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Examensarbeit, 2007, 25 Seiten
Autor: Daniel Klumpp
Fach: Pädagogik - Sonstiges
Details
Institut: Seminar für Didaktik und Lehrerbildung Ludwigsburg
Tags: Konsum, Umgang, Geld, Examensarbeit, Staatsexamen
Jahr: 2007
Seiten: 25
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 8 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-59620-6
ISBN (Buch): 978-3-640-42030-8
Dateigröße: 300 KB
Dokumentation einer interdisziplinären (u. a. Mathematik), projektartigen Unterrichtssequenz bei der eine 5. Klasse (RS) Geld erwirtschaften musste, mit dessen Hilfe ein gemeinsames Pizzaessen finanziert werden sollte. Mit ausführlicher Reflektion und Arbeitsblättern im Anhang.
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Zusammenfassung / Abstract
Definition des Begriffs Projektmethode Innerhalb der pädagogischen Fachliteratur ist man sich weitestgehend darüber einig, dass es keine allgemeingültige Definition der „Projektmethode“ gibt. Jedoch haben sich viele Pädagogen an ihr versucht. Nachfolgend sollen stellvertretend einige von ihnen aufgeführt werden. Karl Frey definiert die Projektmethode folgendermaßen: „Eine Gruppe von Lernenden bearbeitet ein Gebiet. Sie plant ihre Arbeiten selbst und führt sie auch aus. Oft steht am Ende ein sichtbares Produkt.“1 Herbert Gudjons beschreibt die Methode mithilfe eines Merkmalkatalogs, der 10 Kriterien umfasst: • Situationsbezug • Orientierung an den Interessen der Beteiligten • Selbstorganisation und Selbstverwaltung • Gesellschaftliche Praxisrelevanz • Zielgerichtete Projektplanung • Produktorientierung • Einbeziehen vieler Sinne • Soziales Lernen • Interdisziplinarität • Bezug zum Lehrgang2 Für Susanne Endler sind Projekte so zu strukturieren, dass sie überschaubar sind und das zusammenwirken aller Beteiligter effizient und motivierend gestaltet werden kann. Sie legt ebenfalls Kriterien für das Projekt fest und zwar aus Sicht des Projektmanagements: „Eine Aufgabenstellung mit Risiko (es kann auch schief gehen!) und einer gewissen Einmaligkeit (keine Routinefähigkeit), eindeutige Aufgabenstellung, Verantwortung und Zielsetzung für ein Gesamtergebnis, zeitliche Befristung (definierter Anfangs- und Endpunkt), begrenzter Ressourceneinsatz, verschiedenartige, untereinander verbundene, wechselseitig voneinander abhängige Teilaufgaben und eine besondere, auf das Vorhaben abgestimmte Organisation.“3 An diesen drei Beispielen lässt sich gut erkennen, dass sich der komplexe Projektbegriff nicht eindeutig definieren, sondern eher einkreisend umschreiben lässt. Dazu bemerkt Frey: „Die Projektmethode ist eine offene Lernform. Sie nimmt auf die lokale Situation und auf Teilnehmerinteressen Rücksicht. 1 Frey, Karl: Die Projektmethode. Der Weg zum bildenden Tun; 2002; S. 13 2 Gudjons, Herbert: Das Projektbuch. Theorie, Praxisbeispiele, Erfahrungen; 1991; S. 16-26 3 Endler, Susanna: Projektmanagement in der Schule. Projekte erfolgreich planen und gestalten; 2004; S. 11
Textauszug (computergeneriert)
Seminar für Didaktik und Lehrerbildung Ludwigsburg
Examensarbeit für das 2. Staatsexamen (RS)
„Konsum ist geil“ – der Umgang mit Geld will gelernt sein
Daniel Klumpp
Inhaltsverzeichnis
1 Projektmethode ... 2
1.1 Definition des Begriffs Projektmethode ... 2
1.2 Einordnung des Unterrichtsvorhabens ... 3
2 Grundlegende Planung ... 4
2.1 Bedingungsanalyse ... 4
2.1.1 Klassensituation ... 4
2.1.2 Grundlegende Organisation und Überblick ... 5
2.2 Hintergrundwissen ... 6
2.3 Bildungsplan ... 7
