Gliederung der dänischen Dialekte close

Bitte warten

Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.



Details

Veranstaltung: Ostskandinavisch: Dänisch, Ricksmål/ Bokmål, Schwedisch und ihre Dialekte
Institution/Hochschule: Universität Hamburg
Tags: Gliederung, Dialekte, Ostskandinavisch, Dänisch, Ricksmål/, Bokmål, Schwedisch, Dialekte
Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2006
Seiten: 32
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 20  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 378 KB
Archivnummer: V68476
ISBN (E-Book): 978-3-638-61042-1

Zusammenfassung / Abstract

In der vorliegenden Hausarbeit werde ich mich mit den Dialekten Dänemarks beschäftigen. Einleitend wird eine grobe geographische Einteilung der Dialekte aufgeführt. Danach erfolgt ein kurzer Überblick über die wichtigsten sprachlichen Kriterien, mithilfe derer man weitere Einteilungen vornehmen kann. In den darauffolgenden Kapiteln werden einige Dialekte präsentiert und analysiert. Danach werden die Dialekte chronologisch betrachtet - Wie groß waren die regionalen Unterschiede im Dänischen früher? Wie groß sind sie heute? Welche Stellung nehmen bzw. nahmen Soziolekte ein? Gibt es Dialekte oder Soziolekte, die besonderes Ansehen genießen? Zum Schluss soll der Frage nachgegangen werden, welche Entwicklung die dänische Sprache in Zukunft möglicherweise nehmen wird und welchen Einfluss das fortschreitende Medienzeitalter auf die Dialekte ausübt.

Textauszug (computergeneriert)

Universität Hamburg
Ostskandinavisch: Dänisch, Ricksmål/ Bokmål, Schwedisch und ihre Dialekte
WS 2005 / 2006, 7. Fachsemester

Gliederung der dänischen Dialekte

von: Franziska Wenzel

 


Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung 3

1. Die dialektalen Großräume 3

2. Das Standarddänisch 6

3. Die Unterscheidungskriterien 6

3.1 Schwachtonige Endsilben 7
3.2 Die Aussprache des Personalpronomens “Jeg” 8
3.3 Die Stellung des bestimmten Artikels 8
3.4 Die Anzahl der grammatischen Geschlechter 9
Nordjütland 10
3.5 Der Stoßton 10
3.6 Klusilschwächung 13

4. Ausgewählte Dialekte 15

4.1 Jütisch 15

4.1.1 Westjütisch 18
4.1.2 Sønderjysk 18
4.1.3 Ostjütisch 20
4.1.4 Vendelbomål 20

4.2 Inseldänisch 22

4.2.1 Fünisch 22
4.2.2 Seeländisch 23

4.3 Ostdänisch auf Bornholm 24
4.4 Die Sprachen Kopenhagens 25

4.4.1 Lavkøbenhavnsk 26
4.4.2 Højkøbenhavnsk 27

5. Die Popularität der Dialekte 28

6. Dialekte gestern, heute - und morgen? 29

7. Literaturverzeichnis 31


 

 

0 Einleitung

In der vorliegenden Hausarbeit werde ich mich mit den Dialekten Dänemarks beschäftigen. Einleitend wird eine grobe geographische Einteilung der Dialekte aufgeführt. Danach erfolgt ein kurzer Überblick über die wichtigsten sprachlichen Kriterien, mithilfe derer man weitere Einteilungen vornehmen kann. In den darauffolgenden Kapiteln werden einige Dialekte präsentiert und analysiert. Danach werden die Dialekte chronologisch betrachtet - Wie groß waren die regionalen Unterschiede im Dänischen früher? Wie groß sind sie heute? Welche Stellung nehmen bzw. nahmen Soziolekte ein? Gibt es Dialekte oder Soziolekte, die besonderes Ansehen genießen? Zum Schluss soll der Frage nachgegangen werden, welche Entwicklung die dänische Sprache in Zukunft möglicherweise nehmen wird und welchen Einfluss das fortschreitende Medienzeitalter auf die Dialekte ausübt.

