Werbung als Kulturdokument am Beispiel der Marke Nivea

Flash Player und JavaScript werden für eine verbesserte Ansicht des Dokuments benötigt. Bitte installieren Sie den Flash Player und aktivieren Sie Javascript.
Install Flash Player
Details
Autor: M.A. Sina Neumann
Fach: Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing
Veranstaltung: Wirtschaftsbezogene Kulturgeschichte Deutschlands
Institution/Hochschule: Friedrich-Schiller-Universität Jena (Philosophisches Institut und Wirtschaftswissenschaftliches Institut)
Jahr: 2002
Seiten: 32
Note: 1,3
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 263 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-14340-0
ISBN (Buch): 978-3-638-63967-5
Die Abbildungen, die ursprünglich in der Arbeit enthalten waren, werden wegen der Dateigröße nicht mitgeliefert - Quellenangaben und Tipps zu den Bildern sind jedoch gegeben.
Zusammenfassung / Abstract
"An was denkst Du als erstes, wenn ich dich nach "Nivea" frage?" Mit einer Nivea - Dose in der Hand und dieser Frage entstand die Idee dieser Arbeit. Viele Fragen führten stets zur gleichen Antwort: " Na, eine blaue Dose mit weißer Schrift." Auch Fragen nach dem Besitz irgendeines Nivea-Produkts wurde stetig bejaht. Dieses Phänomen ließ mich stutzig werden. Mit gewecktem Interesse wollte ich mehr über die Marke "Nivea" und damit über die Hamburger Beiersdorf AG wissen. Dabei bin ich auf - für mich und meine Umgebung - erstaunliche, wie auch völlig unbekannte und kuriose Fakten getroffen. Die folgende Arbeit soll aufzeigen, welch ausgeklügelte Marketingidee hinter diesem vermeintlich simplen Markennamen steckt. Der Schwerpunkt sitzt hier auf der Bedarfslenkung, da die Werbung der verschiedenen Zeiten auch immer als Kulturdokument zu verstehen ist und immer den aktuellen Zeitgeist ihrer jeweiligen Entstehungszeit widerspiegelt. Es folgt stets ein Überblick über den entsprechenden Zeitabschnitt und eine Verknüpfung mit den charakteristischen Merkmalen der jeweiligen Werbung der Epoche. So bildet sich schlussendlich ein Gesamtbild, welches von den Anfängen der Creme in den Jahren des Wilhelminischen Kaiserreichs über die Zeit des Nationalsozialismus, den Höhen und Tiefen in den 40er Jahren bis zur globalen Marke in den 80ern und der heutigen Vielfalt der Produkte der Marke NIVEA reicht.
Textauszug (computergeneriert)
Werbung als Kulturdokument am Beispiel der Marke Nivea
Autorin: Sina Neumann
I. Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
.....
3
2. Die Entdeckung von Eucerit, die Geburtsstunde eines kleinen Weltwunders .....3
3. Nivea in den ersten Jahren des Wilhelminischen Kaiserreichs .....4
4. Nivea in den 20er Jahren, eine Gesellschaft verändert sich .....6
5. Nivea in den 30er Jahren, Licht, Luft, Sonne und Nivea .....9
6. Nationalsozialismus und Krieg .....11
7. Nivea in den 40er Jahren, ein neuer Anfang mit Höhen und Tiefen .....13
8. Nivea in den 50er Jahren, die Erholung .....14
9. Nivea in den 60er Jahren, die Freiheit wird wiederentdeckt .....15
10. Nivea in den 70er Jahren, Veränderungen im Verbraucherverhalten .....16
11. Nivea in den 80er Jahren, Nivea wird eine globale Marke .....18
12. Nivea in den 90er Jahren, Internationalisierung und "Blue Harmony" .....20
13. Nivea seit dem Jahrtausendwechsel .....23
14. Zusammenfassung .....24
Bibliografie
Anhang
1. Einleitung
"An was denkst Du als erstes, wenn ich dich nach "Nivea" frage?" Mit einer Nivea - Dose in der Hand und dieser Frage entstand die Idee meiner Hausarbeit, da verschiedene Fragen immer zur gleichen Antwort führten: " Na, eine blaue Dose mit weißer Schrift." Auch meine Frage nach dem Besitz irgendeines Nivea-Produkts wurde stetig bejaht. Dieses Phänomen ließ mich stutzig werden. Mit gewecktem Interesse wollte ich mehr über die Marke "Nivea" und damit über die Hamburger Beiersdorf AG wissen. Dabei bin ich auf - für mich und meine Umgebung - erstaunliche, wie auch völlig unbekannte Fakten getroffen und möchte nun aufzeigen, welche ausgeklügelte Marketingidee hinter diesem vermeintlich simplen Markennamen steckt. Dabei werde ich meinen Schwerpunkt auf die Bedarfslenkung setzen, da "[...] die Werbung der verschiedenen Zeiten auch [immer] als Kulturdokument zu verstehen [ist und] [...] immer den aktuellen Zeitgeist ihrer jeweiligen Entstehungszeit wider[spiegelt]." Ich gebe einen Überblick über den entsprechenden Zeitabschnitt und verknüpfe diesen mit charakteristischen Merkmalen der jeweiligen Werbung, um meine Ausgangsthese zu beweisen.
2. Die Entdeckung von Eucerit, die Geburtsstunde eines kleinen Weltwunders
Die Geschichte der Marke "Nivea" beginnt mit der bahnbrechenden Entdeckung von Eucerit, der ersten Öl - in - Wasser - Emulsion. Diese Entdeckung gleicht einer Revolution, denn bis zu dieser Zeit sind Salben und Cremes nur von eingeschränkter Haltbarkeit. Dr. Troplowitz, der damalige Besitzer der in Hamburg ansässigen Firma Beiersdorf, erkennt das kosmetische Potential dieser Emulsion. 1911 entwickeln der Chemiker Isaac Lifschütz und der Hamburger Dermatologe Professor Paul Gerson Unna für die Firma eine Hautcreme mit der Grundlage Eucerin, bestehend aus fünf Grundkomponenten: Fett, Glyzerin, Salz, ätherische Öle und Wasser, die dem Apotheker Dr. Oskar Troplowitz großen Erfolg bringen wird. Oskar Troplowitz benennt diese Creme "Nivea", vom lateinischen Wort "nivius" abgeleitet, was soviel bedeutet wie "schneeweiß". Diesen Namen hat er sich bereits 1905 für eine weiße Seife schützen lassen. Er verkauft "[...] zu diesem Zeitpunkt bereits verschiedene Körperpflegemittel mit zum Teil großem Erfolg [wie] Pomade, Haarmilch, Rasierseife, Puder, Mundwasser, Pebeco - Zahnpasta und den Lippenpflegestift Labello." "Nur kurze Zeit nach der bahnbrechenden Entdeckung der Rezeptur [werden] im Dezember 1911, auf einer eigens dafür gebauten Maschine, die ersten Dosen aus Aluminium abgefüllt. Der Verkauf der neuen, vielversprechenden Creme [durch die Firma Beiersdorf beginnt] noch im selben Monat."
Die ersten Nivea Dosen offenbaren sich mit gelbem beziehungsweise beigem Untergrund mit grünen und roten Ornamenten und Blütenranken und zeigen damit ein
- für heutige Betrachter ungewöhnliches - Jugendstildesign, ganz nach dem Geschmack der damaligen Zeit [Abbildungen 1 und 2] . Es steht auch ganz im Sinne des zu diesem Zeitpunkt gängigen Frauenbilds, zerbrechlich, zierlich und wohlriechend.
[...]
Kommentare
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden: