werden. Schließlich werden unterschiedliche Theorien aus der Soziologie, Biologie und Psychologie voneinander unabhängig dargestellt, denen jedoch allen ein Bezug zum Phänomen Stress gemein ist. Heute sieht man die Ursachen einer Depression in einem multifaktoriellen Geschehen, bei dem sich ungünstige biologische, psychologische und soziale Faktoren wechselseitig beeinflussen.

Der zweite Teil der Arbeit befasst sich mit Hilfen für Depressive. Ein typisches Merkmal der Sozialen Arbeit ist ihre Bereitschaft, mit anderen Professionen zu kommunizieren und interdisziplinär zu arbeiten.
Dies bedarf auch der Kompetenz, die Fachterminologie angrenzender Professionen zu verstehen und sprechen zu können. Daher beginnt der zweite Teil der Arbeit mit aktuell angewandten Therapieformen, die der Behandlung von Depressionen dienen.
Nach der medikamentösen Behandlung, der Schlafentzug- Wachtherapie und weiteren biologischen Behandlungsverfahren, werden tiefenpsychologische Verfahren und die interpersonelle Therapie dargestellt. Besondere Aufmerksamkeit wird der kognitiven Verhaltenstherapie gewidmet, da einzelne Aspekte auch wertvolle Anregungen für die sozialpädagogische Praxis liefern. Die Kapitel Beratung und Begleitung im nächsten Abschnitt der Arbeit nehmen Bezug darauf. Zusammen mit der Krisenintervention, der Angehörigenarbeit und der Soziotherapie bilden sie eine Auswahl an Unterstützungsmöglichkeiten aus der Vielzahl sozialpädagogischer Hilfen und Methoden und werden im Rahmen einer Bestandsaufnahme beschrieben.
Da Beratung eine klassische Methode der Einzelfallhilfe darstellt, wird sie zu Anfang erläutert. Dabei soll speziell auf die Beratungssituation mit depressiven Klienten eingegangen und Unterschiede und Ähnlichkeiten zur Psychotherapie diskutiert werden. Bei depressiven Klienten kann es außerdem zu krisenhaften Zuspitzungen kommen. Mit der Intervention bei Krisen beschäftigt sich der folgende Abschnitt. Im Anschluss wird auf die Begleitung Depressiver eingegangen, die in manchen Fällen die einzige Möglichkeit der Intervention darstellt, mit der der Betroffene erreicht werden kann. Soziale Arbeit unterstützt nicht nur den Betroffenen, sondern bezieht auch seine Umwelt mit ein. Aus diesem Grund wird weiter die besondere Situation der Angehörigen Depressiver beleuchtet. Im Rahmen des Kapitels über Angehörigenarbeit, soll auch auf Projekte eingegangen werden, die speziell für die Kinder Depressiver konzipiert und von präventivem Charakter sind. Schließlich soll die Soziotherapie erläutert werden, die in der gängigen Literatur zu Depressionen immer wieder in verschiedenen Bedeutungszusammenhängen erwähnt wird.

Die Bestandsaufnahme sozialpädagogischer Unterstützung wird in einem anschließenden Überblick über gemeinde-integrierte und stationäre Angebote fortgeführt. Dabei sollen sozialpädagogische und medizinische Einrichtungen des Versorgungssystems für Depressive dargestellt werden.

Zudem wird auf zwei wesentliche Probleme in der derzeitigen Versorgungssituation aufmerksam gemacht.
Zum einen soll dargelegt werden, weshalb trotz der Vielzahl der Angebote aus dem Sozial- und Gesundheitswesen eine kontinuierliche Behandlung und Betreuung Depressiver nicht gewährleistet ist.
Zudem sollen Versäumnisse in der Prävention diskutiert werden. Dabei stellt sich auch die Frage, inwieweit eine Depressionsprävention, auch im Hinblick auf subklinische Formen depressiver Verstimmungen, möglich ist. Weiter setzt sich der letzte Teil der Arbeit mit der aktuellen gesundheitspolitischen Entwicklung auseinander und zeigt Perspektiven auf. In einem Exkurs soll auf die gesundheitsökonomische Relevanz von Depressionen aufmerksam gemacht werden, die die Dringlichkeit neuer Wege in der Versorgungssituation Depressiver unterstreicht.

Um diesen Problemen zu begegnen, hat es sich das Kompetenznetz „Depression, Suizidalität“ zur Aufgabe gemacht, die Situation depressiver Menschen zu verbessern. Dies geschieht vor allem durch eine Vernetzung unterschiedlichster Einrichtungen und durch Präventionsmaßnahmen.
Nach der Darstellung dieses Projektes soll erörtert werden, inwiefern pathogentisch orientierte Handlungsansätze bei depressiven Verstimmungen und Depressionen an ihre Grenzen stoßen. Schließlich wird der salutogene Ansatz mit seiner engen Korrelation zur Sozialen Arbeit vorgestellt und im Hinblick auf die Umsetzung in der Praxis betrachtet.

Aus Gründen der Lesbarkeit wird in dieser Arbeit für den Sozialpädagogen, den Klienten usw. die männliche Wortform verwendet. Selbstverständlich ist sowohl die männliche als auch die weibliche Form damit gemeint.

 

[...]


1 Vgl. Bundesvereinigung für Gesundheit e.V.: „Weltgesundheitstag 2001.“, www.who-tag.de/2001themen_hi-depression.htm , o. S. , Zugriff am 02. 11. 2005


Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:


This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/67751/sozialpaedagogische-unterstuetzung-bei-depressiver-verstimmung-und-depression
please wait Please wait