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Die Rolle von Korpora in der Lexikographie

Scholary Paper (Seminar), 2002, 16 Pages
Author: Matthias Schmid
Subject: English Language and Literature Studies - Linguistics

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2002
Pages: 16
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 9  Entries
Language: German
Archive No.: V67850
ISBN (E-book): 978-3-638-60547-2

File size: 144 KB


Excerpt (computer-generated)

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Proseminar Linguistik, Wintersemester 2001/02
Abgabedatum: 19.04.2002

Die Rolle von Korpora in der Lexikographie

von: Matthias Schmid

 


- Inhaltsverzeichnis -

1. Einleitung 2

2. Quellen für lexikographische Information 2

2.1. Bereits vorhandene Sprachbeschreibungen 3
2.2. Belegsammlungen 3
2.3. Introspektion 3
2.4. Korpora 4

3. Die Rolle von Korpora innerhalb der Linguistik 5

3.1. Pragmatik 5
3.2. Dialektologie und Soziolinguistik 6
3.3. Phraseologie 7
3.4. Weitere übergreifende Einflüsse der Korpora auf die Lexikographie 8

4. Aus einer Konkordanzliste herauslesbare Informationen 8

5. Kritische Betrachtung 9

Anhang 11

Literaturverzeichnis 15

 

 


“I have to look in the dictionary to find out what a virgin is. … The dictionary
says, Virgin, woman (usually a young woman) who is and remains in a state of
inviolate chastity. Now I have to look up inviolate and chastity and all I can find
here is that inviolate means not violated and chastity means chaste and that
means pure from unlawful sexual intercourse. Now I have to look up intercourse
and that leads to intromission … I don’t know what that means and I’m too
weary going from one word to another in this heavy dictionary … And all
because the people who wrote the dictionary don’t want the likes of me to know
anything.” (McCourt, 1996: 333, zit. nach Rundell, 1998: 335)

1. Einleitung

Das vorliegende Zitat spiegelt das Problem vieler Englischlernenden wieder, die versuchen sich auf einsprachige Wörterbücher zu stützen. Das Vokabular der Definitionen und Worterklärungen ist für den Benutzer im obigen Beispiel zu komplex und kompliziert und übersteigt seine Sprachkenntnisse. In der Entwicklung von Wörterbüchern „(...) have indeed been significant improvements (...) especially in the last decade (...)“ (Rundell, 1998: 316). Vor allem die technologischen Verbesserungen im Bereich der elektronischen Datenverarbeitung eröffneten für die Lexikographie viele neue Möglichkeiten. Das Zurückgreifen auf elektronische Datenbanken als authentische Sprachsammlungen, die Verbindung von Computer und Wörterbuch spielt nach Ooi (1998: 32) seit den 1970er Jahren eine essentielle Rolle und hat die Qualität der linguistischen Aussagen enorm verbessert. Die folgende Arbeit wird auf diese steigende Bedeutung von Korpora in der Lexikographie näher eingehen.

2. Quellen für lexikographische Information

Im Laufe der Jahre haben sich nach Flohr (1993: 5) im Wesentlichen vier Formen der lexikographischen Informationsermittlung entwickelt und etabliert: Bereits vorhandene Sprachbeschreibungen, Introspektion, Belegsammlungen und Korpora.

2.1. Bereits vorhandene Sprachbeschreibungen

Hier stützen sich die Lexikographen auf bereits analysiertes und strukturiertes Sprachmaterial, also auf sekundäre Quellen, zumeist Wörterbücher. Dennoch dürfen die so gewonnen Erkenntnisse nicht vorurteilsfrei übernommen werden, sondern müssen einer sorgfältigen Prüfung durch einen muttersprachlichen Linguisten unterzogen werden.

2.2. Belegsammlungen

Diese Form der lexikographischen Informationsermittlung kann als eine frühe Form der Korpuslinguistik betrachtet werden. Dabei wird „(...) authentisches Sprachmaterial, d.h. (...) Äußerungen, die tatsächlich in einer natürlichen, kommunikativen Situation entstanden sind“ (Flohr, 1993: 6) in Form von nach bestimmten Kriterien ausgewählten Textzitaten gesammelt. Sie dienen als zusätzliche Informationsquelle der Unterstützung der muttersprachlichen Kompetenz, in Fällen, wo sie an ihre Grenzen stößt oder nicht weiterhelfen kann, wie beispielsweise bei der Erstellung des Oxford English Dictionary. Dieses Wörterbuch machte die diachronische Untersuchung der Entwicklung der englischen Sprache über die Jahrhunderte hinweg zum Forschungsgegenstand.

2.3. Introspektion

Lexikographen in ihrer Eigenschaft als Muttersprachler der betreffenden Sprache können gezielt zu jedem Problem die gewünschte Information liefern. „There is thus a focus on the I-language (‘internalised language’) or linguistic competence.” (Ooi, 1998: 4) Dieser Idiolekt reflektiert jedoch nur das individuell geprägte Sprachsystem eines einzigen Sprechers und basiert auf dessen Intuition und Sprachgefühl. Doch Wissen und Erfahrung eines Menschen sind begrenzt. „If we only rely on this method alone, perhaps a dictionary is only as good as its lexicographer(s), since what a constitutes an acceptable usage or definition depends on whether it accords with the lexicographer’s intuitions and judgement.” (Ooi, 1998: 47-48)

2.4. Korpora

[...]


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