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Hausarbeit, 2006, 12 Seiten
Autor: Jennifer Reuter
Fach: Germanistik - Linguistik
Details
Institution/Hochschule: Universität Hamburg (Germanistik)
Tags: Alter, Eine, Annäherung, Thema, Jugendsprache, Einführung, Semantik
Jahr: 2006
Seiten: 12
Note: 2,1
Literaturverzeichnis: ~ 9 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-60500-7
ISBN (Buch): 978-3-638-80701-2
Dateigröße: 144 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Die vorliegende Hausarbeit versucht zunächst, die Frage zu beantworten, was Jugendsprache überhaupt ist und von wem diese Sprache gesprochen wird. So stellt sich zum Beispiel die Frage, ob die Jugend eine eigene Sprache spricht, wie die Bezeichnung „Jugendsprache“ vermuten lässt. Weiterhin gilt es zu klären, ob diese Sprache ausschließlich von Jugendlichen gesprochen wird und, ob alle Jugendlichen sich dieser Sprechweise bedienen. In einem zweiten Schritt könnte man sich fragen, warum es überhaupt Jugendsprache gibt. Folglich wird in Punkt 2 versucht, verschiedene Gründe für die Existenz einer Jugendsprache zu liefern. Es ist in diesem Zusammenhang beispielsweise der Protestaspekt zu nennen, da mit der Jugendsprache eine Abgrenzung von der Erwachsenenwelt zum Ausdruck gebracht wird. Die gemeinsame Kreation sprachlicher Elemente schafft zudem eine gemeinsame Basis für die Schaffung eines Zusammengehörigkeitsgefühls. Im Anschluss geht es darum, herauszufinden, woraus diese Jugendsprache besteht, also was die charakteristischen Merkmale sind, welche Jugendsprache auszeichnen. Aus der Fülle der Kennzeichen von Jugendsprache können im Rahmen dieser Arbeit nur einige Merkmale exemplarisch genannt und erläutert werden, zu denen u.a. die Verwendung von Wortneuschöpfungen sowie die gehäufte Benutzung von Anglizismen gehören. Der Jugendsprache wird häufig der Vorwurf gemacht, dass es sich bei ihr um eine Sprachverhunzung handele. Auf der anderen Seite hat Jugendsprache auch den Ruf, „trendy“ zu sein, was dazu führt, dass sich viele eigentlich dem Jugendalter entwachsenen Personen dieser Sprache bedienen. Mit diesen und anderen Bewertungen von Jugendsprache setze ich mich im vierten Punkt auseinander, um im Anschluss die vorliegende Arbeit mit einigen Schlussbemerkungen zum Abschluss zu bringen.
Textauszug (computergeneriert)
Einführung in die Semantik
„Ey Alter, was geht ab?“.
Eine Annäherung an das Thema „Jugendsprache“
von
Jennifer Reuter
Wintersemester 2005/2006
Gliederung
Einleitung 1
1. Versuch einer Klärung des Begriffs „Jugendsprache“ 3
2. Gründe für eine Jugendsprache 5
3. Merkmale der Jugendsprache 6
4. Bewertung der Jugendsprache durch die Gesellschaft 7
Schlussbemerkungen 9
Literaturverzeichnis
Einleitung
Die unzähligen Publikationen zum Thema Jugendsprache zeugen von einem ungebrochenen Interesse der Wissenschaft und Öffentlichkeit an diesem Themengebiet. Auffällig sind dabei die vielen Wörterbücher der Jugendsprache, bei denen vor allem die Aufzählung von Vokabular im Mittelpunkt steht. Das Problem solcher Wörterbücher ist, dass diese bereits bei ihrer Publikation schon als veraltet betrachtet werden können, da Sprache, und besonders die Jugendsprache, stets im Wandel begriffen ist. Auf diese Tatsache weist Müller-Thurau1, selbst Verfasser eines solchen Wörterbuches, hin: Die Jugend (...) hat das Gesetz der Zeit auf ihrer Seite. (...) In jedem Moment, in dem man glaubt, die Sammlung abschließen zu können, ist man bereits abgehängt.“ Dennoch bieten diese Wörterbücher einen interessanten Anknüpfungspunkt.
