Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Nikolaus Kopernikus - Die Kopernikanische Wende und ihre Folgen close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Nikolaus Kopernikus - Die Kopernikanische Wende und ihre Folgen

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2006, 25 Pages
Author: Heike Esser
Subject: Philosophy - Early Modern Philosophy (approx. 1350 - 1600)

Details

Event: Hauptseminar: Der lange Weg zu einsteins Kosmos
Institution/College: University of Trier (Fachbereich I: Philosophie)
Tags: Nikolaus, Kopernikus, Kopernikanische, Wende, Folgen, Hauptseminar, Kosmos
Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2006
Pages: 25
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 9  Entries
Language: German
Archive No.: V68252
ISBN (E-book): 978-3-638-60913-5
ISBN (Book): 978-3-638-71169-2
File size: 164 KB
Notes :
Die Arbeit setzt sich auseinander mit der Biographie von Kopernikus,seinem Weg zur Astronomie, dem Ursprung und die Ausarbeitung seiner Theorie vom Kopernikanischen Weltbild,den Problemen mit denen sich Kopernikus auseinandersetzten musste wie z.B. mit der Kirche und dem vorherrschenden geozentrische Weltbild.Im Anschluss daran wird auf die Ausarbeitung der kopernikanischen Theorie und die Beweisführung durch Kepler, Galilei und Newton eingegangen.


Abstract

Die Sonne steht still und die Erde bewegt sich. Diese Erkenntnis war eine der faszinierendsten Fortschritte in der Geschichte der Wissenschaft, zugleich aber auch höchst irritierend, da diese Erkenntnis im Widerspruch zur Alltagserfahrung steht. Wir sehen wie die Sonne auf- und untergeht und wir spüren, dass die Erde, auf der wir stehen, fest und unbeweglich zu ruhen scheint. So stellt die heliozentrische Theorie die Ansichten, die sich aus der sinnlichen Wahrnehmung ergeben, in Frage. Als 1543 Kopernikus Werk „De revolutionibus orbium coelestium“ erschien, läutete es eine wissenschaftliche Revolution ein.In dieser Arbeit wird Kopernikus Beitrag zu unserem heutigen Weltbild näher betrachtet. Anhand biographischer Daten werden seine ersten Berührungen mit der Astronomie verdeutlicht. Anschließend werden Kopernikus Werk, das konkurrierende geozentrische Weltbild und die philosophischen sowie astronomischen Gedanken der Antike, auf denen Kopernikus aufbaut, vorgestellt. Im Verlauf dieser Arbeit wird deutlich, was Kopernikus am alten Weltbild kritisiert, was ihn zu der Formulierung seiner Theorie motiviert hat und, wie sein heliozentrisches System von Astronomen, der Öffentlichkeit und der Kirche rezipiert worden ist. Abschließend wird kurz die Weiterentwicklung und Vollendung des heliozentrischen Weltbildes durch Kepler, Galilei und Newton dargestellt, um aufzuzeigen, inwiefern Kopernikus Konzept noch theoretisch ausgebaut, empirisch und physikalisch fundiert werden musste, um allgemeine Anerkennung zu finden. Die erkenntnismäßige Überwindung des geozentrischen Weltbildes, die gemeinhin mit Kopernikus verbunden wird, musste früher oder später zu einem fundamentalen Umdenkungsprozess hinsichtlich der Stellung des Menschen im Kosmos führen. Diesen Umdenkungsprozess hat Kopernikus selbst jedoch gar nicht gesehen und noch weniger gewollt. Dazu ist er viel zu sehr Traditionalist und an das Gedankengut der antiken Philosophen gebunden gewesen, als dass er die Unendlichkeit des Universums angenommen und damit die „sichere“ Stellung des Menschen im Kosmos in Frage gestellt hätte. Sein Anliegen lag darin, die Astronomie und das herrschende geozentrische Weltbild zu reformieren, die Bewegungen der Himmelskörper besser und einfacher zu erklären, aber nicht das aristotelisch-ptolemäische Weltgebäude mittels eines revolutionären Gewaltaktes zu zerstören.


