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Hausarbeit, 2006, 20 Seiten
Autor: Melanie Aschert
Fach: Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Details
Institution/Hochschule: Universität Koblenz-Landau
Tags: Genogrammarbeit, Familienberatung, Zentrale, Familienprobleme, Stieffamilie, Alkoholismus, Einführung, Familienberatung
Jahr: 2006
Seiten: 20
Note: 1
Literaturverzeichnis: ~ 16 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-60668-4
Dateigröße: 140 KB
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Textauszug (computergeneriert)
Universität Koblenz – Landau, Campus Koblenz
Seminar: Einführung in die Familienberatung und -therapie
Genogrammarbeit in der Familienberatung und -therapie
Zentrale Familienprobleme: Stieffamilie und Alkoholismus
Melanie Aschert
SS 06
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Genogrammarbeit in der Familienberatung 3
2.1 Was sind Genogramme? 3
2.2 Der Nutzen der Genogramme 4
2.3 Der Zusammenhang mit der systemischen Familientheorie 5
2.4 Die Erstellung von Genogrammen 5
2.5 Weitere Einsatzmöglichkeiten 6
2.6 Fallen des Genogramms 6
3. Typische Familienstruktur: Stieffamilie 7
4. Zentrales Familienproblem: Alkohol in Ehe und Familie, Psychosomatische Störungen 12
5. Schlussbemerkungen 18
6. Literaturverzeichnis 20
1. Einleitung
„Erst wenn es [den Menschen] sehr schlecht geht, wenn Stresskrankheiten und psychosomatische Beschwerden zunehmen, wenn sie aus vielfältigen Gründen mit ihrem Leben nicht mehr klar kommen und vor allem, wenn ihre Beziehung wieder und wieder zerbrechen, wenden sie sich an eine Therapeutin oder an einen Berater.“1
Meiner Meinung nach sagt dieses Zitat vor allem aus, dass die Familien meist viel zu spät erst erkennen, dass sie Probleme haben. Diese These möchte ich als Leitfaden für meine Hausarbeit nehmen. Der Leser wird am Ende des Textes sicherlich verstanden haben, was ich jetzt zu Beginn, damit aussagen wollte.
Zunächst möchte ich dem Leser grundlegende Informationen zu der Genogrammarbeit, als wichtiges Instrument, in der Familienberatung geben. Ich möchte darauf eingehen, was Genogramme überhaupt sind, wo sie eingesetzt werden und welche Möglichkeiten und Fallen in der Genogrammarbeit liegen können.
Im Anschluss werde ich das Thema „Familienstruktur Stieffamilie“ näher beleuchten. Der Abschluss meiner Hausarbeit bildet das Thema: „Alkohol in Ehe und Familie“, welchem ich mich zentrales Familienproblem näher zuwenden werde.
2. Genogrammarbeit in der Familienberatung
2.1 Was sind Genogramme?
„Das Genogramm ist ein mächtiges Werkzeug in der Familientherapie zur Darstellung von Familienbeziehungen. […] [Es] entsteht schnell ein informatives aktuelles Gesamtbild.“2
In dem Werk „Genogramme in der Familienberatung“ schrieben McGoldrick und Gerson: „Unter einem Genogramm verstehen wir die Darstellung eines Familienstammbaums, der – über mindestens drei Generationen hinweg – die vielfältigsten Informationen über die Mitglieder einer Familie und ihre Beziehungen enthält.“3 Kurz und prägnant formuliert, bringen Genogramme Kalender zum sprechen, da der gegenwärtige wie auch historische Familienkontext miteinbezogen wird.
2.2 Der Nutzen der Genogramme
Das Genogramm ist aus der Praxis der Familientherapie entstanden. McGoldrick und Gerson beschränken sich vor allem auf 4 spezifische Funktionen des Genogramms: (1) Die Mobilisierung der gesamten Familie, (2) die Befreiung des Systems von Blockierungen, (3) die Klärung von Familienmustern und (4) die Normalisierung und Neuformulierung von Familienthemen.
Mit Hilfe des Genogramms können in Familienberatungssitzungen unartikulierte Wünsche, Ängste, Konflikte und Wertvorstellungen einzelner Familienmitglieder zum Vorschein kommen.
Durch die graphische Form, wird, vor allem bei komplexen Familien, ein rascher Überblick über Familienstrukturen ermöglicht. Sie stellen daher einen wichtigen Zugang zur Familie für den Therapeuten dar und bilden, durch historisch orientiertes Abfragen des Familiensystems und diagnostizieren früherer Krisen und Übergangsstadien im familiären Lebenszyklus, eine rasche und reichhaltige Quelle zur Hypothesenbildung über bestimmte Symptome. Als Teil einer „[…]umfassenden, systemischen, klinischen Diagnose[…] stellt das Genogramm ein subjektives, interpretatorisches Hilfsmittel dar.“4 Dabei sollte nach McGoldrick betont werden, dass Familientherapeuten Diagnostik und Behandlung üblicherweise nicht voneinander trennen. Es geht darum, „[…] ein „größeres Bild“ zu erkennen, und zwar sowohl im Hinblick auf die gegenwärtigen Probleme als auch im historischen Sinne.“5
Den Mittelpunkt des Genogramm bildet meist ein „Indexpatient“. Er weist meist ein fragliches Symptom oder Problem auf und ist auch meist derjenige, der den Anstoß für eine Familienberatung bzw. Familientherapie angibt. „Der Indexpatient kann im Kontext mehrerer Subsysteme gesehen werden, z.B. in der Geschwisterreihe, in Beziehungsdreiecken, komplementären und symmetrischen Wechselbeziehungen oder im Verhältnis zum übergeordneten Metasystem, z.B. innerhalb einer sozialen Institution (Schule, Gericht o.ä.) sowie innerhalb des umfassenden soziokulturellen Kontexts.“6
2.3 Das Genogramm im Zusammenhang der systemischen Familientheorie
[...]
1 Lambrau, Ursula (2005): Familienkrankheit Alkoholismus. Im Sog der Abhängigkeit; S. 203
2 http://de.wikipedia.org/wiki/Genogramm; Stand: 01.07.2006
3 Mc Goldrick, M./ Gerson, R. (2005): Genogramme in der Familienberatung; S. 13 3
4 Mc Goldrick, M./ Gerson, R. (2005): Genogramme in der Familienberatung; S. 14
5 Mc Goldrick, M./ Gerson, R. (2005): Genogramme in der Familienberatung; S. 15
6 Mc Goldrick, M./ Gerson, R. (2005): Genogramme in der Familienberatung; S. 15 4
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