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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2007, 32 Pages
Author: Corinna Wendt
Subject: Geography / Earth Science - Economic Geography
Details
Institution/College: RWTH Aachen University (Geographisches Institut)
Tags: Unternehmensstandorte, Dienstleistungen, Standortindikator, Metropolregionen, Deutschlands, Ausgewählte, Aspekte, Wirtschaftsgeographie, Dienstleistungen
Year: 2007
Pages: 32
Grade: 1,65
Bibliography: ~ 23 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-60545-8
File size: 2588 KB
Die Arbeit untersucht wissensintensive Dienstleistungsstandorte in Deutschland, gibt einen Überblick über deutsche Metropolregionen und untersucht, ob wissensitensive Dienstleistungsunternehmen als Standortindikator in Metropolregionen dienen können. Gleichzeitig wird auf die Wechselbeziehungen zwischen Unternehmen und Standort eingegangen.
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Excerpt (computer-generated)
RWTH – Aachen, Geographisches Institut
Hauptseminar Wirtschaftsgeographie, WS 2006/2007
Ausgewählte Aspekte einer „Wirtschaftsgeographie der Dienstleistungen“
Unternehmensstandorte wissensintensiver Dienstleistungen
- ein qualitativer Standortindikator in Metropolregionen Deutschlands?
von: Corinna Wendt
Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort 4
2. Charakteristika wissensintensive Dienstleistungen 5
2.1 Abgrenzungen wissensintensiver Dienstleistungen 5
2.2 Besonderheiten wissensintensiver Dienstleistungen 7
3. Unternehmensstandorte von wissensintensiven Dienstleistungen 10
3.1 Wo konzentrieren sich wissensintensive Dienstleistungen in Deutschland? 10
3.2 Warum findet man wissensintensive Dienstleistungen gerade in Metropolregionen? 13
3.3 Kann man Standortentscheidungen von wissensintensiven Dienstleistern lenken?15
4. Metropolregionen in Deutschland 17
4.1 Definition und Merkmale einer Metropolregion 17
5. Sind Unternehmensstandorte wissensintensiver Dienstleistungen ein qualitativer Standortindikator von Metropolregionen in Deutschland? 21
5.1 Was bedeutet qualitativer Standortindikator? 21
5.2 Untersuchung des Standortindikators wissensintensiver Dienstleistungen 21
5.3 Zusammenfassung der Untersuchung 25
6. Fazit 27
7. English Summary 29
8. Literaturverzeichnis 30
Verzeichnis der Tabellen und Abbildungen
1. Vorwort
Das Thema der vorliegenden Arbeit lautet: „Unternehmensstandorte wissensintensiver Dienstleistungen – Ein qualitativer Standortindikator in Metropolregionen Deutschlands?“ Die Arbeit ist in 4 Hauptkapitel gegliedert. Im zweiten Kapitel wird dargestellt, was wissensintensive Dienstleistungen sind, wie man sie abgrenzt und was sich für Besonderheiten ergeben. Kapitel 3 beschäftigt sich damit, wo sich die Unternehmensstandorte dieser Branche befinden, warum sie sich dort befinden und ob Standortansiedlungen gelenkt werden können. Im 4. Kapitel gibt es einen Überblick über die sieben Metropolregionen in Deutschland. Eine Definition und die verschiedenen Merkmale einer Metropolregion werden ebenso aufgeführt. Das folgende 5. Kapitel behandelt die Fragestellung, ob Unternehmensstandorte wissensintensiver Dienstleistungen ein qualitativer Standortindikator von Metropolregionen in Deutschland sind. Zuerst wird eine Definition eines Standortindikators erarbeitet und anhand dieser Definition eine Untersuchung der wissensintensiven Dienstleistungen als Standortindikator dargestellt. Es wird darauf eingegangen, warum sich wissensintensive Dienstleister in Metropolregionen ansiedeln, welche Vorteile sich für die Unternehmen ergeben und welche Auswirkungen dies auf die Region hat. Dieses Kapitel wird mit einer Zusammenfassung abgeschlossen. Zum Abschluss der Arbeit gibt es eine Zusammenfassung, in der aus allen Kapiteln die wichtigsten Erkenntnisse noch einmal dargestellt werden und die Fragestellung der Arbeit beantwortet wird. Es folgt eine Zusammenfassung in Englisch.
2. Charakteristika wissensintensive Dienstleistungen
Dieses einleitende Kapitel soll zuerst einmal die wichtigsten Charakteristika von wissensintensiven Dienstleistungen darstellen. Nach einer Abgrenzung werden die wichtigsten Besonderheiten von wissensintensiven Dienstleistungen betrachtet die für die weitere Analyse von Bedeutung sind.
