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Examensarbeit, 2004, 324 Seiten
Autor: Michael Digeon
Fach: Pädagogik - Der Lehrer
Details
Tags: Schüler-Lehrer-Beziehung, Grundschule
Jahr: 2004
Seiten: 324
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 27 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-59404-2
Dateigröße: 794 KB
Es handelt sich hierbei um eine Examensarbeit zum Thema 'Schüler-Lehrer-Interaktion'. Sie besteht aus einem Theorieteil und einem empirischen Teil. !Sehr großer Anhang!
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Textauszug (computergeneriert)
Universität Koblenz-Landau, Abteilung Landau
Die Schüler-Lehrer-Beziehung in der Grundschule
Michael Digeon
Inhaltsverzeichnis
II. Einleitung ... 2
III. Theoretischer Teil ... 4
1. Bedeutung der Lehrer- Schüler- Beziehung ... 4
2. Perspektive des Lehrers ... 8
3. Perspektive des Schülers ... 11
4. Modelle der Lehrer- schüler- Interaktion ... 14
5. Störungen in der Lehrer- Schüler- Interaktion ... 22
6. Pädagogische Zielvorstellungen ... 31
IV. Empirischer Teil ... 36
1. Fragestellungen ... 36
2. Beschreibung der Untersuchungsinstrumente ... 36
2.1. Interviews ... 36
2.2. Lehrerbeurteilungen ... 39
2.3. Lehrerbefragungen ... 40
2.4. Vergleich Interview und Lehrerbefragung ... 41
3. Durchführung der Untersuchung ... 42
4. Beschreibung der Stichprobe ... 44
4.1. Klasse 1 ... 44
4.2. Klasse 2 ... 46
4.3. Die Schule ... 47
4.4. Die Region ... 48
5. Ergebnisse ... 50
5.1. Ergebnisse zu den geschlossenen Fragen ... 50
5.1.1. Klasse 1
5.1.2. Klasse 2
5.1.3. Vergleich Klasse 1 und 2
5.2. Ergebnisse zu den offenen Fragen ... 84
5.2.1. Klasse 1
5.2.2. Klasse 2
5.2.3. Vergleich Klasse 1 und 2
5.3. Ergebnisse zum Fragebogen ... 102
5.3.1. Klasse 1
5.3.2. Klasse 2
5.3.3. Vergleich Klasse 1 und 2
5.4. Ergebnisse zum Lehrerfragebogen ... 130
5.4.1. Klasse 1
5.4.2. Klasse 2
5.4.3. Vergleich Klasse 1 und 2
5.5. Frage 10: Fremdwahrnehmung ... 143
5.5.1. Klasse 1
5.5.2. Klasse 2
5.6. Extremgruppenvergleich: Einzelfallstudie ... 145
5.6.1. Klasse 1 positiv
5.6.2. Klasse 1 negativ
5.6.3. Klasse 2 positiv
5.6.4. Klasse 2 negativ
6. Zusammenfassung ... 152
7. Schlussbemerkung ... 154
8. Literaturverzeichnis ... 156
V. Anhang ... 159
1. Interview zur Lehrer- Schüler- Beziehung aus der Perspektive des Kindes
2. Fragebogen zur Lehrerbeurteilung
2.1. Klasse 1
2.2. Klasse 2
3. Lehrerfragebogen
3.1. Klasse 1
3.2. Klasse 2
4. Bogen für Frage 10: Fremdwahrnehmung
4.1. Klasse 1
4.2. Klasse 2
5. Elternerklärung
II. Einleitung
Eine grundlegende Voraussetzung für einen guten und erfolgreichen Unterricht ist die Beziehung zwischen Lehrern und Schülern.
Da das Gebiet um die Lehrer- Schüler- Beziehung aber noch weitgehend unerforscht ist, hat Herr Prof. Dr. H. P. von der Universität Koblenz Landau, Abteilung Landau, eine Forschungsgruppe ins Leben gerufen, die sich mit dieser Materie auseinandersetzt. Herr Prof. Dr. Hanns Petillon betreut insgesamt 28 Studenten, die die Lehrer- Schüler- Beziehung aus der Sicht der Kinder analysieren. An diesen empirischen Untersuchungen nahmen etwa 1100 Schüler aus verschiedenen Grundschulen in den Bundesländern Rheinland- Pfalz und Saarland teil. Diese Studie wurde ausschließlich in vierten Klassen durchgeführt.