2.3.1 Didaktische Begründung der Thematik ... 7
2.3.2 Didaktische und methodische Überlegungen zum Ablauf ... 8
2.3.3 Angestrebte Ziele ... 12
2.3.4 Verlaufsskizze ... 13
3 Durchführung und Reflexion ... 14
3.1 Ausgangssituation ... 14
3.2 Pizzaessen: Organisieren – Finanzieren – Reflektieren ... 14
3.3 Verhaltensauffällige Schüler ... 19
3.4 Erreichbarkeit der Ziele ... 20
3.5 Schrittweise Annäherung an die Projektmethode ... 20
4 Literatur- und URL-Verzeichnis ... 22
4.1 Literaturverzeichnis ... 22
4.2 URL-Verzeichnis ... 22
5 Anhang ... 23
5.1 Infoschreiben an die Eltern und Materialkostenliste ... 23
5.2 Arbeitsblatt „Finanzbereich“ ... 24
1. Projektmethode
1.1 Definition des Begriffs Projektmethode
Innerhalb der pädagogischen Fachliteratur ist man sich weitestgehend darüber einig, dass es keine allgemeingültige Definition der „Projektmethode“ gibt. Jedoch haben sich viele Pädagogen an ihr versucht. Nachfolgend sollen stellvertretend einige von ihnen aufgeführt werden. Karl Frey definiert die Projektmethode folgendermaßen:
„Eine Gruppe von Lernenden bearbeitet ein Gebiet. Sie plant ihre Arbeiten selbst und führt sie auch aus. Oft steht am Ende ein sichtbares Produkt.“1
Herbert Gudjons beschreibt die Methode mithilfe eines Merkmalkatalogs, der 10 Kriterien umfasst:
- Situationsbezug
- Orientierung an den Interessen der Beteiligten
- Selbstorganisation und Selbstverwaltung
- Gesellschaftliche Praxisrelevanz
- Zielgerichtete Projektplanung
- Produktorientierung
- Einbeziehen vieler Sinne
- Soziales Lernen
- Interdisziplinarität
- Bezug zum Lehrgang2
Für Susanne Endler sind Projekte so zu strukturieren, dass sie überschaubar sind und das zusammenwirken aller Beteiligter effizient und motivierend gestaltet werden kann. Sie legt ebenfalls Kriterien für das Projekt fest und zwar aus Sicht des Projektmanagements:
„Eine Aufgabenstellung mit Risiko (es kann auch schief gehen!) und einer gewissen Einmaligkeit (keine Routinefähigkeit), eindeutige Aufgabenstellung, Verantwortung und Zielsetzung für ein Gesamtergebnis, zeitliche Befristung (definierter Anfangs- und Endpunkt), begrenzter Ressourceneinsatz, verschiedenartige, untereinander verbundene, wechselseitig voneinander abhängige Teilaufgaben und eine besondere, auf das Vorhaben abgestimmte Organisation.“3
An diesen drei Beispielen lässt sich gut erkennen, dass sich der komplexe Projektbegriff nicht eindeutig definieren, sondern eher einkreisend umschreiben lässt. Dazu bemerkt Frey: „Die Projektmethode ist eine offene Lernform. Sie nimmt auf die lokale Situation und auf Teilnehmerinteressen Rücksicht. Sie lässt sich folglich auch nicht durch eine präzise Definition beschreiben.“4
1.2 Einordnung des Unterrichtsvorhabens
Das im folgenden Kapitel ausführlich beschriebene Unterrichtsvorhaben weist zwar viele der unter 1.1 aufgeführten Charakteristika eines Projektes auf, doch stufe ich den Grad der Selbstorganisation und Selbstverwaltung der Schüler innerhalb der Planung und Durchführung als zu gering ein, um von einem „lupenreinen“ Projekt sprechen zu dürfen. Eine relativ detailliierte Vorgabe der Arbeitsziele und des Themas durch den Lehrer verstärkt diese These zudem. „Projektartiges Arbeiten“ halte ich daher für den geeigneteren Übergriff für die bevorstehende Unterrichtssequenz. Diese Methode grenzt zwar die Entfaltungsmöglichkeiten der Schüler gegenüber der Projektmethode ein Stück weit ein, stellt für mich jedoch die ideale Reduktion für eine projektunerfahrene fünfte Klasse dar, der zudem einige sehr verhaltensauffällige Schüler angehören.
