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Douglas Kellner: Populäre Kultur und die Konstruktion postmoderner Identitäten. Miami Vice - Eine kritisch-hermeneutische Lektüre?

Autor: Constanze Meier
Fach: Soziologie - Medien, Kunst, Musik

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Details

Veranstaltung: Seminar: Cultural Studies (Kultursoziologie)
Institution/Hochschule: Ludwig-Maximilians-Universität München (Soziologie/Sozialwissenschaften)
Tags: Miami Vice - eine kritisch-hermeneutische Lektüre?
Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2001
Seiten: 16
Note: 2,0
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 203 KB
Archivnummer: V6799
ISBN (E-Book): 978-3-638-14291-5

Textauszug (computergeneriert)

Ludwig-Maximilians-Universität München
WS 2000 / 2001, 03. April
Seminar: Cultural Studies (Kultursoziologie)

Constanze Meier


 

Douglas Kellner: "Populäre Kultur und die Konstruktion
postmoderner Identitäten"
"Miami Vice" - Eine kritisch-hermeneutische Lektüre?

 

I. EINLEITUNG 4

II. POPULÄRE KULTUR UND DIE KONSTRUKTION POSTMODERNER IDENTITÄTEN 5

III. MIAMI VICE 7

1. Moral 7
2. Identitäten 8
3. Das Spiel mit Identitäten 10

IV. DAS LOKALE TRIFFT DAS GLOBALE 12

1. Fernsehaneignung 12
2. Das "encoding-decoding"-Modell von Stuart Hall 13

V. SCHLUSS 14

VI. LITERATURLISTE 16

I. Einleitung

Anfang der 80er Jahre wurde die Serie Miami Vice nicht nur in den USA und in Deutschland als die beliebteste Fernsehserie gefeiert. Vor allem die atmosphärischen Bilder der Serie sorgten für eine Stimmung, die sich an der damals neuen, populären Videoclipästhetik orientierte. Auch die beiden Protagonisten Crockett (Don Johnson) und Tubbs (Philip Michael Thomas), die durch ihr unkonventionelles Aussehen und Verhalten auffielen, setzten für die nächsten Jahre Trends. Die Handlungen selbst thematisierten Drogenhandel, Prostitution und den Lebensstil des "kriminellen Milieus", sowie Geldwäsche und die Rolle, die dabei die Banken einnehmen. Keine Stadt eignete sich dafür als Schauplatz besser als Miami, durch den Bezug zur lateinamerikanischen Kultur als Zwischenstation für den internationalen Drogenhandel geltend.
Vor den Kulissen des ‚Art Deco Districts′, der modernen Architektur der 30er und 40er Jahre und den kräftigen Farben Südfloridas spielt sich das Leben der ′High-Tech-Überflussgesellschaft′ ab, das der kriminellen Banden und Verbrechersyndikate, der Reichen und Schönen. Rennboote und schnelle Autos sind längst schon fest integrierte Bestandteile eines konsum- und freizeitorientierten Lebens, das sowohl in der Stadt als auch an den weissen Palmenstränden pulsiert.
Im Mittelpunkt dieser Szenerie steht der Vietnam-Veteran Detective Crockett, der mit einem Alligator, dem ehemaligen Maskottchen eines Footballteams auf einem Segelboot lebt, schnelle Autos mag und unter seinem Armani-Blazer T-Shirts trägt und in Lederschuhen ohne Socken läuft. Sein Partner Tubbs, Afro-Amerikaner, kam ursprünglich von New York nach Miami, um den Mörder seines Bruders zu finden. Jetzt schwärmt er für alte Autos, hört Musik der 60er Jahre und stellt in dem Zweierteam im Gegensatz zum intuitiven Crockett den Strategen dar. Beide sind mit der Verbrechens- und Drogenszene vertraut. Als verdeckte Ermittler werden sie von ihrem Boss Castillo auf besonders prekäre Fälle angesetzt, wobei immer ein Einblick in die verschiedenen Milieus Miamis gewährleistet ist.
Aufgrund des großen Eindruckes, den die Serie damals bei den Zuschauerinnen / den Zuschauern hinterlassen hat, ist es nicht verwunderlich, dass Miami Vice einen idealen Ausgangspunkt für postmoderne Überlegungen bietet. Vertreter der Postmoderne (vgl. Baudrillard, Deleuze, Guattari, Foucault, Lyotard) weisen hier gerade den Medien eine große Bedeutung zu, aber nur wenige, wie zum Beispiel Winter oder Kellner, untersuchen konkret die Massenmedien mit ihren Texten und Produkten und beschreiben dabei bestimmte postmoderne Charakteristika. In dem Aufsatz: "Populäre Kultur und die Konstruktion postmoderner Identitäten" interessiert sich Douglas Kellner, wie der Titel schon verrät, vor allem für die Strukturierung von Identitäten bezüglich der massenmedialen Kultur. Für ein grösseres Verständnis hinsichtlich des Wandels skizziert er darin kurz die Auffassung von Identitäten in traditionellen und modernen Gesellschaften, bevor er sich schliesslich der Serie Miami Vice als seinem zentralen Thema zuwendet. Entgegen der Auffassung anderer Kulturtheoretiker ist Miami Vice für ihn ein sozialer Text, der als ein von polysemer Bedeutung gesättigtes Artefakt anzusehen sei. Erst durch das Aufbrechen der "neuen Art von Oberflächlichkeit" (D.K. S. 220) sei es möglich, diese Bedeutungseinheiten aufzudecken und dabei die Fragmentierung und Zerbrechlichkeit der Identitäten zu erkennen.
Im Folgenden werde ich die zentralen Thesen und Argumentationsreihen des Textes "Populäre Kultur und die Konstruktion postmoderner Identitäten" herausstellen. Dabei werde ich selbige anhand der mir vorliegenden Folgen von Miami Vice überprüfen und gegebenenfalls entkräften. Ziel dieser Arbeit ist es, eine kritische Untersuchung hinsichtlich der Perspektive Douglas Kellners auf die postmoderne Identität innerhalb der Medienlandschaft durchzuführen.

II. Populäre Kultur und die Konstruktion postmoderner Identitäten

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