Excerpt (computer-generated)

Universität Trier, Fachbereich I: Philosophie
Hauptseminar: Der lange Weg zu Einsteins Universum
WS 05/06

Nokolaus Kopernikus
Die kopernikanische Wende und ihre Folgen

von: Heike Esser

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 3

2. Die Kopernikanische Wende  5

2.1 Kopernikus Weg zur Astronomie – Eine kurze Biographie  5
2.2 Das Weltbild der Antike – Aristoteles und Ptolemäus  7
2.3 Kopernikus heliozentrische Theorie und seine antiken Vordenker 9
2.4 „De revolutionibus“ – Kopernikus Motive zu seinem revolutionären Weltbild und dessen Traditionsbindung  12
2.5 Kopernikus Wirkung auf die Öffentlichkeit und die Kirche  15

3. Weiterentwicklung und Vollendung des heliozentrischen Weltbildes – Kepler, Galilei und Newton  18

4. Fazit – Kopernikus und die Folgen 22

5. Literaturverzeichnis  24



 

1. Einleitung

Die Sonne steht still und die Erde bewegt sich. Diese Erkenntnis war eine der faszinierendsten Fortschritte in der Geschichte der Wissenschaft, zugleich aber auch höchst irritierend, da diese Erkenntnis im Widerspruch zur Alltagserfahrung steht. Wir sehen wie die Sonne auf- und untergeht und wir spüren, dass die Erde, auf der wir stehen, fest und unbeweglich zu ruhen scheint. So stellt die heliozentrische Theorie die Ansichten, die sich aus der sinnlichen Wahrnehmung ergeben, in Frage. Gleichzeitig ebnete sie aber so den Weg für eine neue Deutung der Welt, bei der mathematische Begründungen ein größeres Gewicht bekamen. Als 1543 Kopernikus Werk „De revolutionibus orbium coelestium“1 erschien, läutete es eine wissenschaftliche Revolution ein.
Ganz neu war die Vorstellung, die Erde drehe sich einmal innerhalb von vierundzwanzig Stunden um ihre eigene Achse und einmal im Jahr um die Sonne, allerdings nicht. Schon einige Denker der griechischen Antike wie Aristarch von Samos oder die Denker der pythagoreischen Schule hatten behauptet, dass sich nur so der Lauf der Sterne und Planeten am Himmel richtig deuten ließe. Kopernikus selbst stand durchaus hinter dem humanistischen Ideal, die Ideen der Antike wieder zu neuem Leben zu erwecken und nahm deshalb auch diese griechischen Denker sehr ernst. Sie schienen ihm eine Alternative zu bieten zu dem verworrenen traditionellen, ptolemäischen Ansatz und dem geozentrischen Konstrukt, das in seinen Augen sehr inkonsistent und unharmonisch war.
Im Folgenden soll nun Kopernikus Beitrag zu unserem heutigen Weltbild näher betrachtet werden. Zunächst soll anhand biographischer Daten seine ersten Berührungen mit der Astronomie nachvollziehbar werden. In einem zweiten Schritt werden dann Kopernikus Werk, das konkurrierende geozentrische Weltbild und die philosophischen sowie astronomischen Gedanken der Antike, auf denen Kopernikus aufbaut, vorgestellt werden. Im Verlauf dieser Arbeit soll deutlich werden, was Kopernikus am alten Weltbild kritisiert, was ihn zu der Formulierung seiner Theorie motiviert hat und, wie sein heliozentrisches System von Astronomen, der Öffentlichkeit und der Kirche rezipiert worden ist. Abschließend wird kurz die Weiterentwicklung und Vollendung des heliozentrischen Weltbildes durch Kepler, Galilei und Newton dargestellt, um aufzuzeigen, inwiefern Kopernikus Konzept noch theoretisch ausgebaut, empirisch und physikalisch fundiert werden musste, um allgemeine Anerkennung zu finden.

