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Der Kreuzfahrtmarkt - eine Marktanalyse

Seminararbeit, 2004, 45 Seiten
Autor: Anja Fischer
Fach: Touristik / Tourismus

Details

Institution/Hochschule: Fachhochschule Kempten
Tags: Kreuzfahrtmarkt, Marktanalyse
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2004
Seiten: 45
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 28  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V67966
ISBN (E-Book): 978-3-638-60586-1

Dateigröße: 1271 KB

Zusammenfassung / Abstract

Bereits im Jahr 1890 startete die erste Kreuzfahrt von Bremerhaven aus Richtung Norden in die Welt der Fjorde. Seitdem haben sich Seereisen rund um die Welt zum Urlaubsvergnügen erster Klasse entwickelt. Vor allem der nordamerikanische Markt gilt als Hauptentwicklungsmotor der Kreuzfahrtbranche und bringt weltweit den größten Anteil am Passagieraufkommen hervor. Aber auch die europäischen Märkte haben in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Allerdings gestaltet es sich als sehr schwierig, einen Überblick über alle Kreuzfahrtmärkte, deren Entwicklung und aktuelle Situation zu bekommen, da – abgesehen von unzähligen Beiträgen in Fachzeitschriften und Zeitungen, die meist hauptsächlich Produkt- und Reisebeschreibungen enthalten – nur sehr wenig Literatur zur Verfügung steht, die sich ausgiebig mit dieser Thematik beschäftigt. Dies gilt auch für den deutschen Markt als ein Quellgebiet des Kreuzfahrttourismus. Aufgrund dessen verfolgt diese Arbeit das Ziel, eine umfassende Analyse des deutschen Kreuzfahrtmarktes zu liefern, wobei dabei sowohl die Anbieter-, als auch die Nachfragerseite in wesentlichen Aspekten betrachtet werden sollen. Es werden vergangene und zukünftige Entwicklungen aufgezeigt, hauptsächlich aber wird die momentane Situation auf dem deutschen Markt dargestellt. Obwohl Kreuzfahrten auf Meeren und Flüssen stattfinden, beschränkt sich die Untersuchung hierbei auf den Hochseebereich, da zwischen Hochsee- und Flusskreuzfahrten erhebliche Unterschiede bestehen, auf die im Folgenden noch gründlich eingegangen wird.


Textauszug (computergeneriert)

F A C H H O C H S C H U L E K E M P T E N
Studienschwerpunkt Tourismus
Sommersemester 2004

Der Kreuzfahrtmarkt - eine Marktanalyse

von: Anja Fischer

 


Inhaltsverzeichnis

Darstellungsverzeichnis  III [in der Downloaddatei vorhanden]
Abkürzungsverzeichnis  IV [in der Downloaddatei vorhanden]

1 Einführung 1

1.1 Themenabgrenzung und Ziel der Arbeit 1
1.2 Aufbau der Arbeit  1

2 Grundlegendes zur Kreuzfahrt und deren Analyse 2

2.1 Definitionen 2
2.2 Unterschiede zwischen Hochsee- und Flusskreuzfahrten 4

3 Analyse des deutschen Hochseekreuzfahrtmarktes 5

3.1 Die Angebotsseite 5

3.1.1 Kreuzfahrtreedereien und Kreuzfahrtveranstalter 5

3.1.1.1 Angebotsstruktur  5
3.1.1.2 Angebotsvolumen  9

3.1.2 Kreuzfahrtgebiete 11

3.1.2.1 Gebietsaufteilung und Einteilungskriterien 11
3.1.2.2 Analyse nach Anlaufhäufigkeit, Anbietern und Saisonzeiten 13

3.2 Die Nachfrageseite 14

3.2.1 Marktvolumen und –potential  14
3.2.2 Motive und Erwartungen 17
3.2.3 Altersstruktur  20

4 Fazit  22

Anhang I 23
Anhang II  24
Anhang III  36


Literaturverzeichnis 39
 

 

