Unterrichtsqualität und ihre Anforderungen an den Lehrer close

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Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2006
Seiten: 24
Note: gut
Literaturverzeichnis: ~ 12  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 166 KB
Archivnummer: V68053
ISBN (E-Book): 978-3-638-60624-0
ISBN (Buch): 978-3-638-67255-9

Zusammenfassung / Abstract

Wörter wie ´Qualitätssicherung´, ´Qualitätsstandards´ und ´Qualitätskontrollen´ haben im letzten Jahrzehnt immer stärker auch im Bildungswesen Einzug gehalten. Man denke nur an die zahlreichen Studien, wie zum Beispiel PISA und TIMSS, bei denen eben diese Begriffe eine wichtige Rolle spielten. Aber was steht hinter dem Begriff der Unterrichtsqualität? Was ist guter Unterricht? Diese Fragen soll sich die Arbeit zu Beginn stellen. Dabei geht sie erst einmal von dem allgemeinen Verständnis von Qualität aus, welches sie im Weitern auf den Unterricht bezieht. Es folgt eine Betrachtung der, von Hilbert Meyer ausgearbeiteten, zehn Merkmale von gutem Unterricht, wobei diese kurz erläutert werden und auf ihren Zusammenhang und die Bedeutung eingegangen wird. Neben den Schülern ist der Lehrer die wichtigste Person im Unterricht. Er ist maßgeblich an gutem Unterricht beteiligt. Die Herausarbeitung seiner genaue Rolle, die er für die Unterrichtsqualität spielt, soll den Abschluss des ersten Teils der Hausarbeit bilden, bevor sich dann im zweiten Teil, die daraus resultierenden Anforderungen an den Lehrer darlegen. Welche Kompetenzen sind nötig, um eine gute Unterrichtsqualität zu bieten? Was muss ein guter Lehrer tun und was sollte er lieber lassen? Hierbei wird vor allem der Ansatz aus Andreas Helmkes Buch ´Unterrichtsqualität. Erfassen, Bewerten, Verbessern.´ herausgearbeitet, aber auch Meinungen anderer Autoren werden berücksichtigt. Damit ein Lehrer den Anforderungen entsprechen kann, bedarf es natürlich einer bestimmten Ausbildung. Dieser Punkt wird im dritten und letzten Teil der Hausarbeit genauer untersucht. Wie sieht die derzeitige Situation der Lehrerausbildung aus? Und was muss sich in Zukunft bei ihr verändern, damit sie gute Lehrer hervorbringt, welche die Kinder und Jugendlichen im deutschen Bildungswesen, den Forderungen entsprechend, kommunikationsfähiger, selbstständiger und teamfähiger machen und sie mit mehr Eigeninitiative, Problemlösevermögen und Methodenbeherrschung ausstatten? Die Arbeit versucht, das Thema Unterrichtsqualität und ihre Anforderungen an den Lehrer etwas näher zu beleuchten, da es aber ein sehr weitgefasstes Feld ist, kann sie sicher nicht auf alle Aspekte dazu eingehen.

Textauszug (computergeneriert)

Technische Universität Dresden, Fakultät Erziehungswissenschaften
Institut für Schulpädagogik und Grundschulpädagogik
Seminar: Unterrichtsentwicklung
SS 2006, 4. Fachsemester

Unterrichtsqualität und ihre Anforderungen an den Lehrer

von: Christiane Zönnchen

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung  1

2. Unterrichtsqualität  2

2.1 Verständnis von Qualität  2
2.2 Qualität bezogen auf den Unterricht  3
2.3 Zehn Merkmale von gutem Unterricht  5
2.4 Die Rolle des Lehrers für die Unterrichtsqualität  8

3. Anforderungen an den Lehrer  10

3.1 Merkmale der Lehrperson  10

3.1.1 Engagement und Lehrmotivation  10
3.1.2 Subjektive Theorien und epistemologische Überzeugungen  11
3.1.3 Fähigkeit und Bereitschaft zur Selbstreflexion und Selbstverbesserung  11