Diese Arbeit hat mir als angehenden Lehrer sehr geholfen, da ich aus erster Hand erfahren habe, was den Schülern bei einem Lehrer wichtig ist. Man lernt eben am besten in der Praxis, beim direkten Umgang mit den Schülern. Um einen guten und erfolgreichen Unterricht zu ermöglichen, müssen sich Lehrende und Lernende akzeptieren und tolerieren und das Verhältnis zwischen beiden muss stimmen. Die Studie soll nun helfen , dieses Verhältnis unter Einbeziehung der verschiedenen Sichtweisen verständlicher zu machen.
Meine Arbeit ist wie folgt aufgeteilt:
Ich beginne mit dem theoretischen Teil, indem ich zu Beginn allgemein etwas über die Lehrer- Schüler- Beziehung schreibe. In den beiden folgenden Kapiteln geht es zum Einen um die Perspektive des Lehrers und zum Anderen um die Perspektive des Schülers, bei denen unter anderem deren Erwartungen zum Vorschein kommen. Das anschließende Kapitel beschäftigt sich mit verschiedenen Modellen zur Lehrer- Schüler- Interaktion. Kapitel 5 handelt von diversen möglichen Störungen in der Lehrer- Schüler- Beziehung, wie z.B. Konflikte und Gewalt. Das abschließende sechste Kapitel handelt von pädagogischen Zielvorstellungen, die der Verbesserung des Lehrer- Schüler- Verhältnisses dienen sollen.
Auf diesen theoretischen Teil folgt nun der empirische. Hier werden zuerst einmal die verschiedenen Fragebögen, also die Untersuchungsinstrumente beschrieben. Danach wird kurz erläutert, wie die Untersuchung durchgeführt wurde. Im anschließenden Kapitel wird dann näher auf die Schulklasse, die Lehrerin, die Schule und deren Region eingegangen. In Kapitel 5 werden dann die Ergebnisse der Untersuchungen präsentiert. Die Kapitel 5.1 bis 5.3 beschreiben die Ergebnisse der beiden Klassen und Kapitel 5.4 beschäftigt sich mit den Ergebnissen der Lehrerbefragung. Kapitel 5.5 handelt von einem Extremgruppenvergleich, bei dem jeweils ein guter und ein schlechter Schüler aus jeder Klasse genauer analysiert wird.
In der anschließenden Zusammenfassung wird versucht den Bezug zwischen Empirie und Theorie herzustellen und in der darauffolgenden Schlussbemerkung versuche ich aufzuzeigen, wie man am besten auf die Schüler eingehen kann, ohne den Ein oder Anderen zu vernachlässigen.
III. Theorieteil
1. Bedeutung der Lehrer- Schüler- Beziehung
Eine wichtige Aufgabe des Lehrers ist es, die Entwicklung eines Schülers so zu fördern, dass dieser seine vorhandenen Anlagen zur Entfaltung bringen kann. Dies ist allerdings nur machbar, wenn alle wertvollen Anlagen im Individuum vorhanden sind, und sich in einer günstigen Umwelt auch entfalten können. „Erziehung ist demnach das Schaffen optimaler Bedingungen unter Ausschaltung störender Einflüsse“ (Schweer, M.,2000). Auf Grund dieser Definition kann man sagen, dass die Schule heute eine zentrale Stellung sowohl im Lebens- als auch im Erfahrungsraum der Schülerinnen und Schüler einnimmt.
Nach Pekrun (1994) werden der Schule vier gesellschaftliche Funktionen zu geschrieben: „Qualifikation, Allokation, Sozialisation und Bereitstellung einer Gruppe von Gleichaltrigen“.
Unter Qualifikation versteht man die primäre Aufgabe der Schule, ihre Schüler für nachschulische Ausbildungs- und Berufswege zu qualifizieren, indem man ihnen grundlegende kulturspezifische Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten vermittelt.
Allokation bezieht sich auf die schulischen Leistungen, die als Selektionskriterium dienen.
Sozialisation bedeutet, dass Schule zur Entfaltung mündiger und sozial verantwortlicher Persönlichkeiten beitragen soll, indem sie gesellschaftlich wünschenswerte Dispositionen, Normen, Werthaltungen und Verhaltensbereitschaften vermittelt.
Bezüglich der Bereitstellung von Gleichaltrigen- Gruppen wird darauf hingewiesen, dass die Schule ihren Schülern immer einen Erfahrungsraum inmitten von Gleichaltrigen bietet.
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