2.1 Abgrenzungen wissensintensiver Dienstleistungen
Den Begriff „Dienstleistungen“ abzugrenzen ist nicht einfach, da in der amtlichen Wirtschaftsstatistik keine einheitliche Definition existiert. Dennoch haben sich wichtige Charakteristika herausgebildet, um den Dienstleistungssektor gegenüber der Produktionswirtschaft abzugrenzen. Zu den wichtigsten Charakteristika zählen die Immaterialität von Dienstleistungen, die eingeschränkte Lagerfähigkeit, sowie das uno-actu-Prinzip, bei dem Leistungsnehmer und Leistungsanbieter in direktem Kontakt stehen müssen (Haas; Lindemann 2003, S.2). Bei Kujath findet sich folgende Definition für Dienstleistungen:
„Dienstleistungen werden in der Regel als Leistungen definiert, die immateriell,
intangibel, nicht-handelbar, nicht speicherbar, nicht verscheißbar sind, und deren
Produktion und Konsum gleichzeitig stattfinden. Mit ihren Leistungen sind sie in
dieser Definition für ihre Kunden eine Quelle externen Spezialwissens, das
Voraussetzungen für die eigenen Leistungen der Kunden schafft. Moderne
erweiterte Definitionen des Dienstleistungsgriffs berücksichtigen hingegen, dass
Wissen vor allem unter den Bedingungen der durch IuK ausgelösten
Veränderungen im Dienstleistungssektor auch ein speicherbares und handelbares,
nicht verscheißbares und immaterielles Gut sein kann“ (Kujath 2004, S. 4).
Nun haben sich weitere Untergliederungen des Dienstleistungssektors herausgestellt. So unterscheidet man zwischen haushalts- oder verbraucherorientierten Dienstleistungen und unternehmensorientierten Dienstleistungen. Die Abgrenzung hierfür basiert darauf, dass unternehmensorientierte Dienstleistungen als Input bzw. Zwischenprodukt in die Produkt- und Leistungserstellung von Unternehmen einfließen und haushaltsorientierte Dienstleistungen von Haushalten nachgefragt werden, die diese Tätigkeiten als Endprodukt nutzen (Di Iorio Egeler 2006, S.7; Haas; Lindemann 2003, S.3). Da diese Arbeit sich mit dem Themengebiet der wissensintensiven Dienstleistungen beschäftigt, wird nun nur noch auf die unternehmensorientierten Dienstleistungen eingegangen. Denn bei den unternehmensorientierten Dienstleistungen kann wiederum eine weitere Abgrenzung erfolgen, indem man die angebotene Tätigkeit als wissens- und humankapitalintensive Leistung beurteilt, oder sie als Routine- und standardisierbare Leistung einstuft. Wissensintensive Dienstleistungen werden zu den unternehmensorientierten Dienstleistungen gezählt (Di Iorio Egeler 2006, S.8). Diese Dienstleistungen werden in der Literatur mit den Begriffen „advanced producer services“, „knowledge-intensve business services (kibs)“, „sekundäre Dienstleistungen“, „Informationsdienstleistungen“ oder „wissensintensive Dienstleistungen“ bezeichnet. Gekennzeichnet sind diese Tätigkeiten aber alle durch eine geringe Standardisierbarkeit, eine große Auftragsindividualität (Haas; Lindemann 2003, S.3) eine hohe Wissensintensität, starke Kundenkontakte und durch besonders intensive Netzwerkstrukturen. Sie schließen einfachere, standardisierbare bzw. weniger wissensintensive Dienstleistungen aus. Aber auch bei den wissensintensiven Dienstleitungen existiert keine einheitliche Definition. Strambach grenzt wissensintensive unternehmensorientierte Dienstleistungen so ab, dass es Dienstleistungen sind, die nicht für den privaten Verbrauch produziert werden sondern von Unternehmen und öffentlichen Institutionen nachgefragt werden. Man findet diese Dienstleister vor allem in Bereichen Unternehmensberatung, Datenverarbeitung und Informationstechnologie, Forschung und Entwicklung, Werbung sowie Medien (Strambach 2004, S. 50). Wissensintensive unternehmensorientierte Dienstleistungen werden in fünf Branchen aufgesplittet: die Rechtsberatung, die Wirtschaftsdienste, die technische Beratung und Planung, die Werbung und die „sonstigen Dienstleistungen für Unternehmen“. Zur letzten Gruppe zählen die Datenverarbeitung, Markt- und Meinungsforschung, sowie die Organisationsberatung. Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung, Unternehmensberatung und Buchhaltung werden in der Branche der Wirtschaftsdienste zusammengefasst. Die Technischen-Dienste vereinen Architekturbüros, biochemische und physikalische Labors, beratende Ingenieurbüros und sonstige Beratungsdienstleistungen technischer Art (Strambach 1995, S. 32).
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