1. Die dialektalen Großräume

Es gibt 3 dialektale Großräume in Dänemark. Das Westdänische wird auf dem gesamten Festland gesprochen und gliedert sich in der ersten Stufe weiter in Ost-, Süd- und Westjütisch. Das Inseldänische wird auf allen großen Inseln gesprochen, jedoch nicht auf Samsø, Læsø und Anholt. Fünen war im Mittelalter rechtlich an Jütland gebunden. Dieser Umstand wirkte sich auch auf die Sprache aus. Daher nimmt das Fünische heute eine Art Zwischenstellung zwischen dem Jütischen und dem Seeländischen ein.1 Das Ostdänische existiert im heutigen Dänemark nur noch auf Bornholm.2 Aus Perspektive der dänischen Linguisten werden aber auch die südschwedischen Dialekte der Gebiete, die vor 1658 zum dänischen Staatsgebiet gehörten, zum Ostdänischen hinzugezählt. Insgesamt bildet das Ostdänische gewissermaßen die Übergangszone zwischen mitteldänischen und mittelschwedischen Dialekten.3

Es folgt eine etwas detailliertere Auflistung der Dialekte und deren Verbreitungsgebiete:4 In Abbildung 1 sind die drei dialektalen Großräume Dänemarks durch unterschiedliche farbliche Markierung vereinfacht dargestellt. Im gelben Bereich wird Westdänisch, im grünen Inseldänisch und im roten Ostdänisch gesprochen. 5

Abb. 1: Die dialektalen Großräume [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]

Diese Gliederung der Dialekte, die man auch noch weiter unterteilen könnte, richtet sich nach den geographischen Grenzen der Gebiete, in denen sie gesprochen werden.6

2. Das Standarddänisch

Die Standardsprache im Dänischen ähnelt stark der Sprache die in Kopenhagen gesprochen wird. Demzufolge handelt es sich hierbei auch um einen Dialekt, der jedoch im Laufe der Zeit als “der richtige” anerkannt wurde7. Diese Aufwertung begann bereits ab 1529, als Christian Pedersen, der u.a. als Bibelübersetzer berühmt wurde, die schriftsprachliche Normierung einleitete. Er ordnete und systematisierte die große Anzahl der verschiedenen Schrifttraditionen, die zum damaligen Zeitpunkt herrschten und bezog sich dabei hauptsächlich auf die Schrifttradition der Hauptstadt.8 Als Kopenhagen unter Christian IV. Anfang des 17. Jahrhunderts förmlich aufblühte, wurde es endgültig zum landesweiten Vorbild guten Geschmacks und der Bildung. Auch die dort gesprochene Sprache gewann an zusätzlicher Beliebtheit und bei der Oberschicht der Hauptstadt war bereits eine einheitliche Sprache nachzuweisen. 1678 gab der dänische Grammatiker Gerner allen Dänen den Rat "von denen zu lernen, die in der Hauptstadt von wirklichen dänischen Eltern geboren wurden oder in der Hauptstadt und an der Universität ausgebildet wurden".9 Auf diese Weise wurde das Kopenhagener Dänisch zur überregionalen Norm und gleichzeitig wurden auch die Weichen für den gehobenen Soziolekt "Højkøbenhavnsk" gelegt. Die Aufrechterhaltung des hohen Status, den die Kopenhagener Sprache genießt, ist heute v.a. dem Umstand zu verdanken, dass Kopenhagen als Hauptstadt gleichzeitig die Rolle des überregionalen Medienzentrums einnimmt.

3. Die Unterscheidungskriterien

Um einen Überblick über die Dialektlandschaften zu erhalten, wurden die Dialekte zunächst nach offensichtlichen, geographischen Gesichtspunkten voneinander abgegrenzt. Im Folgenden werden die Dialekte aus linguistischer Perspektive beleuchtet. Anhand von Faktoren wie schwachtonige Endsilbe, Anzahl der grammatischen Geschlechter oder Stoßton können weitere Spezifizierungen vorgenommen werden.

3.1 Schwachtonige Endsilben

[...]


1 Nielsen, Brøndum Johs. : S. 93

2 Braunmüller, Kurt: Die skandinavischen Sprachen im Überblick S. 83

3 Haugen, Einar: S. 61

4 http://www.geocities.com/henrik2405hsj/danskdialekt.html?20051

5 Grafik aus: www.hum.ku.dk/dialekt/danmakrskort-a4.jpg

6 Brøndum Nielsen, Johs.: S. 91

7 http://www.gravengaard.dk/dialekt/om%20dialekter.htm

8 Haugen, Einar: S. 412

9 Haugen, Einar: S. 69

Kommentare

Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:

http://www.grin.com/e-book/68476/