2. Die Kopernikanische Wende

2.1 Kopernikus Weg zur Astronomie – Eine kurze Biographie

Die entscheidende Wende zum heliozentrischen Weltbild und damit die Reformation der Astronomie ist Nikolaus Kopernikus zu verdanken, der am 19. Februar 1473 in Thorn an der Weichsel geboren wurde. Als Kopernikus zehn Jahre alt war, starb sein Vater und sein Onkel Lucas Watzenrode sorgte von da an für Kopernikus Lebensunterhalt. Watzenrode war ein wohlhabender und einflussreicher Mann. Er war geweihter Priester und gehörte zudem zur Gefolgschaft des polnischen Königs und wurde 1489 Bischof des Ermlandes. Seine einflussreiche Stellung ermöglichte dem Neffen, sich 1491 an der Universität Krakau zu immatrikulieren, wo dieser zum ersten Mal mit der Astronomie in Berührung kam, die zum damaligen „Grundstudium“ gehörte. Ein Indiz dafür sind zwei einschlägige Konvolute, die Kopernikus wahrscheinlich in Krakau gekauft hatte, denn deren Einband deutet auf diesen Herkunftsort hin. Ein Band enthält eine Ausgabe der „Alfonsischen Tafeln“ und die „Tabulae directiorum“, die zusammen die aktuellsten und fast vollständigen Datensammlungen jener Zeit für astronomische Berechnungen darstellten. Der zweite Band enthält die „Elemente“ des griechischen Mathematikers Euklid und weiterhin die „In iudiciis astrorum“, eine der vollständigsten und meistgelesenen arabischen Abhandlungen der Astrologie. Somit hatte Kopernikus offenbar begonnen, die damals grundlegenden Werke zur sphärischen und planetarischen Astronomie sowie zur Geometrie und Astrologie zu studieren. Im Jahre 1495 verschaffte Watzenrode seinem Neffen eine Position als Domherr, die ihm ein lebenslanges Einkommen aus landwirtschaftlichen Betrieben im Besitz der Diözese sichern sollte. Allerdings waren mit dieser Stellung auch Pflichten verbunden, wie z. B. die Verwaltung des Gebietes, das dem Bischof als Landesherren unterstand. Des Weiteren beschäftigte sich Kopernikus mit der Reform des Münzwesens und verteidigte als Kommandant die Festung Allenstein erfolgreich gegen den Ansturm der Ritter vom Deutschen Orden. Neben all diesen Tätigkeiten ist er auch noch ein viel um Rat gefragter Arzt gewesen.2

[...]


1 Nicolaus Copernicus: Das neue Weltbild. Drei Texte. Commentariolus. Brief gegen Werner. De revolutionibus I. Lateinisch-deutsch, übers., hrsg. u. mit e. Einl. u. Anm. vers. v. Hans Günter Zekl. Im Anhang e. Ausw. aus d. Narratio prima des G. J. Rhetikus, Hamburg 1990.

2 Zur Biographie von Kopernikus vgl. : Krafft: Nicolaus Copernicus. S. 286-295. Gingerich: Nikolaus Kopernikus und Tycho Brahe. S. 48-50. Nobis: Der Himmel stürzt ein. S. 130-132. Shea: Nikolaus Kopernikus. S. 6-8. Wolfschmidt: Nicolaus Copernicus. S. 30-37.


Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:

Zu: Werner Link- Die Neuordnung der Weltpolitik

Authors: Susanne Heinlein, Maika Nitzsche
Economics / Business: Business Management, Corporate Governance, 2004 Download as PDF-file for 4,99 EUR

Der Merkantilismus in Frankreich

Author: Stephan Fuchs
Economics / Business : Economic and Social History, 2002 Download as PDF-file for 7,99 EUR

Die Vitalienbrüder und die Hanse

Author: Maik Nolte
History - Middle Ages, Early Modern, 1997 Download as PDF-file for 6,99 EUR

Ausarbeitung zum Referat "Hypothesen zum Zweitspracherwerb"

Authors: Katrin Habersaat, Gaby Helmling
German - German as a Foreign Language / Second Language, 1999 Download as PDF-file for 5,99 EUR

This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/68252/nikolaus-kopernikus-die-kopernikanische-wende-und-ihre-folgen
please wait Please wait