Zwar ist der Projektunterricht nach Gudjons nicht an die strikte Einhaltung aller Kriterien gebunden5, so stellt jedoch gerade die selbstständige Planung, etwa nach Frey6, ein zentrales Charakteristika eines Projektes dar. Mit Hilfe der nachfolgenden Bewertungstabelle soll veranschaulicht werden, wie stark der Projektcharakter der Unterrichtssequenz voraussichtlich ausgeprägt sein wird. Hierfür werden Gudjons zehn Projektkriterien zugrunde gelegt. Die Bewertungsskala reicht von ++ = „sehr stark“ bis -- = „sehr schwach“. Mithilfe der hinteren Spalte lässt sich nachvollziehen, in wie weit sich die anfänglichen Einschätzungen im Nachhinein als zutreffend erwiesen haben.
Tabelle (nur in der Download-Version verfügbar)
2 Grundlegende Planung
2.1 Bedingungsanalyse
2.1.1 Klassensituation
Das Projekt „Konsum ist geil - der Umgang mit Geld will gelernt sein“ wird in der Klasse 5a derX Stuttgart im Rahmen mehrerer Unterrichtseinheiten und Bildungsplantagen durchgeführt. Während das Fach Mathematik die Basis des Projektes bildet, sind ferner die Fächer IT, Sport und NWA involviert. Ich unterrichte die Klasse seit Beginn dieses Schuljahres in den Fächern Mathematik und Sport.
Die Klasse 5a besteht aus 11 Mädchen und 17 Jungen. Viele der Schüler kennen sich nach ihrem Wechsel in die weiterführende Schule erst seit wenigen Wochen und es findet derzeitig noch ein intensiver Prozess des Kennenlernens statt. Gerade die intensive Zusammenarbeit in Gruppen im Verlaufe des Projektes kann diesen Prozess unterstützen. Es handelt sich bei der 5a um eine sehr lebhafte Klasse und viele der Schüler lassen sich sehr leicht vom Unterrichtsgeschehen ablenken. Dennoch bringen sich erfreulich viele Schüler positiv ins Unterrichtsgeschehen ein.
Viele der Kinder haben einen Migrationshintergrund und in punkto Ausdruck, Rechtschreibung und Grammatik konnten bei ihnen verstärkt Defizite ausgemacht werden. Diese haben allerdings auf die erfolgreiche Durchführung des Projektes keinen gravierenden Einfluss.
Einige verhaltensauffällige Schüler bedürfen einer näheren Erläuterung: Schüler H. hat schon mehrfach Klassen wiederholt und wäre altersmäßig eigentlich schon in Klasse 8. Er hat enorme Probleme sich in die Klasse deutlich jüngerer Mitschüler zu integrieren. H. ist ferner schon mehrfach durch undiszipliniertes und aggressives Verhalten auffällig geworden. Momentan befindet er sich nach einem Übergriff auf jüngere Schüler einer anderen Klasse am Rande eines Unterrichtsausschlusses.
Neben Schüler H. ist Schüler F. ein ständiger Unruheherd in der Klasse. Durch sein hyperaktives Verhalten trägt er meist unbewusst dazu bei, dass seine Mitschüler in ihrer Aufmerksamkeit gestört werden.
Schüler C. und V. fallen durch sehr nachlässiges Verhalten während dem Unterricht auf. Auch nach mehrmaliger Aufforderung bzw. Erläuterung sind sie oft nicht in der Lage, geeignete Materialien bereitzuhalten oder dem Unterrichtsgeschehen zu folgen.
Diese Umstände müssen berücksichtigt werden und betroffene Schüler bedürfen gerade in offenen Unterrichtsphasen verstärkter Beobachtung, Differenzierung und Förderung.
[...]
1 Frey, Karl: Die Projektmethode. Der Weg zum bildenden Tun; 2002; S. 13
2 Gudjons, Herbert: Das Projektbuch. Theorie, Praxisbeispiele, Erfahrungen; 1991; S. 16-26
3 Endler, Susanna: Projektmanagement in der Schule. Projekte erfolgreich planen und gestalten; 2004; S. 11
4 Frey, Karl: Die Projektmethode. Der Weg zum bildenden Tun; 2002; S. 16
5 Gudjons, Herbert: Das Projektbuch. Theorie, Praxisbeispiele, Erfahrungen; 1991; S. 16-26
6 Frey, Karl: Die Projektmethode. Der Weg zum bildenden Tun; 2002; S. 13
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