3.2 Fachwissenschaftliche Expertise  12
3.3 Didaktische Expertise  13

3.3.1 Klarheit  13
3.3.2 Methodenvielfalt  13
3.3.3 Individualisierung  14

3.4 Motivierungsqualität  14
3.5 Klassenführung  15
3.6 Diagnostische Expertise  15
3.7 Erzeugung von Lerngelegenheiten im Unterricht  16

3.7.1 Organisation und Aufrechterhaltung einer Aktivitätsstruktur  16
3.7.2 Stoffentwicklung im Unterricht  16
3.7.3 Organisation der Unterrichtszeit  16

4. Schlussfolgerungen aus den Anforderungen an den Lehrer für die Lehrerausbildung  17

5. Zusammenfassung  19

6. Literaturverzeichnis  21



 

1. Einleitung

Wörter wie „Qualitätssicherung“, „Qualitätsstandards“ und „Qualitätskontrollen“ haben im letzten Jahrzehnt immer stärker auch im Bildungswesen Einzug gehalten (vgl. Helmke u.a 2000, S. 7). Man denke nur an die zahlreichen Studien, wie zum Beispiel PISA und TIMSS, bei denen eben diese Begriffe eine wichtige Rolle spielten. Die Bildungsforschung, die Elternverbände, maßgebliche Vertreter der Schulpraxis und Bildungspolitiker sind sich einig, dass Schulen an ihrer Wirkung und ihren Erträgen bei den Schülern gemessen werden müssen (vgl. Helmke 2004, S. 11). Der Umbruch zur globalen Wissens – und Informationsgesellschaft seit den 90er - Jahren macht dies nötig (vgl. Kempfert/Rolff 1999, S. 9). Dazu kommt, dass die Staatsgelder in Zeiten von vielen leeren öffentlichen Kassen effizient eingesetzt werden sollen, was eine genaue Wirkungserfassung von Bildungsprogrammen und Bildungseinrichtungen bedingt. Ergebnisse, wie es sie für Deutschland unter anderem bei PISA gab, zeigen jedoch auch, dass bei großen Investitionen in den Bildungssektor am Ende nicht unbedingt eine hohe Qualität dabei herauskommen muss. Notwendig ist demzufolge die Überprüfung der Qualität der Schulen und des Unterrichts, damit bestmögliche Ergebnisse erzielt werden können. (vgl. Helmke 2004, S. 8f.) Aber was steht hinter dem Begriff der Unterrichtsqualität? Was ist guter Unterricht? Diese Fragen soll sich die Hausarbeit zu Beginn stellen. Dabei geht sie erst einmal von dem allgemeinen Verständnis von Qualität aus, welches sie im Weitern auf den Unterricht bezieht. Es folgt eine Betrachtung der, von Hilbert Meyer ausgearbeiteten, zehn Merkmale von gutem Unterricht, wobei diese kurz erläutert werden und auf ihren Zusammenhang und die Bedeutung eingegangen wird.