 


1 Einführung

1.1 Themenabgrenzung und Ziel der Arbeit

Bereits im Jahr 1890 startete die erste Kreuzfahrt von Bremerhaven aus Richtung Norden in die Welt der Fjorde. Seitdem haben sich Seereisen rund um die Welt zum Urlaubsvergnügen erster Klasse entwickelt. Vor allem der nordamerikanische Markt gilt als Hauptentwicklungsmotor der Kreuzfahrtbranche und bringt weltweit den größten Anteil am Passagieraufkommen hervor.1 Aber auch die europäischen Märkte haben in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Allerdings gestaltet es sich als sehr schwierig, einen Überblick über alle Kreuzfahrtmärkte, deren Entwicklung und aktuelle Situation zu bekommen, da – abgesehen von unzähligen Beiträgen in Fachzeitschriften und Zeitungen, die meist hauptsächlich Produkt- und Reisebeschreibungen enthalten – nur sehr wenig Literatur zur Verfügung steht, die sich ausgiebig mit dieser Thematik beschäftigt. Dies gilt auch für den deutschen Markt als ein Quellgebiet des Kreuzfahrttourismus.

Aufgrund dessen verfolgt diese Arbeit das Ziel, eine umfassende Analyse des deutschen Kreuzfahrtmarktes zu liefern, wobei dabei sowohl die Anbieter-, als auch die Nachfragerseite in wesentlichen Aspekten betrachtet werden sollen. Es werden vergangene und zukünftige Entwicklungen aufgezeigt, hauptsächlich aber wird die momentane Situation auf dem deutschen Markt dargestellt. Obwohl Kreuzfahrten auf Meeren und Flüssen stattfinden, beschränkt sich die Untersuchung hierbei auf den Hochseebereich, da zwischen Hochsee- und Flusskreuzfahrten erhebliche Unterschiede bestehen, auf die im Folgenden noch gründlich eingegangen wird.2

1.2 Aufbau der Arbeit

Kapitel 2 befasst sich zunächst mit für die Analyse wesentlichen Grundlagen. Es werden begriffliche Definitionen erklärt, nämlich, was überhaupt unter einer Kreuzfahrt verstanden wird und was, unter Einbeziehung des allgemeinen Marktbegriffes, einen Kreuzfahrtmarkt ausmacht. Außerdem wird erläutert, welche Bestandteile zu einer Marktanalyse gehören und welchen Zweck diese erfüllt. Ferner erfolgt hier der Vergleich der beiden auf dem Markt präsenten Kreuzfahrtformen und die damit verbundene Abgrenzung. In Kapitel 3 folgt dann die eigentliche Analyse des deutschen Hochseekreuzfahrtmarktes. Begonnen wird mit der Untersuchung der Angebotsseite. Es wird dargestellt, welche Unternehmen auf dem deutschen Markt präsent sind und wie deren Strukturierung und Positionierung aussieht. Dem schließen sich eine Betrachtung der Schiffsbestände und der Kreuzfahrtgebiete an. Anschließend werden die Kreuzfahrtpassagiere näher untersucht. Hierbei sollen unter anderem die Entwicklung der Teilnehmerzahlen von den Kreuzfahrtanfängen bis heute aufgezeigt und die wichtigsten Beweggründe der Passagiere, eine Seereise zu unternehmen, begründet werden. Abgerundet wird die Analyse letztendlich mit der Alters-Problematik. Dabei soll geprüft werden, ob sich das Vorurteil vieler Kreuzfahrtinteressierten, Kreuzfahrten seien Reisen ausschließlich für alte Menschen, tatsächlich bewahrheitet und welche Entwicklungstendenzen zu beobachten sind.