Am Beginn einer Auseinandersetzung mit dem Thema Jugendsprache muss, meiner Ansicht nach, eine Begriffsklärung von „Jugendsprache“ stehen. Die vorliegende Hausarbeit versucht daher zunächst, die Frage zu beantworten, was Jugendsprache überhaupt ist und von wem diese Sprache gesprochen wird. So stellt sich zum Beispiel die Frage, ob die Jugend eine eigene Sprache spricht, wie die Bezeichnung „Jugendsprache“ vermuten lässt. Weiterhin gilt es zu klären, ob diese Sprache ausschließlich von Jugendlichen gesprochen wird und, ob alle Jugendlichen sich dieser Sprechweise bedienen.
In einem zweiten Schritt könnte man sich fragen, warum es überhaupt Jugendsprache gibt. Folglich wird in Punkt 2 versucht, verschiedene Gründe für die Existenz einer Jugendsprache zu liefern. Es ist in diesem Zusammenhang beispielsweise der Protestaspekt zu nennen, da mit der Jugendsprache eine Abgrenzung von der Erwachsenenwelt zum Ausdruck gebracht wird. Die gemeinsame Kreation sprachlicher Elemente schafft zudem eine gemeinsame Basis für die Schaffung eines Zusammengehörigkeitsgefühls.
Im Anschluss soll es darum gehen, herauszufinden, woraus diese Jugendsprache besteht, also was die charakteristischen Merkmale sind, welche Jugendsprache auszeichnen. Aus der Fülle der Kennzeichen von Jugendsprache können im Rahmen dieser Arbeit nur einige Merkmale exemplarisch genannt und erläutert werden, zu denen u.a. die Verwendung von Wortneuschöpfungen sowie die gehäufte Benutzung von Anglizismen gehören.
Der Jugendsprache wird häufig der Vorwurf gemacht, dass es sich bei ihr um eine Sprachverhunzung handele. Auf der anderen Seite hat Jugendsprache auch den Ruf, „trendy“ zu sein, was dazu führt, dass sich viele eigentlich dem Jugendalter entwachsenen Personen dieser Sprache bedienen. Mit diesen und anderen Bewertungen von Jugendsprache möchte ich mich im vierten Punkt auseinandersetzen, um im Anschluss die vorliegende Arbeit mit einigen Schlussbemerkungen zum Abschluss zu bringen.
1. Versuch einer Klärung des Begriffs „Jugendsprache“
Die Definition des Begriffs „Jugendsprache“ stellt sich als recht problematisch heraus. Jugendsprache ist wörtlich genommen die Sprache der Jugend. Es ist jedoch fraglich, ob die Behauptung, dass Jugendliche eine gänzlich von den Erwachsenen abgegrenzte, eigene Sprache verwenden, der Realität standhalten kann. Zudem erscheint es problematisch, die große Gruppe der Jugendlichen sprachlich gesehen zu vereinen. Weiterhin bedarf der Klärung, ob die sogenannte „Jugendsprache“ nur von Jugendlichen gesprochen wird.
Zunächst einmal muss der Begriff „Jugend“ genauer bestimmt werden. Es stellt sich dabei die Frage, ob man bei dem Begriff „Jugend“ von dem juristischen, biologischen oder dem sozialen Alter ausgeht (vgl. Hartmann 2), wobei vermutlich noch andere Kategorien in Frage kommen, auf die ich im Rahmen dieser Hausarbeit jedoch nicht eingehen werde.
Juristisch gesehen beginnt die Jugend mit dem 14. Lebensjahr und endet mit dem vollendeten 18. Lebensjahr. Das hat zur Konsequenz, dass man nach dem Grundgesetz also mit 18 Jahren als erwachsen gilt und somit für sein eigenes Tun und Handeln Verantwortung tragen muss und zur Rechenschaft gezogen werden kann.
[....]
1 Müller-Thurau, Claus Peter: Lass uns mal ‚ne Schnecke angraben. Sprache und Sprüche der Jugendszene. Düsseldorf: Econ Verlag, 1983, S. 88
2 www.ub.uni-konstanz.de/v13/volltexte/2000/593/pdf/lueg3001.pdf (gesichtet am 05.03.2006)
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