Neben den Schülern ist der Lehrer die wichtigste Person im Unterricht. Er ist maßgeblich an gutem Unterricht beteiligt. Die Herausarbeitung seiner genaue Rolle, die er für die Unterrichtsqualität spielt, soll den Abschluss des ersten Teils der Hausarbeit bilden, bevor sich dann im zweiten Teil, die daraus resultierenden Anforderungen an den Lehrer darlegen. Welche Kompetenzen sind nötig, um eine gute Unterrichtsqualität zu bieten? Was muss ein guter Lehrer tun und was sollte er lieber lassen? Hierbei wird vor allem der Ansatz aus Andreas Helmkes Buch „Unterrichtsqualität. Erfassen, Bewerten, Verbessern.“ herausgearbeitet, aber auch Meinungen anderer Autoren werden berücksichtigt. Damit ein Lehrer den Anforderungen entsprechen kann, bedarf es natürlich einer bestimmten Ausbildung. Dieser Punkt wird im dritten und letzten Teil der Hausarbeit genauer untersucht. Wie sieht die derzeitige Situation der Lehrerausbildung aus? Und was muss sich in Zukunft bei ihr verändern, damit sie gute Lehrer hervorbringt, welche die Kinder und Jugendlichen im deutschen Bildungswesen, den Forderungen entsprechend, kommunikationsfähiger, selbstständiger und teamfähiger machen und sie mit mehr Eigeninitiative, Problemlösevermögen und Methodenbeherrschung ausstatten (vgl. Klippert 2004, S. 11)? Die Hausarbeit versucht, das Thema Unterrichtsqualität und ihre Anforderungen an den Lehrer etwas näher zu beleuchten, da es aber ein sehr weitgefasstes Feld ist, kann sie sicher nicht auf alle Aspekte dazu eingehen. Auch gibt es zahlreiche Theorien und Vorstellungen von gutem Unterricht und einzelne Autoren erachten unterschiedliche Komponenten als wichtig, zum Beispiel bei den Anforderungen an die Lehrer. Die persönlich am relevantesten empfundenen Punkte werden in dieser Hausarbeit ausgeführt.

2. Unterrichtsqualität

2.1 Verständnis von Qualität

Mit ihren Bezeichnungen von Güte, vortrefflicher Beschaffenheit oder etwas Wertvollem war Qualität traditionell produktorientiert. Dies jedoch wurde immer mehr von einem prozessorientierten Qualitätsbegriff ergänzt oder sogar abgelöst. Nun ist alles das, was den Anforderungen entspricht, Qualität. Je nach Sichtweise und Interessenstand gibt es demzufolge natürlich unterschiedliche Ansätze sich dem Begriff zu nähern. (vgl. Kempfert/Rolff 1999, S. 14). Fünf von ihnen werden im Weiteren dazu ausgeführt. Zum einen kann Qualität als Ausnahme verstanden werden. Das heißt, sie ist etwas Besonderes. Das könnte etwas Herausgehobenes sein, wodurch ein bestimmter Status erhalten wird. Dafür gibt es aber keine genaue Definition oder einen Maßstab, sondern die Qualität wird instinktiv gewusst. Ausnahme ist sie auch, wenn sie mit Exzellenz gleichgesetzt wird. Sie übertrifft damit allerhöchste Standards. Jedoch auch, wenn etwas mit Standards übereinstimmt und dafür bestimmte Qualitätskontrollen durchlaufen hat, kann es den Anspruch des Herausragenden haben. Weiterhin wird Qualität als Perfektion oder Konsistenz gesehen, das heißt, es werden keine Fehler gemacht, sondern die richtigen Dinge in der richtigen Weise. Drittens kann sich Qualität auf den Zweck eines Produktes oder einer Dienstleistung beziehen, dient damit also als Zweckmäßigkeit und wird demzufolge als Ausmaß beurteilt, indem ein Produkt seinen Zweck erfüllt. Zusätzlich besteht Qualität als adäquater Gegenwert, was soviel bedeutet, dass ein hoher Standart zu niedrigen Kosten gewährleistet wird. Als letztes kann Qualität nun noch als Transformation gesehen werden, was einen Wandel der Form von etwas impliziert.

Es wird deutlich, dass Qualität je nach Sichtweise Unterschiedliches meint. Es ist ein philosophischer Begriff. Selbst ein und die selbe Person kann den Qualitätsbegriff in unterschiedlichen Situationen auf unterschiedlicher Weise gebrauchen. Es gibt letztendlich keine allein richtige Definition. Ein relativer Begriff, relativ zum Verwender, sowie zum Kontext, in dem er verwendet wird und relativ zum Maßstab. Je nach Interesse kommt er anders zum Einsatz, deshalb ist es notwendig, möglichst klar und präzise zu definieren, welche Kriterien für den Qualitätsbegriff der einzelnen Interessengruppen angewendet werden.(vgl. Harvey/Green 2000, S.17-37)

2.2 Qualität bezogen auf den Unterricht

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