2 Grundlegendes zur Kreuzfahrt und deren Analyse

2.1 Definitionen

In der Literatur finden sich zahlreiche Ansätze, den Begriff „Kreuzfahrt“ darzulegen. Schroeder definiert Kreuzfahrten als „Schiffsurlaubsreisen, bei denen verschiedene Häfen angelaufen werden. Die Passagiere haben die Möglichkeit, an Landausflügen mit Besichtigungsprogrammen teilzunehmen. Das Arrangement schließt Übernachtung, Verpflegung sowie Unterhaltungsprogramme, Sport und Animation an Bord und häufig auch An- und Rückreise ... ein.“1 Ergänzend dazu erwähnt Schäfer, dass Kreuzfahrten Rundreisen sind, deren Dauer und Fahrtrouten vorab in einem Programm festgelegt werden und eine Mindestteilnehmerzahl voraussetzen. Das Kreuzfahrtschiff wird als eigene Urlaubsdestination angesehen, da es sowohl als Unterkunft und Transportmittel, als auch als Ort der Verpflegung, Unterhaltung, Bildung und Erholung genutzt wird.2 Anders ausgedrückt bezeichnet man als Kreuzfahrt eine mehrtägige Schiffsreise mit Hotelcharakter, wobei das Schiff nach exakt vorgefertigtem Programm sehenswerte Orte anläuft, ohne dabei nur reine Transportfunktion auszuüben. Um den „Kreuzfahrtmarkt“ als solchen exakt definieren zu können, scheint es zunächst sinnvoll, sich mit dem Begriff „Markt“ im Allgemeinen auseinander zu setzen. Umgangssprachlich wird der Markt als der konkrete Ort bezeichnet, an dem sich Anbieter und Nachfrager zusammenfinden, um ihre Bedürfnisse durch Austauschbeziehungen zu befriedigen, z.B. Wochenmarkt oder Messen. Solche „sichtbaren“ Märkte sind in der Realität jedoch sehr selten, da es unmöglich ist, dass sich alle Wirtschaftssubjekte zum Güteraustausch an einem bestimmten Ort treffen. So lassen sich zum Beispiel keine Märkte für Autos oder auch Reisen konkret nachweisen.1 Deshalb versteht man in der Wirtschaftswissenschaft unter „Markt“ einen abstrakten Ort, eine „Gedankenkonstruktion[..], die alle für bestimmte Güter oder Dienstleistungen relevanten Angebots- und Nachfrageinformationen zusammenfass[t].“2

Daraus lässt sich letztendlich für den „Kreuzfahrtmarkt“ folgende Definition ableiten: Ein „Kreuzfahrtmarkt“ ist der „gedankliche“ Ort, an dem alle potentiellen Kreuzfahrtanbieter ihre produzierten Seereisen vermarkten (mit dem Ziel, diese an die Verbraucher zu verkaufen) und alle potentiell an diesen Produkten interessierten Nachfrager zunächst ihr Informationsbedürfnis darüber verwirklichen, um schließlich diese Dienstleistungen bei Bedarf und Gefallen in Anspruch zu nehmen. Alle auf dem soeben definierten Markt befindlichen Angebots- und Nachfragefaktoren können mit Hilfe einer „Marktanalyse“ eingehend untersucht werden; mit dem Ziel, einen bestimmten Markt im Wesentlichen zu erfassen, also entsprechende Informationen über die marktrelevanten Möglichkeiten bezüglich Angebot und Nachfrage zu erhalten. 3 Auf den Kreuzfahrtmarkt bezogen bedeutet das, unter anderem herauszufinden, welche Angebote dem Markt vorliegen und wie die Nachfrager darauf reagieren. Die Marktanalyse umfasst drei Teilschritte. Zum einen die Angebots- und Nachfrageanalyse, zum anderen die Marktabgrenzung. Da bereits in Kapitel 1.1 eine Marktabgrenzung bezüglich Produkt (Hochseekreuzfahrten) und Gebiet (Deutschland) erfolgte, wird bei der folgenden Untersuchung nur noch auf die Punkte Angebots- und Nachfrageanalyse eingegangen.

