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Autor: Dipl.-Verw. Isabell Wirth
Fach: Wirtschaft - Personal und Organisation
Details
Institution/Hochschule: Universität Konstanz (Fachbereich Politik- und Verwaltungswissenschaft)
Tags: Wissenstransfer, Unternehmen, Problem, Barrieren, Kommunikation, Wissen, Thema, Wissensmanagement
Jahr: 2006
Seiten: 25
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 16 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 122 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-60682-0
Textauszug (computergeneriert)
Universität Konstanz
Fachbereich Politik- und Verwaltungswissenschaft
Seminar: Management des Wandels
Hausarbeit: Thema Wissensmanagement
Wintersemester 2005/2006
Der Wissenstransfer in Unternehmen
- das Problem der Überwindung
personeller Barrieren bei der Kommunikation von implizitem Wissen
Hausarbeit
vorgelegt von:
Isabell Wirth
Studiengang: Verwaltungswissenschaften (Diplom)
7. Fachsemester
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2 Implizites Wissen innerhalb des Wissenstransfers - Definition und Begriffsabgrenzung 3
2.1 Implizites Wissen - eine bedeutende menschliche Ressource 3
2.2 Der Wissenstransfer in Unternehmen - Schlüsselfunktion des Wissensmanagement 5
3 Personelle Barrieren bei der Kommunikation von implizitem Wissen 8
3.1 Grundlegendes zur vorliegenden Problematik 8
3.2 Barrieren auf Seiten des Wissenssenders 9
3.2.1 Mangelnde Teilungsbereitschaft 9
3.2.2 Mangelnde Teilungsfähigkeit 12
3.3 Barrieren auf Seiten des Wissensempfängers 13
3.3.1 Mangelnde Aufnahmebereitschaft 13
3.3.2 Mangelnde Aufnahmefähigkeit 14
3.4 Barrieren innerhalb der Beziehung von Sender und Empfänger 14
4 Lösungsansätze zur Reduktion personeller Barrieren 16
4.1 Schaffung einer konkurrenzfreien "Sharing-Kultur" 16
4.2 Schaffung von Anreizsystemen 18
5 Fazit 21
Literaturverzeichnis 22
1. Einleitung
Wir wissen mehr als wir zu sagen wissen.
Michael Polanyi
In ihrem renommierten Werk "The Knowledge-Creating Company" aus dem Jahr 1995 belegen die Japaner Nonaka und Takeuchi, dass sich westliche Manager bei ihrer Arbeit hauptsächlich an explizitem Wissen orientieren, wohingegen laut den Autoren jedoch bis zu 80% des Wissens in Organisationen impliziter Natur ist.
Um dem steigenden Wettbewerbsdruck gerecht zu werden, rückt das "Know-How" der Mitarbeiter in den kommenden Jahren auch in der westlichen Managementwelt immer stärker in den Mittelpunkt des unternehmerischen Denkens und Handelns.
Vermehrt werden in Unternehmen Maßnahmen eingeführt, die den Austausch des in den Köpfen der Mitarbeiter schlummernden Wissens fördern sollen. Ziel dieser Maßnahmen ist, die Wissensbeschaffung innerhalb von Unternehmen voranzutreiben und somit die Innovationsfähigkeit der Unternehmen zu sichern bzw. zu steigern.
Ein Teilprozess des Wissensmanagement, der Wissenstransfer, beschreibt den Vorgang der Weitergabe und Explizierung impliziten Wissens. Nonaka und Takeuchi sprechen hier von den Prozessen der Sozialisation und Externalisierung, bei dem das stillschweigende Wissen der Mitarbeiter an andere Kollegen weitergegeben und/oder dem Unternehmen zugänglich gemacht wird.
Hier ergeben sich jedoch Fragen: Inwieweit ist dieser Transfer von implizitem Wissen in der Realität überhaupt möglich? Welche Barrieren treten in der Praxis auf? Und inwieweit können die in der Literatur beschriebenen Lösungsansätze zur Eliminierung dieser Barrieren beitragen?
Das Ziel der vorliegenden Arbeit beinhaltet zwei Aspekte:
Zunächst soll eine strukturierte Beschreibung und Erläuterung möglicher in der Praxis auftretender personeller Barrieren innerhalb des Wissenstransferprozesses geliefert werden. In der Literatur finden sich hier meist nur recht oberflächliche Auflistungen bzw. Statistiken dieser möglichen Hemmnisse - systematische Darstellungen fehlen jedoch. Darauf aufbauend soll verdeutlicht werden, dass die meisten in der Literatur vorliegenden Lösungsansätze zur Eliminierung dieser Barrieren unspezifisch sind und wenn überhaupt plausibilistisch argumentieren. Die Gründe für diese unzureichende wissenschaftliche Fundierung liegen vermutlich in der Charakteristik des Gegenstandbereichs selbst: Die menschlichen Ressource des impliziten Wissens liegt unterschwellig vor. Sie ist nicht offensichtlich und kann für den Manager und/oder Wissenschaftler somit nicht greifbar bzw. messbar gemacht werden. Ob überhaupt und wie eine Überprüfung des Erfolgs oder Nicht-Erfolgs der Wissensweitergabe und -verteilung möglich ist, stellt die Wissenschaft somit vor eine komplexe und bis heute nicht ausreichend beantwortete Frage.
Das Vorgehen der Arbeit sieht wie folgt aus:
In einem ersten Schritt (Kapitel 2.1) werden die grundlegenden Begriffe Wissen und implizites Wissen definiert und erläutert. Kapitel 2.2 beleuchtet den Begriff Wissensmanagement, um im Anschluss die Bedeutung und Stellung des Teilprozesses des Wissenstransfers herauszuarbeiten. Beispielhaft wird hier auf zwei klassische, in der Praxis häufig verwendete Instrumente dieses Bausteins eingegangen.
Kapitel 3 beschreibt die Bedeutung personeller Barrieren bei der Kommunikation von implizitem Wissen innerhalb des Wissenstransferprozesses.
Darauf aufbauend erfolgt in Kapitel 4 eine kritische Betrachtung der in der Literatur beschriebenen Lösungsansätze für die zuvor dargestellten Barrieren.
Kapitel 5 zieht aus dem dargestellten Gang der Argumentation dieser Arbeit ein Fazit und gibt einen Ausblick auf die mögliche, weitere wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesem Themenbereich.
In Kapitel 3 und 4 wird deutlich werden, dass die Literatur zum Thema Wissenstransfer nicht an wissenschaftlichen Maßstäben, sondern meist ausschließlich an Verkaufszahlen und Profit orientiert ist. Dies bereitete große Probleme bei der Auswahl und Auswertung der für diese Arbeit verwendeten Literatur. Es zeigt zugleich, dass sich hier offensichtlich ein großes Betätigungsfeld für die Sozial- und Organisationswissenschaften befindet.
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