2.2 Unterschiede zwischen Hochsee- und Flusskreuzfahrten

Wie bereits erwähnt, gibt es wesentliche Merkmale, die Hochsee- von Flusskreuzfahrten unterscheiden. Dies betrifft zum einen den Routenverlauf. Während bei Flusskreuzfahrten die Routen nach dem Flusslauf ausgerichtet werden müssen, d.h. die Schiffe können nur flussauf- bzw. abwärts fahren, stehen den Hochseekreuzfahrtschiffen alle Himmelsrichtungen zur Durchquerung der Meere offen, was die Variationsbreite somit deutlich erhöht. Ein weiterer Unterschied besteht in den Liege- und Fahrperioden der Schiffe. Bei Hochseekreuzfahrten liegt das Schiff vorwiegend tagsüber im Hafen, da hier die Landausflüge von großer Bedeutung sind. Bei Flussreisen dagegen steht das Landschaftserlebnis während der Fahrt im Vordergrund. Somit liegen die Schiffe hauptsächlich über Nacht vor Anker. Nur während der sogenannten „Seetage“ steht auch bei Hochseekreuzfahrten das Erleben des offenen Meeres im Mittelpunkt.

Auch bei den Kreuzfahrtpassagieren sind Differenzen erkennbar. So sind Teilnehmer von Flusskreuzfahrten um einiges älter als Hochseereisende, wie die Kreuzfahrtmarktstudie des DRV belegt: Im Jahr 2003 betrug das Durchschnittsalter von Flussreisenden 57 Jahre, Hochseekreuzfahrtpassagiere dagegen waren im Schnitt 48,5 Jahre alt.1 Begründet werden kann dieser Fakt teilweise mit dem Image von Seereisen, welches bei Hochseekreuzfahrten deutlich stärker negativ ausgeprägt ist. Viele Passagiere, dabei vor allem das ältere Klientel, haben auf hoher See Angst vor Schiffskatastrophen und Seekrankheit. Bei Flussreisen wiederum spielt dies überhaupt keine Rolle.2

Letztendlich unterscheiden sich auch die Schiffe von Hochseekreuzfahrten ganz erheblich von denen auf Flüssen. Abgesehen von der Größe – für jeden verständlich, dass ein Ozeanriese, wie z.B. die „Queen Mary II“ der Reederei Cunard mit 345 Metern Länge3, nicht über einen Fluss wie die Donau oder die Elbe kreuzen kann – besteht der größte Unterschied in der Lage der Kabinen. Während Hochseekreuzfahrtschiffe mit Innen- und Außenkabinen ausgestattet sind, stehen für die Passagiere auf Flussschiffen ausschließlich Außenkabinen zur Verfügung.

3 Analyse des deutschen Hochseekreuzfahrtmarktes

3.1 Die Angebotsseite

3.1.1 Kreuzfahrtreedereien und Kreuzfahrtveranstalter

3.1.1.1 Angebotsstruktur

[...]


1 Vgl. Schäfer, C., Kreuzfahrten, 1998, S. 1f.

2 S. Kapitel 2.2, S. 4.

1 Schroeder, G., Tourismuswirtschaft, 2002, S. 201.

2 Vgl. Schäfer, C., Kreuzfahrten, 1998, S. 7f.

1 Vgl. Freyer, W., Tourismus, 2001, S. 204f.

2 Freyer, W., Tourismus, 2001, S. 205.

3 Vgl. Freyer, W., Tourismus-Marketing, 1997, S. 161.

1 Vgl. Pollak, A./Pollak-Lenke, G., Kreuzfahrtenmarkt 2003, 2004, S. 36.

2 Vgl. Schäfer, C., Kreuzfahrten, 1998, S. 10f.

3 Vgl. Gürtler, M., Neubau-Boom, 2004.


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